Geschichte des Danziger Jopenbieres

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  • nikolaus
    Forum-Teilnehmer
    • 12.09.2010
    • 18

    #16
    AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

    Hallo Ulrich,
    falls Du in irgendeiner Bibliothek eine Suche anfängst: in meinen Daten habe ich herausgefunden, dass die letzte Jopenbrauerei in Danzig, die Firma G.F.A.S. Steiff, Halbengasse 2, Danzig, war. Sie wurde 1898 geschlossen. Alle anderen Danziger Brauereien brauten damals (ab etwa 1870) untergäriges Bier (wie z.B. Pilsener).
    Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest.
    Mit freundlichen Grüssen,
    Nikolaus

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    • AndiK
      Forum-Teilnehmer
      • 26.02.2010
      • 5

      #17
      AW: Der "Danziger Lachs"

      Hallo Nikolaus,

      interessante Ausführungen zum Thema Jopenbier! Ich wußte schon, dass es das Bier immer noch in den Niederlanden gibt. Ich würde es gerne mal probieren!
      Aber ich muss noch etwas zu einem anderem Thema schreiben:
      Du schriebst:
      "Schaut mann heute in den Telefonbücher von Danzig, Memel (Klaipeda), Riga, Tallinn (Reval) und andere Städten an der südlichen Ostseeküste, findet mann viele ursprünglich niederländische Namen. Manchmal übersetzt oder angepasst. Van Dijk z.B. heisst jetzt Vandigas, oder Voet wurde Foth usw. "

      Zumindest für die heutigen Telefonbücher von Gdansk und Klaipeda denke ich, dass diese Behauptung sehr gewagt ist. Die Einwohner dieser beiden Städte sind zu über 90% erst seit frühestens 1945 dort ansässig. Die Danziger und Memeler Einwohner vor 1945, bzw deren Nachfahren leben heute über ganz Deutschland verstreut. Viele Deutsche (und damit auch die Nachfahren der niederländischen Siedler) sind 1945 geflohen. Die, die da blieben, mussten nach 1945 diese Städte verlassen, wenn sie nicht polnischer, kaschubischer oder (in Klaipeda, bzw dem Memelland) litauischer Abstammung waren.
      In Danzig gibt es zwar noch eine sehr kleine deutsche Minderheit, deren Vorfahren schon vor 1945 dort lebten, und auch einige Polen deren Familien auch schon vor 1945 dort lebten, aber die überwiegende Mehrheit sind Polen, welche entweder aus den ostpolnischen, jetzt russischen Gebieten vertrieben wurden, oder aus Zentralpolen stammen. In Klaipeda, sind fast 100% der EInwohner erst seit 1945 dort ansäßig. Memel wurde 1945 komplett von den Deutschen geräumt. Selbst die Angehörigen der litauischstämmigen Minderheit verließen zunächst die Stadt, einige kehrten nach 1945 zurück, nachdem die Sowjets Ihnen die Rückkehr erlaubte. Aber fast alle flohen in den Jahren des Stalinismus wieder nach Deutschland oder den USA, oder sie wurden nach Sibirien deportiert. Es gibt also kaum jemand dort, dessen Familie auch schon vor 1945 dort lebte. Nur ganz wenige alte "Klein-Litauer" gibt es noch, die schon vor 1945 zur (preussisch)-litauischen Minderheit gehörten. (Diese waren im Gegensatz zu den russisch- oder Groß-Litauern protestantisch anstatt katholisch). Nachfahren der niederländischen Mennoniten wird es dort und auch in Danzig sehr wahrscheinlich keine mehr geben. Die niederländischen Siedler haben sich meist sehr schnell mit den meistens auch niederdeutschen Siedlern vermischt, da das niederländische und das niederdeutsche Platt sehr ähnlich waren. (bzw auch heute noch ist)

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      • Stejuhn
        Forum-Teilnehmer
        • 09.08.2011
        • 1025

        #18
        AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

        Ich habe über Gero (Poguttke) das Danziger Doppelbier bekommen und ich muss sagen, es schmeckt uns (meinem Mann, meiner Tochter und mir) sehr gut. Es ist ein dunkles Bier mit einem lieblich/süffigen Geschmack.
        Nähere Informationen gibt es unter www.hanseatenbier.de
        Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
        Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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        • nikolaus
          Forum-Teilnehmer
          • 12.09.2010
          • 18

