wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

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  • mottlau1
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 1720

    #1

    wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

    Hallo ins Forum,

    weiß jemand von den Teilnehmer wie es war als die Russen in Danzig einmarschierten? Stimmt es , daß die gefangen genommenen deutschen Soldaten von Hela kommend nach Danzig getrieben wurden?
    Habe in den Papieren gefunden, daß mein Vater am 31.März 1945 in Danzig von den Russen als Kriegsgefangener mitgenommen wurde. Erst Ende 1949 kam er aus dem Lager Pedrosawodsk/ Karelien zurück.
    Danach hat er nur noch neun Jahre gelebt u. ist mit 39Jahren gestorben.

    Mottlau1
    Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
    (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker
  • magdzia
    Forum-Teilnehmer
    • 06.12.2009
    • 464

    #2
    AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

    Hallo Mottlau1,

    habe das "Tagebuch eines Landsers" gefunden. Dort wird der Weg genannt.

    Ich habe noch in einem anderen Erinnerungsbericht gelesen, dass die gefangenen deutschen Soldaten durch Danzig getrieben wurden. Was jedoch für sie nicht schlimm war, da sie sich dadurch von Freunden und Familie noch verabschieden konnten bzw. ihnen Lebenszeichen zukommen lassen konnten, weil die Bevölkerung Danzigs ihren Weg säumte.

    Gruß
    Magdalena

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    • Hansgeorg Bark
      Forum-Teilnehmer
      • 22.10.2009
      • 61

      #3
      AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

      guten Abendt Mottlau 1 . ich Hanswgeorg Augenzeuge.im Maerz 19/45 wurden die Deutschen Soldaten , Die auf der Halbinsel Hela Capitulierten wurden von Hela nach Dirschau und zurueck nach Hela in voller Deutschen Unieform Maschiert und musten Deutsche Millieter Lieden singen , und wurden dabei zu Tode maschiert

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      • mottlau1
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 1720

        #4
        AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

        Hallo Magdalena,

        nun ja schlimm war es mit Sicherheit, auch wenn sie hier und da sich verabschieden konnten!!!
        Schließlich sind sie geschlossen in die Gefangenschaft gekommen und viele davon haben diese nicht überlebt.
        Ein Lebenszeichen war aus der Gefangenschaft " sicher nicht zu bewerkstelligen." Erst wenn sie nach der Entlassung nach Friedland oder Hersfeld gelangten erhielten die Angehörigen ein Lebenszeichen mittels des Deutschen Roten Kreuzes. --Oder hast Du andere Informationen?

        Gruß Mottlau1
        Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
        (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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        • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 5206

          #5
          AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

          Ein Lebenszeichen war aus der Gefangenschaft " sicher nicht zu bewerkstelligen
          Hallo Jutta
          Nix da... mein Vater war rund 10 Jahre in russ. Kriegsgefangenschaft....es kamen
          durchaus "Briefe" . Erinnere mich noch auf die eng geschriebenen Karten die von Ihm kamen. Wann es losging kann ich aber nicht sagen.
          Seine Heimkehr war dann ein großes Ereignis in der Kleinstadt wo ich dann mit meiner Mutter wohnte.
          Viele Grüße
          Hans-Jörg

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          • Mariolla
            Forum-Teilnehmer
            • 20.07.2008
            • 336

            #6
            AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

            Guten Abend Mottlau1,
            auch mein Onkel und alle anderen Lagerinsassen konnten aus russischer Gefangenschaft schreiben.
            Am Anfang 1 Karte mit 25 Worten pro Monat und dann wurden es immer mehr und man schrieb die
            Karten randvoll aus - ebenso durfte Post empfangen werden.
            Gruß Mariolla alias Marion
            Es sind die Lebenden, die den Toten die Augen schließen und
            es sind die Toten, die den Lebenden die Augen öffnen.
            Slaw.Sprichwort

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            • mottlau1
              Forum-Teilnehmer
              • 11.02.2008
              • 1720

