Flüchtlinge auf U-Booten 1945

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  • cortés
    Forum-Teilnehmer
    • 12.12.2011
    • 242

    #16
    AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

    Hallo Hans-Werner, hallo Wolfgang,

    wir könnten versuchen, den Personenkreis folgendermaßen einzugrenzen:

    1. Was wissen wir genau?
    2. Was ist logisch anzunehmen?
    3. Was ist Hörensagen

    Zu 1.: Auch, wenn es als klar erscheint

    a) Ein U-Boot-Kommandant (auf dem Foto erkennbar)
    b) eines U-Bootes des Typs VII C (VII C/41/42)
    c) fuhr von Danzig nach Kiel
    d) in der Zeit von Dezember 1944 bis März (23.) 1945
    e) mit Flüchtlingen an Bord, mit dabei deine Tante mit ihren zwei Kindern
    f) Der U-Boot-Kommandant hatte den Dienstrang eines Oberleutnant zur See
    g) Erkennbar auf der Uniformjacke sind (in aufsteigender Qualität): Ordensspange, U-Boot-Frontspange (Qualität unklar), Eisernes Kreuz 1. Klasse, Deutsches Kreuz (Qualität unklar)
    h) Unter dem EK 1 ist eine weitere Auszeichnung zu erkennen, jedoch verschwommen, nicht klar zuzuordnen
    i) Das Foto des U-Boot-Kommandanten hat es in eine englische Publikation geschafft (Quelle?)
    j) Siehe 2 d): Das Foto ist nach November 1941 angefertigt

    Zu 2.: Logisch

    a) Der Kommandant lebte noch im Dezember 1944 bis März (23.) 1945
    b) die nächstfolgende Beförderung wäre der Kapitänleutnant
    c) die nächstfolgende Ordensauszeichnung wäre …..
    d) aufgrund der getragenen Orden, der höchstwertigsten Auszeichnung, dem Deutschen Kreuz, ergibt sich:



    Es wurde am 28. September 1941 gestiftet. Erste Verleihung an die Kriegsmarine am 20.11.1941. Insgesamt wurde das Deutsche Kreuz in Gold ca. 26.000 mal und das Deutsche Kreuz ca. 2.500 mal verliehen. Schließlich gab es noch 14 deutsche Soldaten, die sowohl mit dem Deutschen Kreuz in Gold (DKiG) als auch mit dem Deutschen Kreuz in Silber (DKiS) ausgezeichnet wurden. Dies sind aus der Kriegsmarine nur zwei Konteradmirale.

    Mein Zusatz: Gemäß einer weiteren Internetquelle ist 105 mal das DkiS an Angehörige der Marine verliehen worden.

    Aus folgender Quelle ergibt sich:



    In einem nicht näher datiertem Zeitraum des Jahres 1944 wurde die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Silber gesperrt.
    e) Aufgrund der Auszeichnungen ist anzunehmen, das der Kommandant in dieser Funktion Schiffe versenkt hat (Tonnage)
    f) Siehe 2 d): Die Verleihung des DkiS an den Kommandanten erfolgte vor dem Jahr (nicht näher datiertem Zeitraum des Jahres) 1944
    g) Wäre der Kommandant der Träger des Deutschen Kreuzes in Silber, dann wäre er in einr dementsprechenden Liste der Kriegsmarine (insgesamt 105 x verliehen) enthalten
    h) Von den 105 Verleihungen können wir die Personen abziehen, die im fraglichen Zeitraum nachweislich nicht mehr lebten sowie diejenigen, dessen Foto bekannt ist und unserem Foto nicht entsprechen. Weiterhin diejenigen, die niemals auf einem U-Boot Dienst versahen

    Zu 3.: Hörensagen

    a) in Kiel angekommen, verließ der Kommandant mit diesem U-Boot die Stadt in Richtung Norwegen
    b) Feb. - Mrz 45 ist eine persönliche Einschätzung von Wolfgang (der Tante)
    c) Das U-Boot soll auf dem anschließendem Weg nach Norwegen, Tage später auf eine Mine in der Ostsee oder im Skagerak gelaufen sein (Auskunft der Tante), möglich ist auch ein Mosquitobomberangriff der Britten.
    d) Der Kommandant auf dem Foto muß auf jeden Fall ständig oder sehr oft in Danzig gewesen sein. Er hatte eine Freundin oder Verlobte in Danzig, die soll er auch mitgenommen haben.


