Deutsches Polen-Institut

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8548

    #1

    Deutsches Polen-Institut

    Dieses Institut wurde im Forum zwar schon in verschiedenen Beiträgen per Link erwähnt, doch das geschah jeweils nur in bestimmten Zusammenhängen.

    Da im Thread "Presseschau Danzig und Polen" zuletzt bedauernd auf den Abschied des ARD-Polen-Korrespondenten Ulrich Adrian hingewiesen und nach einem vergleichbaren Ersatz gefragt wird, könnten die Veröffentlichungungen dieses Intituts eine, wenn auch nicht so persönlich-lebendige, Antwort auf diese Frage sein. Auf jeden Fall sind die Informationen dieses Instituts, zu denen es auch per E-Mail erhältliche Newsletters gibt, interessant und lohnenswert.

    Hier die Homepage des Deutschen Polen-Instituts: http://www.deutsches-polen-institut.de/ .
  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8548

    #2
    AW: Deutsches Polen-Institut

    Das Thema des heutigen Newsletters vom Deutschen Polen-Institut lautet: "Kirche und Politik". Dazu erscheinen als pdf die entpr. Analyse "Die katholische Kirche und die PiS-Regierung" sowie Tabellen und Grafiken zum betr. Text:

    > http://www.laender-analysen.de/polen...alysen+Nr.+189 .

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    • Birke Rühle
      Forum-Teilnehmer
      • 07.09.2013
      • 48

      #3
      AW: Deutsches Polen-Institut

      Es zeigt sich wieder, dass bei Religionsintoleranz und Konservatismus immer die Selbstbestimmung der Frau infrage gestellt wird. Abtreibung wird nicht im Zusammenhang mit Freiheitsgrundrechten gesehen, sondern als Vorrecht des Mannes, der Patriarchalen Religion über die Frau. Leider dreht sich auch in Polen die Uhr wieder zurück. B. Rühle

      Kommentar

      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8548

        #4
        AW: Deutsches Polen-Institut

        Für interessierte Leser hier als Link die heutige Analyse mit dem Titel "Eine Justizreform, die Brücken verbrennt":

        > http://www.laender-analysen.de/polen...alysen+Nr.+216 .

        Gruß Ulrich

        Kommentar

        • Ulrich 31
          Forum-Teilnehmer
          • 04.11.2011
          • 8548

          #5
          AW: Deutsches Polen-Institut - Gedenkstunde am 1. September 2020

          Aus dem aktuellen Newsletter des Deutschen Polen-Instituts vom 31.08.2020 zitiert:

          "Das Deutsche Polen-Institut lädt herzlich ein, am 1. September 2020 um 18 Uhr an einer Gedenkstunde für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs über unsere Facebook-Seite [Anm.: > https://www.facebook.com/deutschespoleninstitut ] teilzunehmen."

          [FONT=Calibri]"Am 1. September 1939 überfiel das Deutsche Reich die Republik Polen. Rund sechs Millionen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger Polens verloren unter der deutschen Besatzungsherrschaft ihr Leben. Gleichzeitig begann der Zweite Weltkrieg."

          "Bei der Veranstaltung sprechen u.a.: Prof. Dr. Rita Süssmuth, eine der Initiator*innen des Polendenkmal**-Aufrufs, Präsidentin des Deutschen Polen-Instituts; Dr. Dietmar Woidke, Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen und Ministerpräsident des Landes Brandenburg; Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts; Prof. Dr. Andrzej Przyłębski, Botschafter der Republik Polen in Deutschland; Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas."

          [FONT=verdana]Ulrich
          [/FONT]
          ________
          **
          "Neues zum Projekt Polendenkmal

          Die Debatte zum Polendenkmal geht weiter. Am 27. Juli 2020 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel von Peter Oliver Loew und Uwe Neumärker "Dem Leid gerecht werden", der den Konsensvorschlag des Deutschen Polen-Instituts und der Stiftung Denkmal erläutert [zum betr. Artikel siehe hier: > https://www.faz.net/aktuell/feuillet...-16877010.html ].
          Der Beitrag "Vom ‚Polendenkmal‘ zum Ort europäischer Erinneru.ng" von Peter Oliver Loew und Emilie Mansfeld erschien kurz zuvor auf dem neuen Blog "Polendenkmal-Debatte. Ein Vorschlag zum Kompromiss" beim Metropol Verlag."





