Karte, Plan von Ohra?

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  • waldkind
    Forum-Teilnehmer
    • 06.10.2008
    • 2366

    #16
    AW: Karte, Plan von Ohra?

    Habe so eben bei der Wasserspeier-Akademie zwei Bilder von dem Cafe "Zur Erholung, An der Mottlau", entdeckt. Leider komme ich nicht damit zurecht diese Links vorher hier anzuklicken und auszuprobieren. Ich hoffe es klappt. Wenn nicht - einfach mal auf die Seite gehen und "An der Mottlau" anklicken. LG waldkind

    http://www.danzig.at/image_zoom.php?...aWdodD0iNTYxIg==

    http://www.danzig.at/image_zoom.php?...aWdodD0iNDY5Ig==
    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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    • Karin Langereih
      Forum-Teilnehmer
      • 17.02.2008
      • 1092

      #17
      AW: Karte, Plan von Ohra?

      Hallo Miriam,
      ich habe es mal ausprobiert, die Links klappen, aber wie komme auf der Seite zu den anderen schönen Fotos und Karten?
      LG Karin

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      • waldkind
        Forum-Teilnehmer
        • 06.10.2008
        • 2366

        #18
        AW: Karte, Plan von Ohra?

        Hallo Karin,
        welche anderen schönen Fotos und Karten? Die "Wasserspeier-Akademie, Institut der Danziger Straßenkunde" ist ja in diesem Forum bekannt. Über diese Adresse müsste du da rein kommen, ansonsten über Google eingeben. Und dann kannst du damal rumsurfen.
        Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


        Damit du nicht alle Straßen anklicken musst, hier die Ausbeute meiner heutigen stundenlangen Recherche zu Ohra, was Bilder anbelangt. Du musst links den Anfangsbuchstaben des Straßennamens anklicken, dann die Straße. Da findest du es.
        - An der Ostbahn
        - An der Schönfelder Brücke
        - Neue Welt
        Das sind die Bilder, die ich zu Ohra gefunden habe.
        Ich habe mir heute die Straßen zu Ohra angesehen, damit ich weiß, was ich in den Plan, den ich zeichnen möchte, hinein schreiben muss. So kann ich auch den Plan, den du mir geschickt hast, besser verstehen.
        Nun bin ich müde-gestraßt und mache Pause mit cup-of-coffee.
        Liebe Grüße vom waldkind.
        Solltest du nicht zurechtkommen mit der Adresse, einfach noch mal nachfragen.
        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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        • Karin Langereih
          Forum-Teilnehmer
          • 17.02.2008
          • 1092

          #19
          AW: Karte, Plan von Ohra?

          Danke Miriam,
          ich hatte auf Lenzgasse und Schmiedegasse geklickt, ich habe jetzt aber festgestellt, dass nicht bei allen alten Straßen ein Bild vorhanden ist.
          LG Karin

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          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #20
            AW: Karte, Plan von Ohra?

            Hallo an alle,
            nach dem, was ich bisher über Ohra erfahren und an Kartenmaterial bekommen habe, werde ich zuerst einen kleinen Plan von Ohra 1913 zeichnen, nach einer von G.Rogalski gezeichneten Vorlage. Dieser hört allerdings südlich An-der-Ostbahn, nördlich Hoene-Park auf. Der südliche Teil Ohras zu dieser Zeit lässt sich später nachkonstruieren. Da wir mehrere Pläne machen zu unterschiedlichen Zeiten, fangen wir mit dem Einfachsten an. Jetzt muss ich noch warten bis ich mal wieder einige Stunden am Stück Zeit habe, um das zu erstellen; denn leider habe ich kein Zeichenprogramm.
            Liebe Grüße
            waldkind
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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            • waldkind
              Forum-Teilnehmer
              • 06.10.2008
              • 2366

              #21
              AW: Karte, Plan von Ohra?

              Hallo an alle,
              hier mein erster Versuch eines Entwurfes für 1913. Das ist nicht maßstabsgerecht. Mir geht es darum Straßen auf einem Blick auch erkennen zu können. Die Mariengasse war auf dem Grundlagenplan nicht eingetragen, folglich habe ich sie auch nicht eingetragen, weil ich nicht weiß, ob sie zu dieser Zeit eventuell anders hieß.
              Ich habe nicht alle Einrichtungen eingetragen, die auf dem Grundlagenplan stehen, weil ich die Datei dann nicht mehr auf eine Größe bekomme, die sich als Anhang hochladen lässt.
              Jetzt könnt ihr mir sagen, was fehlt noch in dem Plan? An was erinnert Ihr Euch noch?
              Folgende Einrichtungen konnte ich nicht richtig entziffern bzw. ich verstehe sie nicht, etwa
              Schweinegarten?
              Hundehaus?
              Freundschaftsgarten?
              Hatte die Laubenkolonie damals einen Namen?

