Danziger Hochflieger
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Anonymus -
Ich möchte noch ein paar Worte zu dem Künstler sagen, der dieses Bild (das ich im Original besitze) schuf. Es ist Heinz Thien, wenige Wochen nach Kriegsende geboren und vor eineinhalb Jahren gestorben. Er war Journalist, Autor und vor allem ein begnadeter Maler und Karikaturist. Er wurde mit dem chinesischen Nationalpreis für Malerei und Kalligraphie ausgezeichnet. Hier in Deutschland wurde er Preisträger für seine "Karikaturen gegen Rechts". Heinz Thien gehörte dem Kreis "Künstler gegen den Krieg" an.
Heinz Thien hatte meines Wissens nach keine besondere Beziehung zu Danzig, aber das Bild des Danziger Hochfliegers entstand in China. Ein Beweis dafür, dass diese geflügelten Botschafter Danzigs auch im fernen Osten vorkommen.
Näheres über Heinz Thien auf der Internetseite http://www.heinz-thien.de/ (Achtung: lange Ladezeit am Anfang)Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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Und was lese ich gerade im Heimatbuch von Marienburg : Es gab in M'burg zwei Brieftaubenzuchtvereine und den "Taubenzuchtverein Marienburg, deren Mitglieder sich mit der Zucht und Pflege von sogenannten Schönheitstauben beschäftigten etc. etc. Als Preisrichter verpflichtete der Taubenzuchtverein gerne den Danziger Hochflieger Züchter HABERMANN, da er auch recht viel von anderen Rassen verstand -
Netter Gruß von SigiKommentar
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Sonderverein der Danziger Hochflieger
Liebe Forumsmitglieder.
Der Sonderverein der Danziger Hochflieger begeht 2009 sein 100-jähriges Jubiläum. Hierzu wird zur Zeit an einer Festschrift gearbeitet die die Historie unserer Tauben im Ablauf der letzten 100 wechselvollen Jahre darstellen soll.
Vieles ist im Laufe der Jahre an Fotos und Schriften verloren gegangen.
Vielleicht ist unter Ihnen ja jemand der noch alte Unterlagen oder Fotos mit Danzigern besitzt.
Vielleicht könnten Sie uns diese ja leihweise zur Verfügung stellen.
Wenn ja, schicken Sie mir doch bitte eine Mail an:
info@danziger-hochflieger.de
Wenn Sie interessiert sind, wie der heutige Danziger aussieht können Sie auf der Seite www.danziger-hochflieger.de nachschauen.Kommentar
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Ein Stückchen Heimat – die Danziger Hochflieger
Hier ein Artikel, den vor 60 Jahren der Onkel unseres Rolf Habermann in Unser Danzig schrieb:
Aus "Unser Danzig", Heft Nr. 08 vom September 1949
Ein Stückchen Heimat – die Danziger Hochflieger
von Ulrich Habermann
Ein heller, strahlender Sommertag beginnt. Die Sonne meint es bereits am Morgen gut. Ich habe heute meinen freien Tag und es zieht mich hinaus an die Ostsee. Die kurze Bahnfahrt nach Travemünde ist bald vorüber. Da liegt sie schon vor meinen Augen - unsere Ostsee!
Bin ich in Zoppot oder Glettkau? Bin ich in der alten, lieben Heimat? Nein, ich bin in der Fremde. Und doch ist es mir, als wäre ich in der Heimat. Ich gehe am Kurhaus entlang. Was sehe ich in einem überfüllten Schaufenster? Ich traue meinen Augen kaum - eine Flasche "Danziger Goldwasser". Die Flasche hat nicht ganz die alte Originalform, doch man kann das wenige Gold am Boden sehen. Also noch ein Stück Heimat in der Fremde! Als ich mein erstes Bad, in diesem Jahre, genommen hatte, fällt mir beim Faulenzen am Strande ein, ich könnte wohl einmal etwas über unsere Heimattaube, den "Danziger Hochflieger" schreiben. Es wird viele Landsleute nah und fern interessieren, ob es den auch noch gibt. Ja, auch der Danziger Hochflieger ist nicht ausgestorben. Haben wir auch nicht so viele wie in der Heimat, so ist es doch ein Anfang und sie ersetzen uns ein Stück Heimat.
