Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

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  • MarkusDE
    Forum-Teilnehmer
    • 11.11.2012
    • 115

    #1

    Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

    Hallo zusammen !

    Besteht die Möglichkeit, oder hat jemand Denkanstösse, wie man Zugriff zu Gerichtsakten aus dem Zeitfenster 1908-1910 "rankommt" ?
    Ich habe jetzt näheres zu meiner Urgroßmutter gefunden, und nun suche ich mögliche Gerichtsakten zum FN KRAUSE beinhaltend FN CIECHANOWSKI.

    Wenn jemand etwas weiß, wäre ich über jeden Hinweis dankbar.

    Grüße, Markus
  • sarpei
    Forum-Teilnehmer
    • 17.12.2013
    • 6090

    #2
    AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

    Hallo Markus,

    hattest du dich schon mal grundsätzlich 'eingelesen'? Siehe z.B.




    Viele Grüße

    Peter

    Kommentar

    • MarkusDE
      Forum-Teilnehmer
      • 11.11.2012
      • 115

      #3
      AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

      Danke Peter !

      Das würde dann bedeuten, dass man so gut wie gar keine Möglichkeit mehr hat, an Gerichtsakten "ranzukommen" - was wiederum im Bereich der Ahnenforschung ein gewisser Nachteil ist.

      Grüße, Markus

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      • waldling +6.8.2023
        Forum-Teilnehmer
        • 04.09.2011
        • 2320

        #4
        AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

        Hallo Markus,
        schau mal, folgender Link:

        Ist zwar nicht Danzig, aber vielleicht finden sich noch im Danziger-Archiv Unterlagen.
        Ein schönes Wochenende!
        Uwe

        Kommentar

        • MarkusDE
          Forum-Teilnehmer
          • 11.11.2012
          • 115

          #5
          AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

          Danke dafür, Uwe.

          Kommentar

          • Bartels
            Forum-Teilnehmer
            • 25.07.2012
            • 3448

            #6
            AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

            Hallo,

            je moderner die Archive, desto mehr wird entsorgt. - Bei uns wird noch nicht mal mehr ein Stadtratsprotokoll geschrieben - bis auf den Bericht der Tageszeitung.

            ... und wer sich zwischen zwei Sicherungsläufen der EDV an- & abmeldet, hat praktisch nie hier gewohnt ...

            Aufhebenswerte Akten liegen möglicherweise noch im Gerichtsarchiv, nach Ablauf der Schutzfristen sollte man die auch ohne Anwalt einsehen können -

            - oder sie sind an ein Landes- oder Staatsarchiv abgegeben. Dann regelt das Archivrecht den Zugang, Personen "mit berechtigten Interesse" können Angehörige, Familienforscher oder historische Forscher sein.

            Für das 18. Jh. (& früher) sollten die Gerichtsakten bzw. Gerichtsbücher vollständig vorhanden sein - es sei denn es gab Verluste durch den Krieg.
            Beste Grüsse
            Rudolf H. Böttcher

            Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
            Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
            Familie Zoll, Bohnsack;
            Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
            Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

            http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #7
              AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

              Schönen guten Nachmittag,

              soweit ich weiß, liegen im Staatsarchiv keine Gerichtsakten aus dem letzten Jahrhundert. Diese Auskunft erhielt ich bereits vor Langem als ich wegen des mysteriösen Todes- / Vergiftungsfalles meiner Urgroßmutter Johanna Naujocks recherchierte, die Ende 1907 starb.

