Weihnachtliches

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  • Antennenschreck
    Forum-Teilnehmer
    • 05.09.2011
    • 1833

    #16
    AW: Weihnachtliches

    Hier noch ein wenig mehr dazu:

    Wir können nun die Geburt des Osiris betrachten, könnten die Freude über die Wiedergeburt der Sonne und das erneute Pflanzenwachstum in Island, ja wir können das von Grönland bis Japan beobachten. Am stärksten spricht sich dieses Naturgefühl aber bei den Germanen aus; freilich war bei ihnen auch der Unterschied zwischen den Jahreszeiten am größten. Der Winter erschien ihnen als ein gramherziger menchenfressender Riese; er ist es, welche das deutsche Märchen durch die unvergessenen Worte „ich rieche, rieche Menschenfleisch“ kennzeichnet. Die Riesen sind überhaupt die Feinde der Götter und Menschen, welchen sie Sonne und Mond, diese freundlichen Himmelslichter, nicht gönnen, wie sie auch der schönen Frühjahrsgöttin Freyja nachstellen, aber weniger, weil sie selbst nach ihrem Besitz verlangte, sondern mehr, um die Welt in Nacht und Frost zu versenken und alles Leben zum Erstarren zu bringen. Alle verderblich wirkenden Naturerscheinungen werden den Riesen zugeschrieben, besonders aber die kalten Winterstürme, welche Eis und Hagelschauer bringen und das erwachende Pflanzenleben noch weiter unter ihrer rauen Winterhülle gefangen halten.
    Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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    • Antennenschreck
      Forum-Teilnehmer
      • 05.09.2011
      • 1833

      #17
      AW: Weihnachtliches

      Als die Krippen noch in den Kirchen selbst aufgebaut wurden, entstand wohl auch die Sitte des Kinderwiegens, auf das sich auch mehrere unserer Lieder beziehen. Stellen wir uns vor, Maria sitzt an der Wiege, darinnen das kleine Christkind liegt, und fordert Joseph auf, ihr das Kindlein wiegen zu helfen:

      Joseph, lieber Joseph mein,
      hilf mir wiegen mein Kindelein,
      Dass Gott dein Lohner müsse sein.

      Worauf Joseph entgegnet:

      Gerne, liebe Muhme mein,
      Ich will dir wiegen dein Kindelein,
      Dass Gott mein Lohner müsse sein.


      Daraus entstand nun später ein drolliges Volkslied, welches die beiden aus der Kirche ins Freie versetzt:

      Da droben auf dem Berge, da weht der Wind,
      Da sitzt die Maria und wiegt ihr Kind.
      Sie wiegt es mit schneeweißer Hand,
      sie braucht dazu kein Wiegenband.

      Ach Joseph, lieber Joseph mein,
      ach, hilf mir wiegen mein Kindelein.
      „Wie kann ich dir denn dein Kindlein wiegen?
      ich kann ja selber kaum die Finger biegen!“
      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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      • Antennenschreck
        Forum-Teilnehmer
        • 05.09.2011
        • 1833

        #18
        AW: Weihnachtliches

        Das Kirchenjahr beginnt mit dem Advent, der Zeit der Erwartung. Sie war eine Vorbereitung zum würdigen Empfang des Heilands. Daher rief diese Zeit, wie einst Johannes der Täufer, der Vorläufer des Herrn, zur Buße auf. Es waren Fasten angeordnet, Hochzeiten und Freudenfeste blieben ausgesetzt, der Gottesdienst selber nahm einen ernsteren Charakter an, indem man bunte Gewänder vermied und statt der heiteren Gesänge Bußpsalmen anstimmte. Diesen nun, sind auch unsere Lieder verwandt, welche das sehnliche Verlangen nach der Ankunft des Heilands erwarten, wenn er, um die Pforten der Hölle zu brechen, hinab steigen wird. Denn, wie der Advent bildlich die ganze Zeit vor der christlichen Offenbarung bedeutet, so will das Kirchenjahr jene sehnsüchtige Erwartung im Gemüt der Gläubigen erneuern.
        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #19
          AW: Weihnachtliches

          Ich mache es auch kurz und wünsche euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr.

