Zuerst einmal, ich bin froh wieder von Dir zu hoeren Kurt. Und zu der Disskusion, muss man sagen, wie ich es schon oben erwaehnte dass es da verschiedene Bilder von Zeitzeugen gibt. In dem Chaos gab es ja keine Regeln und viele Situationen werden heute als unwahr erklaert. Das ist aber nicht so. Es ist nicht immer angebracht das Wort ALLE zu gebrauchen. es sind manchmal EINIGE oder auch WENIGE. Liebe Gruesse an Kurt und die anderen. (Wollte gerade gewohnheitsmaessig, 'alle anderen') schreiben. Eure Feli
Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Zuerst einmal, ich bin froh wieder von Dir zu hoeren Kurt. Und zu der Disskusion, muss man sagen, wie ich es schon oben erwaehnte dass es da verschiedene Bilder von Zeitzeugen gibt. In dem Chaos gab es ja keine Regeln und viele Situationen werden heute als unwahr erklaert. Das ist aber nicht so. Es ist nicht immer angebracht das Wort ALLE zu gebrauchen. es sind manchmal EINIGE oder auch WENIGE. Liebe Gruesse an Kurt und die anderen. (Wollte gerade gewohnheitsmaessig, 'alle anderen') schreiben. Eure Feli -
AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
In den ländlichen Gebieten machten die Russen fette Beute.
Die Bauernhöfe hatten ihr Vieh noch im Stall.
Die Russen nahmen der Bevölkerung aber auch alles und sämtliche....
Das schrieb unser Forum Mitglied Kurt Martschinke, und diese Aussage
wurde vom Herrn Jeske, wie er offenbar gerne angesprochen werden möchte,
auch wenn das nicht den Gepflogenheiten unseres Forums entspricht,
als Unwahr bezeichnet.
Darauf habe ich reagiert.
Übrigens Herr Jeske, wir Alle haben wohl unsere sehr gründliche Geschichten,
sonst könnten wir diese hier nicht niederschreiben.
Dass es dabei individuelle Empfindungen und auch Erlebnisse gab, das werden
sie als 86jähriger wohl auch selber wissen.
Allen ein schönes Wochenende.Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
"Nec Temere - Nec Timide"
Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Aber, liebe Feli, du kannst doch ruhig alle grüßen, auch alle anderen.
Mich stört an der Diskussion, dass die Nationalität Russen so betont wird. Es waren die Sieger, und die haben brutal ihren Sieg ausgekostet und ausgelebt. Hätten Franzosen humaner gehandelt? Oder Deutsche? Oder Amerikaner? Ich bin mir nicht sicher, denn was sich alles im Krieg abgespielt hat, was die Soldaten alles erlitten haben,ehe sie endlich die Sieger waren,das kann sich keiner vorstellen.Man muss nur mal Kriegsberichte lesen. Wir haben ganz schreckliche Angst gehabt, als die Sieger bei uns einfielen,wie viele Nächte hat meine Schwester unter Rucksäcken versteckt geschlafen, aus Angst vor den Siegern.Wir haben aber auch von den Siegern Brot bekommen, das harte Kommisbrot, und die grausamen Russen haben uns zugelächelt.
"Chleb" war das Zauberwort.Es waren nicht die Russen, die Polen, die Tschechen,es waren die Sieger. Und dass die osteuropäischen Sieger uns Deutsche so vertreiben durften, das geht auch auf das Konto der Amerikaner, der Franzosen, der Engländer.
Schöne Grüße, ChristaAuge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
(M. Gandhi)Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Hallöle,
die Jüngeren im Forum haben keine eigenen Erlebnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit, sie können sich nur auf Berichte in den verschiedensten Medien verlassen, wie z.B. hier im Forum. Da allerdings mutet es schon etwas merkwürdig an, wenn Einzelpersonen ihre eigene Erfahrung verallgemeinern und als absolute Wirklichkeit festzurren wollen; sich dann aber in ihrer Ausdruckform selber von ihrem Geschriebenen distanzieren - mit Formulierungen wie " Herr sowieso schreibt oder denkt...". Wenn ich etwas denke, ja dann kann ich auch schreiben, dass ich mir das so denke. Wenn ich allerdings nur schreibe, was ein Herr xyz denkt, ja dann würde ich auch schreiben:
Herr xyz schreibt, klar.
Hier mal ein Auszug zu Danzig, aus dem von mir erwähnten Buch "Der Brand" von Jörg Friedrich:
Eine unerklärliche Vernichtungstrunkenheit musste schließlich am 26. März 1945 noch das alte Danzig ins Nichts reißen, das 6 Wochen später eine polnische Stadt sein würde, wie jeder wusste. Nicht eine Kirche blieb ungetroffen, St. Barbara, St. Bartholomäus, St. Johannis, St. Joseph, St. Katharina und die Birgitiner Klosterkirche litten das meiste.