    Zu 1 h: Die nicht näher definierbare Auszeichnung. Es ist optisch nicht das sehr kleine und ovale U-Boot Kriegsabzeichen 1939. Ebenfalls scheint es auch nicht das auch mögliche Zerstörer Kriegsabzeichen zu sein. Es könnte also eine Auszeuchnung sein, die vor dem Dienst bei der U-Bootwaffe verliehen wurde. Weiterhin scheinen mir alle Auszeichnungen nicht nach einer Stoffversion auszusehen.

    Lassen sich einzelne Punkte noch ergänzen oder vervollständigen? Lassen sich die Angaben unter Hörensagen noch weiter konkretisieren?

    Viele Grüße
    Rogan

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    • asgaard
      Forum-Teilnehmer
      • 06.05.2010
      • 345

      #17
      AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

      GutenAbend Rogan,

      Deine logisch aufgebaute Eingrenzung beeindruckt mich sehr, da man momentan mit Fotos und Ubootnummern nicht weiterkommt und Diese in den Listen zudem noch unvollständig sind, muß man den von Dir aufgezeigten Weg gehen.

      Ich habe heute mit meinem Cousin Rüdiger Hayes, (früher Hess) in Great Brickhill/Milton Keynes, Buckinghamshire/ England telefoniert, er hat mir zugesagt das Foto des U-Kommandanten morgen im Laufe des Tages unbearbeitet in hoher Auflösung zu mailen so gut er es eben kann, dazu hat er noch ein Foto, aber er kann es auch nicht zuordnen, möglicherweise ein anderes Besatzungsmitglied des besagten Bootes.

      Nur zunächst erst mal soviel,

      die Abfahrt soll (nach nochmaliger Rücksprache) von Danzig, Kronprinzenalle 108 erfolgt sein.

      die nächste Ordensauszeichnung wäre das Ritterkreuz gewesen.

      ich teile nach genauerem Hinsehen deine Einschätzung, die Auszeichnungen sind nicht aus Stoff ,sondern aus Metall, sonst wären sie nicht in Form geblieben.
      Warten wir ab was das nächste Foto bringt.

      Den I. WO links im Bild meine ich in einer anderen Ubootpublikation Norwegen/ Buch im Gruppenfoto erkannt zu haben,dieser Kdt. allerdings nicht dabei, das wäre ja auch zu einfach gewesen, muß es nur noch raussuchen.(Bootnr. u.s.w.)

      Besatzungswechsel nach Schulung in Danzig usw. Suche in Verbindung mit dem Ubootarchiv in Cuxhaven, eine aufwändige Sache. Ein Deutsches Uboot vor Amerikas Küste ist so mal identifizeirt worden.

      Gruß Wolfgang
      http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

      Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

      Kommentar

      • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
        Forum-Teilnehmer
        • 10.02.2008
        • 5206

        #18
        AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

        Hallo
        Hier allgemein ein Link zur Dt. Kriegsmarine....


        Viele Grüße
        Hans-Jörg

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        • asgaard
          Forum-Teilnehmer
          • 06.05.2010
          • 345

          #19
          AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

          Hallo Hans-Joerg,

          danke Dir für die Info https://www.danzig.de/images/icons/icon7.png

          Gruß Wolfgang
          http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

          Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

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          • asgaard
            Forum-Teilnehmer
            • 06.05.2010
            • 345

            #20
            AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

            Hallo Rogan,

            sorry,ein kleiner Fehlerteufel hat sich eingeschlichen bei #17

            Soll heißen: die Abfahrt soll direkt vom Heimathafen Danzig via Kiel erfolgt sein.

