Täterkinder
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AW: Täterkinder
Hallo Petra,
warum setzt du polnische Namen in deinen Buch ein?
Über eine kleine Erklärung würde ich mich freuen.
Gruß Romek--Opferkind.Kommentar
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AW: Täterkinder
Mir geht es durch Mark und Bein, wenn ich hier lese: Täterkind. Opferkind.
KINDER sind niemals Täter, immer nur Opfer.
Ich habe als Kind nichts Schlechtes getan. Und wurde trotzdem zum Opfer.
Schöne Grüße, ChristaAuge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
(M. Gandhi)Kommentar
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AW: Täterkinder
Du hast recht Christa, das Wort Täterkind finde ich schon schlimm. Soweit ich nachgeforscht habe, gab es in unserer Familie keine "Täter", wenn man davon absieht, da sie ja fast alle die NSDAP gewählt haben.Was ich aber als junger Mensch empfunden habe, war eine Scham für mein Volk , die Täter waren. Reisen ins Ausland waren anfangs für mich hochproblematisch, wenn ich mich als Deutsche zu erkennen geben mußte. Vor allem in Frankreich bin ich von Restauranbesitzern quasi herausgeschmissen worden und in der Bretagne auch beschimpft worden. Heute passiert das in Frank- reich, so hoffe ich, nicht mehr und ich habe heute keine Schamgefühle mehr. Mein labiles Wissen über die Täter hat einem gesunden Menchenverstand Platz gemacht, ich bin selbstbewußt geworden im Laufe meines langen Lebens und kann die früheren Feindschaften gut einordnen. Abendliche Grüße von AdaWas ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)Kommentar
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AW: Täterkinder
Manchmal gibt es auch eine ganz banale Erklärung für einen Titel, s. Start-Thread. Und dann ist der Titel immer weiter übernommen worden.Kommentar
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AW: Täterkinder
Hallo noch einmal,
Piotr gab mir noch einen Buch-Tipp, den ich hier gerne weitergeben möchte:
https://www.amazon.de/Zum-Stehen-verdammt-Michael-Ficzel/dp/3905248190/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1516640096&sr=8-1&keywords=zum+stehen+verdammt
Kundenrezension:
Der Autor erlebt das Grauen des KZ Stutthofs hautnah mit, kann nur zusehen aber nicht helfen.
Als er versucht zu helfen wird er beinahe vor ein Standgericht der eigenen Kameraden gestellt, dem er nur knapp durch die Wirren des Kriegsendes entgeht.
Der Autor wird mit 18 Jahren als Volksdeutscher zur SS eingezogen, weil er zu klein für die Waffen-SS ist kommt er zur Lager-SS. Hier sieht er sich unmenschlichem Dril und Anfeindungen ausgesetzt weil er eben kein reinrassiger Deutscher ist.
Durch schwere Krankheit kann er der Hölle des Lagers kurzfristig entfliehen aber der Sog dieses Höllenvorhofs läßt ihn nie los und so landet er immer wieder dort.
Er erlebt wozu Menschen mit Macht fähig sind und zweifelt an sich selbst. Er ist zum stehen und zusehen verdammt, aber helfen kann er nicht. Aber er kann sich seine Menschlichkeit bewahren und wird nie zum Täter.
Dieses Buch bringt dem Leser den Blickwinkel der anderen Seite des Zauns nahe. Zeigt das nicht alle vor dem Zaun vertierte Unmenschen waren, sondern teilweise auch Gezwungenen.
Hier wird nichts verharmlost oder relativiert, hier wird Zeugniss von dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte abgelegt, aus erster Hand.
Gute Nacht!
UweKommentar
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AW: Täterkinder
Ja, lieber Waldling, Menschen haben sich zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg 1914 und 1945
schwer schuldig gemacht. Warum haben sie das getan? War es ihre eigene Innovative oder sind sie
alleine durch ihren festen Glauben, der politischen Herrschaft folgend, dazu gebracht worden.
Was wäre gewesen, wenn Kaiser-Wilhelm der Zweite nicht die Kriegserklärungen an Rußland, an
Frankreich und England unterzeichnet hätte? Wenn der Reichspräsident Hindenburg den schlimmsten
politischen Verbrecher Hitler nicht zum Reichskanzler gemacht hätte und unsere Deutschen Generäle
als Gefolgsleute vor dem Obergefreiten Hitler nicht stramm gestanden hätten? Bei all diesen Verbrechen
deutscher Befehlsgewaltiger der oberen Gewaltmächtigen sind Menschen schuldig geworden, die dadurch
ihren Verstand der Menschlichkeit verloren hatten.
kurt mKommentar
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