Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

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  • JuHo54
    Forum-Teilnehmer
    • 11.12.2008
    • 2377

    #31
    AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

    Hallo Frank,
    das lässt mich nicht locker zumal ich auch Eichmanns (ätere) in meiner Linie habe. Wenn ich das richtig sehe , war sein Vater bei der Hochzeit 1889 schon 35 Jahre alt. Kann es sein, dass die Selma seine 2. Frau war? Er eventuell noch ältere Kinder aus erster Ehe hat?
    Liebe Grüße
    Jutta
    Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

    Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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    • Witz5
      Forum-Teilnehmer
      • 17.04.2012
      • 188

      #32
      AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

      Hallo Jutta,
      lt. den Standesamtunterlagen, waren die vier Kinder aus der Ehe zwischen Carl Ferndinand W. (1.12.1854 - 19.12.1934)und seiner Ehefrau Selma Marie. Ob Carl Friedrich das zweite Mal verheiratet war, muss ich mal prüfen...auf alle Fälle war Reinhards Mutter genannte Selma. Liebe Grüße FRANK

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      • Fischersjung
        Forum-Teilnehmer
        • 10.11.2015
        • 5609

        #33
        AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

        Hallo Frank (Witz5),
        ist dir bekannt,
        dass Selma Marie Eichmann, evangelischer Religion, wohnhaft in Ohra einen Sohn vor der Hochzeit (oo 15. 10. 1889)
        geboren hat?
        Geburt war am 20. Feb. 1884, Name des Kindes: Bruno Otto Eichmann

        Quelle Ancestry
        Urkunde Nr. 43, Ohra den 21. Feb. 1884
        Urkunde liegt vor.

        Eventuell ist es eine Ergänzung zum Stammbaum, wobei ich nicht sagen kann ob Bruno Otto Eichmann den Nachnahmen behalten hat.

        Gruß Joachim
        Grüße von Joachim

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        • Witz5
          Forum-Teilnehmer
          • 17.04.2012
          • 188

          #34
          AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

          Hallo Joachim,
          das war tatsächlich eine Überraschung für mich, tatsächlich habe ich mir die Urkunde angesehen. Leider ist ja nicht der Vater des Kindes Bruno Otto Eichmann angegeben. Ich habe weitere Urkunden entdeckt (bei Ancestry), so den Bruder von Selma, der am 4.1.1876 geboren und wurde und am 9.12.1900 geheiratet hat. Ich muss das mal in dem Stammbaum ergänzen. Allerdings habe ich noch keine Spur von genannter "Agnes" gefunden.
          Also, lieber Joachim vielen Dank für den Tipp.
          Grüße an Alle FRANK

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          • Fischersjung
            Forum-Teilnehmer
            • 10.11.2015
            • 5609

            #35
            AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

            Hallo Frank (Witz5),
            ja die "Agnes" geb. Eichmann ist schon ein Rätsel.

            Geschwister von Selma Marie Eichmann ~ 13.09.1863, Vater: Johann Gottlieb Eichmann, Mutter: Justine Adelheide geb. Weber
            die ich gefunden habe:

            - Hugo Johannes *03.02.1860, ~18.03.1860, +07.07.1926 Heubude
            - Martha Adelheide *27.01.1861, ~10.03.1861, +15.09.1916 verh. Kohnke in Danzig
            - Anna Justine *31.03.1862, ~04.05.1862
            - Selma Marie ~wie oben
            - Hulda Amalie ~02.04.1865
            - Grete Emma *30.06.1866, ~05.08.1866
            - Olga Emma *13.12.1867, ~19.01.1868, +28.12.1869 Danzig
            - Eugenie Johanna *14.03.1870, ~17.04.1870, +16.06.1870 Danzig
            - Reinhold Bruno *04.01.1876

            Die Taufe war jeweils in Sankt Katherinen Danzig

            Wenn ich mich mit dieser Aufstellung nicht komplett irre dann besteht zwischen 1870 und 1876 eine Lücke.
            Trotzdem auch bis jetzt hier keine "Agnes"

            Vielleicht klärt sich einiges bei deinem Besuch in den USA auf.
            Spannend auf jeden Fall.

            Gruß Joachim
            Grüße von Joachim

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            • Fischersjung
              Forum-Teilnehmer
              • 10.11.2015
              • 5609

              #36
              AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

              Nachtrag zu #35
              - Anna Justine Eichmann * 31.03.1862, ~04.05.1862 ist am 12. 01. 1870 gestorben. Bestattung war am 16. 01. 1870 in Danzig.
              Evangelische Kirche. Katharinenkirche Danzig
              Grüße von Joachim

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              • Witz5
                Forum-Teilnehmer
                • 17.04.2012
                • 188

                #37
                AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                DANKE Joachim, dass Du Die o große Mühe gemacht hast.
                Habe alle Eichmann´s in den Stammbaum übernommen. Tja, die Agnes ist ein Rätsel. Habe schon in die Staaten geschrieben, ob das eingerahmte Bild vielleicht einen Hinweis auf der Rückseite hat und ob sich Doris an Details aus den Erzählungen Ihres Vaters erinnern kann. Mal sehen, ich gebe jedenfalls nicht auf.
                Freundliche Grüße an ALLE
                FRANK

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                • Witz5
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.04.2012
                  • 188