            Gruß Wolfgang
            http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

            Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

            Kommentar

            • radewe
              Forum-Teilnehmer
              • 08.03.2008
              • 935

              #21
              AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

              Der Autor des „Links“ hat sich zur Aufgabegemacht alle U-Boot-Fahrer des Zweiten Weltkriegs in seiner Datenbank aufzunehmen.

              Für den Zeitraum 1935-1945 hat er bereits 20.780 Namen von U-Boot-Fahrern in seiner Datenbank.

              Es gibt auch eine Quellenangabe ….. kann Euch vielleicht nützlich sein.
              Deutsche U-Boote 1935 - 1945 --- Die ultimative U-Booteseite über die deutschen U-Boote im zweiten Weltkrieg 1939 - 1945 [U-Boote, Uboote, u-boote, uboote, uboot, u-boot, unterseeboote, Unterseeboote, submarine, submarines, uboat, u-boat, uboats, u-boats]


              Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
              Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
              Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
              Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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              • asgaard
                Forum-Teilnehmer
                • 06.05.2010
                • 345

                #22
                AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                Hallo Hans- Werner,

                ja, danke ich freue mich für Deine und jede Unterstützung im Forum, habe das Bildmaterial das vorhanden ist gesichtet, hier kommen vom Aussehen der 2 Männer in Frage, nun muß noch die Einsatzbiographie stimmen, also etwa die Ubootnummer auf das Ende des Bootes bezogen.

                Die Einsätze der Kommandanten beschränkten sich beispielsweise nicht nur auf ein Boot, sondern sie erhielten oft auf verschiedenen Booten Ihre Einsatzbefehle mit den zum Schluß zusammengewürfelten Besatzungen der restlich vorhandenen Spezialisten, das macht die Sache der Aufklärung schon schwieriger. Auf den meisten Internetseiten sind oft nur die bekanntesten Kommandanten abgebildet

                Oft wähnte ich mich schon am Ziel, doch dann stellte sich heraus, dass das Boot am Ende sich selbst versenkte in der Aktion Regenbogen, oder das es in England verschrottet wurde oder etwa im letzen Einlaufhafen einem Fliegerangriff zum Verhängnis wurde u.s.w.

                Eine Abgleichung über uboat net. u.anderen Archiven bringt dann hier die letzte Gewissheit, was mit dem Uboot vor oder nach dem 08.05.1945 geschehen ist, aber auch hier fehlt dann oft das nötige Bildmaterial, Es gibt viele Kommandanten die haben Kommandos auf mehr als 5 verschiedenen Booten gehabt.

                Viele Grüße
                Wolfgang
                http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

                Kommentar

                • cortés
                  Forum-Teilnehmer
                  • 12.12.2011
                  • 242

                  #23
                  AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                  Hallo Wolfgang,

                  mehr Informationen zu der Quelle des Fotos wären nötig. Besonders der Titel (Herausgeber, Verlag, Autor) der Publikation sowie die Frage, was zu dem Foto als Text zu lesen ist, wären aufschlussreich. Sicherlich ein älteres „Buch“, eine ISBN-Nr. gab es damals sicher nicht. Vielleicht kannst du die dementsprechenden Artikel als pdf eingescannt bekommen oder diese Quelle im Antiquariat erwerben.

                  Weiterhin könnte ich mir mangels Alternativen vorstellen, dass es uns eventuell weiterbringen könnte, dass man das Drumherum um die U-Bootwaffe in der Ostsee organisatorisch aufschlüsselt. Hans-Jörg hat mit seinem link da einen guten Tipp gegeben. Dies läuft dann oft über das Ausschlussverfahren. Z.B. sind auf diesem Link fast alle Ritterkreuzträger mit Foto abgebildet. Es fehlen nur wenige, die man vielleicht anderweitig herausbekommt (wenn der Dienstrang oder der logisch folgende angenommen wird).

