wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

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  • Belcanto
    Forum-Teilnehmer
    • 24.09.2008
    • 2508

    #46
    AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

    Lieber Erhart
    Bei Beitrag 40 hat Feli erwähnt, dass sie nicht wisse, dass ich Bücher geschrieben habe. Darauf hin schrieb ich, dass ich dieses Forum nicht als Werbebetrommel missbrauchen möchte. Daraufhin schrieb Feli, ich solle ihr privat eine Mail schicken. Ob ich das so erlebt habe oder ob es sich mein meinen Büchern, um Fiktionen handelt, ist doch meine, persönliche, schriftstellerische Entscheidung. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Wiedergeburt der Erinnerungen. Das ich traumatisiert war, wirst du mir wohl abnehmen und mich durch diese Schilderungen befreien konnte. Alles was in meinen Büchern steht, hat sich so ereignet. Der Tod unseres kleinen Bruder, den wir hinter dem Haus in einer Pappschachtel begraben haben. Die Explosion in der Küche, die Verwaltigung der Mutter und viele andere schreckliche Erlebnisse, über die es Aufzeichnugen gibt und über die wir sehr oft gesprochen haben.

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    • Belcanto
      Forum-Teilnehmer
      • 24.09.2008
      • 2508

      #47
      AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

      Liebe Feli, meine Bücher haben überhaupt nichts mit dem "Bund der Danziger" zu tun?. Schaue, was ich Erhart geschrieben habe.

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      • Inge-Gisela
        Forum-Teilnehmer
        • 09.11.2012
        • 1842

        #48
        AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

        Hallo Belcanto,
        ich verstehe hier die ganze Diskussion nicht. Du musst auch dazu nichts weiter erklären. Es ist bzgl. der Bücher eine Sache zwischen Feli und Dir. Warum also hier irgendwelche Kritik zu lesen ist, soweit man sie als Kritik überhaupt verstehen kann, ist mir ein Rätsel. Außerdem hat jeder andere Erfahrungen gemacht und mit 4 bzw. 5 Jahren beginnt auch die Erinnerung, die vielleicht etwas anders ist bei einem Kind, nichtdestotrotz muss jeder mit seinen eigenen Erlebnissen auf seine Weise fertig werden. Und wenn jemand Deine Bücher lesen will, wer soll sich daran stören. Warum man sich in Euren Dialog (Feli und Du) eingeschaltet hat, weiß ich auch nicht. Übrigens, wenn vier Erwachsene von einem kürzlich gemeinsamen Erlebnis erzählen, manchmal sind es anschließend 4 unterschiedliche Geschichten. Was man glaubt oder nicht, bleibt doch jedem selbst überlassen. Zeitungen muss man auch sehr kritisch sehen. Lass Dich also nicht verunsichern. Ich kann mich z.B. als 5-Jährige an die weitergehende Flucht meiner Eltern von Thüringen bis nach Walkenried/Harz (ca. 3 Jahre vorher von Westpreußen ohne meinen Vater mit einem Soldatenkonvoi) zu Fuß, mit dem Kinderwagen mit nur 3 Rädern, in dem mein Bruder lag) erinnern. Ich erinnere mich sogar an die 2 Frauen, die uns über Nacht nicht aufnehmen wollten, wir dann doch in der Scheune übernachten durften. Weiß sogar noch, dass meine Mutter in einer Dose Johannisbeeren hatte. Danach kamen für ca. 4 Wochen mein Buder und ich in ein Kinderheim, weil meine Eltern sich in NRW um eine Wohnung bzw. letztendlich um ein einziges Zimmer kümmern wollten. Aber auch das Kinderheim habe ich bewusst mit erlebt. Diese Ereignisse waren nicht für mich so schlimm und trotzdem habe ich sie in Erinnerung und nicht von Erzählungen meiner Eltern. Wie muss das dann auf Kinder wirken, wenn sie so grauenhafte Erlebnisse hatten. Mein Mann war am 25.07.1943 in Hamburg verschüttet. Später sah er die brennenden Menschen auf den Straßen. Es war sein 5. Geburtstag. Auch wenn er nicht oft darüber spricht, das Bild wird er nie vergessen. Und er mag keine stockdunklen Zimmer.

