Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Schönen guten Morgen,
kürzlich sagte mir ein Kollege als wir uns über den Einfluss der Solidarnosc auf den Berliner Mauerfall unterhielten "Quatsch, das haben die Bürger der DDR und Berlins gemacht. Wenn wir über einen Anfang sprechen wollen, dann können wir gleich auf Adam und Eva zurück gehen".
Ist diese Aussage so falsch? In vielen Interviews mit Walesa wird deutliche Verbitterung spürbar, Verbitterung darüber, dass er die Rolle Polens beim Fall der Mauer nicht genügend gewürdigt sieht. Er sieht SEINE Rolle nicht genügend gewürdigt.
Wollen wir abwarten, was die Geschichtsschreibung in 10, in 20 Jahren sagt. Sie wird ja noch heute laufend ergänzt, teils umgeschrieben und es kann durchaus sein, dass sich da nicht nur Nuancen ändern werden.
Ich halte nichts von der "Domino-Theorie" nach der ein Steinchen in Danzig fiel und dann fast automatisch und zwangsläufig alle anderen fielen bis ein freies Europa dabei herauskam. Europa setzt sich zusammen aus vielen Ländern, Nationen, Mosaiksteinchen. Die Menschen vieler dieser Länder hatten ihren Anteil daran, auch viele Politiker. In der entscheidenden Phase vor dem vollkommenen Zusammenbruch des Sowjetimperiums war Polen mit sich beschäftigt. Symbolträchtiges mit großer Wirkung auf die sich anbahnende Implosion der DDR geschah auch in Ungarn, in Tschechien, in Leipzig, in Berlin. Wenn Walesa sagt, in Polen sei der Kommunismus niedergerungen worden, während die Mauer wegen der DDR-Flüchtlinge (Walesa spricht hier geringschätzig von "Deserteuren") fiel, dann frage ich mich schon, ob er die richtige Sicht auf die tatsächlichen Geschehnisse hat. Oder veranlasst ihn zu diesen Worten tatsächlich nur tiefste Verbitterung?
Walesa bezeichnet Gorbatschow als schwachen Mann. Ist das so? Welcher andere Mann im Kreml wäre so stark gewesen, die Völker Osteuropas aus dem Sowjetimperium friedlich zu entlassen? In Ost-Berlin haben die Berliner zum 40.Jahrestag der DDR Gorbatschow gezeigt, welche Hoffnungen sie in ihn setzen.
Walesa widerspricht sich aber auch selbst. Er sagt "Ich hatte große Sorgen, dass der sowjetische Führer Michail Gorbatschow sich entschließen könnte, die Massenflucht zu stoppen und damit unseren Sieg kaputt machen würde". Ja, hmmm, wenn er nun so schwach war, wie hätte er denn den polnischen Sieg kaputt machen können?". Oder war der russische Bär vielleicht doch noch so stark, um mit brutaler Gewalt (vorübergehend) alles beenden zu können? Es gibt das Sprichwort "Viele Hunde sind des Hasen Tod" und Gorbatschow hatte im Kreml große und mächtige Gegner die ein Auseinanderbrechen des Sowjetimperiums auch mit Gewalt verhindern wollten. Seine Größe, seine Stärke war, dass er gewaltsame Maßnahmen weitestgehend verhinderte. Gorbatschow wurde vor 20 Jahren im Spiegel als "der nach seinen neuerworbenen Kompetenzen mächtigste Sowjetführer aller Zeiten" bezeichnet (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494757.html)
Polen und seine Menschen hatte große Verdienste um ein freies Europa. Die künftige Geschichtsschreibung wird jedoch zeigen ob es sich bewahrheitet, dass ohne die vorausgegangenen Vorgänge in Polen der Mauerfall unmöglich gewesen wäre. Ich wage die These, dass der russische Bär zwar geschwächt war, aber erlegt, fortgeschwemmt von einer Flutwelle, von einem Tsunami, wurde er von den Menschen in der DDR mit ihrem unbeugsamen Willen zur Freiheit und Einheit. Mit dem 09.11.1989 war das Ende der alten Sowjetmacht endgültig eingeläutet.