                  Wie war also die Abdeckung der Ostsee mittels U-Booten organisiert? Welche Häfen gab es, wie weit ragten die Einsatzgebiete der U-Boote aus der Ostsee heraus? Gab es „Stamm-U-Boote“? Siehe: „Der Kommandant war häufig in Danzig und hatte dort eine Freundin.“

                  Wir gehen also vom Oberkommando der Marine aus (OKM). Bezogen auf die U-Bootwaffe war was der nächstfolgende Organisierungsgrad? Wenn wir dies bis zu dem fraglichen Zeitraum oder kurz davor fortführen, können wir weitere Puzzleteile zusammenfügen, um den U-Bootkommandanten von dieser Seite her weiter einzugrenzen. Vielleicht lassen sich dieser Organisation dann die entsprechenden U-Boote zuordnen? Hier mal das, was mir auffiel:



                  Otto von Bülow: Am 1. September 1943 wurde er zum Flottillenchef der 23. U-Flottille in Danzig ernannt.

                  Wo steht der Mann in der Organisation hinsichtlich Ostsee, gab es weitere Flotillen und Chefs (inkl. Organisationsstruktur) und somit weitere mögliche Aufzeichnungen oder Quellen, die es zu erschließen gilt (wenn wir auf sie zugreifen könnten)?

                  Weitere Quellen ergaben sich aus der wiki-Aufzeichnung über die Träger des Deutschen Kreuzes in Silber, natürlich dann auch eine Frage, wieviel Aufwand man (auch finanziell) betreiben will:

                  Klaus D. Patzwall, Veit Scherzer: Das Deutsche Kreuz. 1941–1945. Geschichte und Inhaber. 2 Bände. Patzwall, Norderstedt
                  Bd. 1: 2007, ISBN 978-3-931533-46-5;
                  Bd. 2: 2001, ISBN 3-931533-45-X.

                  Horst Scheibert: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold und des Deutschen Kreuzes in Silber. 2 Bände. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg
                  Bd. 1: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold. Das Heer. 1983, ISBN 3-7909-0207-1;
                  Bd. 2: Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold: Kriegsmarine, Luftwaffe, Waffen-SS und des Deutschen Kreuzes in Silber: Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe, Waffen-SS. 1984, ISBN 3-7909-0223-3.

                  Man könnte sich auch im ganz großen Rahmen fragen, welche U-Boote ab einem gewissen Zeitraum überhaupt noch existierten, die (hauptsächlich) in der Ostsee eingesetzt wurden sowie vom Typ VII C waren.

                  Für alle, die den Film über U 3505 sehen wollen, hier der link von youtube:

                  Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=rMtOGGWwwrI

                  Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=T4r7bMe65wY

                  Ich persönlich komme mit der Quelle von Hans-Werner gar nicht klar, ich erhalte dauernd Fehlermeldungen nach dem Anklicken. Habt ihr andere Erfahrungen?

                  Viele Grüße

                  Rogan

                  Kommentar

                  • cortés
                    Forum-Teilnehmer
                    • 12.12.2011
                    • 242

                    #24
                    AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                    Hallo Wolfgang,

                    noch eine Sisyphosarbeit: Welche U-Boote von der Bezeichnung her lassen sich ausschließen?



                    Viele Grüße
                    Rogan

                    Kommentar

                    • waldling +6.8.2023
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.09.2011
                      • 2320

                      #25
                      AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                      Hallo zusammen,
                      angeregt durch das Thema hier, hatte grad ganz interessante Seite im Netz gefunden. Auf der Suche nach meinem Onkel Hermann S., gefahren auf U-172. Mit Berichten/Befragungen der Überlebenden. Passt vielleicht nicht ins Danzig-Forum, aber evtl. in dieses Thema. Schaut mal:

                      Fröhliche Grüße
                      Uwe

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                      • asgaard
                        Forum-Teilnehmer
                        • 06.05.2010
                        • 345

                        #26
                        AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                        Hallo Rogan, Hans Joerg, Uwe S, Hans -Werner

                        da es ja hier mindestens um 4-5 Danziger Bürger geht, die einem ungewissen Schicksal in dem Danziger Kessel entgangen sind, bedanke ich mich für Eure Unterstützung

                        habe gerade ein wenig Freizeit darum

                        zu Deinem ersten Absatz Rogan: die Sache der Publikation ist jetzt abgeklärt.