        Lieben Gruß

        Inge-Gisela

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        • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
          Forum-Teilnehmer
          • 13.02.2008
          • 3493

          #49
          AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

          Es tut mir so leid, dass ich da etwas geschrieben habe was man missverstehen kann.

          Ich bin doch so weit weg und habe wirklich nur die geringste Ahnung von all dem Beschriebenen was uns von den letzten Stunden unserer Heimat erzaehlt. Da bin ich wie ein Loeschpapier und will alles aufsaugen und wissen. Es waere gut wenn man da von In-Danzig-Interssierten-Organisationen Informationen bekommen koennte.
          So langsam habe ich mir die Buecher aus Deutschland bestellt und habe wirklich nichts von Belcanto's Buechern gewusst. Habe Poralla's 'Unvergaenglicher Schmerz' und auch Dein Buch Gerhard, 'Englel mit Trompete'und 'Erhart's Gedichte'. So habe ich mir eine kleine Danziger Bibliothek zusammen gesammelt. auch all die Buecher von Christa Unnasch in Englisch und ihr letztes, in deutsch 'Danzig-Gdansk' 1989.

          Durch das was Ihr geschrieben habt seid Ihr mir nahe und Gerhard, ich bin immer traurig wenn ich daran denke was Ihr alles durchgemacht habt, So fuehle ich auch fuer den Kurt Martschinke und ich wuenschte nur dass ich die richtigen Worte finde um Euch Erleichterung zu bringen um diese traumatigen Erlebnisse zu vegessen. Glaubt mir, ich weiss wie es ist, bin doch selbst durch diesen Schmerz und dem Leiden gurchgegangen. Es liegt mir so fern Euch da Schwierigkeiten mit einander aufzubuerden.

          Habe die letzte Stunde herumgegugelt und all die Buecher gefunden die Amazon hat. Das bringt mir immer so viel Freude wieder ein anderes Buch mein eigen zu nennen. Wie ich mein Busch Property aufgab und in diese kleine Wohnung einzog, wurden erst einmal all die Waende mit Regalen bebaut, habe viel von meinen Sachen weggegeben aber habe mich nicht von meinen Buechern getrennt, nicht von einem einzigen.
          Ganz liebe und herzliche Gruesse an Euch alle von Eurer Feli

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          • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
            Forum-Teilnehmer
            • 13.02.2008
            • 3493

            #50
            AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

            Liebe Inge-Gisela ! Danke Dir ganz innig, dass Du uns so ganz offen Deine Meinung sagst und auch von dem sprichst was Du durchgemacht hast. Hier hat man so einen Spruch, uebersetzt verliert er ein bischen seinen Wert, aber trotzdem moechte ich ihn mit Dir teilen.
            "Je tiefer man sich selbst nimmt, um so tiefer trifft man seinen Naechsten, in seinen Tiefen."
            Jetzt geht es in die Heia, es ist beinahe 12.00 Mitternacht. Liebe Gruesse von Deiner Feli

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            • Belcanto
              Forum-Teilnehmer
              • 24.09.2008
              • 2508

              #51
              AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

              Hallo Inge Gisela , hallo liebe Feli
              es ist wunderbar, was ihr schreibt. Ich kann euren Worten nur voll zustimmen. Ich bin kein Günter Grass und kein Johannes Trojan. Meine Schilderungen sind oft emotional, weil ich immer noch aufgewühlt bin, wenn ich daran denke. Ich erinnere mich an eine Frau, die einem Kind voller Nächstenliebe, die Brust gab, weil dies Kind keine eigene Mutter mehr hatte, bereits abgemagert war und mit Sicherheit verhungert wäre, wenn diese Frau dem Kind nicht ihre Milch gespendet hätte. Dieses Erlebnis hat sich bei mir eingebrannt, wie in einem Stein gemeißelt.