          [/FONT]

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          • Weimaraner
            Forum-Teilnehmer
            • 18.01.2018
            • 307

            #6
            AW: Deutsches Polen-Institut

            #5
            Guten Abend Ulrich,

            ich halte es für "GUT" wenn du immer zur Erinnerung mahnst- oder Hinweise auf Veranstaltungen bringst, zu Taten die unsere Vorfahren unseren polnischen Nachbarn zugefügt haben- an Glocken, Denkmäler, Veranstaltungen.

            Sollten aber nicht auch mal die Glocken in Gdansk- oder Polen läuten, für die deutschen Vertriebenen, Ermordeten in den polnischen KZ, des damalige Polen? Du sprichst immer schwierige Themen zu dem Deutsch/Polnischen Verhältnis an, hälst dich dann aber "Vornehm" bei weiteren Ausführungen zurück.(Kein Vorwurf)

            Hälst du es aber auch nicht für richtig, einmal zu berichten von den polnischen Konzentrationslagern nach 1916 (waren übrigens die ersten auf europäischen Boden) und denen nach 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, das die bestehende Infrastruktur(NS-Zeit) für die Errichtung des Zentralen Arbeitslagers Potulice genutzt, in dem etwa 36.000 Deutsche, aber auch antikommunistisch eingestellte polnische Zivilisten und einige Kriegsgefangene untergebracht waren.

            Oder gilt für die polnischen Greultaten „Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun.“ (Lutherbibel 1912, 3.Mo 24,19–20)

            Tatsache ist:

            Das Gebot war kein Freibrief für eine brutale, unbarmherzige Bestrafung.

            Richtig angewandt bedeutete es für die zuständigen Richter, erst dann eine Strafe zu verhängen, wenn sie die Begleitumstände der Tat und den Grad der Vorsätzlichkeit geprüft hatten (2. Mose 21:28-30; 4. Mose 35:22-25)

            Jetzt könnte ich deinen Beitrag "Versailler Vertrag" anführen, den du angerissen- aber leider nicht zu Ende geführt hast!

            Nenne mir doch einmal einen Gedenktag, Glockenläuten in Polen für die ermordeten Deutschen Flüchtlinge, oder an das Internierungs-/Arbeitslager Lamsdorf, oder zum Arbeitslagers Potulice (Aussenlager KZ Stutthof) in dem etwa 36.000 Deutsche nach 1945 inhaftiert waren.

            Auszug

            "Die Leichen der Deutschen wurden in eine Grube bei der Stadt geworfen und zugeschüttet. Später entstand an dieser Stelle eine Mülldeponie. Kommandiert wurde das COP zunächst von der Milicja Obywatelska, später direkt vom Ministerium für Öffentliche Sicherheit. 1950 wurde das COP Potulice als Lager für Deutsche aufgelöst".

            Zur Zeit der Volksrepublik Polen war die Erinnerung an die polnische Arbeitslager tabuisiert, dementsprechend konnte erst nach 1998 ein Denkmal für die Opfer der Zeit von 1945 bis 1950 erstellt werden. Eine Gedenkstätte für das vorhergehende Lager (Stutthof) zur Zeit des Nationalsozialismus wurde aber bereits 1969 errichtet. Das Denkmal wurde von George Buczkowski geschaffen. Heute erinnert es an die Opfer beider Lager.

            Zwei Jahre nach Ende des unmenschlichen 2. Weltkrieges konnte erst im Herbst 1947 eine Schweizer Delegation des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mehrere Tage lang polnische Lager mit deutschen Insassen besuchen.

            Zitat aus dem Bericht

            " Obwohl das polnische Ministerium für Staatssicherheit bemüht war, den Delegierten positive oder erträgliche Lebensumstände der Insassen vorzuführen, sind im Abschlussbericht die oft katastrophalen Zustände deutlich benannt: Die Gefangenen litten unter permanentem Hunger, ihr Gesundheitszustand sei erschreckend, die Krankenstuben seien wegen Infektionen, Hautkrankheiten, Entzündungen und Geschwülsten völlig überfüllt".