                        zu Abs 2 #23
                        die von Hans Joerg freundlicherweise vorgesschlagene Seite ist von mir gefiltert nach Gesichtsschnittähnlichkeiten der R.kreuzträger mit dem eingest. Foto. Hier kommen für mich insbesondere dann Heidtmann, Marbach, Fleige, und evtl. Schöneboom in Frage. Ich meine bei drei von Ihnen habe ich es vor2 Jahren probiert, aber man kann ja auch mal was übersehen, es sind dann nur noch die Einsatzbiographien des P.kreises zu überprüfen.

                        Die Abdeckung der Ostsee mit Einsatzhäfen der U- Flottillen ist erst ab 44 wieder relevant, da viele Einheiten ab 1940/41 nach Frankreich,also Lorient,Brest und St.Naziere verlegt wurden zum Geleitzugkrieg, obgleich Ausbildungsflottillen in Danzig, Pillau und Memel verblieben.

                        Ich weiß dass es ältere Uboote hierzu auch benutzt wurden , aber um die Crews frontreif zu machen, wurden auch nagelneue Boote hierher verlegt, dann Werftabnahmen in Danzig durch die Besatzung dazu gibt es Daten, aber über die einzelnen Serialnummern und wann?, muß mir dazu nochmal Dönitz Schinken " 10 Jahre und 20 Tage" reinziehen, hier könnte was drinstehen. Organisations Form ist : OKM dann BdU darunter dann die Flottillen unterteilt in Ausbildungs und Frontfloltt. verkürzt. ost, west ,nord und süd.

                        Ab 44 wird die Ostsee wieder mit Booten aufgerüstet, zur Sicherung und Minenverlegung, zb. finn. Meerbusen

                        Es wurde bis 45 soviel umorganisiert, das einem schwindelig wird.

                        Habe eine detaillierte Aufstellung der Verluste und Übergabe nach 45 an Allierte Nationen in Kategorien gefunden, also durch Bomber, Flieger ,Unfälle, Internierungen, Überwasserschiffe, Ausbildungen,Kollisionen, Verschollene,durch gegnerische Uboote versenkte, Gesprengte,Gekaperte,Kriegsbeute und mehr und jetzt wirds interessant 18 durch Minen verloren gegangene Boote mit Nummern.

                        Um das gesamte Ausmaß zu erkennen: es geht um 663 Boote die im Fronteinsatz abgesoffen sind, dazu die Anderen Verluste mit 492 Booten

                        insgesamt: 1155 Uboote

                        Was für ein menschenverachtender Wahnsinn!!


                        Muß jetzt aufhören, mir ist ganz schwindlig dabei.

                        Viele Grüße
                        Wolfgang
                        http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                        Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

                        Kommentar

                        • cortés
                          Forum-Teilnehmer
                          • 12.12.2011
                          • 242

                          #27
                          AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                          Hallo Wolfgang,

                          ich habe mal die genannten Namen (Kommandanten) überprüft, mit folgendem ausschließendem Ergebnis:

                          Hans Heidtmann: U 559, passierte die Strasse von Gibraltar, am 30.10.1942 von britischen Einheiten gestellt. Die Besatzung (bis auf 7 Mann) kann das sinkende Uboot verlassen (37 Personen) und wird von britischen Kriegsschiffen aufgenommen. Nach 4 1/2 Jahren wird Hans Heidtmann aus britischer Kriegsgefangenschaft entlassen.

