Fischsuppe

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  • Christkind
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 1568

    #1

    Fischsuppe

    Zitat von Ohrscher 33-46
    .....von wegen "Wasser und Brot", bei uns gibt's heute gebackene Sylter Royal Austern mit einem Zwischengang!

    Sag mal, ist bei dir der Wohlstand ausgebrochen ???
    Ich dachte immer, solche Gerichte kommen nur bei den VW- Bossen und Bank-Mangern auf den Tisch.
    Champagner, Austern... fehlen noch die Trüffel und der Kaviar.

    Hilf mir lieber mit einem Rezept für eine Danziger Fischsuppe.
    Oder was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?

    Schönen Gruß, Christa
    Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
    (M. Gandhi)
  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #2
    Zitat von Christkind
    Hilf mir lieber mit einem Rezept für eine Danziger Fischsuppe. Oder was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?
    Ich weiß nicht, ob das eine Danziger Fischsuppe ist, aber ich mache sie jedenfalls (in unterschiedlichsten Variationen) wenn ich hier bin:

    Aus (frischen!) "Fischabfällen" (Fischköpfen, Mittelgräten, Flossen) mit Zwiebeln, Paprika, Mohrrübe eine Brühe aufkochen, abbseihen, Tomatenmark dazugeben und gut umrühren, pfeffern, salzen, mit verschiedenen Gewürzen abschmecken, Fischfiletstücke dazu tun (auf verschiedene Garzeiten achten). In Tellern servieren, einen schönen Löffel Creme fraiche hinzutun, mit ein paar Blättchen Basilikum garnieren - und dann guten Appetit!
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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    • Anonymus

      #3
      Zitat von Christkind
      Sag mal, ist bei dir der Wohlstand ausgebrochen ???
      Ich dachte immer, solche Gerichte kommen nur bei den VW- Bossen und Bank-Mangern auf den Tisch.
      Champagner, Austern... fehlen noch die Trüffel und der Kaviar.

      Hilf mir lieber mit einem Rezept für eine Danziger Fischsuppe.
      Oder was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?

      Schönen Gruß, Christa
      Hallo Christa, versuche es vorerst mit einer:

      Hamburger Aalsuppe

      Zutaten für 4 Personen: 750 g frischer Aal
      100 g durchwachsener Schinkenspeck
      2 Zwiebeln
      2 Möhren
      1 Stange Porree
      125 g Trockenfrüchte ( Pflaumen und Apfelringe )
      je ein Teel. Majoran, Salbei, Estragon und Thymian
      1 Liter Fleischbrühe ( Würfel )
      2 Birnen
      1 Tasse TK Erbsen
      1 Bund Dill
      2 EL Mehl
      1 Priese Zucker
      Essig
      Für die Klöße: 1 EL Butter oder Margarine
      75 g Mehl
      2 Eier

      Zubereitung: Aal abziehen, ausnehmen, in 4-5 cm große Stücke teilen
      und in Wasser legen.
      Speck und Zwiebeln würfeln.
      Speck auslassen, die Zwiebeln darin gelb anschwitzen.
      Geputzte, zerkleinerte Möhren, Porree, Trockenfrüchte, Kräuter und Brühe zugeben
      und aufkochen lassen.
      Aal dazugeben und 25 Minuten kochen.
      Nach 10 Minuten geviertelte, entkernte Birnen zufügen.
      Für die Klöße 1/8 Liter Wasser mit Fett und Salz aufkochen.
      Mehl hineinsieben, zu Brandteig abrühren.
      Topf vom Herd nehmen und Eier untermischen.
      Mit einem Teelöffel Klöße abstechen und im kochenden Salzwasser ziehen lassen.
      Erbsen und geschnittenen Dill in die Suppe geben, aufkochen
      und mit kalt angerührten Mehl binden.
      Suppe noch 5 Minuten kochen und süß-säuerlich abschmecken.
      Klöße zuletzt in die Suppe geben.

      Zubereitungszeit: ca. 50 min.

      Uebrigens, Trüffel und Kaviar gibt's bei uns nach den Austern als Dessert!!! (man gönnt sich ja sonst nix! )

      Viele Gruesse
      Ohrscher Siegfried

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      • Anonymus

        #4
        Zitat von Christkind
        (...)
        Oder was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?