            Zitat Ende

            Erinnerung einer Augenzeugin

            Zitat
            "Er zerdrückte ihm die Kehle mit seinem Stiefel. 1945 saß mein Onkel in Lamsdorf. Geborski, (Czesław Gęborski, auch Gemborski (* 5. Juni 1925 in Dąbrowa Górnicza; † 14. Juni 2006, war der Kommandant des polnischen Internierungslagers Lamsdorf nach 1945), gegen Gęborski war bereits 1958 in Polen ein Verfahren wegen Mordes an mindestens 71 Menschen eröffnet worden, darunter mehreren Kindern, es erfolgte aber dann ein Freispruch wegen „Unerfahrenheit“ offensichtlich auf politischen Druck der Warschauer Regierung) war dort Lagerkommandant. Wir erfuhren es von Nachbarn meines Onkels, der Schmied in Lamsdorf war. Sie haben alles mit angesehen", erzählt sie.
            Frage: Ob Geborski ahnt, dass es unter seinen Nachbarn Verwandte seiner Opfer gibt? Die Frau lächelt. "Als ich vor fünf Jahren hier eingezogen bin, hat er sich Mühe gegeben, nett zu sein. Ich habe ihm gleich klar gemacht, dass er sich das sparen kann, denn ich weiß, wer er ist. Seitdem geht er mir aus dem Weg."

            Zitat Ende

            Mir ist bewusst, dass jetzt wieder Antworten kommen" ich pflege schon seit Jahren Freundschaft mit Polen, unser Admin und, und. Ich pflege übrigens auch über Facebook als nicht Danziger Kontakt zu, "Das Alte Danzig, Vergessenes Deutschland, Freund des Bundes Danziger, Danziger Jugend" usw.

            Ich würde mich freuen wenn einmal in Gdansk- oder Polen die Glocken läuten würden für meine Eltern und die anderen Millionen Menschen die aus ihrer geliebten Heimat vertrieben wurden.

            Gruss
            Dieter
            Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

            Kommentar

            • love danzig
              Forum-Teilnehmer
              • 09.11.2015
              • 1494

              #7
              AW: Deutsches Polen-Institut

              Hallo Dieter,
              ich glaube die Polen, warten eher auf Rebarationszahlungen als auf lustiges Glockengeläut.
              Gruß Roman

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              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8548

                #8
                AW: Deutsches Polen-Institut

                Ehe dieser Thread nach #6 Gefahr läuft, zur peinlichen Auseinandersetzung zu geraten, zeige ich zunächst Dieter, dass im heutigen Polen an mehreren Orten der deutschen Vertriebenen gedacht wird. Hier dazu die verlinkte Wikipedia-Seite "Liste der Vertriebenendenkmale in Polen": > https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_...kmale_in_Polen.

                Zu einer weiteren Diskussion zu #6 fehlt mir jetzt die Zeit. Ich hole sie gerne später nach. Am liebsten wäre es mir, wenn Dieter mir dazu seine E-Mail-Adresse per PN mitteilen würde.

                Gruß Ulrich

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                • Antennenschreck
                  Forum-Teilnehmer
                  • 05.09.2011
                  • 1833

                  #9
                  AW: Deutsches Polen-Institut

                  Hallo,

                  vielleicht wäre es ganz nützlich, die ab und an vorkommenden (oft auch einseitigen) Schuldzuweisungen einfach einmal zu beenden. Vermutlich hat keiner der aktuellen Forumsmitglieder irgendwelche deutsche (oder vielleicht auch polnische, so es solche überhaupt geben kann) Kriegsverbrechen in seiner Verwandtschaft. Ich kann also nicht erkennen, wozu die ständige Diskussion nach immer dem gleichen Schema nach so vielen Jahren noch führen kann. Die betroffenen Völker sind (nach meiner Überzeugung) sicherlich an einem dauerhaften und ehrlichen Frieden untereinander interessiert, und sicherlich nicht an einem Schuldigen, der für die nächsten Jahrzehnte (vielleicht sogar Jahrhunderte) zu zahlen hat. Irgendwie erinnern mich hier manche Diskussionen an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier".