              Noch vor drei, vier Jahren, als ich das letzte Mal auf einem Dominik in Danzig war, wurden dort alte Gerichtsakten angeboten. Hochinteressant, aber leider ausgefleddert und viel zu teuer. Teils dicke Amtsgerichtsakten mit Ermittlungsverfahren, Urteilen, Straf- und Haftbefehlen waren dort zu haben. Leider nie vollständig, denn viele Seiten, vermutlich mit "interessanten" Briefköpfen, Stempeln, Siegeln oder Unterschriften waren entfernt. Wahrscheinlich um sie separat, über Ebay oder Allegro zu verkaufen. Der Nachschub schien schier unbegrenzt vorhanden, denn über mehrere Händler waren diese Akten lange Zeit zu erhalten. Aus welchen Quellen sie stammten, konnte ich nicht erfahren.

              Interessant waren die kurzen offiziellen Aufbewahrungszeiten, teils nur wenige Jahre. Ich kaufte schon vor Längerem mehrere Akten (u.a. Hausfriedensbruch und Körperverletzung in Wotzlaff, Steuervergehen (verbotener Sackhandel) in Danzig, Fischwilderei Heubuder Fischer) aus den 30er-Jahren bei denen die Aufbewahrungsfrist zwischen sechs und vierzehn Jahren teils noch vor Kriegsende, teils danach lag.

              Diese Akten lagen also wahrscheinlich vergessen in irgend einem Archiv oder Lagerraum und wurden irgendwann wieder entdeckt und "weggeworfen" oder ins Altpapier gegeben.

              Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es noch Akten in einem öffentlichen Archiv gibt. Das ist außerordentlich schade, denn zumindest aus den Akten über die ich verfüge, gehen ungeheuer interessante Details über die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse, vor allem die sozialen, hervor.

              Viele Grüße aus dem Werder
              Wolfgang
              Angeh
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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              • Bartels
                Forum-Teilnehmer
                • 25.07.2012
                • 3448

                #8
                AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

                Hallo,

                ein 95%iger Bevölkerungsaustausch ist natürlich ohne Beispiel, ebenso der vollständige Ersatz einer deutschen bzw. freistaatlichen Rechtsprechung durch die polnische.

                An "alten" Rechts-Akten bestand so wenig oder kein Interesse.

                Als sich Kaiser und Bismarck 1871 Elsaß-Lothringen unter den Nagel rissen, wanderten in der Folge nur 4% Franzosen & Deutsche (!) über die französische Grenze ab. - Verschiedene Rechtssysteme bestanden in der Folgezeit gleichzeitig und deutsches Sozialversicherungsrecht gilt dort noch heute.
                Beste Grüsse
                Rudolf H. Böttcher

                Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                Familie Zoll, Bohnsack;
                Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                • Bartels
                  Forum-Teilnehmer
                  • 25.07.2012
                  • 3448

                  #9
                  AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

                  Trotzdem: Wirklich alte Gerichtsbücher & -Akten selbst aus der Ordenszeit sollten noch in Danzig liegen

                  Beste Grüsse
                  Rudolf H. Böttcher
                  Beste Grüsse
                  Rudolf H. Böttcher

                  Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
                  Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
                  Familie Zoll, Bohnsack;
                  Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
                  Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

                  http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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                  • Marc Malbork
                    Forum-Teilnehmer
                    • 23.02.2008
                    • 1050

                    #10
                    AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

                    Akten der Justiz werden seit Olims Zeiten nach Aktenordnung in der Justiz darauf überprüft, ob sie "archivwürdig" sind. Diese besonderen Akten werden dann an die regionalen Landes- bzw. Staatsarchive abgegeben. U.a. aus den Provinzen West- und Ostpreußen haben sich Bestände im Preußischen Geheimen Staatsarchiv in Berlin erhalten. Das wird nun kaum Uromas Scheidungsprozess o.ä. betreffen, aber ansonsten bitte auf der Seite des GStA nachgucken, die haben ihre Tektonik dort abgebildet.

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                    • MarkusDE
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.11.2012
                      • 115

                      #11
                      AW: Gerichtsakten - ca. 1908-1910 aus Danzig

                      Vielen Dank für die Infos. Werde dann mal das GStA abklopfen.

                      Grüße, Markus

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