Die Geschehnisse in Danzig und ihre Auswirkungen sollen nicht geschmälert oder relativiert werden, aber es ist Zeit, den Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit in einen gesamteuropäischen Kontext zu stellen und zu gewichten.Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady" -
AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hier noch ein Interview mit dem Dichter Antoni Pawlak, der die Dinge ein bisschen differenzierter sieht als Lech Walesa: http://www.n-tv.de/politik/dossier/I...cle512731.htmlDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hallo,
man darf auch nicht den Anteil Ungarns am Fall der Mauer vergessen. Sie öffneten die Grenze nach Österreich und gaben somit vielen Bürgern der DDR die Möglichkeit der Ausreise.
Gruß PeterTue recht und scheue niemand.Kommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hallo
Verfolge natürlich auch hier die Berichte/ Kommentare zum Mauerfall vor 20 Jahren..alle allerdings zum großen Teil aus heutiger Sicht…….!!!
Genau so wichtig sehe ich aber wie es die Menschen [SIZE=5]zu jener Zeit und davor empfunden haben…langsame Auflösung der Sowjetunion …Freiheitsbewegungen in den ehemaligen Ostblockstaaten.
Ob nun ein Mosaik- oder Dominostein ..auf jeden Fall gehört Lech Walesa / Danzig dazu.
Bin heut Abend mit einer kleinen Gruppe ( Grünkohlessen) zusammen und werde vorschlagen mit einer Runde auf diesen schönen Feiertag anzustoßen.
20 Jahre Mauerfall - für mich ein unvergessener Tag.
Viele Grüße
Hans-Jörg
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hallo
Walesas Taten hatten schon immer mehr Gewicht als seine Aussagen. Polens Anteil am Zerfall des Kommunismus, und damit auch am Fall der Mauer, liegt für mich darin, dass seit spätestens 1980 immer deutlicher wurde, dass organisierter Widerstand das System auf Dauer ins Schwanken bringen kann. Eine tiefgreifende Analyse der 80-er Jahre würde wohl den Rahmen der Diskussion hier im Forum sprengen. Dazu kommt noch, dass es in der heutigen Publizistik immer wieder Leute gibt und noch lange Zeit geben wird, die den Einfluss des einen Landes über den eines anderen hervorheben, weil dahinter nicht selten ein politisches Interesse versteckt ist.
Grüße
MarekKommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Schönen guten Abend,
so, ein langer Fernsehabend neigt sich seinem Ende entgegen. 20 Jahre Mauerfall!!! Wahnsinn! Erst in Phoenix, in ZDF, nun in ARD - es ist immer wieder von Neuem phasizinierend, wie die Mauer fiel und sich die Einheit anbahnte.
Vor 20 Jahren saß ich ebenfalls vor dem Fernseher. Wie auch viele Tage davor. Ich konnte nicht fassen, was ich sah. Ich schrie, weinte, konnte nicht ruhig sitzen, sprang auf, war fassungslos.
Ich weiß heute schon, wenn ich eines Tages einmal Rückblick auf mein Leben halte und mich frage, ob ich irgend etwas versäumt hätte, dann werde ich sagen "ja, nur eine einzige Sache: ich war am 09.11.1989 nicht in Berlin".Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hallo
Auch bei mir war heute ARD- und ZDF-Abend angesagt. Meine 5-jährige Tochter hatte wohl was dagegen, aber Gute Nacht-Geschichten gibt es doch jeden Tag. Sowas aber nicht! Ich hoffe sie hat es mir verziehen.
Schöne Nacht aus DanzigKommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Es war fuer mich der freudigste Abend im Leben 1989 ! mit Tränen in den Augen um ca. 20 Uhr in der intern. Schule bei einem frühzeitigen Weihnachtsessen meiner beiden Kinder !! Ich kam grad von meiner Arbeit, 1 Ägypter saß neben mir am Tisch und sagte : Madame, haben sie schon vom Mauerfall in Berlin gehört ??? Tränen und Tränen aus Freude flossen bei mir u. heute habe ich mir von morgens bis spät abends alle deutsche u. frz.Sendungen angeschaut, ich war in Gedanken echt bei Eurem 20 jährigen Mauerfall !!! Sigi in Paris grüßt Euch, die ganz stolz ist, daß meine Enkelin Julie 1 franco/allemande Berlinerin ist !!!Kommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Schönen guten Abend,
und ich schau noch immer Fernsehen. Jetzt MDR wo ich zum zweiten Mal das "Schabowski-Papier" sehe. Noch immer UNFASSBAR und ganz, ganz wunderbar!Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Schönen "Guten Morgen.".....