              #7
              AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

              Hallo Hans-Joerg,

              ich vermute mal, daß Deine Mutter "nicht mehr in Danzig "wohnte. Somit war wohl die Suche über das deutsche Rote Kreuz zustande gekommen. Ob das jedoch über in Danzig verbliebene Angehörige möglich war
              wage ich zu bezweifeln. - Mein Mutter u. ich waren noch bis 1950 in Langfuhr. Wohnten aber nicht mehr in Hochstriess sondern im Ulmenweg. - Der Bruder meines Vaters lebte aber bereits in der Nähe von Frankfurt/M.
              Somit wurde mein Vater nach Frankfurt/M. entlassen. Wir erhielten erst dann eine Nachricht vom Dt.Roten Kreuz über seinen aktuellen Wohnort. Aus der Kriegsgefangenschaft ist mir kein Briefwechsel zwischen meinem Vater u. meiner Mutter bekannt geworden. Ob die Schreibmöglichkeit aus jedem Gefangenenlager möglich war
              wage ich hiermit zu bezweifeln.
              Dennoch vielen Dank für Eure Stellungnahme.

              Viele Grüsse Mottlau1
              Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
              (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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              • Rudolf
                Forum-Teilnehmer
                • 22.06.2008
                • 335

                #8
                AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                Hallo an die an dieser Thematik Interessierten ,
                den Einmarsch - eigentlich war es ein für beide Seiten verlustreiches und zähes Kämpfen - habe ich vor 65 Jahren im Keller des Hauses Dampfbootstraße 3 in Heubude erlebt . Die Eindrücke waren so , daß ich es bis heute nicht vergessen habe . In meinen Erinnerungen habe ich es so beschrieben :
                "Am Ostersonntag , den 1. April 1945 hörte man schon in den frühen Morgenstunden , daß in unmittelbarer Nähe des Hauses gekämpft wurde . Über dem Keller , in der Wohnung der Familie Bieschke , hatten deutsche Soldaten - wegen ihrer andersfarbigen Tarnanzüge dürfte es sich um Angehörige der Waffen-SS gehandelt haben - am Vorabend ein Maschinengewehr in Stellung gebracht . Dieses MG schoß seit der Morgendämmerung fast ununterbrochen und alle Kellerinsassen hatten schon Angst , daß die Russen das Haus unter Artilleriebeschuß nehmen könnten . Hierzu kam es jedoch nicht , denn am frühen Vormittag hörte man laute deutsche Rufe und plötzlich verstummte das MG . Nach wenigen Minuten kam dann vom Hintereingang des Hauses ein lautes "Doitsche rraus" .
                Mit bangen Gesichtern traten wir den Gang nach draußen an , zuerst mein Vater , er war wegen seiner schweren Herzkrankheit nicht Soldat und daher der einzige Mann im Keller , mit 2 Koffern in den Händen . Oben angekommen , hielt ihm ein junger Sowjetsoldat eine Maschinenpistole mit Trommelmagazin vor die Brust und sagte - und hieran erinnere ich mich wörtlich - mit grinsendem Gesicht "Kamerad , wie spät ?" .
                Mein Vater ließ beide Koffer fallen und wollte ihm die Zeit sagen , doch da war die Uhr schon "Beutegut" . Danach wurde er abgetastet und ein verdächtiger Gegenstand aus seiner Manteltasche entfernt - es war ein kleiner viereckiger Reisewecker . Dieser verschwand ebenso schnell im Rucksack des Russen und zwar mit einem geschickten Wurf nach hinten . Diese Rucksäcke waren sehr merkwürdig geformt und sie bekamen später von uns den Spitznamen "Dawai-Beutel" , weil die Russen immer , wenn sie den Deutschen etwas abnahmen , zuvor "dawai" ( bedeutet "los" aber auch "her damit" ) sagten .
                Auf der Rückseite des Hauses stand in geringem Abstand zum Haus ein gemauerter Schuppen . Entlang des Schuppens standen mehrere sowjetische Soldaten mit aufgepflanztem Bajonett , die uns Zivilisten beobachteten und nach meiner Erinnerung hatten alle wegen unserer ängstlichen Gesichter ein Grinsen oder Lächeln im Gesicht .
                Mir fiel übrigens auf , daß sie auf ihren Mützen nicht eine roten Stern - wie man es von den Propagandaplakaten kannte - hatten , sondern einfache Sterne aus Weißblech und zudem waren die Schäfte ihrer Stiefel nicht aus Leder , sondern aus geteertem Segeltuch , was ich trotz der damaligen Situation als militärisch recht unpassend fand .