                  #38
                  AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                  Hallo Leserschaft und Forum - Mitglieder,
                  nun lüftet sich doch langsam das Geheimnis des Fotos. Ich schrieb Doris mein Problem mit der Zuordnung des Bildes und der Aussage, es wäre Reinhards Mutter. Meine intensive Ahnenforschung (auch mit vieler Hilfe und Tipps von Euch) hat etwas anderes ergeben.
                  Nun schrieb Doris: "Du hast recht, der Name von meiner Großmutter war "Selma" und nicht Agnes. Agnes war die Mutter meiner Stiefmutter."
                  Die Stiefmutter konnte meiner Meinung nicht Eichmann geheißen haben. Reinhard war bekanntlich 3 mal verheiratet. Nun muss ich mal schauen, welche Agnes es ist.
                  Soweit mal der Zwischenstand.
                  Liebe Grüße FRANK

                  Kommentar

                  • Fischersjung
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.11.2015
                    • 5609

                    #39
                    AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                    Guten Morgen Frank, vielen Dank für die Info. Ja, so ist das mit den mündlichen Überlieferungen. So hat sich doch noch eine Erklärung gefunden. Grüße Joachim
                    Grüße von Joachim

                    Kommentar

                    • Witz5
                      Forum-Teilnehmer
                      • 17.04.2012
                      • 188

                      #40
                      AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                      Liebe Leserschaft,
                      Ihr wisst ja, dass ich in wenigen meine erste große Reise über den Teich nach Dallas (Texas) antrete.
                      Ich fliege zu Doris, der Tochter von meiner Uroma Paula´s Bruder Reinhard.
                      Lange habe ich überlegt, was ich als kleines persönliches Geschenk mitbringe.
                      Dabei fiel mir ein, dass die Danziger Rittergasse Nr. 16 in meiner Familie eine besondere spielte.
                      Hier lebte meine Urgroßmutter, Großmutter, wurde mein Vater geboren und wuchs auch Doris auf.
                      Gibt es vielleicht alte Fotos aus dieser Gasse, wie heißt sie heute und ist sie im Krieg von Zerstörung verschont geblieben?
                      Dann wären ja aktuelle Bilder auch interessant.
                      Ich würde so ein Bild (Foto) durch einen Maler in Öl, Aquarell o.Ä. umsetzen und Doris schenken.
                      Wer kann mir einen Tipp für eine Vorlage geben und wie findet Ihr die Idee.
                      Ich grüße herzlich und bedanke mich schon jetzt für die Reaktion.
                      FRANK

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                      • sarpei
                        Forum-Teilnehmer
                        • 17.12.2013
                        • 6090

                        #41
                        AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                        Hallo Frank,

                        schau mal unter http://fotomemoria.pl/pl/p/JC-026575...K-Danzig/29727 nach. Dort bietet ein kommerzieller Anbieter alte Postkarten an. Möglicherweise ist ja sogar ein screenshot der abgebildeteten Postkarte ausreichend für eine Umsetzung durch einen Maler ...


                        Viele Grüße

                        Peter

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                        • truscho
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.03.2011
                          • 819

                          #42
                          AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                          Guten Tag Frank,
                          habe das gefunden, Fotos sind ein Fall für unsere Spezialisten.
                          Viel Glück und einen schönen Tag

                          Gertrud
                          deutsch
                          Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


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                          Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


                          ein Foto Rittergasse, Hausnummer 16 hab´ich nicht gefunden
                          Der Weg des Herzens ist der beste Weg den wir gehen können. Wolf-Dieter Storl

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                          • Witz5
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.04.2012
                            • 188

                            #43
                            AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                            Liebe Forumer,

                            auch mit Eurer Hilfe, mit den Tipps und Hinweise, habe ich die Tochter von Reinhard Wedhorn (Bruder meiner Uroma) Doris (87) in Dallas treffen können.
                            Wie versprochen, ein Bild, das unsere Begegnung unmittelbar nach meiner Landung in Texas zeigt.

                            Es waren sehr schöne Tage bei Ihr und Ihren Kindern.
                            Es grüßt freundlich FRANK
                            Angeh

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                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #44
                              AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                              Hallo Frank,

                              danke für das Foto. Es ist schon toll wenn es ein solches transatlantisches Familientreffen gibt!

                              Auch Geschwister meiner Urgroßeltern (sowohl auf väterlicher als auch auf mütterlicher Seite) sind in die USA ausgewandert. Mit einigen Nachkommen habe ich Kontakt, aber wenn ich Deine Geschichte lese, Dein Foto sehe, dann muss ich mir doch überlegen, ob ich nicht auch mal über den großen Teich fliege.

                              Schöne Grüße aus dem Werder
                              Wolfgang
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                              • Ulrich 31
                                Forum-Teilnehmer
                                • 04.11.2011
                                • 8551

                                #45
                                AW: Wedhorn, Reinhard Jahrgang 1907 Informationen gesucht

                                Hallo Frank,

                                habe eben erst in diesen Thread geschaut und bei fotopolska.eu (führt oft gut zu gesuchten Ortsfotos) diese vergrößerte Abbildung der beiden von Peter (sarpei) in #41 gezeigten Postkarten-Häuser in der Rittergasse gefunden:
                                > http://fotopolska.eu/Rycerska_18-17_Gdansk .
                                Diese Vergrößerung stammt aus dieser fotopolska.eu-Seite mit weiteren Aufnahmen aus der ul. Rycerska (Rittergasse): > http://fotopolska.eu/Gdansk/u109937,ul_Rycerska.html .

                                Dein in #43 gezeigtes Foto aus Dallas finde ich prima!

                                Freundliche Grüße
                                Ulrich

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                                L