          #19
          AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

          Hallo AndiK!
          Das Haarlemer Jopenbier ist kein Danziger Jopenbier! Es schmeckt zwar hervorragend, ist jedoch untergärig und hat andere Zutaten.
          Bei den Familiennamen in den Telefonbüchern habe ich selber, sowohl in Gdansk als in Klaipeda (wo ich vor ein par Jahren gearbeitet habe) erfahren, dass es dort noch einige Namen gibt die ursprünglich aus den Niederlanden stammen. Berühmt/bekannt ist ja 'Smid, Schmidt usw.' überstetzt in 'Kowalski' usw. 'Dijk' wurde 'Grobla'+. Es gibt heute sogar eine Ul. Grobla in Danzig. Schauen Sie mal unter V (Van......), Sie werden staunen! Selbstverständlich hat sich die Zahl der Niederländer vor dem Weltkrieg schon dezimiert.

          Zurück zum Jopenbier in weingen Tagen!
          Mit freundlichen Grüssen,
          Nikolaus.

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          • mottlau1
            Forum-Teilnehmer
            • 11.02.2008
            • 1727

            #20
            AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

            Guten Tag,

            ein guter Bekannter fragte mich heute wo man hier bei uns "Krambambuli" bestellen kann. - Wer kann mir einen Rat geben?

            Viele Grüsse Jutta
            Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
            (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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            • Ulrich 31
              Forum-Teilnehmer
              • 04.11.2011
              • 8582

              #21
              AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

              Guten Tag Jutta,

              frag doch mal hier nach: http://www.krambambuli.info/Die-Geschichte.47130.html. Dieses Münchner Restaurant mit dem betr. Namen könnte vielleicht Deine Frage beantworten.

              Viel Erfolg wünscht
              Ulrich

              Kommentar

              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8582

                #22
                AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                Hallo Nikolaus,

                darf ich Dich an Deine am 16.04.2012 angekündigte weitere Auskunft zum Jopenbier erinnern? Ich warte gespannt darauf.

                Beste Grüße
                Ulrich

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                • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 5206

                  #23
                  AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                  Hallo Jutta
                  Bei meinem letzten Rätsel bin ich auch nebenbei zufällig auf " Krambambuli " gestoßen ....
                  http://de.wikipedia.org/wiki/Krambambuli_(Getr%C3%A4nk)

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg

                  Kommentar

                  • Ulrich 31
                    Forum-Teilnehmer
                    • 04.11.2011
                    • 8582

                    #24
                    AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                    Liebe Bierfreunde,

                    es macht in diesem Forum leider immer weniger Spaß, sich zu engagieren, weil schon seit längerem trotz täglicher Listung von 30-50 sichtbaren sog. „aktiven Benutzern“ aus den eigenen Reihen (hinzu kommen vermutlich mindestens ebenso viele unsichtbare Forum-Teilnehmer) einem viel zu oft die schriftliche Auskunft ins Auge springt: „Es wurden keine neuen Beiträge gefunden.“ – Ist den Forumern die Mitteilsamkeit abhanden gekommen? – Was ist los?

                    Dennoch will ich hier aus aktuellem Grund diesen Forum-Thread zum Jopenbier aus dem Jahr 2012 (wo man noch lebhaft diskutierte) neu beleben.

                    Vielleicht ist Euch bekannt, dass es seit vorigem Jahr das neue größere Central Hotel Gdańsk in unmittelbarer Nähe des Danziger Hauptbahnhofs gibt (Adresse: Podwale Grodzkie/Stadtgraben 4, Homepage in deutscher Google-Übersetzung: > https://translate.google.com/transla...-text=&act=url ). In dieses Hotel ist das Brauerei-Restaurant „Browar PG4“ (abgeleitet von der o.a. Adresse) integriert (Homepage in deutscher Google-Übersetzung: > https://translate.google.de/translat...l/&prev=search ; Bilder dazu von Tripadvisor: > https://pl.tripadvisor.com/Restauran...er=7&autoplay= ).