                  LG Arndt
                  Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                  Kommentar

                  • Rudolf
                    Forum-Teilnehmer
                    • 22.06.2008
                    • 335

                    #10
                    AW: Deutsches Polen-Institut

                    Hallo Dieter ,
                    hallo Roman ,

                    ich muß sagen , daß mir Eure Beiträge - so wie Ihr sie geschrieben habt - nicht gefallen . Wenn Dieter hier Dinge anspricht , die sich tatsächlich auch so zugetragen haben , dann muß man auch erwähnen , daß von deutscher Seite gegenüber Polen und dem polnischen Volk von den Nazi´s unglaubliche Verbrechen begangen wurden . Diese unbestreitbare Tatsache traf nach dem Krieg sehr häufig auf Wut und Rachegedanken von Polen gegenüber den Deutschen und das auch sehr oft Personen , die keinerlei Verbrechen gegenüber Polen begangen haben . Mein Vater z.B. wurde wie fast alle deutschen Männer von den Russen in Danzig zivilinterniert und hatte den Fußmarsch nach Graudenz anzutreten . Im Herbst 1945 wurde er im Ergebnis der Überprüfungen aus dem Lager Graudenz entlassen und konnte zurück nach Danzig . Er trat den Fußweg von Graudenz nach Danzig an - zwar fuhren wieder Züge , Deutsche durften sie aber nicht benutzen . Schon am 2. Tag nach der Entlassung wurde er von Milizionären aufgegriffen und nach üblen Mißhandlungen in das Lager Potulitz gebracht . Ich möchte hier seine dortigen Erlebnisse nicht erwähnen , muß aber sagen , daß er 1948 als menschliches Wrack in Frankfurt/Oder ankam . Bis zu seinem Tode 1954 war er durch seine Erlebnisse nicht mehr gut auf die Polen zu sprechen und er meinte immer wieder , daß er niemals einem Polen Böses getan hatte und er deren Haltung nicht verstehen kann . Leider gab es nach dem Krieg viele Haßausbrüche gegenüber den Deutschen , aber man muß als Deutscher auch immer wieder daran denken , daß der furchtbare II. Weltkrieg von Deutschen ausgelöst wurde und daß dieser Krieg zu unglaublich vielen Opfern geführt hat und auch daran , daß die Deutschen gegenüber den Polen besonders brutal handelten .
                    Und Roman - ich finde , daß es in Deutschland höchste Zeit ist , daß auch die Polen ein Denkmal in unserem Land erhalten . Sie sind das einzige Volk , daß am längsten diesem verbrecherischen Krieg ausgesetzt waren und die in verschiedenen Einheiten - von der Armija Krajowa über ihre Streitkräfte in der Sowjetunion und besonders in Großbritannien - den Hitlerfaschismus bekämpft und damit einen großen Beitrag geleistet haben , daß der Faschismus geschlagen wurde .
                    Die von polnischer Seite immer wieder vorgetragene Argumentation zur Zahlung von Reparationen durch Deutschland kann ich persönlich nicht für gut und richtig halten . Ich finde , daß die Übertragung eines großen Teils der früheren deutschen Gebiete nach dem Krieg in den polnischen Staat eine ausreichende Reparationsleistung ist . Mir ist bekannt , daß Polen zwar immer wieder von " zurückgewonnenen Territorien " spricht , aber in diesen Gebieten haben in früherer Zeit zum größten Teil Deutsche gewohnt und im Laufe der Jahrhunderte war dies ihre Heimat .
                    Für mich ist klar , daß diese Gebiete für jetzt und alle Zeiten polnisch sind .
                    Soviel zu meiner Sichtweise - diese Themen betreffend .
                    Beste Grüße vom Heubuder Rudi

                    Kommentar

                    • MeinEichwalde
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 545

                      #11
                      AW: Deutsches Polen-Institut

                      Liebe Berliner ( alle, auch aus Danzig, oder wer hier sich vorübergehend aufhält)
                      Am 21. Juni Montag nachmittag wird endlich die Stiftung Flucht Vertreibung Versöhnung im Deutschlandhaus am Anhalterbahnhof die Dokumentationsstätte eröffnen. Die Bundeskanzlerin spricht. Ich werde meine Familie vor dem Haus auf der kleinen Parkanlage vor der Ruine des Bahnhof mit Champagner vertreten. Falls Fragen sind, bitte gerne. Es geht um uns alle. Beste Grüße aus Berlin Tempelhof Eure Delia

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                      • Ulrich 31
                        Forum-Teilnehmer
                        • 04.11.2011
                        • 8548

                        #12
                        AW: Deutsches Polen-Institut

                        Zu #11:

                        Wer sich näher über die angesprochene Dokumentationsstätte informieren will, findet dazu bei Google-Eingabe "stiftung flucht vertreibung versöhnung" etliches Material.