                Nach der in aller Eile vorgenommenen Überprüfung und natürlich auch ersten Abnahme von Schmuck und Wertgegenständen wurde uns bedeutet , daß wir in Richtung Danzig zu gehen haben . Wir gingen die Dampfbootstraße bis zur Dammstraße , wo es einen ersten Halt gab , weil eine große Gruppe von Sowjetsoldaten - bewaffnet mit Maschinenpistolen und Gewehren mit aufgepflanzten Bajonetten - im Dauerlauf in Richtung des weitergezogenen Kampfgebietes trabte . Dabei sahen wir einen verwundeten deutschen Soldaten , der auf dem Grundstück der Familie von Aschenraden um Hilfe rufend lag . Weiter ging es dann die Heubuder Straße entlang in Richtung Troyl . Unterwegs mußten wir mehrmals halten und in Deckung gehen , weil die deutsche Artillerie jetzt in Richtung Danzig schoß und auch weil sowjetische Panzer und auch motorisierte Kolonnen in Richtung Frontlinie fuhren . In den angrenzenden Gärten der von uns passierten Häuser hörte man noch einige male Hilferufe der dort verwundet liegenden deutschen Soldaten . Als wir ungefähr in der Mitte der Heubuder Straße waren , sah ich etwas , was sicher nicht nur mich sondern auch andere Heubuder ziemlich verwirrte . Dort stand ein Mann , der noch kurze Zeit vorher in den Wohnungen mit einer Büchse Geldspenden im Auftrag irgendwelcher NS-Organisationen gesammelt hatte und der - wenn die Spende nach seiner Meinung zu niedrig ausfiel - recht lautstark werden konnte . Dieser Mann trug Zivilkleidung , am linke Arm trug er eine weiß-rote Armbinde , am Mantelkragen und auch an der Mütze hatte er weiß-rote Streifen und umgehängt hatte er sich einen deutschen Karabiner mit dem Lauf nach unten .Auf der Straße und auch in den Gärten sah man mehrere tote deutsche Soldaten liegen . An der Eisenbahnbrücke Heubuder Straße war zu sehen , daß dort - erkennbar an den Überresten - einige tote deutsche Soldaten regelrecht zu Brei gefahren wurden .
                Vor der zerstörten Breitenbachbrücke - dem einzigen Übergang über die Weichsel - der von den Russen provisorisch wieder befahrbar gemacht war , bildete sich ein Stau . Der Grundwar der , daß die Russen dort eine Rettungsaktio gestartet hatten . Eine junge Frau , sie soll eine Heubuderin gewesen sein , hatte sich nach mehrfacher Vergewaltigung zusammen mit ihrer tochter von der Brücke , die kein Geländer mehr hatte , aus Verzweiflung in die Weichsel gestürzt . Sowjetische Soldaten , die beiderseits dwer Brücke mit Motorbooten stationiert waren , hatte zwar die Frau gerettet , das Kind war jedoch ertrunken . Wir erfuhren später , daß die Russen die Frau dafür fast totgeschlagen haben sollen . Auf der anderen Seite der Breitenbachbrücke - gegenüber der Schule Althof - war die erste große Kontrollstelle . Alle ankommenden Deutschen wurden getrenn , Frauen und Kinder nach links , Männer nach rechts . Frauen und Kinder wurden gründlich eigentlich nur nach Schmuck und Wertgegenständen durchsucht , männliche Personen etwa zwischen 14 und 60/65 Jahren wurden ohne Ausnahme festgehalten . Man hatte keine Möglichkeit mehr , sich zu verabschieden oder auch nur noch etwas auszutauschen . So konnten wir nur noch sehen , wie die Russen meinem Vater die beiden Koffer abnahmen und auf einen schon stark beladenen LKW luden . Meine Mutter und ich blieben stehen und wollten meinem Vater zuwinken , aber er hatte keine Möglichkeit mehr , sich umzudrehen und es sollten mehr als 3 Jahre in völliger Ungewißheit vergehen , bis wir ihn wiedersahen . Bei der Durchsuchung meiner Mutter hatte ihr ein Sowjetsoldat die Handtasche weggenommen und , nachdem er nichts für ihn Interessantes fand , den Inhalt auf die Erde geschüttete . Dabei gingen fast alle Familiendokumente und Foto´s verloren , denn als meine Mutter sie aufsammeln wollte , gab er ihr einen Fußtritt und verjagte sie . Dann wurde die Gruppe durch die Stadt geführt . Es ging die Breitenbachstraße entlang und am Langgarter Tor über Langgarten , Milchkannengasse , dann links in die Hopfengasse und von dort über die Kuhbrücke und die Hundegasse bis zum Karrenwall . Dort mußten wir uns unter freiem Himmel schräg gegenüber dem Polizeipräsidium niederlassen , wo wir 3 Tage und Nächte lagerten" .
                So , liebe Forumfreunde , das war ein Auszug aus meinen Erinnerungen . Ein schönes Wochenende wünscht Euch Rudi

