Albert Forster und Karl Bode
Hallo Rüdiger,
danke für den Verweis auf Forster. Das macht die ganze Angelegenheit logisch:
Forster war seit 1923 Mitglied der NSDAP und der SA, betätigte sich propagandistisch für die antisemitische Zeitschrift "Der Stürmer", wurde 1930 Gauleiter in Danzig. Er war Herausgeber der Parteizeitung "Danziger Beobachter" (spätere "Der Vorposten", noch spätere "Der Danziger Vorposten"). Im August 1939 wurde Forster Staatsführer der Freien Stadt Danzigs und beschloss ein "Gesetz der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Großdeutschen Reich", und zwar am 1.September 1939, dem Tag des deutschen Angriffs auf Polen.
Mit anderen Worten die Sache war zwischen Hitler und Forster gut vorbereitet. In Folge dessen war es logisch, dass die Polen versuchten, alle Stützpunkte, die sie in Danzig hatten und die ihnen ja vom Versailler Vertrag zugestanden waren, zu nutzen. Dazu gehörte dann die Polnische Post Danzigs. Es verbrannten aber nicht alle Widerständler, sondern manche sind eben vom deutschen Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden.
Vorsitzender Richter bei diesem Kriegsgerichtsprozess am 8.Sept.1939 gegen die Verteidiger der polnischen Post war Karl Bode, Mitglied der NSDAP seit 1933. Diese Urteile sollen aber der Karriere Bodes in der späteren BRD keinen Abbruch angetan haben. Bode wurde 1949 als "Mitläufer" eingestuft, trat in den bremischen Justizdienst ein, wurde 1955 Senatspräsident beim Staatsgerichtshof der Freien Stadt Bremen.
Die Verteidiger der polnischen Post Danzigs wurden nach einem Aufrollen des Prozesses durch den Bundesgerichtshof 1998 vor dem Landgericht Lübeck nachträglich freigesprochen.
Also soweit zusammen recherchiert. Hoffe es ist alles stimmig und logisch.
LG Miriam
Hallo Rüdiger,
danke für den Verweis auf Forster. Das macht die ganze Angelegenheit logisch:
Forster war seit 1923 Mitglied der NSDAP und der SA, betätigte sich propagandistisch für die antisemitische Zeitschrift "Der Stürmer", wurde 1930 Gauleiter in Danzig. Er war Herausgeber der Parteizeitung "Danziger Beobachter" (spätere "Der Vorposten", noch spätere "Der Danziger Vorposten"). Im August 1939 wurde Forster Staatsführer der Freien Stadt Danzigs und beschloss ein "Gesetz der Wiedervereinigung Danzigs mit dem Großdeutschen Reich", und zwar am 1.September 1939, dem Tag des deutschen Angriffs auf Polen.
Mit anderen Worten die Sache war zwischen Hitler und Forster gut vorbereitet. In Folge dessen war es logisch, dass die Polen versuchten, alle Stützpunkte, die sie in Danzig hatten und die ihnen ja vom Versailler Vertrag zugestanden waren, zu nutzen. Dazu gehörte dann die Polnische Post Danzigs. Es verbrannten aber nicht alle Widerständler, sondern manche sind eben vom deutschen Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden.
Vorsitzender Richter bei diesem Kriegsgerichtsprozess am 8.Sept.1939 gegen die Verteidiger der polnischen Post war Karl Bode, Mitglied der NSDAP seit 1933. Diese Urteile sollen aber der Karriere Bodes in der späteren BRD keinen Abbruch angetan haben. Bode wurde 1949 als "Mitläufer" eingestuft, trat in den bremischen Justizdienst ein, wurde 1955 Senatspräsident beim Staatsgerichtshof der Freien Stadt Bremen.
Die Verteidiger der polnischen Post Danzigs wurden nach einem Aufrollen des Prozesses durch den Bundesgerichtshof 1998 vor dem Landgericht Lübeck nachträglich freigesprochen.
Also soweit zusammen recherchiert. Hoffe es ist alles stimmig und logisch.
LG Miriam

Von daher ist die nachträgliche Aufhebung des Urteils gegen die Postverteidiger vollkommen richtig und nachvollziehbar. Aber den wichtigen Passus "eines nicht besetzten Gebietes" sollte man dabei nicht übersehen.
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