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              • Antennenschreck
                Forum-Teilnehmer
                • 05.09.2011
                • 1833

                #52
                AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                Hallöle,

                es gibt da immer mal ganz merkwürdige Kommentare, bei denen man schon fast voraussehen kann, dass daraus die wildesten Diskussionen entstehen. Und dann vor allen Dingen eigentlich um rein gar nichts. Da schreibt halt wer, die Überschrift von irgend einem Thread wäre wohl nicht geeignet zur Wahrheitsfindung, natürlich ohne überhaupt zu begründen wieso das so sein soll, und auch nicht zu schreiben wie die Überschrift dann wohl besser wäre, und warum. Und, recht schnell kommt es dann zu irgendwelchen Missverständnissen in genau diesem Thread. Wäre es da nicht besser, wenn solche merkwürdigen Startkommentare gleich in dem eigens dafür eingerichteten persönlichen Thread landen würden? Also, ich habe mir längst abgewöhnt auf bestimmte Kommentare überhaupt zu antworten, weil das meist zu den merkwürdigsten Diskussionen führt.
                Also aus meiner Siocht ging es hier wieder einmal um rein gar nichts.


                LG Arndt
                Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                • Iris Freundorfer
                  Forum-Teilnehmer
                  • 22.09.2016
                  • 553

                  #53
                  AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                  Hallo zusammen,

                  inhaltlich möchte ich mich hier überhaupt nicht einmischen - dazu kann ich nichts sagen!
                  Was ich nur sagen möchte: Ich finde, es sollte in einer offenen Diskussion möglich sein, Skepsis zu äußern, ohne dafür kritisiert zu werden. Wenn sich alle ständig nur gegenseitig zustimmen, finde ich persönlich das ein bisschen langweilig. Wie gesagt - damit ist keinerlei Stellungnahme zu den hier geäußerten Inhalten verbunden.

                  Viele Grüße
                  Iris

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                  • Gerhard Jeske
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.08.2014
                    • 737

                    #54
                    AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                    Herr Belcanto: Wenn im Forum Bücher wegen des Verdachtes der Werbung nicht vorgestellt werden können ( sollen). dann werden Bücher über Danzig nicht bekannt und sie werden leider auch nicht archiviert, wie zum Beispiel, "Bekannte Danziger Personen". Ich hätte gerne über Ihr Buch hier eine Besprechung gelesen.

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                    • Antennenschreck
                      Forum-Teilnehmer
                      • 05.09.2011
                      • 1833

                      #55
                      AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                      Hallöle,

                      klar kann und sollte man diskutieren. Aber eine alte Überschrift aus dem Jahre 2010 zu nehmen, und einfach nur zu schreiben sie diene nicht der Wahrheitsfindung, das ist schon eine verwunderliche Art der Diskussion. Auch kann man sicher sogar Bücher zu Themen schreiben, welche man auch gar nicht selber erlebt hat. Man kann ja einen alten Germanen um Erlaubnis bitten, wenn man über die große germanische Epoche schreiben will. Und die Erinnerung, besonders an schmerzliche Erlebnisse, geht teilweise sehr weit zurück; und man kann dann später auch nicht mehr genau sagen, was man echt selber erlebt hat, und was einem andere Beteiligte erzählt haben, denn das als Gesamtgeschehen abgespeichert.

                      LG
                      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

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                      • Belcanto
                        Forum-Teilnehmer
                        • 24.09.2008
                        • 2508

                        #56
                        AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                        Ich bedanke mich bei Arndt, Antennschreck und Iris. Wir können das Thema hier wirklich beenden und weiter, sofern es erforderlich wäre, privat austauschen. Ich habe nur auf eine Frage von Feli geantwortet.

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                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #57
                          AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                          Sehr geehrter Herr Jeske. Es handelt sich bei besagten Büchern, um Geschichten, Eindrücke, Erlebnisse die ich als kleiner Junge erlebt und später mit meinen Eltern und Geschwistern verarbeitet und zu Papier gebracht habe. Meine Bücher sind allesamt bei Amazon zu finden. Man gibt einfach meinen Namen ein und landet auf der entsprechenden Seite. Da ist auch die ISBN - Nummer, zu finden. Die Internetseite gestattet auch Blicke in die Bücher selbst. Mit der Reklame habe ich das so gemeint, dass ich das Forum nicht als Reklame für meine Bücher gebrauchen möchte, es sei denn, es wird ausdrücklich gewünscht. Und damit einen schönen abend.