Tschü........Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Hallöle Chriskind,
Krieg ist niemals menschlich, schon mal gar nicht für die "normalen" Menschen. Es gibt in letzter Konsequenz gar keinen gerechten oder guten Krieg, aus welchem Grund auch immer. Mit dem Durchhaltebefehl für Städte wie Danzig wurde oft nur erreicht, dass der Schaden an den weniger beteiligten zivileren Strukturen erheblich vergrößert wurde. Denn entweder wurden die Städte sturmreich geschossen oder gebombt, oder es kam zu massiven Straßen und Häuserkämpfen bis zur Einnahme der Stadt. Und für die betroffene Bevölkerung war das in jedem Fall das allerschlimmste Szenario, eine kampflose Übergabe hätte die Opfer in der Zivilbevölkerung weit minimiert. Man konnte das 1945 an den allermeisten größeren Städten sehen, und da ist es letztendlich egal, ob die Ursache eine Fliegerbombe oder eine Granate war; selbst deren Nationalität ist relativ bedeutungslos - siehe - Hiroshima oder Dresden. So, das war jetzt meine Meinung dazu, und nicht die von Herrn Sowieso.
Nette Grüße in die RundeDas gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Felicity,#46
Verehrte Feli, Ich bin dankbar für diese kluge Antwort, Gerhard JeskeKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Moin Kurt,
Btr: deine Schilderung zu Nr.38 ist vollkommen Richtig ,so war es . das sollte niemand Rechthaberisch Verdrehen, on nü hohl de Ohren stiew on bliew gesund on Munta
v Heinz Mandey üt Neckelswohl aun de WisselKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Guten Tag,
also ich lebte nach der Flucht von Danzig ca 3 Monate auf dem Gut Groß Görnow bei Sternberg
in Mecklenburg. Bis uns meine Schwester, die in Elmshorn bei Bauer Engelbrecht eine Hauswirtschaftslehre machte, nach 'Elmshorn
holte. Wir hofften nur, daß die Engländer es schaffen vor den Russen in unserem Gebiet zu sein. Sie schafften es und waren sehr nett und
hilfsbereit. Sie gaben uns Weißbrot - ein Gedicht - damals für uns, Schokolade und Corned Beef in Dosen.
Ich habe nie gehört, daß Jemand durch die englische Besatzung zu Schaden gekommen ist. Im Gegensatz zu den Luftangriffen auf die
Städte.
Siehe:" Unternehmen Gomorrah" auf Hamburg. In einer Nacht sind 18 Personen aus meiner Verwandschaft gefallen.
Mein erster Mann hat gerade mal 17jährig mit schweren Phosphor-Verbrennungen überlebt, weil er als Luftschutzwart-Helfer im Treppenaus
sein durfte und von dem Feuersturm mitgerissen wurde bis er auf einer Brücke zusammenbrach. Er hat als Einziger aus dem Haus überlebt.
Ich habe wohl 2mal hier geschriehen, erst die Luftangriffe auf Hamburg und später die Flucht von Danzig.
Aber gerade deshalb - wünsche ich uns Allen ein schönes Wochenende,
Vera
Was ist ein wahres Geheimnis?
Etwas, das für jeden offen da liegt-
und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.
Lao-tseKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Was den Sozialismus nach stalinistischer Prägung anbelangt, so war der auch nicht wesentlich besser als der Faschismus.
Immerhin haben 1939 diese beiden Systeme paktiert!
Menschenrechte?
In beiden Systemen gleich Fehlanzeige!
Ich bin wirklich froh darüber, daß man heute diese beiden Systeme korrekt bewerten kann!
SCKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Gerhard Jeske,Diese Worte der verehrten Malala fand ich jetzt, aber in keiner bürgerlichen Zeitung
" Ich bin davon überzeugt,
der Sozialismus ist die Einzige
Antwort, und ich fordere alle
Genossinen auf, diesen Kampf
zu einem siegreichen Ende
zu führen. Nur das wird uns von
den Ketten des Fanatismus und der
Ausbeutung befreien."
Malala Yousafzai
Nobelpreisträgerin 2014
Auch Polen hatte mit NS-Deutschland und der Sowjet Union Freundschaftverträge abgeschlossen. Oder irre ich mich?Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Liebe Felicita, danke für Deine Zustimmung zu meinem Bericht mit verschiedenen Bildern von Zeitzeugen.
Meine Gedanken in meinem Bericht hatte ich den Zeitverlauf für die Räumung nur geringfügig beschrieben.