              Aber bitte bitte, jetzt mal erst nur 1913. Ansonsten komme ich durcheinander. Mir brummt jetzt schon das Gehirn vor lauter Straßen. Und deswegen brauche ich jetzt mal Plan-Pause.
              Bis auf Weiteres, waldkind (aus dem Straßennetz).
              Angeh
              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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              • alterschotte
                Forum-Teilnehmer
                • 12.02.2008
                • 52

                #22
                AW: Karte, Plan von Ohra?

                1913 verlief die nördliche Grenze von Ohra ca. 200 m. südlich von der Wurstmachergasse (für Eingeborene - ca. bei der Bäckerei Warschun).
                Deine Karte zeigt also in den oberen ca. 50% Altschottland, im mittleren Abschnitt zeigt sie das Stadtgebiet und die 25% am unteren Rand zeigen Ohra.
                Karten von Ohra aus dieser Zeit sind mir noch nicht begegnet. Man müsste also von einer jüngeren Karte ausgehend den Zustand von 1913 rekonstruieren.
                freundlichst

                alterschotte

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                • waldkind
                  Forum-Teilnehmer
                  • 06.10.2008
                  • 2366

                  #23
                  AW: Karte, Plan von Ohra?

                  Guten Morgen alterschotte,
                  vielen Dank, du hast recht. Ich bin dabei einen Plan auf der Grundlage einer jüngeren Karte zu erstellen, die mir freundlicher Weise Helga (Omahelga) überlassen hat. Da dürfte dann Ohra weitestgehend vorhanden sein. Von dieser Grundlagenskizze aus könnten wir uns in die unterschiedlichen Zeiten und Grundlagen vorantasten.
                  Vielleicht magst du die vorher eingestellte Skizze herunterladen und die Ortsgrenzen einzeichnen? Das Ganze wieder hier anhängen, musste aber ein paar Pixel wegradieren, die momentan nicht so wichtig sind, weil ich glaube die Anhänge dürfen nur 100 KB haben. Wäre schön. Da ich nicht ortskundig bin, hatte ich die Gebietsgrenzen nicht eingetragen.
                  Liebe Grüße waldkind
                  Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

                  Kommentar

                  • waldkind
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.10.2008
                    • 2366

                    #24
                    AW: Karte, Plan von Ohra?

                    Guten Morgen an alle,
                    jetzt habe ich eine Grundlage skizziert, wo Ohra etwas mehr vorhanden ist. Diese Skizze ist bewusst nicht beschriftet. Denn so kann sie jeder für seine Situation nutzen. Einfach auf DinA4 ausdrucken, dann auf A3 hochkopieren. Und schon habt ihr eine Grundlage zum hineinschreiben und -malen (für private Zwecke und Forumszwecke). Ebenso lassen sich daraus Ausschnitte ziehen, die ihr detailierter ausschmücken und hier im Forum als Anhang hochladen könnt, z.B. wenn jemand zeigen möchte, wo genau seine Oma wohnte.
                    Ich glaube, ich mache danach eine Beschriftung für ca 1935, und danach eine Rekonstruktion für ca 1910. Ich meine 1910 muss Ohra einfach ein kleines Dorf gewesen sein.
                    Wenn ihr Anregungen habt zu dieser Grundlagenskizze, meldet euch.
                    Liebe Grüße, waldkind.
                    Angeh
                    Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                    • waldkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 2366

                      #25
                      AW: Karte, Plan von Ohra?

                      Schönen Guten Tag,
                      im Anhang befindet sich eine Skizze zur Gemarkung Ohras entsprechend zweier Vorlagen, eine von 1913 (G.Rogalski) und eine von 1920 (n.n.).
                      Was mir immer wieder auffällt, ist, dass Rogalski die Straße, die sich in anderen Plänen "Neuer Weg" nennt als "Boltengang" bezeichnet. Ob Rogalski sich da vertan hat? Oder ob es bereits zwischen 1913 und 1920 an dieser Stelle eine Straßennamenänderung gab?
                      LG waldkind
                      Angeh
                      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

                      Kommentar

                      • waldkind
                        Forum-Teilnehmer
                        • 06.10.2008
                        • 2366

                        #26
                        AW: Karte, Plan von Ohra?