        Schönen Gruß, Christa
        Soviel mir in Erinnerung geblieben ist, freute sich immer unsere Katze darauf!

        Viele Gruesse
        Ohrscher Siegfried

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        • Anonymus

          #5
          Danziger Fischgerichte!

          Zitat von Christkind
          (...)
          Hilf mir lieber mit einem Rezept für eine Danziger Fischsuppe.
          Oder was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?

          Schönen Gruß, Christa
          Im DHK 1996 finden wir mehrere Danziger Fischgerichte!

          Viele Gruesse
          Ohrscher Siegfried

          Kommentar

          • Christkind
            Forum-Teilnehmer
            • 10.02.2008
            • 1568

            #6
            Zitat von Ohrscher 33-46
            Uebrigens, Trüffel und Kaviar gibt's bei uns nach den Austern als Dessert!!! (man gönnt sich ja sonst nix! )

            Viele Gruesse
            Ohrscher Siegfried

            Ach nein, Aalsuppe ist nicht so mein Fall.
            Die wurde mir mit der Blechtrommel verleidet.

            In Danzig hatten wir keine Katze. Nur mein Vater öfter einen Kater.
            Wolfgangs Suppe ist eher was. Aber kam da nicht auch noch ein Lorbeerblatt dazu?
            Und Senfkörner?
            Lobeerblatt und Senfkörner müssen sein, meine ich.

            Das Rezept Pomuchel mit Mostrichsoße, ja, das lässt sich auch hören.
            Ist keine Suppe, aber immerhin. Die Soße ist sicher ganz wunderbar schmackhaft zu mehligen Kartoffeln.
            Siegfried,das sind die Freuden des kleinen (Danziger) Mannes.
            _____
            Christa grüßt
            Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
            (M. Gandhi)

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            • radewe
              Forum-Teilnehmer
              • 08.03.2008
              • 935

              #7
              Zitat von Ohrscher 33-46

              Hamburger Aalsuppe

              In einer richtigen Hamburger Aalsuppe ist „Aal´s bin“, außer Aal, darum nennen wir sie in Hamburg auch „Frische Suppe“.

              Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
              Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
              Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
              Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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              • Anonymus

                #8
                Fischsuppe (1)

                Zitat von Christkind
                Ach nein, Aalsuppe ist nicht so mein Fall.
                (...)
                .....wie wäre es denn mit dieser:

                Fischsuppe

                Zutaten f. 4 Pers.: ca.1 Kg Rotaugen (kann auch Pomuchel sein!)
                2 ltr. Wasser
                3 Zwiebeln
                3 Knoblauchzehen
                1 TL Salz
                1 Lorbeerblatt
                je 20 Pfeffer und Gewürzkörner
                100 g Butter
                1 EL Mehl
                Zitronensaft
                1/8 ltr. saure Sahne
                Dill, Petersilie, Schnittlauch

                Zubereitung: Die Fische werden ausgenommen und vom Kopf befreit,
                aber nicht geschuppt!
                Das Wasser wird mit den Gewürzen, den Zwiebeln und dem Knoblauch
                zum Kochen gebracht.
                In das kochende Wasser gibt man die Fische und läßt alles bei
                kleiner Flamme köcheln, bis die Fische zerfallen.
                Danach wird die Brühe durch ein Sieb gegossen.
                In einer Pfanne wird die Butter erhitzt und das Mehl
                unter ständigem Rühren dazugegeben, aber nicht gebräunt.
                Diese Masse gießt man vorsichtig in die Brühe und kocht
                alles zusammen rund 5 min.
                Danach wird die Fischsuppe mit der sauren Sahne, dem Zitronensaft
                und den Kräutern abgeschmeckt.

                Tip 1: Kleine Würfel von Lachs- oder Forellenfilet hinzugeben.
                Tip 2: Die Fischsuppe schmeckt besonders gut, wenn man die Brühe
                über Nacht mit den zerkochten Rotaugen stehen läßt.

                Zubereitungszeit: ca. 60 min.

                Viele Grüsse
                Ohrscher Siegfried

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                • Anonymus

                  #9
                  Fischsuppe (2)

                  Zitat von Ohrscher 33-46
                  .....wie wäre es denn mit dieser:

                  Fischsuppe

                  Zutaten f. 4 Pers.: ca.1 Kg Rotaugen (kann auch Pomuchel sein!).....