                          Karl Heinz Marbach: 01.09.1944: Beförderung zum Kapitänleutnant, Ritterkreuz am 22.07.1944. Kommandant im fraglichen Zeitraum auf U 953 (bis 8/44), später Baubelehrung für den Typ XXI, ab 12/44 Kommandant auf U 3014, später Kriegsgefangenschaft.

                          Karl Fleige: U-Boot-Fahrten im schwarzen Meer. Ab Dezember 1944 war er als Dozent tätig.

                          Dietrich Schöneboom: Am 21. Oktober 1943 von einem britischen Flugzeug versenkt (U 431), keine Überlebenden.

                          Du sprichst von 1155 U-Booten. Wenn du dir sicher bist, das der U-Boot-Typ VII C ist, läßt sich dass gemäß #24 einigermaßen verringern.

                          Die Recherche der Organisation der U-Bootwaffe in der Ostsee ist sicherlich eine riesige Baustelle. Vielleicht sollte man sich dann die Frage stellen, ob man mit einem anderen Ansatz nicht ressourcenschonender vorgehen könnte? Was könnte das sein? Vielleicht:

                          - In Kiel recherchieren, was es an Unterlagen in Archiven, Heimatmuseen, Hafenbehörden, Flüchtlingslisten dergl. geben könnte
                          - Gibt es Literatur, die einen weiterbringt? Z.B. gibt es den Titel "Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht 1940-1945 - Eine Dokumentation. Sonderausgabe in 8 Bänden". Gab es so etwas auch für die Kriegsmarine?
                          - Ich las einmal, dass in der Ostsee sämtliche Schiffswracks durch diverse Verfahren kartografiert sind. Lassen sich daraus U-Boote bestimmen?
                          - Gibt es Aufzeichnungen der Alliierten, wann und wo in der Ostsee U-Boote versenkt wurden?

                          Vielleicht einfach mal die Intuition arbeiten lassen, das Ergebnis kommt dann.

                          Viele Grüße
                          Rogan

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                          • asgaard
                            Forum-Teilnehmer
                            • 06.05.2010
                            • 345

                            #28
                            AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                            Hallo Rogan,

                            Ja, die Vier scheiden aus, bezügliche der Organisation in der Ostsee ist es sehr schwierig hier weiter zukommen, es fehlt das Fachwissen über die strategischen und taktischen Überlegungen der damaligen Seekriegsleitung gerade in den einzelnen Phasen der Zeitabschnitte in der die Lage täglich sich änderte.

                            Das von Dir vorgeschlagene Buch von Podzun , Träger des D. Kreuzes zu kaufen ist eine gute Idee, aber nur wenn man die Träger mit Namen und Foto abgebildet hat, das müsste man vorher abchecken, denn dann könnte ich sehr viel Zeit sparen.
                            Nun habe ich bei mir eine Liste gefunden, die aus den 80ziger Jahren stammt .

                            Diese Liste beinhaltet die Aufstellung des Verbleibs sämtlicher Uboote mit Datum, letzter Kommandant , Ort des Verbleibs in unterschiedliche Symbole unterteilt, also das jeweilige Ereignis des letzten Verbleibs mit aufsteigender Bootsnummer U1- U 4712.
                            U 5001 -U 6351 hier u. Anderem
                            80 frontreife Boote die nicht mehr eingesetzt werden konnten, und somit ausscheiden.

                            Leider ist aus der Liste nicht der Bootstyp ersichtlich, der müsste dann aus uboat.net ermittelt werden, aber es gibt ja auch Werftbaulisten nach Bootstypenbezeichnung und deren Nummern.
                            Der Typ VIIC/42 kann auch ausgeschlossen werden , verbleibt noch VIIC und VIIC/41, was wiederum aber nur für das Foto gilt, nicht unbedingt für das Fluchtboot!!