Wir Danziger waren uns doch wohl alle längst darüber im Klaren, daß der russische Vormarsch vor Danzig
keinen Halt machen würde. Jeder Danziger Bewohner ahnte unser Land ist verloren, was wird aus uns,
wenn wir nicht räumen dürfen. Die Wehrmachtsangehörigen gaben zu, sie können unser Land nicht mehr
retten. Warum hat die Danziger Parteiführung nicht schon rechtzeitig den Danziger Betrieben die Räumung
erlaubt, als die Flüchtlinge von Ostpreußen ihre Durchreise zum Deutschen Reich über den Weg von Danzig
nahmen. Die Flüchtlinge von Ostpreußen haben uns über die Vorgänge ihrer Flucht ausreichend informiert,
sodass wir uns ausrechnen konnten, was uns bei dem Russeneinmarsch blühen würde. Jeder Landwirt hätte
doch wohl versucht mit Pferd und Wagen seine Habseligkeiten und Viehzeug nach Deutschland zu bringen.
Es wäre sinnvoll gewesen die Flucht schon im Januar oder zuvor anzutreten. Die Not der Flüchtlinge und
auch für die Einheimischen Deutschen hätte 1945 sehr gelindert werden können. Nun aber kamen wir als
Bettler nach Deutschland, da muss man sich doch wohl die Frage stellen, was ist nur in den Köpfen deutscher
Führungsschichten vorgegangen. Mir fehlen die Worte um das zu vertstehen und zu sagen.
kurt mKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Hallo Kurt,
was der Sinn des Durchhaltebefehls war, das habe ich in # 37 versucht zu beschreiben. Es war der Versuch möglichst viele russische Kräfte, möglichst lange im Osten zu binden, um inzwischen die letzten eigenen Kräfte zu konzentrieren. Auch gab es die Vermutung in der deutschen Heeresleitung, dass bewohnte Städte weit verbissener verdeitigt würden als leere Trümmerlandschaften. Diesen Trick allerdings hatten die Russen seit Stalingrad schon längst erkannt, auch war ihnen bekannt welch schwache Kräfte ihnen in den Städten gegenüber standen. Also zogen sie mit ihrer Hauptmacht einfach weiter und umstellten die Widerstandszonen einfach mit ihren weniger beweglichen (weil verbrauchten) Kräften, gaben noch reichlich Artillerie hinzu, und hielten einfach drauf. Und jetzt wurde der Fehler des Durchhaltebefehls erst so richtig sichtbar, die vielen Zivilisten verstärkten den Verteidigungswillen nicht nur nicht, nein sie schränkten oft auch die Verteidigungsmöglichkeiten der Wehrmacht in den Städten ein, da man immer versuchte auf Zivilisten Rücksicht zu nehmen, und man auch irgend wie deren Versorgung mit aufrecht erhalten wollte. Die Schiffe, welche man schließlich zur Evakuierung freigab fehlten dann natürlich auch für militärische Verwendung. Dieses Konzept ging also richtig nach hinten los!
Tschü.....Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Lieber Kurt,
mir fehlen auch die Worte warum eine ganze Nation auf einen Adolf Hitler hereinfallen konnte. Ist es wirklich so, daß in manchen Dingen der Verstand aussetzt ? Auch heute fehlen mir bei manchen Entscheidungen unserer Regierenden die Worte ob Ihrer Sprüche und ihres Handelns. Die meisten erkennen zu spät welcher Weg der richtige ist. Heute noch stehe ich sprachlos vor den Ereignissen in Danzig und Ostpreußen, wie das alles passieren konnte, herbeigewählt von einem sonst doch so gebildeten und zivilisierten Volk. Es kann also heute wieder passieren, daß wir den falschen Weg beschreiten :aus Angst, aus Dummheit , weil wir keine eigene Meinung haben und so weiter, Abendliche Grüße von AdaWas ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)Kommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Martschinke #56
Nun, geehrter Martschinke ,hat sich heute etwas geändert? Was ging in den Köpfen der Fuhrungskader im VW Konzern vor. Die Milliarden, die die Banken und jetzt VW als Strafe bezahlen müssen, fehlen den sozial schwachen Menschen in unserem Land. Das ist wieder eine Niederlager der sogenannten deutsche Führungsschicht. Gerhard JeskeKommentar
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AW: Dies war Danzig - dies ist Gdansk, ein Bericht aus dem Jahre 1948
Ja, Herr Jeske, ich habe mich schon oft gefragt, wie passt das wohl zusammen. Der Mensch gehört zu
der Gattung hochentwickelter Säugetiere. Hut ab vor ihrer erreichten Intelegenz, sie haben den Mond
erzwungen und werden auch den Mars erzwingen aber selbst regieren können sie sich nicht. Schade,
es könnte sonst so schön in unserer Welt sein.
kurt mKommentar
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