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          • waldkind
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 2366

            #20
            AW: Weihnachtliches

            Liebe Forumer,
            bei uns herrscht zu Weihnachten als Oberstes Gebot die Freude, keinen Stress, keinen Geschenkezwang oder Konsumrausch. Wir fällen keine Bäume und essen keine Tiere, Frieden soll sein im Hause und Liebe, Herzlichkeit und Gemeinschaft.
            In einer solchen Atmosphäre erinnere ich mich alle Jahre wieder, wie sehr glücklich ich war als Kind über die Apfelsine, die Nüsse, das Stückchen Schokolade. Dann fällt mir ein, heute haben wir alle Tage Weihnachten. Und wer weiß es zu schätzen?
            In diesem Sinne wünsche ich allen so viel Freude zu Weihnachten wie das Herz dafür Platz hat.
            waldkind (vergesst nicht, den Vögelchen ein paar Nüsse raus zu legen.)
            Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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            • Mona1
              Forum-Teilnehmer
              • 21.07.2014
              • 59

              #21
              AW: Weihnachtliches

              Allen Forum Teilnehmern wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertag im Kreise Eurer Lieben.
              Für das kommende Jahr, - GESUNDHEIT - GESUNDHEIT - GESUNDHEIT!

              Alles erdenklich Gute,
              mit grüßen von Herzen

              Mona

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              • Rudolf
                Forum-Teilnehmer
                • 22.06.2008
                • 335

                #22
                AW: Weihnachtliches

                Auch ich wünsche allen Forumern ein frohes Weihnachtsfest und zum Neuen Jahr alles Gute , vor allem eine gute Gesundheit .
                Als jetzt 85- jähriger gehen meine Gedanken auch zurück in das Jahr 1945 , mein letztes Weihnachtsfest in der alten Heimat .
                Dieses Weihnachtsfest war das schlechteste in meinem Leben . Wir - meine Mutter und ich - hatten hatten so gut wie nichts an Nahrung . Im Garten eines zerstörten Hauses fand ich angefrorene Strünke von Kohl , gekocht , damit man sie genießen konnte und als einziges Gewürz gab es Salz , welches ich in einem verbrannten Wehrmachtsfahrzeug gefunden hatte und was beim " Eintopf " einen stark rauchigen Geschmack verursachte . Das einzige Licht in der von uns bewohnten Wohnung mit teilweise fehlenden Fensterscheiben - notdürftig mit Pappe verkleidet - kam von der aufgelassenen Ofenklappe .
                Ich erinnere mich , daß meine Mutter den ganzen Heiligen Abend still weinte . Mein Bruder Gerhard wurde als gerade 17-jähriger Soldat gegen Ende 1944 als an der Westfront vermißt gemeldet . Meine Schwester Hildegard war unmittelbar nach dem Ende des großen Luftangriffs auf Heubude vom 27./28.03.1945 über die Ostsee geflohen und mein Vater wurde wie alle deutschen Männer zwischen etwa 15/16 und 60 Jahren von den Russen interniert . Aus dem Lager in Graudenz war er zwar im Herbst 1945 von den Russen wieder entlassen , auf dem Fußweg nach Danzig jedoch trotz Entlassungspapieren von der Miliz aufgegriffen und in das Lager Potulitz/Potulice geschafft .
                Irgendwann an diesem Abend schlief ich ein , trotz Hunger und Kälte .
                Ungefähr Mitte Januar 1946 kam dann die Miliz eines Abends und über das Narvik-Lager und einen ungefähr 5-tägigen Transport in unbeheizten und teilweise zerstörten Personenzügen wurden wir ausgewiesen , ohne jegliche Nahrung .
                Immer wieder ist es mir ein Rätsel , wie wir diese Zeit überleben konnten .

                Diese Erinnerungen sind mir immer wieder Anlaß , alles zu tun , damit es nie wieder Krieg und Vertreibung geben darf .
                Beste Grüße Euch allen vom Heubuder Rudi

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                • NOWYSTAW
                  Forum-Teilnehmer
                  • 09.02.2018
                  • 223

                  #23
                  AW: Weihnachtliches

                  Weihnachtsbotschaft: "Trost der ganzen Welt"

                  Psalm 69,17
                  "Erhöre mich, Herr, denn deine Güte ist tröstlich;"

                  Gesegnete Weihnachten!

                  Das wünsche ich allen Forum Danziger!
                  Liebe Grüße Marion!
                  Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde; Bibeltext Pred 3,1-22

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