Aus alten Überlieferungen geht hervor, dass dem Danziger Hochflieger ähnliche Tauben nach der Belagerung Danzigs im Jahre 1807 von Franzosen eingeführt wurden. Glaubwürdiger erscheint es jedoch, dass sie von Holzflößern aus Galizien und Südpolen nach Danzig mitgebracht wurden. Es waren gute Flieger, aber in der Form ziemlich klobig und unschön.
Der Seefahrer Prittel brachte einige gelbbunte Tauben aus Kalkutta mit. Diese erwarb der Tabakkaufmann Schäpe, Altstädtischer Graben. Mit den erstgenannten gepaart, ergaben sie den Grundstock der hochwertigen Zucht. Danziger Züchterfleiß hat in 150 Jahren eine der schönsten Taubenrassen, in 17 Farbenschlägen, herangezüchtet, die nach unserer geliebten Heimatstadt der "Danziger Hochflieger" genannt wird.
Zu den bekanntesten Züchtern, die zum Teil schon tot sind, gehörten: Möbelfabrikant Gustav Olschewski und Karl Studti, Oliva, die sich große Verdienste um die Veredelung und Verfeinerung des Danziger Hochfliegers erworben haben und schon vor fünf bis sechs Jahrzehnten mit großer Liebe und Hingabe die Förderung dieser edlen Taubenrasse betrieben und auch für die Verbreitung im Auslande gesorgt haben. Ferner: Otto Sommer, Postgasse, Pfarrer Franz Lippky, Promenade, Kaufmann Georg Rosanski, Langgarten, Franz Habermann und viele andere, deren Namen alle hier zu nennen zu weit führen würde.
Die meisten bedeckt der grüne Rasen in der Heimat, viele sind durch die Kriegsereignisse gestorben, von vielen wissen wir nicht, ob sie leben und wo sie sind. Danzig liegt in Schutt und Asche, und die edlen Zuchten wurden ein Raub der Flammen. Ich höre manchmal im Traume das Klatschen der Tauben um die Trümmer von St. Marien. Wir wenigen überlebenden Züchter, die wir, von Haus und Hof vertrieben, in der Fremde Wurzel fassen müssen, sehen es als unsere Pflicht an, aus den wenigen Tauben, die uns verblieben sind, die Zucht wieder neu aufzubauen. Gerne erinnern wir uns an die schönen Ausstellungen im St. Josephshaus und in der Sporthalle. Schon zur Jahrhundertwende war der Danziger Hochflieger auch auf den großen Ausstellungen im Reich zahlreich und in feinster Qualität vertreten, zum Beispiel in Berlin, Leipzig, Essen, Kiel, Hannover und Magdeburg. Dieses verdanken wir dem Umstand, dass alteinsässige Danziger Bürger, die seinerzeit von der Kaiserlichen Werft Danzig nach Kiel, Wilhelmshaven und anderen Städten versetzt wurden, natürlich auch die ihnen liebgewordenen Danziger Hochflieger mit in ihre neue Heimat nahmen. Durch Ankauf kamen ebenfalls viele Tiere nach dem Westen. Manchem Züchter gelang es auch, einige Tiere mit auf die Flucht zu nehmen. Bombenkrieg und Futternot vermochten diese Taube nicht auszurotten, denn sie hängt sich an einen Züchter, dass er niemals mehr von ihr loskommt. So ist der glücklich zu preisen, der bei der Schwere dieser Zeit sich an einer Liebhaberei erfreuen kann, die ihn über die Nöte des alltäglichen Lebens hinaushebt und Herz und Gemüt immer wieder mit frischem Mut erfüllt. Habe ich auch nur ein kleines Zimmer unterm Dach juchhee, so bin ich meinen Wirtsleuten doch von Herzen dankbar, dass sie mir eine Ecke überließen, wo ich wieder meine Lieblinge züchten kann.
Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Kommentar
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Danziger Hochflieger
Die Familie meiner Frau stammt ursprünglich aus Danzig. Es war die gute Tradition, Danziger Hochflieger zu halten. Nachdem der Cousin meiner Schwiegermutter verstorben ist, beschäftigt sich niemand mehr mit diesen Tauben (mittlerweile sind fast alle alten Danziger aus der Familie verstorben).
Ich möchte jedoch die Tradition fortführen und suche alle verfügbaren Informationen zum Thema "Danziger Hochflieger". Wer kennt Halter und Züchter zwecks Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
Gruß BerndKommentar
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https://www.danzig.de/showthread.php?t=3751&highlight=Danziger+Hochflieg erDie Familie meiner Frau stammt ursprünglich aus Danzig. Es war die gute Tradition, Danziger Hochflieger zu halten. Nachdem der Cousin meiner Schwiegermutter verstorben ist, beschäftigt sich niemand mehr mit diesen Tauben (mittlerweile sind fast alle alten Danziger aus der Familie verstorben).