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                • Jürgen Albrecht
                  Forum-Teilnehmer
                  • 11.02.2008
                  • 309

                  #9
                  AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                  Ein kleiner Augenzeugenbericht:
                  Von unseren Verwandten in Langfuhr hatten wir noch kein Lebenszeichen erhalten. So wanderten wir bei herrlichem, warmen Wetter nach Langfuhr auf der schönen Großen Allee. Uns begegnete eine große Marschkolonne deutscher, unbewaffneter Soldaten. Sie waren nur schwach bewacht. Die Kommandos gaben weiterhin die deutschen Offiziere. Sie marschierten in fröhlicher Stimmung, winkten uns Kindern zu. Für uns war der Krieg schon ein Weilchen beendet, warum erst jetzt für die Soldaten? Es hieß, sie kommen von der Halbinsel Hela. Unser Besuch war erfolglos, uns öffneten uns eine Polin, die uns nicht verstand. Es geschah Ende April oder Anfang Mai 1945.

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                  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.02.2008
                    • 5206

                    #10
                    AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten


                    Hallo
                    Habe in diesem Zusammenhang / Thema ein kleines altes Heft von 1950
                    “ Weisse Fahne über Danzig “ von Alfred Kätner.
                    Ist es sonst jemand bekannt ???
                    Viele Grüße
                    Hans-Jörg
                    Angeh

                    Kommentar

                    • magdzia
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.12.2009
                      • 464

                      #11
                      AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                      Hallo Mottlau1 und alle,

                      in den Erinnerungsbericht, den ich gelesen habe, wurde der Marsch so beschrieben, wie Jügen Albrecht es schreibt.
                      Die Soldaten fingen an zu singen, lächten und winkten, "so dass man meinen konnte, sie kommen als Sieger und nicht als Besiegte".

                      Mottlau1, zu dem Zeitpunkt wußten sie noch nicht, was sie erwartet. Sie haben bei dem Marsch zwar von den Frauen von den Vergewaltigungen erfahren, aber selber bauten sie wohl auf den Soldatenstatus und konnten sich nicht vorstellen, dass sie evtl. 10 Jahre in der Gefangenschaft verbringen.

                      Der junger Soldat, der diesen Erinnerungsbericht verfaßt hatte (leider finde ich ihn nicht mehr, ich suche aber weiter im Internet ) war ein Offizier und schrieb auch von der geringen Bewachung, so dass er jederzeit hätte abhauen können. Er wollte jedoch seine Kameraden nicht im Stich lassen.

                      Viele Grüße
                      Magdalena

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                      • Rudolf
                        Forum-Teilnehmer
                        • 22.06.2008
                        • 335