                  (...)
                  .....und noch ne Fischsupp' !!!

                  Fischcremesuppe

                  Zutaten f. 4 Pers.: 2-3 Rotaugen oder Brassen, 1 Bund Suppengemüse,
                  Salz, Pfeffer, 1 EL Senfkörner, 2 Lorbeerblätter, 2 EL Mehl,
                  100g Schlagsahne, 1 Bund Dill.

                  Zubereitung: Fische schuppen, ausnehmen und von innen und außen
                  gründlich waschen. Suppengemüse putzen und kleinschneiden.
                  Fische, Suppengemüse, Salz, Pfeffer, Senfkörner und Lorbeerblätter
                  in 1 1/2 Ltr. kaltem Wasser aufsezten. Zum kochen bringen, abschäumen
                  und bei milder Hitze ca. 30 min. kochen lassen.
                  Das ganze durch ein Sieb geben. Flüssigkeit nochmals auskochen.
                  Mehl und Sahne verrühren und die Suppe damit binden.
                  Mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
                  Dill waschen, fein hacken und über die Suppe streuen.

                  ~~~~~~~~~~~~~~~~~~

                  Uebrigens, Christa sei nich so mäklig, een Rezept fier ne Orijinal Danzjer Fischsupp' is heut' kaum noch zu finden und unse liebe Mama kennen wir nich mehr fragen!

                  Een juten Apitit un scheene Griesse

                  de Ohr'sche Lorbass ut Ohra

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                  • Christkind
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.02.2008
                    • 1568

                    #10
                    Zitat von Ohrscher 33-46


                    Uebrigens, Christa sei nich so mäklig, een Rezept fier ne Orijinal Danzjer Fischsupp' is heut' kaum noch zu finden und unse liebe Mama kennen wir nich mehr fragen!

                    Een juten Apitit un scheene Griesse

                    de Ohr'sche Lorbass ut Ohra
                    Die Schwester auch nicht, denn die hat lieber in die Schaufenster auf der Langgass geguckt, als in den Kochtopf.

                    Na wie? Diese beiden Rezepte sind schon mehr nach meinem Geschmack.
                    Und wenn in der Hamburger Aalsuppe gar keine Aale drin sind, dann werde ich die mal probieren. Aber nur am echten Ort, in Hamburg.
                    Vielleicht hast du da einen Tipp, wo die am besten schmeckt,Hans-Werner.Mein Sohn wohnt erst ein Jahr in Hamburg. :surprised:
                    Tja,es ist nicht immer drin, was drauf steht.
                    Ich habe doch auch noch nie einen Jäger in der Jägersoße gehabt.
                    Ich hoffe wenigstens.
                    ________
                    Ebenso scheene Jrieße!
                    Christa
                    Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                    (M. Gandhi)

                    Kommentar

                    • Anonymus

                      #11
                      Fischrestaurants in Hamburg!

                      Zitat von Christkind
                      (...)
                      Vielleicht hast du da einen Tipp, wo die am besten schmeckt,.....
                      (...)
                      Hallo Du Liebhaber von Fischsuppen, schau mal bitte hier:

                      [COLOR=#008000]www.qype.com/de600-hamburg/categories/95-fisch-restaurants-in-hamburg


                      Es gruesst de Pomuchelskopp' ut Ohra

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                      • radewe
                        Forum-Teilnehmer
                        • 08.03.2008
                        • 935

                        #12
                        Zitat von Christkind


                        Und wenn in der Hamburger Aalsuppe gar keine Aale drin sind, dann werde ich die mal probieren. Aber nur am echten Ort, in Hamburg.

                        Meine lieben Feinschmecker!

                        So lange ich denken kann streiten sich die Hamburger warum die Aalsuppe überhaupt so heißt. Einige meinen weil sie mit Aalkraut gewürzt ist. Andere meinen, wenn sich Touristen geneppt fühlen, da sie keinen Aal in der Suppe finden. So sagt dann der Gastwirt: "weil da sonst aal`s bin ist".
                        Es ist selbst für Einheimische ein Verwirrspiel: Die Hamburger Aalsuppe ohne Aal heißt auch noch „Frische Suppe“ oder „Saure Suppe“

                        Mein Rezept ist so ähnlich wie das Rezept von Siegfried, nur eben süßsauer.