Ich möchte jedoch die Tradition fortführen und suche alle verfügbaren Informationen zum Thema "Danziger Hochflieger". Wer kennt Halter und Züchter zwecks Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
Gruß Bernd
https://www.danzig.de/showthread.php?t=1560&highlight=Danziger+Hochflieg er
Hallo Bernd
Herzlich Willkommen im Forum
Hier 2 Links......über dies Thema wurde hier schon geschrieben....
Viele Grüße
Hans-JörgKommentar
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Danziger Hochflieger
Sehr geehrte Forumsgäste,
ich bin leidenschaftlicher Züchter des Danziger Hochfliegers. Wir haben gerade eine Jubiläumsfestschrift für das 100jährige Bestehen des Sondervereins der Danziger geschrieben. Dabei ist jedoch der geschichtliche Part sehr kurz gekommen, da uns viele Informationen nur bruchstückhaft vorliegen.
Nun möchte ich die Geschichte des Danziger Hochfliegers im Internet auf unserer Homepage www.danziger-hochflieger.de weiter vervollständigen.
Daher bitte ich alle Forumsteilnehmer, wenn möglich, mir Material aus der Zeit der Anfänge des Sondervereins (um 1900) zur Verfügung zu stellen.
Vielen Dank im VorausKommentar
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AW: Danziger Hochflieger
Hallo,
ich führe den neuen Thread hier weiter:
Wie unten nachzulesen ist, gehörten zu den Züchtern u.a. auch:
- Pfarrer Franz Lippky, (den wir an anderer Stelle schon öfters erwähnt haben) &
- Franz Habermann (ein Onkel von Rolf Habermann)Beste Grüsse
Rudolf H. Böttcher
Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
Familie Zoll, Bohnsack;
Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.
http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.htmlKommentar
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AW: Danziger Hochflieger
Danke Rudolf, habe nun alles gelesen. Gute Nacht GiselaEin Schiff ist im Hafen sicher. Aber für den Hafen ist es nicht geschaffen.Kommentar
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AW: Danziger Hochflieger
Hallo Ulrich,
in #20
Beste Grüsse nach Berlin
RudolfBeste Grüsse
Rudolf H. Böttcher
Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
Familie Zoll, Bohnsack;
Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.
http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.htmlKommentar
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AW: Danziger Hochflieger
Guten Abend Wolfgang,
ich komme, angeregt durch diesen Thread, auf Dein in #13 gezeigtes Bild zurück, die in Deinem Besitz befindliche Tuschezeichnung eines Danziger Hochfliegers nach Chinaart von Heinz Thien (siehe zu ihm auch http://duckiversum.de/galerie0026/).
Zu diesem Bild kam damals die Frage nach der Bedeutung der darauf zu sehenden chinesischen Schriftzeichen in den beiden rot gefärbten Quadraten auf. Sie blieb ungeklärt. Das hat mich nun veranlasst, meinen Stiefsohn danach zu befragen, der Sinologe ist. Hier seine Antwort: "Das ist schwer. Es handelt sich bei beiden roten Siegelabdrücken sicherlich um Personennamen. Die Siegelschrift ist meistens, so wie hier, archaisierend und deshalb nicht einfach vom Blatt zu lesen. Aber selbst wenn, dann würde einem das Ergebnis kaum etwas sagen, wenn man den Personennamen nicht kennt. Ich kann im Fall des oberen Siegels einzelne Bestandteile ausmachen, bin mir aber bei der Identifikation der drei Einzelnzeichen nicht sicher. Es könnte 'Irgendetwas Ying-ni' sein. Aber das, was ich da vermeine zu sehen, ergibt keinen besonderen Sinn, eben weil es wohl ein Name ist. Am wahrscheinlichsten ist doch, dass es sich um die Siegelstempel des Malers oder eines Sammlers handelt. Es birgt mit ziemlicher Sicherheit keine Informationen zu den Tauben an sich." - Vielleicht hilft Dir diese Auskunft.
Viele Grüße schickt Dir aus Berlin, wo wir inzwischen ca. 15 cm Schnee haben und nachts Temperaturen bis zu - 17 °C ansteuern,
UlrichKommentar

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