AW: 4. DANZIGER BUNDES-REISE Do.3.-Di.8. Sept. 2015, Tel. 0451-62066899
Schönen guten Nachmittag,
gestern stand eine Werder-Tour an, die ich doch noch mitmachen konnte. Am Bohnsacker Strand, fast menschenleer (außer uns), sprang unser jüngster Teilnehmer ins Wasser (natürlich nicht in vollen Klamotten, sondern in Badehose die er mitgenommen hatte). Von Schiewenhorst aus fuhren wir nicht über Schmerblock und Klein Zünder Richtung Großes Werder sondern setzten auf spontanen Entschluss der Teilnehmer mit der Weichselfähre über nach Nickelswalde. Das mit dem Bus klappte so gerade noch, denn der nach wie vor sehr niedrige Wasserstand der Weichsel erschwert das Befahren der Fähre mit großen Fahrzeugen. Von Nickelswalde aus ging's über Prinzlaff (leider gibt's in der Nähe meines Hauses keine Busanhaltemöglichkeiten, sonst hätten wir mal kurz bei mir vorbei geschaut), Schönbaum, Fürstenwerder, Neumünsterberg nach Schöneberg wo einer unserer Teilnehmer die frühere evangelische Kirche besuchen konnte in der er getauft wurde und die er nun das erste Mal nach seiner Flucht vor über 70 Jahren wiedersehen konnte. An Schönsee vorbei fuhren wir durch Ladekopp um von dort aus nach Neuteich zu kommen. Auf dem Marktplatz geparkt, stellte ich kurz den "Bleistift" und die St.Matthäuskirche vor. Und ab ging's dann zu Jedrus, einer Konditorei mit gutem Kaffee und einem Stückchen Kuchen. Um die Mittagszeit herum fuhren wir dann nach Marienburg. Vor der Stadtgrenze mussten wir warten, denn aufgrund einer Triathlon-Veranstaltung war die Straße gesperrt. Wir hatten vor, in zwei Gruppen einmal rund um die Marienburg zu laufen, aber auch das stieß auf unerwartete Hindernisse: Es fing an zu regnen, es windete kräftig, es wurde rutschig, und um die Triathleten nicht zu behindern, mussten wir einen Hindernislauf antreten: Die Gehwege waren teils gesperrt und so mussten wir im schlüpfrigen Uferbereich der Nogat die Tour fortsetzen. Eigentlich kein Problem, die schmalen nassen Treppen, die rutschige Uferböschung, wenn, ja wenn das alles junge Teilnehmer gewesen wären. Aber wir hatten viele ältere, auch gehbehinderte Teilnehmer/innen unter uns, teils mit Rollator... Da wurde das zur echten Herausforderung. Und diese wollten mit eisernem Willen unbedingt dabei sein. Und das klappte dann auch alles wunderbar, obwohl mir als Tourführer schon ein paar Mal schwere Bedenken kamen. Aber wir haben alles gegeben, um auch für diese Teilnehmer den Rundgang so sicher wie möglich zu machen. Der strömende kalte Regen führte dann aber doch dazu, dass wir einen Großteil der für die Führung vorgesehenen Zeit in einem Zelt verbrachten, bei einer ordentlichen Portion Schaschlik oder Grillwurst mit Bigos und/oder Bratkartoffeln.
Eine Gruppe war hungrig in ein Restaurant in der Stadt gegangen - und als sie nach langer, langer Zeit das Bestellte gegessen und bezahlt hatten, waren die für den Marienburg-Besuch vorgesehenen 2 1/2 Stunden vorüber - ohne dass die Gruppe die Marienburg gesehen geschweige denn umrundet hatte. Die meisten Teilnehmer wollten eigentlich sofort Richtung Hotel in Danzig fahren, Anzeichen von Missmut kamen einen Augenblick auf. Doch dann kamen wir auf die Idee, über die Nogat zu fahren und die Burganlage von der Westseite aus anzusehen. In einer Regenpause war es dann doch auch für die restlichen Teilnehmer möglich, die Silhouette der Marienburg von ihrer Schokoladenseite aus zu bewundern.
Und dann ging's über Dirschau und Praust nach Danzig. Ich musste mich dort verabschieden da ich die heutige Tour nach Krockow nicht mitmachen kann. Ich muss sagen, dass auch in diesem Jahr wieder eine phantastische Gruppe nach Danzig fuhr. Mit einem bisschen Wehmut musste ich erfahren, dass Carl Narloch, Organisator und Reiseleiter dieser Reise des Bundes der Danziger, beruflich bedingt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, Planungs- und Durchführungszeit für eine Reise im nächsten Jahr aufzubringen. Lieber Carl, Du hast jetzt erneut gesehen, auf welch tolle Resonanz Deine Arbeit stieß. Also, wir brauchen Dich auch im nächsten Jahr!
Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang
Schönen guten Nachmittag,
gestern stand eine Werder-Tour an, die ich doch noch mitmachen konnte. Am Bohnsacker Strand, fast menschenleer (außer uns), sprang unser jüngster Teilnehmer ins Wasser (natürlich nicht in vollen Klamotten, sondern in Badehose die er mitgenommen hatte). Von Schiewenhorst aus fuhren wir nicht über Schmerblock und Klein Zünder Richtung Großes Werder sondern setzten auf spontanen Entschluss der Teilnehmer mit der Weichselfähre über nach Nickelswalde. Das mit dem Bus klappte so gerade noch, denn der nach wie vor sehr niedrige Wasserstand der Weichsel erschwert das Befahren der Fähre mit großen Fahrzeugen. Von Nickelswalde aus ging's über Prinzlaff (leider gibt's in der Nähe meines Hauses keine Busanhaltemöglichkeiten, sonst hätten wir mal kurz bei mir vorbei geschaut), Schönbaum, Fürstenwerder, Neumünsterberg nach Schöneberg wo einer unserer Teilnehmer die frühere evangelische Kirche besuchen konnte in der er getauft wurde und die er nun das erste Mal nach seiner Flucht vor über 70 Jahren wiedersehen konnte. An Schönsee vorbei fuhren wir durch Ladekopp um von dort aus nach Neuteich zu kommen. Auf dem Marktplatz geparkt, stellte ich kurz den "Bleistift" und die St.Matthäuskirche vor. Und ab ging's dann zu Jedrus, einer Konditorei mit gutem Kaffee und einem Stückchen Kuchen. Um die Mittagszeit herum fuhren wir dann nach Marienburg. Vor der Stadtgrenze mussten wir warten, denn aufgrund einer Triathlon-Veranstaltung war die Straße gesperrt. Wir hatten vor, in zwei Gruppen einmal rund um die Marienburg zu laufen, aber auch das stieß auf unerwartete Hindernisse: Es fing an zu regnen, es windete kräftig, es wurde rutschig, und um die Triathleten nicht zu behindern, mussten wir einen Hindernislauf antreten: Die Gehwege waren teils gesperrt und so mussten wir im schlüpfrigen Uferbereich der Nogat die Tour fortsetzen. Eigentlich kein Problem, die schmalen nassen Treppen, die rutschige Uferböschung, wenn, ja wenn das alles junge Teilnehmer gewesen wären. Aber wir hatten viele ältere, auch gehbehinderte Teilnehmer/innen unter uns, teils mit Rollator... Da wurde das zur echten Herausforderung. Und diese wollten mit eisernem Willen unbedingt dabei sein. Und das klappte dann auch alles wunderbar, obwohl mir als Tourführer schon ein paar Mal schwere Bedenken kamen. Aber wir haben alles gegeben, um auch für diese Teilnehmer den Rundgang so sicher wie möglich zu machen. Der strömende kalte Regen führte dann aber doch dazu, dass wir einen Großteil der für die Führung vorgesehenen Zeit in einem Zelt verbrachten, bei einer ordentlichen Portion Schaschlik oder Grillwurst mit Bigos und/oder Bratkartoffeln.
Eine Gruppe war hungrig in ein Restaurant in der Stadt gegangen - und als sie nach langer, langer Zeit das Bestellte gegessen und bezahlt hatten, waren die für den Marienburg-Besuch vorgesehenen 2 1/2 Stunden vorüber - ohne dass die Gruppe die Marienburg gesehen geschweige denn umrundet hatte. Die meisten Teilnehmer wollten eigentlich sofort Richtung Hotel in Danzig fahren, Anzeichen von Missmut kamen einen Augenblick auf. Doch dann kamen wir auf die Idee, über die Nogat zu fahren und die Burganlage von der Westseite aus anzusehen. In einer Regenpause war es dann doch auch für die restlichen Teilnehmer möglich, die Silhouette der Marienburg von ihrer Schokoladenseite aus zu bewundern.
Und dann ging's über Dirschau und Praust nach Danzig. Ich musste mich dort verabschieden da ich die heutige Tour nach Krockow nicht mitmachen kann. Ich muss sagen, dass auch in diesem Jahr wieder eine phantastische Gruppe nach Danzig fuhr. Mit einem bisschen Wehmut musste ich erfahren, dass Carl Narloch, Organisator und Reiseleiter dieser Reise des Bundes der Danziger, beruflich bedingt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, Planungs- und Durchführungszeit für eine Reise im nächsten Jahr aufzubringen. Lieber Carl, Du hast jetzt erneut gesehen, auf welch tolle Resonanz Deine Arbeit stieß. Also, wir brauchen Dich auch im nächsten Jahr!

Schöne Grüße aus dem Werder
Wolfgang
. Aber Carl war dafür sicher schon zu kaputt, der Ärmste.
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