                        Hamburger Aalsuppe oder Frische Suppe
                        Den Schinkenknochen in Wasser 10 Minuten kochen. Das Wasser weggießen. Den Schinkenknochen und grob zerkleinerte Suppengrün mit der Fleischbrühe eine Stunde kochen lassen. Den Schinkenknochen und das Suppengrün aus der Suppe nehmen, Fleisch vom Knochen lösen, in kleine Stücke schneiden und wieder in die Suppe geben. Das Suppengrün wegwerfen, Suppe kalt werden lassen und das Fett abschöpfen.
                        Das Gemüse putzen und in Stücke schneiden. Die Erbsen enthülsen, Backobst mit Wasser bedeckt ausquellen lassen. Gemüse und Obst in die Suppe geben, 20 Minuten kochen lassen. Suppe dann mit Essig und Zucker süßsauer abschmecken und, mit frischen Kräutern würzen.

                        Wer Suppe mit Aal wünscht!
                        Die Aale gut waschen, in Stückchen schneiden und in Wein und der gleiche Menge Wasser 10 Minuten dünsten. Dann den Aal häuten, entgräten und in die Suppe geben. Zur Aalsuppe werden noch Klößchen (wie auch bei Siegfried) serviert.

                        Zutatenfür 4 Personen (wir essen immer 2 Tage davon)
                        1 Schinkenknochen mit Reste
                        1 Bund Suppengrün
                        2 Liter Fleischbrühe
                        Möhren, Sellerie und Porree
                        möglichst frische Erbsen
                        Backobst
                        Essig und Zucker
                        Kräuter (nach Angebot)

                        2 kleine frische Aale und etwas Weißwein

                        „Aal´s bin“??

                        Herzliche Grüße von Hans-Werner aus Hamburg 3° Hagelschauer
                        Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
                        Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
                        Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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                        • radewe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 08.03.2008
                          • 935

                          #13
                          Zitat von Christkind
                          was haben unsere Mütter mit den Pomuchelköpfen und den Schwanzenden gemacht?

                          Meine Frau stammt aus einer ehem. alteingesessenen Zoppoter – Fischerfamilie. Fisch essen wir jeden 2.Tag.
                          Mein Rezept zur Verwertung der Fischköpfe.

                          Pannfisch
                          Pannfisch wurden ursprünglich aus gegarten Fischköpfen, Fischresten oder s.g. Beifang gemacht.

                          Den Fisch mit (1 L Wasser), Salz, Zwiebelstücke, Lorbeerblatt Pfeffer und Essig 20 Minuten sieden (nicht kochen).
                          Danach Lorbeerblatt entfernen.
                          Den Fisch enthäuten, entgräten und in kleine Stücke reißen.
                          Den Sud mit Senf (nach Geschmack) verrühren.
                          Butter in einer Pfanne bräunen und die geschnittenen Kartoffeln hineingeben, salzen, pfeffern und anbraten.
                          Fisch und Senfsud zugeben, alles zugedeckt 10 Minuten auf schwacher Hitze ziehen lassen.
                          Mit Petersilie bestreuen.

                          Zutaten für 2 Personen
                          Ca. 500 gr. Beifang oder Fischköpfe (darf auch Fischfilets sein)
                          Zwiebel, 1 Lorbeerblatt und Salz
                          Pfefferkörner, Essig und Senf
                          750 gr. Kartoffeln (gekochte)
                          Butter und gehackte Petersilie

                          Guten Appetit

                          Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
                          Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
                          Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
                          Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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                          • Christkind
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 1568

                            #14
                            Zitat von radewe
                            Meine Frau stammt aus einer ehem. alteingesessenen Zoppoter – Fischerfamilie. Fisch essen wir jeden 2.Tag.
                            Mein Rezept zur Verwertung der Fischköpfe.

                            Pannfisch


                            Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
                            Das wird ja aaals besser!
                            Siegfried, nun schweig mal vom Kaviar.
                            Ich nehme die Suppe.
                            Hoffentlich finde ich das Rezept morgen wieder zum Ausdrucken.
                            ________
                            Das ausgehungerte Christkind
                            Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                            (M. Gandhi)

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                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #15
                              Tolle Rezepte hier!