                        In diesem Zusammenhang ist das hier genutzte Forum-Thema "Deutsches Polen-Institut" nicht zu vergessen. Dazu nochmals die aktualisierte Homepage: > https://www.deutsches-polen-institut.de/ und aus dieser der Bericht zum geplanten "Polen-Ort" in Berlin: > https://www.deutsches-polen-institut...tik/polen-ort/ mit diesem weiterführenden Link (Deutscher Bundestag, Drucksache 19/23126 vom 06.10.2020: Antrag der Fraktionen der CDU/CSU und SPD > "Gedenken an die Opfer des deutschen Vernichtungskriegs stärken und bisher weniger beachtete Opfergruppen des Nationalsozialismus anerkennen") > https://dserver.bundestag.de/btd/19/231/1923126.pdf.

                        Ulrich

                        Kommentar

                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8548

                          #13
                          AW: Deutsches Polen-Institut

                          Ergänzung zu #12:

                          Nachträglich habe ich zum besseren Verständnis für den sog. "Polen-Ort" in Berlin diesen Bericht vom Deutschlandfunk vom 26.01.2021 mit der Titelangabe "Geplanter Polen-Gedenkort in Berlin: Hoffnung für deutsch-polnische Beziehungen" gefunden; hier der Link dazu: > https://www.deutschlandfunk.de/gepla...icle_id=491526. - Lesenswert!

                          Ulrich

                          Kommentar

                          • ada.gleisner
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.02.2008
                            • 882

                            #14
                            AW: Deutsches Polen-Institut

                            Auch dies ist eine Ergänzug neben den Polen-Denkmälern, Beschlüsen im Bundestag und den vielen Reden zu dem ponischen Leid durch Deutschland. Habe wir je daran gedacht - nicht nur in Familien und Landsmannschaften - was Deutschland verloren hat. Die Heimat von Millionen Ostpreußen und Pommern. Haben wir daran gedacht zu bewahren was verloren ging, nämlich Traditionen, Kultur, Literatur, Lebensläufe usw. Auch hierfür wäre eine entsprechende Gedenkstätte wichtig, wenn es denn noch nach soviel velorener Zeit möglich ist.
                            Renate eine alte Danzigerin und geborene Ostpreußin.
                            Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

                            Kommentar

                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8548

                              #15
                              AW: Deutsches Polen-Institut

                              Zu #14:

                              Liebe Renate,

                              natürlich haben wir an das gedacht, was Du hier ansprichst, und eine entsprechende Gedenkstätte in Form der in #11 erwähnten Dokumentationsstätte wird jetzt in Berlin eröffnet. Ob sie allerdings Deinen Vorstellungen entspricht, vermag ich nicht zu sagen.

                              Wir sollten aber auch daran denken, dass all das Leid durch Flucht und Vertreibung, das auch viele Teilnehmer an unserem Forum erleiden mussten, die Folge eines verbrecherischen Nazi-Deutschlands war, das halb Europa mit grausamem Krieg überzog und in seiner Unmenschlichkeit gegenüber Juden und Slawen nicht zu überbieten war.

                              Wäre trotzdem am Ende jenes Zweiten Weltkriegs, wie nach früheren Kriegen üblich, der Verbleib der deutschen Bewohner von Westpreußen, Ostpreußen und Schlesien in ihrer angestammten Heimat geduldet worden, wären also Flucht ohne Rückkehr und Vertreibung nicht notwendig gewesen, wären diese Deutschen, also auch etliche Forum-Teilnehmer, Polen geworden. Sie wären dadurch dem Kommunismus in Polen bis 1980 ausgesetzt gewesen und hätten ihr Deutschtum nach und nach verloren. Wäre diese Alternative erwünscht gewesen? Von mir nicht, und unsere Regina, die dieses Schicksal erfahren musste, hat z.B. ihre negativen, ungewollten Erfahrungen damit uns mehrmals mitgeteilt.

                              Über diese Alternative auch nachzudenken, sollten wir nicht vergessen.

                              Mit besten Wünschen und Grüßen
                              Ulrich

                              Kommentar

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