AW: Danzig: Umstrittene Kunstaktion polnischer Kunststudenten
Schönen guten Abend,
wir beleuchten hier momentan ein Ereignis das hohe Wellen schlägt. Es reflektiert Geschehnisse, Verbrechen, die gegenüber der Zivilbevölkerung zumeist nach Beendigung der Kampfhandlungen begangen wurden. Viele von Euch wissen von den Geschehnissen, aus eigener Kenntnis, aus Erzählungen, auch ich selber.
Es wird ein Thema berührt das vielfach noch als ein Tabu gilt. Moskau und der russische Botschafter in Warschau bewiesen Größe, gestünden sie ein, was war. Das tun sie aber nicht. Es ist ein wunder Punkt, aber genau da darf man auch nicht locker lassen.
Wir diskutieren hier, legen unsere Meinungen dar. Uwe sagt, die Aktion sei in Verbindung mit dem sowjetischen Denkmal unzulässig. Warum? So wird teils auch in Danzig argumentiert, aber warum?
Es geht nicht um das Panzer-Denkmal. Es geht um Opfer. Und es geht darum, dass es -aus meiner Sicht- vollkommen legitim ist, praktisch überall Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuprangern. Oder wer möchte einem vergewaltigten Opfer ins Gesicht sagen, dass neben einem sowjetrussischen Panzer in dessen Gefolge die Vergewaltiger Danzig einnahmen, NICHT demonstriert werden darf?
Nur nebenbei: Der "Alte Danziger" stellt fest, es gebe "bestimmt bessere Plätze für eine solche Aktion, oder?" Tja, wo bitteschön? Wir leben noch in einer Zeit, in der im Prinzip ganz Danzig eine Tabuzone darstellt. Also wo bitteschön? Vor dem Rathaus? Am Neptun-Brunnen? An der Katharinen-Kirche? Vor dem Hohen Tor? ÜBERALL gäbe es Proteste, überall fänden sich Leute die sich auf den Schlips getreten fühlen! Aber die Zivilcourage des jungen Künstlers fand die in meinen Augen beste Lösung: Am Panzer der Roten Armee!
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
Schönen guten Abend,
wir beleuchten hier momentan ein Ereignis das hohe Wellen schlägt. Es reflektiert Geschehnisse, Verbrechen, die gegenüber der Zivilbevölkerung zumeist nach Beendigung der Kampfhandlungen begangen wurden. Viele von Euch wissen von den Geschehnissen, aus eigener Kenntnis, aus Erzählungen, auch ich selber.
Es wird ein Thema berührt das vielfach noch als ein Tabu gilt. Moskau und der russische Botschafter in Warschau bewiesen Größe, gestünden sie ein, was war. Das tun sie aber nicht. Es ist ein wunder Punkt, aber genau da darf man auch nicht locker lassen.
Wir diskutieren hier, legen unsere Meinungen dar. Uwe sagt, die Aktion sei in Verbindung mit dem sowjetischen Denkmal unzulässig. Warum? So wird teils auch in Danzig argumentiert, aber warum?
Es geht nicht um das Panzer-Denkmal. Es geht um Opfer. Und es geht darum, dass es -aus meiner Sicht- vollkommen legitim ist, praktisch überall Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuprangern. Oder wer möchte einem vergewaltigten Opfer ins Gesicht sagen, dass neben einem sowjetrussischen Panzer in dessen Gefolge die Vergewaltiger Danzig einnahmen, NICHT demonstriert werden darf?
Nur nebenbei: Der "Alte Danziger" stellt fest, es gebe "bestimmt bessere Plätze für eine solche Aktion, oder?" Tja, wo bitteschön? Wir leben noch in einer Zeit, in der im Prinzip ganz Danzig eine Tabuzone darstellt. Also wo bitteschön? Vor dem Rathaus? Am Neptun-Brunnen? An der Katharinen-Kirche? Vor dem Hohen Tor? ÜBERALL gäbe es Proteste, überall fänden sich Leute die sich auf den Schlips getreten fühlen! Aber die Zivilcourage des jungen Künstlers fand die in meinen Augen beste Lösung: Am Panzer der Roten Armee!
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
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