                            Zu dieser Liste gehört eigentlich eine Weltkarte mit ganz grob eingetragener Position der Ubootverluste, wo man in einer Kreismarkierung die Bootsnummern eingezeichnet sind, ähnlich wie bei GOOGLE Earth, leider liegt mir diese Karten noch nicht vor, so könnte man den Weg von Kiel nach Norwegen und überhaupt in der Ostsee nach Verlusten abgrasen um hier einzugrenzen.

                            Diese Liste besteht aus Quellen der:
                            1. US Navy
                            2. Britische Admiralität
                            3. Deutsche Dienstelle zu Benachrichtigung der gefallenen Angehörigen (Berlin Borsigwalde)
                            4. Nachschlagwerk der Deutschen Kriegsmarine 1939-45 Verlag Hans Henning Podzun!! aus Bad Nauheim!!

                            Sicher mussten im Laufe der Zeit in Einzelfällen die Verlustangaben/ nach neuesten Erkenntnissen und Tauchfunden berichtigt werden, so in Norwegen und auch vor der Küste Nord und Süd- Amerikas z.B. im mexikanischen Golf, bekannt geworden auch durch Filme und Berichte der BBC (im Deutschen TV gezeigt.)

                            Im Übrigen wird mir das Foto aus England und noch ein Anderes aus technischen Gründen per Post im Original zugesandt und nicht per Email, dauert ein paar Tage von der Insel mit der Royal Mail.

                            Die Danziger 8. Schulflottille haben 258 Uboote durchlaufen, die Bootsnummern liegen mir vor, auch ein Ansatzpunkt alle zu durchforsten und noch ein wichtiger Punkt: ich weiß noch zu wenig über die 30. U-Flottille in DANZIG ab März 43 dem FdU Ost unterstellt.

                            Nun habe ich ein Datum der ersten Herausgabe/Stiftung der bronzenen/ silbernen Frontspange gefunden, somit muss man nunmehr das Fotodatum auf frühestens Mai bis November 1944 festlegen.

                            Eine weiterer Ansatzpunkt ist die Uboot -Ehrenmal Möltenort bei Kiel/ hier sind die Namen von über 30000 Besatzungsmitgliedern II. Weltkriegs mit Bootsnummern, Namen und Versenkungsort auf bronzenen Gedenktafeln verewigt, nur kann ich sie übers Internet nicht abrufen.

                            Zur Zeit beschäftigt mich das interessante Buch von Svein Aage Knudsen eine Forschungsgeschichte, Problemstellung und Methodik über Ubootbesatzungen in Norwegen, dieses ist auch in der Deutschen Nationalbibliothek als Publikation verzeichnet.
                            Hier gibt es reichlich Bildmaterial auch einge Gruppenfotos zu sichten.

                            Wie Du siehst Rogan es fehlt nicht an Intuition.
                            Über Ergebnisse werde ich dann weiter berichten.

                            Viele Grüße
                            Wolfgang
                             
                             
                            http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                            Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

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                            • waldling +6.8.2023
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.09.2011
                              • 2320

                              #29
                              AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                              Hallo Wolfgang,
                              schau mal hier http://denkmalprojekt.org/U-Boote/u-...moeltenort.htm
                              Einen schönen Abend!
                              Uwe

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                              • asgaard
                                Forum-Teilnehmer
                                • 06.05.2010
                                • 345

                                #30
                                AW: Flüchtlinge auf U-Booten 1945

                                Hallo Uwe,

                                ja, danke Uwe, ich habe diese Seite durchgesehen ,

                                leider komme ich nur bis U 306, das ist bei weitem zu wenig schade, ich war auch schon mehr als einmal dort vor Ort, als ich noch in Schleswig-Holstein wohnte.

                                Schöne Grüße

                                Wolfgang
                                http://www.momente-im-werder.net/01_Offen/40_Nickelswalde/03_Photos_Pohl/01_Photos_Pohl.htm

                                Du kannst dir nicht aussuchen was im Leben passiert, aber du kannst dir aussuchen wie du damit umgehst.

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                                L