                    Chef der in diesem Restaurant installierten Brauerei ist Johannes Herberg, ein aus Deutschland stammender Mikrobiologe und Braumeister. Er hat es sich nach intensiven Literaturstudien zum Ziel gemacht, nach altem Rezept unter modernen Bedingungen das ehemalige Danziger Jopenbier in der Brauerei PG4 neu herzustellen. Das dazu bereits laufende amtliche Genehmigungsverfahren ist leider langwierig und wird die praktische Herstellung des neuen Danziger Jopenbiers voraussichtlich erst im September/Oktober 2018 möglich machen.

                    Zur Zeit gibt es für Johannes Herberg jedoch Probleme damit, dass in Thorn (Toruń) bereits ein Jopenbier hergestellt wird und dadurch Rechtsstreitigkeiten im Raum stehen.

                    Alles Nähere dazu kann diesem gdansk.pl-Bericht vom 24.01.2018 entnommen werden, in dessen deutscher Google-Übersetzung der polnische Name „piwo jopejskie“ für Jopenbier ulkigerweise zu „Japanbier“ wird:

                    > http://www.gdansk.pl/wiadomosci/Spor...orunia,a,99616 (polnisch),
                    > https://translate.google.com/transla...-text=&act=url (deutsch).

                    Viele Grüße
                    Ulrich

                    Kommentar

                    • Peter von Groddeck
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.02.2008
                      • 1517

                      #25
                      AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                      Lieber Ulrich,
                      wie schon geschrieben, auch wenn ich wenig kommentiere, ich lese Deine Bericht immer gerne und danke Dir dafür.
                      Gruß Peter
                      Tue recht und scheue niemand.

                      Kommentar

                      • Antennenschreck
                        Forum-Teilnehmer
                        • 05.09.2011
                        • 1833

                        #26
                        AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                        Hallöle,

                        ja da gebe ich dir recht Ulrich, dass Interesse könnte etwas größer sein. Aber leider kann man das nicht erzwingen, man muß es so nehmen wie es ist. Ich lese aber auch oft nur, ohne immer gleich zu antworten, Asche auf mein Haupt.

                        LG Arndt
                        Das gute alte Recht ist immer ungesetzt und ungeschrieben!!

                        Kommentar

                        • Insel2008
                          Forum-Teilnehmer
                          • 29.03.2008
                          • 779

                          #27
                          AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                          Hallo Ulrich,
                          zum Thema Bier kann ich absolut nichts beitragen außer, daß ich allerhöchstens wenn überhaupt, Bier mit Limonade trinke. Nennt man bei uns im Süden "Radler".

                          Durch das Lesen Deiner Beiträge Ulrich, lerne ich aber doch so einiges über Danzig kennen. Danke dafür.
                          Grüße von Inselchen2008
                          Meine Namens-u.Ortsuche:
                          https://www.danzig.de/showthread.php?5465-Steinchen-für-Steinchen-zum-Mosaik

                          Kommentar

                          • Peter von Groddeck
                            Forum-Teilnehmer
                            • 11.02.2008
                            • 1517

                            #28
                            AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                            ... und im Norden nennt man es Alsterwasser.
                            Gruß Peter
                            Tue recht und scheue niemand.

                            Kommentar

                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8582

                              #29
                              AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                              Wenn auf Jopenbier hier nur mit Radler und Alsterwasser reagiert wird, mache ich die Klappen dicht.

                              Tschüss und gute Nacht!
                              Ulrich

                              Kommentar

                              • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                                Forum-Teilnehmer
                                • 13.02.2008
                                • 3493

                                #30
                                AW: Geschichte des Danziger Jopenbieres

                                Mache noch nicht die Klappen dicht, Ulrich. Kann nichts vom 'Jopenbier' schreiben aber ich habe seit Jahren eine brennende Frage. Gibt es noch das wunderbare, dunkle Malzbier. Es war in den Flaschen mit dem komischen Verschluss, das man runterdruecken musste und dann sprang es auf. Es war beinahe suess und wir Kinder durften es auch trinken. Habe schon viel herumgefragt, aber habe mein geliebtes Malzbier immer noch nicht gefunden. Liebe Gruesse von der Feli

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