Dito Wolfgang..habe mir den "Zettel"- Bericht auch zum x-ten mal angeschaut....ergreifend !!!
Nun aber doch wohl ins Bett
Gute Nacht für Alle
Viele Grüße
Hans-JörgKommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Ich schau noch immer im MDR.
Vor ein paar Wochen erfuhr ich, dass Steffen Möller (Kabarettist, Autor von "Viva Polonia" und, wie man sagt, beliebtester Deutscher in Polen) im November auf einer Tournee in Deutschland ist. Im Internet nachgeschaut, festgestellt, dass er auch in Stuttgart sein wird, Karte bestellt und bezahlt... - und vor ein paar Tagen stellte ich fest, dass sein Stuttgarter Termin am 09.11. statt findet.
Am 09.11. - ausgerechnet am 09.11.!!! Nu ja, habe die Karte eben verfallen lassen. Und der Fernsehabend hat sich gelohnt!Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Liebe Freunde, eigentlich hat es mich schon gestern "gejuckt" zum Thema zu schreiben. Aber ich habe zunächst gewartet, ob sich ältere Semester mit ostdeutscher Prägung zu Wort melden. Nun aber platze ich, wenn ich nicht schreibe. Ich möchte vorweg klar stellen, dass auch ich mir die DDR nicht zurück wünsche und ich lange Zeit benötigte, um mich mit diesem System zu arangieren (dieser Prozess ist nicht abgeschlossen)!
Den Anteil Polens, explizit von Solidarnosc oder Walesa am Fall der Mauer sehe ich überbewertet. Wärend meines Pädagogikstudiums von 1984 bis 1988 (Berlin/DDR), war ich wärend der Sommerferien in verschiedenen Kinderferienlagern tätig. Dort war ich, weil mir die polnische Mentalität nah war, ich eine gewisse Seelenverwandschaft spürte (ohne, dass ich das damals verstand oder begründen konnte), meist für die Betreuung der polnischen Kindergruppen verantwortlich. Sich für die poln. Freunde zu begeistern und dies auch noch zu bekennen, war nicht unumstritten. Spätestens seid Beginn der 80er Jahre, der Abschottung Polens (auch hier gab es keinen uneingeschränkten Reiseverkehr mehr, was sich z.B. so äußerte, dass ich eine schriftliche Einladung mit genauem Zeitramen benötigte, um Freunde besuchen zu dürfen)schauten die Masse der DDR-Bürger eher hämisch auf den östlichen Nachbarn. Abfällige Witze über die Versorgungslage kursierten und im Centrum-Warenhaus am Berliner Alexanderplatz wurden schon mal Bügeleisen, Kaffeemaschinen etc. unter den Ladentisch gestellt, wenn ich mit den polnischen Betreuern wärend eines Berlin-Ausflugs durch das Kaufhaus ging. Heute denke ich, auch mit dem Wissen über historisch gewachsene Vorurteile, das das Verhalten der DDR-Bürger damals auch ein Ergebnis von Flucht und Vertreibung war denn diese Verächtlichkeit und Arroganz ist mir gegenüber Ungarn,Tschechen,...und Gruppen aus der UdSSR nicht in Erinnerung.
Auch mit Kindergruppen deren Ferienaustausch von Solidarnosc organisiert war, hatte ich zu tun und mir war schon damals merkwürdig erschinen wie wenig Interesse die meisten begleitenden Erwachsenen an Gesprächen über das Zeitgeschehen hatten. Vielleicht, könnte man meinen, hatten sie Angst darüber mit uns zu sprechen. Jedenfalls hatten sie keine Bedenken vor ihren Bungalows eine 4x2 Meter große Solidarnosc-Fahne zu hissen.
Zurück zum 9. November 1989! Damals war ich hoch schwanger mit meinem ersten Sohn, der am 18. Dezember 1989 geboren ist - und ich war fassungslos (ängstlich?!) angesichts der Ereignisse!!! Heute weiß ich. dass das viel mehr Menschen in der DDR so erging als ehemalige Bürgerbewegte, Bergprediger oder... gern war haben möchten und das das nicht ausschließlich Stasi-Leute und Berufsrevolutionäre betraf.