                              Aber denkt immer dran: Rezepte sind Anhaltspunkte! Wer genau danach kocht ist selber schuld!

                              Jeder hat seinen eigenen Geschmack. Der Eine mag's bodenständig salzig, vielleicht auch pfeffrig, der Andere mag's etwas feiner mit Wein, Lorbeer und Creme fraiche. Und ganz Andere mögen's a la Bouillabaisse!

                              Wie war's im alten Danzig? Ich weiß es nicht. Aber höchstwahrscheinlich wurde in den Pott Wasser alles reingeschmissen was irgendwo übrig war: Also Fischköpp, sonstiger Fischabfall wie Flundernreste, aufgekocht, das wurde abgeseiht, Salz rein, Kartoffeln rein, vielleicht auch Kohl (ich weiß es nicht). Zum Schluss noch Fischstücke, vielleicht Rotaugen, Brassen, Karauschen, Ukelei, Neunaugen (das sind Süßwasserfische die es auch aus den Danziger Binnengewässern gab) oder vielleicht auch Seewasserfische. Und das ist zuerst einmal die Flunder, der Pomuchel, der Hering und die Aalmutter.

                              Warum gibt's in Danzig eigentlich keine gute Fischsupp? Flaki (bzw. Kutteln) gibt's in etlichen Variationen. Aber ne wirklich gute Fischsupp bekommt man nirgendwo (bitte Einspruch erheben wenn ich falsch liege!). Ich mach Fischsupp in Danzig wie ich auch Bigos mache: Erst den Kühlschrank ausräumen, alles zerkleinern, und dann die letzten Ecken in der Küche ausfegen - immer rein in den Pott mit Wasser. Gewürze nach Belieben - entweder nur Salz und Pfeffer oder die ganze Gewürzpalette rauf und runter, angefangen bei Lorbeer bis zu den Kräutern der Provence.

                              Macht die Fischsupp bloß nicht zu kompliziert! In Deutschland könnt Ihr sowieso keine Rotaugen, Brassen, Karauschen kaufen. Kauft guten und festfleischigen Seewasserfisch, verwendet als Basis einen Sud von Miesmuscheln (oder meinetwegen auch nur eine Knorr-Fleischbrühe), haut den filetierten und in Stücke geschnittenen Fisch in den Sud (bzw. Brühe), lasst es nur sieden, schmeckt ab nach Eurem Gusto.

                              Probiert, experimentiert, seid offen: Versucht verschiedene Rezepte aber haltet Euch nicht sklavisch an die Zutaten. Ihr wisst schließlich selber was Euch schmeckt.

                              Apropos Süßwasserfische wie Rotaugen, Karauschen und Brassen: Jeder Rhein- und Neckarangler wird sie Euch wie Sauerbier anbieten. Sie haben weiches, zerfallendes Fleisch. Es gibt für sie verschiedene Gerichte, aber Suppe kann für sie nie die erste Wahl sein. Sie schmecken leicht fade bis süßlich und man muss schon sehr kräftig würzen, um deren Eigengeschmack in einer Suppe zu übertünchen.

                              Ich selber bin leidenschaftlicher Hobbykoch (und auch Angler bzw. das Danziger Blut meiner Fischer-Vorfahren fließt in mir). Das hat sich auch auf meine Tochter vererbt, die hoch oben in Deutschlands Norden gelernte Köchin ist. Ich wünsche mir hier ein kulinarische Erlebnisberichte die eigene Erfahrungen widerspiegeln!!! Bitte keine Kochbuchrezepte.

                              Was schmeckt Euch? Was habt Ihr selber ausprobiert?

                              Es muss nicht die "haute cuisine" sein, ganz banale und gut schmeckende Gerichte reichen aus. Ein einfaches Beispiel kann jeder in Basias Fischrestaurant in Bodenwinkel / Katy Rybackie erschmecken: Normaler Fischsud, Salz rein, Aalstücke rein, Nudeln rein, aufsieden, zum Schluss noch frischen Dill oder Petersilie rein, und das war's: Meine Garantie: Ihr werdet noch lange danach davon träumen!
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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