                        #12
                        AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                        Hallo magdzia
                        an anderer Stelle habe ich im Forum schon mal von dem Marsch der deutschen Soldaten auf Langgarten geschrieben und zwar von den Soldaten , die sich zum Zeitpunkt der Kapitulation auf der Nehrung ( Raum Schiewenhorst/Bohnsack/ Nickelswalde ) befanden .
                        In meinen Erinnerungen habe ich dies so beschrieben :
                        "Wir kamen bei einer Frau in der Trojangasse unter . Diese Frau sagte uns , daß erst die auf der Nehrung befindlichen deutschen Truppen den Weg in die Gefangenschaft durch Danzig gehen müßten und erst danach deutsche Zivilisten wieder zurück dürfen . Zwei oder drei Tage später war dies dann der Fall . Wir hörten davon und alle Deutschen der dortigen Umgebung gingen auf die Straße nach Langgarten . Es war ein eigenartiges Gefühl , die Kolonnen der Gefangenen zu sehen . Voran ritten Offiziere , danach marschierten die Soldaten , gefolgt von Pferdefuhrwerken , auf denen ihr Gepäck lag . Ich wunderte mich , daß die Offiziere zum Teil ihre Säbel bzw. Degen , einige sogar ihre Pistolen trugen ( Jahre später erfuhr ich , daß ihnen dies gestattet wurde , allerdings wurde die Munition vorher entfernt ) . Von sowjetischen Wachsoldaten war nichts zu sehen . Die Bevölkerung reichte den Soldaten Wasser und die auf den Fahrzeugen mifahrenden Soldaten gaben uns von ihren Vorräten große Stücke Käse und Wurst ."
                        Ich stand damals auf Langgarten und zwar gegenüber ungefähr der Stelle , wo auf dem Mittelstreifen ein zerstörter Panzer in einem Bombentrichter vermutlich in voller Fahrt gelandet war . Hiervon gibt es ein Foto auf einer polnischen Internetseite .
                        Allen Forumteilnehmern wünsche ich ein schönes Wochenende - Rudi

                        Kommentar

                        • Pogge28
                          Forum-Teilnehmer
                          • 06.07.2012
                          • 103

                          #13
                          AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                          Hallo Magdalena,

                          den Bericht, in dem die deutschen Soldaten singend durch Danzig in die russische Gefangenschaft marschierten, kannst Du nachlesen. Er steht im Danziger Hauskalender 1995 unter

                          In Gefangenschaft - Marsch durch Danzig - vor fünfzig Jahren.

                          Mit freundlichen Grüßen

                          Inge

                          Kommentar

                          • Waldschrat

                            #14
                            AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                            Dotarliśmy do wyjątkowych zdjęć Gdańska z lutego i marca 1945 r., kiedy to wojska radzieckie wkroczyły na Wybrzeże w ramach działań pn.

                            Kommentar

                            • langfuhrer
                              Forum-Teilnehmer
                              • 13.06.2012
                              • 3

                              #15
                              AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                              Hallo Langfuhrer,
                              wir (ich Jahrgang 1930) erlebten den Einmarsch der Russen am 2. April 1945, am Geburtstag meiner Mutter. Die dauernden Störflüge der einzelnen russischen Flugzeuge mit Beschuß und einzelnen Bombenabwürfen hatten aufgehört. Die Russen kamen durch die Kellergrabenverbindungen in alle Häuser und trafen uns in den Kellern an, in denen wir einige Wochen schon gelebt hatten. Sie haben sich dann Frauen ausgewählt und sexuell mißbraucht; das was für mich als 15-jähriger Junge ein schreckliches Erlebnis.
                              In unserem Haus wurde in einer Erdgeschoßwohnung ein Quartier von den Russen eingerichtet, wo sie sich eine Zeitlang aufhielten.
                              Irgendwie hatten wir zum Geburtstag unserer Mutter ein Hühnchen ergattert. Es wurde gekocht und sollte mit Kartoffeln verspeist werden. Es war fertig zum Essen. Als ich, der sich als kleiner Jungen immer wieder mal traute vom Keller nach oben zu gehen, in die Küche kam, sah ich, dass russische Soldaten das "Geburtstagsessen" vertilgten.
                              In der Folgezeit konnten wir in unserem Haus bleiben; wir lebten so daher. Es kam immer wieder zu Übergriffen von russichen Soldaten, bis im Mai oder Juni 1945 die Russen in unsere Wohnung eindrangen, sie durchsuchten und zwei Schwestern (16 und 18 Jahre) mitnahmen.
                              Erst nach etwa 5 Jahre, wir waren im November 1945 vertrieben worden, kam eine Karte vom "Roten Kreuz" mit der Mitteilung von der jüngeren Schwester, dass sie in Sibieren sei und ihre Schwester nicht mehr heimkomme. Das war das erste und einzigste Lebenszeichen. Irgendwann im Jahre 1950 kam sie, russich geprägt und aussehend, heim. Wir wohnten derzeit in Nordeutschland. Sie berichtete, dass ihre Schwester bereits auf dem Marsch nach Russland an verstorben war.
                              Dies ist ein Teil der Erlebnisse nach dem Einmarsch der Russen1945.

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