Zu Schabowski möchte ich noch anmerken, er war durch seine langjährige Tätigkeit als Chefradakteur des Zentralorgans der SED, als Chef der Berliner SED Bezirksleitung und Mitglied des ZK ein aus gesprochener4 Medienprofi. Oft genug habe ich ihn zu DDR-Zeiten bei (agitatorischen)Veranstaltungen erlebt, wo ihn keine, noch so kluge oder auch blösinnige Fragestellung aus den Schuhen geworfen hätte. Um so verwunderlicher erscheint sein Gestammel und Gestotter auf jener bewußten Pressekonferenz - deren ware Hintergründe wir sicher nie oder erst in Jahrzehnten erfahren, wenn ein verärgerter Staatssekretär oder der 25. Bleistifthalter von wem auch immer dringenden Redebedarf anmeldet.
Schlußendlich möchte ich noch bemerken, dass ich mich froh und glücklich wähne westdeutsche wie auch ostdeutsche Freunde zu haben (das würde ohne den Mauerfall so nicht sein), dieses Forum inbegriffen, die mich in meiner Standortbestimmung, in der Aufarbeitung meines DDR-Bildes begleiten und dies`nie mit erhobenem Zeigefinger.
Ich umarme euch alle und für Sigi einen extra dicken Drücker (Glückwunsch zum Enkelchen!). Ohne den Fall der Mauer würde ich dich/euch wohl nicht
kennen...es grüßt Mandy aus dem Brandenburger Forrest
"Wer sagt: Hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht."Erich FriedKommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Hallo Mandy,
genauso sehe ich das auch, meine Zoppoter Verwandtschaft in Schwerin saß mit Zukunftsängsten am Fernseher. Nicht ganz unbegründet, wie man heute weiß und sie waren ebenfalls keine überzeugten DDR-Bürger.
Ich wäre nicht mit meinen Kindern zur Mauer gelaufen, aus der Verantwortung heraus. Ein Grenzer hätte schnell durchdrehen können und als Gedenkstein sollten wir nicht enden. Es ging ja gut und alle sind froh....?
Die Revolution frißt zuerst ihre Kinder, das ist bis auf ganz wenige Ausnahmen auch nach der Wende geschehen. Ein trauriges Beispiel dafür ist die Danziger Werft aus heutiger Sicht.
Viele Grüße MichaelKommentar
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AW: Angefangen hat alles in Danzig - Mauerfall
Danke dir Michael, warum habe ich mir gedacht:surprised:das wir beide die gleichen Ansichten haben
Danke, das du mir den Vortritt gelassen hast
Als Nachsatz (Fußnote) zu meinen Gedanken:
Ich denke die wenigsten Menschen, die sich 1989 in der DDR auf den Weg machten Ungerechtigkeiten und Bevormundung zu beseitigen, wollten die totale Auflösung (Einverleibung) des Sozialismus. Die Angst oder Unfassbarkeit angesichts der Ereignisse war begründet in der Wertevermittlung, die in Schulen, Betriebsausbildung und an Unis vermittelt wurde. Für mich konnte da nix zusammenwachsen. Weil es eben nicht zusammen gehöhrte.Kapitalismus und Sozialismus waren für uns gegensätzlicher als Hund und Katz. Die Öffnung der Grenze hab ich doch nicht verstanden nun endlich Bananen, Nutella und Raufasertapete kaufen zu können.
Mit knapp 20 Jahren schauten wir (ich) nicht nach Bonn und Bad Salzufflen zu Tante Gerda und Jakobs-Kaffee-sonderbar-Wonderbra-etc. sondern nach Moskau zu Glasnost und Perestroika und das mit oder auch ohne Wodka! Gorbatschow (ein Jüngling unter den bisherigen Greisen,die meist breite Schultern aufwiesen,nicht weil sie russische Recken waren, sondern ihre Hertzschrittmacher mit Batterien aus der DDR-Produktion von ROBOTRON stammten) sein Umgang mit geschichtlicher Vergangenheit, Abrüstung...ob ihr es glaubt oder nicht, das war´s.es grüßt Mandy aus dem Brandenburger Forrest
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