                        Guten Tag an die Ohra-Interessierten,
                        ich habe soweit einige Details für Ohra 1935 zusammengetragen und stelle sie in den Anhang. Bei der Straßenbenennung habe ich mich nach den Angaben des Instituts der Danziger Straßenkunde der Wasserspeier-Akademie gerichtet, mit einer Ausnahme. Die Angaben zur Horst-Wessel-Straße fand ich im Stadtplan von Danzig 1935 nicht bestätigt. Dort gab es noch die Einteilung Hauptstraße und Stadtgebiet. Ich habe also die Straße nach dem Plan benannt und für den südlicheren Teil die Umbennenung zur Horst-Wessel-Straße in Klammern gesetzt.
                        Einige Straßennamen konnte ich nicht finden. Wer Tipps dazu hat, immer gerne!
                        Wer Fehler entdeckt, bitte melden.

                        Zur Grafik verwendete Quellen:
                        - Institut der Danziger Straßenkunde;
                        Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


                        -Tessa: Stadtplan Danzig; 1:20.000

                        - Stadtplan Danzig-Ohra: n.n.

                        - Plan Gdanska - Danzig und Vororte - 1935


                        - http://maps.google.de
                        Angeh
                        Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                        • waldkind
                          Forum-Teilnehmer
                          • 06.10.2008
                          • 2366

                          #27
                          AW: Karte, Plan von Ohra?

                          Erwin-von-Scheubner-Richter versandet

                          Gestern lag ich ausruhend auf dem Sofa, in meinen Plan von Ohra 1935 versinkend, fasziniert davon, wie in meinem Kopf aus einer Menge von Buchstaben und Linien Häuser, Straßen, Gleise, Felder und Wiesen lebendig werden. Als ich anfing zu überlegen wie damals die Straßen gebaut gewesen sein könnten, geschah das Unfassbare. Im Westen Ohras entdeckte ich einen weißen Flecken, von dem ich annahm, dass er nicht hätte weiß sein dürfen. Und richtig! Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sich die Erwin-von-Scheubner-Richter-Straße während der Bearbeitung des Plans heimlich aus dem Staube machte.
                          Das ist doch nicht zu fassen - eine Straße, die stiften geht!
                          Hastig sah ich noch einmal alle Vorentwürfe durch. Überall war sie eingetragen, nur nicht in der Endfassung des Ohra-Plans von 1935.

                          Erwin-von-Scheubner-Richter, wer war das eigentlich, dass man ihn in eine hohle Gasse steckte, fragte ich mich. Aber da meldete sich schon mein Gewissen und befahl, diese Frage heute besser nicht zu stellen. Ich begriff, dass wahre Weisheit nicht nur darin besteht, wie allgemein angenommen, stets das Richtige zu tun, sondern auch das Richtige zu lassen. Ein enormer Gewinn in der heutigen schnelllebigen Zeit.
                          Erwin-von-Scheubner-Richter ist also niemand, nach dem ich in hohlen Gassen suchen sollte. Aber was ließe sich anderes finden auf dem weißen Flecken meiner Landkarte? Was passiert in Ohra, wenn Erwin-von-Scheubner-Richter sich heimlich aus dem Staube macht?
                          Sandkörner! Lauter Sandkörner entdecke ich. Ach, wie schön. Sand hat die größte Kornfraktion von allen braunen Böden, die wir kennen und sorgt gemeinsam mit Ton und Schluff dafür, dass wir festen Boden unter die Füße bekommen. Das hatte Erwin-von-Scheubner-Richter wohl nicht gewusst, bevor er sich davon machte, dass es auch auf den Ton ankommt.

                          Nun gut, wenn sich dieser Mensch in Luft auflöst, muss ich nicht diejenige sein, die ihn wieder einfängt. Oder? Besser beschäftige ich mich mit Ohras Sandgrube. Die war schon da, als in Ohra an Scheubner-Richter noch niemand dachte. Und weil dort niemand an ihn dachte, wurde die Sandgrube in Ohra nach ihm umbenannt, damit man sich seiner erinnere. Und nun komme ausgerechnet ich daher und vergesse diese Straße in meinen Plan einzuzeichnen. Eigentlich wollte ich ihn nachgetragen haben, den Herrn, der den Ohranern die Sandkante stahl. Aber, liebe Leserinnen und Leser, ich mag Sand gerne, wenn man ihn mir nicht in die Augen streut. Deshalb, wenn Sie eine Erwin-von-Scheubner-Richter-Straße in Ihrem Plan haben wollen, dann malen Sie sich doch eine. Was? Sie wissen nicht, wo diese Straße liegt? - Na, so etwas! Sie liegt südlich der Korinthengasse, geht von der Andreas-Buriedl-Straße ab in Richtung Westen verlaufend, auf Höhe der Wurstmachergasse liegend. Alles klar? Noch immer nicht? Dann schauen Sie besser in einen aktuellen Plan von Danzig nach ul. Piaskowa.
                          Na, sehen Sie, geht doch! Es findet sich jede Strecke wieder ein, wenn man nur lange genug danach sucht.

