Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Stejuhn
    Forum-Teilnehmer
    • 09.08.2011
    • 1023

    #1

    Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

    Guten Abend liebe Forumteilnehmer,

    sind oder waren in Danzig die Häuser unterkellert? Oder ging/geht das aufgrund des Grundwasserspiegels nicht?
    In den Heftchen von Herrn Maass wird von Luken unterhalb des Küchentisches berichtet welche einen Raum verschlossen in dem sich die Vorräte befanden.
    Meine Oma hat damals viel und gerne eingekocht. Besonders beliebt waren ihre Gurken. Die Arbeitskollegen meines Vaters kamen gerne vorbei, wenn sie wussten, dass Oma sie eingekocht hatte.
    Folglich, so sage ich mir, hat sie schon in Danzig eingekocht. Aber wo hat sie ihre Schätzchen untergebracht. Sie wohnte ja auf der Heubuder Straße 8 in einem Mehrfamilienhaus. Wenn es keinen Keller gab, hatten die Wohnungen vielleicht Speisekammern?

    Einen schönen Abend und Sonntag wünscht
    Sigrid
    Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
    Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf
  • Bartels
    Forum-Teilnehmer
    • 25.07.2012
    • 3448

    #2
    AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

    Hallo Sigrid,

    ich kenne in der Danziger Rechtsstadt Beischläge mit Kellereingang - da die Beischläge mit Treppe zum "Erdgeschoss" führten, waren es also nicht tiefe Keller, sondern ca. die Hälfte lag über Strassenniveau - der Keller insgesamt über dem normalen Wasserspiegel der Mottlau.
    Beste Grüsse
    Rudolf H. Böttcher

    Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
    Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
    Familie Zoll, Bohnsack;
    Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
    Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

    http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

    Kommentar

    • Bartels
      Forum-Teilnehmer
      • 25.07.2012
      • 3448

      #3
      AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

      NB: Im Werder könnte ich mir auch Erdkeller vorstellen.
      Beste Grüsse
      Rudolf H. Böttcher

      Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
      Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
      Familie Zoll, Bohnsack;
      Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
      Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

      http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

      Kommentar

      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8562

        #4
        AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

        Hallo Sigrid,

        die Häuser des Wohnblocks (Baujahr um 1930), in dem ich bis 1945 gewohnt habe (Schidlitz, Karthäuser Straße), waren unterkellert. Im Einzelkeller zur Wohnung war u.a. der Koks für die Etagenheizung gelagert. Außerdem befand sich im Keller zu jeder Hausnummer eine Gemeinschaftswaschküche.

        Viele Grüße
        Ulrich

        Kommentar

        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #5
          AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

          In Langfuhr jedenfalls waren die Häuser unterkellert. Wenn wir es bei den Bombenangriffen nicht mehr bis zum Luftschutzbunker schafften, haben wir in den Kellern Zuflucht gesucht.

          Kommentar

          • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
            Forum-Teilnehmer
            • 13.02.2008
            • 3493

            #6
            AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

            Genau wie bei uns, Ullrich, im vierstoeckigen Haus mit 8 Familien, in der Weidengasse, auf der Niederstadt, hatte jeder seinen Keller und dann auch die gemeinsame Waschkueche. Diese Keller wurden in den letzten Kriegsmonaten 'Luftschutzkeller' und ohne sie waeren ich und viele andere heute nicht mehr am Leben. In der Frauengasse, gab es sogar unter den Kellern noch Unterkeller, in denen viele ihre Kostbarkeiten verbargen. Ich weiss es von meiner Urgrosstante Kohn die gegenueber der Sternwarte gewohnt hatte. Liebe Gruesse von der Feli

            Kommentar

            • Helga +, Ehrenmitglied
              Moderatorin
              • 10.02.2008
              • 1948

              #7
              AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

              Mein Vater wohnte in der Häkergasse, das Haus war auch unterkellert und ab un dzu, wenn die Mottlau Hochwasser hatte, stand der Keller unter Wasser.
              Viele Grüße
              Helga

              "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

              Kommentar

              • Rudolf
                Forum-Teilnehmer
                • 22.06.2008
                • 335

                #8
                AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                Hallo Sigrid ,
                Du erwähnst das Heft vom Heubuder Helmut Maaß mit den Luken in der Küche . In Heubude gab es viele ältere Häuser ( wir wohnten in der Dammstraße auch in einem solchen Mehrfamilienhaus ) , bei denen es für die Parterre-Wohnungen von der Küche aus über eine Luke begehbare kleinere Keller gab . Dort wurden die Vorräte - Eingewecktes , Kartoffeln , Möhren in Sandkästen , usw. - gelagert . In dem Haus , in dem wir wohnten , lebten auch die Großeltern von ihm .
                Im Frühjahr , nach der Schneeschmelze , aber auch nach längerem und stärkerem Regen , stand in diesen kleineren Kellern oft das Wasser . Ich weiß , daß in anderen und besser gebauten Häusern in Heubude die dortigen Keller trocken waren , wie ich es in den Luftschutzkellern dieser Häuser erlebte .
                Noch einen schönen Sonntag wünscht allen der Heubuder Rudi

                Kommentar

                • Ulrich 31
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.11.2011
                  • 8562

                  #9
                  AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                  Ergänzung zu #4:

                  Das dort genannte Schidlitzer Haus, in dem meine Eltern zur Miete wohnten (3 Zimmer, Küche, Bad kosteten zur Freistaatzeit 54 Gulden; es existiert noch, die Wohnungen sind z.T. Eigentum der jetzigen Bewohner geworden), hatte/hat 4 Obergeschosse und ein Flachdach. Im 4. Obergeschoss befand sich außer einer einzelnen Wohnung der sog. "Boden", eine große Freifläche mit je einem Holzverschlag für jede Wohnung des Hauses (insgesamt 9) und einem größeren offenen Teil zum Trocknen der Wäsche ("Trockenboden") bei ungünstigem Wetter (sonst wurde die Wäsche auf besonders eingerichteten und mit Hecken begrenzten Rasenplätzen im Hofareal, sog. "Trockenplätzen", getrocknet; heute ist dieses Areal leider verwildert und wird zum Abstellen von Pkws benutzt).

                  Hallo Sigrid,

                  Dich hat offenbar der Gedanke an das Grundwasser zu dieser pauschalen Frage veranlasst. Danzig ist jedoch auch eine hügelige Stadt: siehe z.B. Bischofsberg, Hagelsberg, Stolzenberg, Zigankenberg.

                  Viele Grüße
                  Ulrich

                  Kommentar

                  • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                    Forum-Teilnehmer
                    • 13.02.2008
                    • 3493

                    #10
                    AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                    Ja, Ullrich, wir hatten auch die Boeden unter dem Dach und dann den grossen Trockenboden. Ich kann mich noch entsinnen wie die Luftschutzwarte des Hauses 'DIE ENTRUEMPLUNG' ueberwachten. Man musste seinen Boden von all verbrennbarem Material entlasten. Das war genau so zwecklos wie die VERDUNKLUNG. Liebe Gruesse von der Feli

                    Kommentar

                    • Antennenschreck
                      Forum-Teilnehmer
                      • 05.09.2011
                      • 1833

                      #11
                      AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                      Hallöle Feli,

                      so was gab es sogar noch in der DDR. Da kam regeläßig (denke 1* im Jahr) eine Kommision von der Feuerwehr und hat hauptsächlich die Böden begutachtet um den Brandschutz genüge zu tun. Die nannten sich allerdings nicht Blockwart.

                      Tschü...
                      Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                      Kommentar

                      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                        Forum-Teilnehmer
                        • 13.02.2008
                        • 3493

                        #12
                        AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                        Das ist erstaunlich dass man in der DDR auf 'Brandschutz' achtete. Social waren die DDR Buerger wohl besser dran als der Westen. Ich kam in 1949 nach Australien und wir hoerten nicht viel von der Heimat. Liebe Gruesse von der Feli, die fuer lange Jahre im Busch lebte und sich ganz und gar in das Land eingelebt hat und nicht mehr staatenlos ist, aber schon seit langen Jahren Australierin geworden ist.

                        Kommentar

                        • Wolfgang
                          Forumbetreiber
                          • 10.02.2008
                          • 11623

                          #13
                          AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                          Schönen guten Nachmittag,

                          in Danzig hat es überall unterkellerte Häuser gegeben. Das ist auch überall da zu sehen wo es archäologische Ausgrabungen gibt bzw. gab. Diese Keller müssen teilweise weit unter Grundwasserspiegel gebaut worden sein. Wie eine Entwässerung / Drainage bzw. Schutz vor Druckwasser gebaut wurde, kann ich nicht sagen. Das ist mir ein Rätsel. Johanna Schopenhauser schrieb in "Alt-Danzig" von "weitläufigen Kellern, oft zwei Stock
                          übereinander" und ich glaube mich erinnern zu können gelesen zu haben, dass es in einer zur Mottlau führenden Gasse einen sehr tiefen Keller über fünf Etagen gab. Ich versuche, das wieder zu finden, war aber bisher erfolglos.

                          Viele Grüße aus dem Werder
                          Wolfgang
                          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                          Kommentar

                          • Rudi
                            Forum-Teilnehmer
                            • 12.02.2008
                            • 108

                            #14
                            AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                            Hallo Wolfgang.Bei unsern Groseltern in der Hundegasse gab es auch Keller.
                            Viele Gruesse an euch.

                            Rudi.

                            Kommentar

                            • Bartels
                              Forum-Teilnehmer
                              • 25.07.2012
                              • 3448

                              #15
                              AW: Waren in Danzig die Häuser unterkellert?

                              Das wird wohl so gewesen sein, dass in der Rechtsstadt unter den halbhohen Kellern noch Unterkeller gelegen haben, aber die "Kostbarkeiten" lagen sicher auf den Speicher und nicht im hochwassergefährdeten Tiefkeller. - Keller in Schidlitz, Langfuhr oder in den höheren Stadtteilen sind kein Thema.

                              Die Keller (auf der Nehrung und im Werder) mit der Luke waren wohl "Kriechkeller" und in denen stand wie unser Heubuder Rudi schreibt "oft das Wasser".

                              NB: Bei meinen Grosseltern in Hamburg stand auf dem entrümpelten Dachboden eine alte Badewanne mit Lösch- und Vorratswasser - und in diese fiel bei einem der vielen Angriffe eine Brandbombe!
                              Beste Grüsse
                              Rudolf H. Böttcher

                              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                              Familie Zoll, Bohnsack;
                              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

                              Kommentar

                              L