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                          • Gerhard Jeske
                            Forum-Teilnehmer
                            • 24.08.2014
                            • 737

                            #58
                            AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                            Belcanto #27 Antwort an Herrn Belcanto: Der Name war mir bis jetzt nicht bekannt. Nun werde ich nachschauen. Weil das Anonyme hier vorherrscht, bleiben nicht nur die Person, sondern, wie in diesem Fall auch die Bücher verborgen.

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                            • Beate
                              Administratorin
                              • 11.02.2008
                              • 4836

                              #59
                              AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                              Guten Abend zusammen,

                              Ihr Lieben, ich möchte Euch wirklich bitten, private Dinge per pn auszutauschen. Es geht nicht um Euch- es geht einfach darum, Schaden von Wolfgang und unserem Forum fernzuhalten! Denn Wolfgang wird bei Verstößen haftbar gemacht, nicht Ihr! Muss ja nicht sein, denke ich.

                              Schöne Grüße, Beate
                              ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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                              • Martschinke
                                Forum-Teilnehmer
                                • 07.03.2008
                                • 404

                                #60
                                AW: wie war das als die Russen in Danzig einmarschierten

                                Lieber Antennenschreck, wie es 1945 / 1946 war, als unsere Stadt Danzig von der roten Armee eingenommen wurde
                                kann keiner vergessen. Ich auch nicht und ich kann keine schädlichen, privaten Dinge in unserem Bericht erkennen.
                                Erlaube mir doch noch einmal daran zu erinnern, dass viele Danziger nur geringe Überlebens-Chancen in der Zeit vom
                                Ende des Jahres 1944 bis hinein in das Jahr 1945 hatten. Gerade wir Jugendliche Jahrgang 1928 hätten in dieser Endzeit,
                                wie sie bezeichnete wurde, Orientierung durch Presse und Rundfunk dringend notwendig gehabt. Nur in dem Zug
                                von unserem Hause nach Danzig hingen Plakate.. von dem totalen Krieg und den häßlichen schwarzen Mann mit
                                Rucksack auf seinem Rücken ..PST..Feind hört mit. Noch in den Letzten Tagen bekam ich persönlich die
                                Aufforderung mich für den Volkssturm zu stellen. Es blieb mir nur die Alternative einer ausweglosen
                                Reichsverteidigung zu folgen oder mich zu verstecken. Somit konnte ich nicht die Flucht vor dem Russen-
                                Einmarsch antreten und war der Gefahr ausgesetzt in russische Gefangenschaft zu kommen. Nachdem
                                ich die Front als Zivilist überwunden hatte trat meine Befürchtung ein. Die russische Millitärmacht sammelte
                                alle jugendlichen Männer ein und brachte sie in ein Prauster Auffanglager. Auch ich kam in den Zwang eines
                                russischen Millitärangehörigen in unserem Hause in Gefangenschaft genommen zu werden. Nur weil ich
                                durch meinen Versteckaufenthalt sehr geschwächt war, bat meine Großmutter weinend dem Soldaten
                                um meine Rückstellung und Verschonung und der sah dann von mir ab. Mein Bruder Fritz hatte weniger
                                Glück. Die Russen nahmen ihn mit ins russische Auffanglager und weiter nach Thorn, dort ist er im
                                selben Jahr 45 im August verstorben. Nach diesem Vorgang war mein Leben nicht mehr wie vorher.
                                Ich denke heute noch immer darüber nach, wie mein Leben seiner Zeit am seidenen Faden gehangen hat.
                                Ich könnte heute noch sehr viel über die zugetragenen, zurückliegenden, gefahrvollen Zeiten berichten,
                                aber wie weit ist das heute noch interessant.
                                Viele tausend Grüße von kurt in Laatzen/Hannover.

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