                          Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, immer ausreichend viele Tonkolloide unter der Schuhsohle, damit Sie nicht wie der schiefe Turm von Pisa den Boden unter den Füßen verlieren oder wie Erwin-von-Scheubner-Richter plötzlich vom Erdboden verschwinden.
                          Ihre Miriam Denise Weeke, (c)Berlin 2010
                          Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                          • waldkind
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.10.2008
                            • 2366

                            #28
                            AW: Karte, Plan von Ohra?

                            Hallo liebe Ohra-Leser,
                            wieder habe ich einen Buchstaben entdeckt, der sich an einer Stelle hat eingeschmuggelt, wo er nicht hingehört - im Plan 1935.
                            Korinthengasse mit 'h' geschrieben, ist in diesem Falle falsch. Sie schrieb sich ohne 'h'. Steht aber als solche nicht einmal im Duden von 1935. Waren damals wohl noch nicht so berühmt, die Korinten.

                            Ich werde als nächstes einen Plan von 1927 machen. Das erscheint mir momentan als die nächstliegende, am einfachsten zu verwirklichende, Möglichkeit. Kommt Zeit, kommt Plan, aber nicht am Wochenende, da bin ich auf der Buchmesse.
                            LG waldkind
                            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                            • waldkind
                              Forum-Teilnehmer
                              • 06.10.2008
                              • 2366

                              #29
                              AW: Karte, Plan von Ohra?

                              Hallo liebe Ohra-Freunde,
                              die Schulstraße scheint eine Straße zu sein, die man in den meisten Plänen und Karten einfach nicht beschriftet hat. In einer aktuellen Danziger Karte habe ich sie letztlich gefunden und dies zum Anlass genommen, den Dorfkern zu skizzieren. Dieser lag östlich der Hauptstraße zwischen An der Ostbahn, Bahnplatz und Schulstraße. Hier befanden (befinden) sich die ev. St. Georgskirche, die Volksschule für Jungen und ein Straßenbahndepot. Außerdem endete hier die Straßenbahnlinie 6 von Danzig herkommend. Hier sollte auch der neue evangelische Friedhof liegen.
                              In der anhängenden Skizze habe ich nach Angaben des Einwohnerverzeichnisses von 1937/38 den alten Friedhof angedeutet. Der Bahnhof ist in den verschiedenen Karten auch an den verschiedensten Stellen eingetragen. Ich habe versucht ihm einen Platz zu geben, der mir logisch erschien.
                              Wenn ihr nun Verbesserungsvorschläge habt oder Ergänzungen, bitte gerne.
                              waldkind

                              Quellen:
                              Wasserspeier-Akademie; Danziger Straßenkunde
                              Tessa Stadtplan Danzig 1:20.000
                              Einwohnerverzeichnis 1937/38
                              Angeh
                              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                              • waldkind
                                Forum-Teilnehmer
                                • 06.10.2008
                                • 2366

                                #30
                                AW: Karte, Plan von Ohra?

                                Lieber Ohra-Freunde,
                                ein erster Versuch die Situation Ohras von 1932 darzustellen, also kurz vor der großen Straßen-Umbenennungsaktion. Es ist wie immer ein Entwurf, eine Idee, die nicht Anspruch auf absolute Richtigkeit erheben kann. Wir sind ja noch beim Proben. Es dient mir nur als Überblick,damit ich nach und nach die einzelnen Straßen und Situationen ihrer richtigen Zeit zuordnen kann. Ich weiß z.B. nicht, ob es diese ganzen Kolonien auch wirklich schon gab in 1932. Ein Teil von Grauer Weg nannte sich derzeit Schwarzer Weg. ich weiß allerdings nicht, welcher Teil. Wer etwas weiß, der melde sich bitte.

                                Um, wie ursprünglich angedacht, einen Plan für 1927 zu erstellen, muss ich mich jetzt erst einmal eine Weile mit der Wandlung der Hauptstraße auseinandersetzen bzw. versuchen heraus zu finden, wo denn nun die Südstraße begann bzw. die Lindenstraße lag. Also wenn einer dazu noch was weiß (außer das, was sowieso schon im Forum steht), bitte melden.
                                Liebe Grüße vom Gemüsekind
                                Angeh
                                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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