Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

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  • K. Rietm.
    Forum-Teilnehmer
    • 03.08.2011
    • 3

    #1

    Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

    Ich grüsse zunächst alle, die sich hier so sehr angagieren!

    Ich bin auf der suche, nach den Grossvater unser Familie, Hubert Rietmann, geb 1909 in Coesfeld (Westf.). Als er eingezogen wurde, war er verheiratet und Vater zweier kleiner Kinder. Er wurde damals einem Junggesellen vorgezogen, der wohl die Mittel hatte seine eigene Einberufung zu vereiteln dessen Name durchgestrichen auf den Einberufungsbescheid unseres Grossvaters stand... Das Pech verfolgte die junge Familie. Denn laut Totenbrief fiel Hubert Rietmann nach Kriegsende, am 09.04.1945 in Koppelbude bei Danzig.Mit einem Kamerad hatte er damals die Vereinbarung getroffen, gegenseitig im Todesfall die Familien zu benachrichtigen. Dieser erzählte bei einem kurzem Besuch, dass er unseren Grossvater unter einem Busch vergraben hatte. Heute weiss man leider .nicht mehr.
    Unsere Fragen sind,
    1. Wo ist Koppelbude und wie heisst es heute?
    2. Gibt es dort die Möglichkeit, den Ort des Geschehens zu besuchen?
    3. Warum musste unser Grossvater nach Kriegsende noch sterben (was natürlich das schicksal unserer Familie nachhaltig und auch sehr negativ veränderte). Was fanden dort noch für Kämpfe statt?
    4. Wir suchen dringend nach Angehörigen dieses Kameraden. Wir wissen nur, dass er aus Gross Reken (Westf.) stammt. Um einige quälende Fragen stellen zu können. Gebt es irgendwie/-wo die Möglichkeit die Namen der Kameraden der Einheit zu bekommen?
    Ich würde mich sehr über einige Antworten oder Anhaltspunkte freuen. Vielen Dank!!!

    Kerstin Rietmann
  • JuHo54
    Forum-Teilnehmer
    • 11.12.2008
    • 2377

    #2
    AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

    Hallo Kerstin,
    schau mal hier:


    Außerdem war Kriegsende doch am 8.5.1945, also 1 Monat später...
    Liebe grüße
    Jutta
    Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

    Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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    • radewe
      Forum-Teilnehmer
      • 08.03.2008
      • 935

      #3
      AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

      Hallo Jutta,
      ich glaube Kerstin hat sich mit dem Datum der Kapitulation, in der innerlichen Aufregung, um einen Monat nach vorne vertan.

      In der Tat haben die Sowjets die Kapitulationurkunde/den Waffenstillstandsvertrag erst am 09.05.1945 unterschrieben.
      Die Sowjets haben aber weit nach dem 09.Mai.1945 unbewaffnete Personen von der Straße festgesetzt/“gefangen“ und als Kriegsgefangene behandelt.

      Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
      Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
      Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
      Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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      • JuHo54
        Forum-Teilnehmer
        • 11.12.2008
        • 2377

        #4
        AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

        Hallo Hans-Werner,
        ja ist mir bekannt, da dies auch in meiner Familie passiert ist. Mich irritierte der April...
        Liebe Grüße
        Jutta
        Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

        Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

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        • Rudolf
          Forum-Teilnehmer
          • 22.06.2008
          • 335

          #5
          AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

          Hallo Kerstin ,
          wie Du schon von anderen Teilnehmern gelesen hast , war der II. Weltkrieg erst mit der Kapitulation Deutschlands am 08./09. Mai 1945 zu Ende .
          Bis zu diesem Zeitpunkt hielten sich östlich von Danzig auf einem schmalen Streifen noch deutsche Truppen auf und sie waren noch in Kämpfe verwickelt . Bei dem von Dir genannten Ort Kobbelbude handelt es sich um einen kleineren Ort , östlich von Steegen ( Stegna ) an der Straße in Richtung Stutthof ( Sztutowo ) gelegen . Ich vermute , daß dieser Ort jetzt zu Steegen eingemeindet wurde .
          Die damals dort befindlichen deutschen Truppen hatten vorrangig die Aufgabe , den auf diesem schmalen Streifen noch zahlreich befindlichen deutschen Flüchtlingen einen Abtransport über die Ostsee in Richtung Westen zu ermöglichen .
          Ich habe damals als 11-jähriger einige Kilometer westlich in Danzig-Heubude die Bombardements und Kamphandlungen persönlich erlebt und weiß daher , daß in dieser Zeit sehr viele Menschen - Soldaten , aber auch Zivilisten - um´s Leben kamen .
          Sicher besteht die Möglichkeit , diese Orte aufzusuchen . Allerdings bezweifle ich , daß Du irgendwelche Spuren Deines Großvaters dort finden wirst .
          Was die Einheiten , die sich dort bis zur Kapitulation aufhielten , betrifft , könntest Du Dich eventuell an die Wehrmachtsauskunftsstelle ( WAST ) wenden , vielleicht kannst Du hier etwas erfahren . Damals war es aber auch so , daß es so gut wie keine kompletten Einheiten mehr gab , sondern alle noch existierenden deutschen Militärverbände nur noch aus zusammengewürfelten Gruppen bzw. Grüppchen bestanden .
          In einem früheren Beitrag habe ich mal geschrieben , wie ich nach der Kapitulation in Danzig auf der Straße Langgarten den Marsch der in die Gefangenschaft durchziehenden deutschen Soldaten erlebte , die sich bis dahin auf dem o.g. Landstreifen aufhielten .
          Leider kann ich Dir nicht mehr mitteilen , ich wünsche Dir natürlich viel Erfolg bei Deiner weiteren Suche .
          Beste Grüße von Rudi

          Kommentar

          • Mandey +08.03.22
            Forum-Teilnehmer
            • 08.02.2009
            • 540

            #6
            AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

            Btrie suche nach Ihren Großvater:
            Sehr geehrte Frau Rietmann
            soeben habe ich Ihren Aufruf gelesen, ich werde Ihnen mit meinen Erklärungen eventuell etwas weiter helfen,allerdings nur zum Ort der Beisetzung,wenn Sie möchten so rufen Sie mich bitte an, tagsüber erreichen Sie mich in meinem Büro, 02822/53366 von 8Uhr 30 bis 17Uhr 30 oder auch gern Privat ab 20 Uhr 02822/45069.( auch an Wochenenden unter 45069)
            Freundliche Grüße Heinz Mandey Emmerich am Rhein

            Kommentar

            • Mottlauspucker, +08.08.2012
              Forum-Teilnehmer
              • 13.02.2008
              • 120

              #7
              AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

              Hallo Kerstin.
              Vielleicht zur Komplettierung die WAST hat des öfteren die Adresse gewechselt"Berlin"
              kommt an.Eine weitere WAST-Behörde hat ihren Sitz in Aachen.Dort müßte die
              Anschrift WAST-Aachen auch ausreichen.
              Beim Absender sollte man etwas großzügiger sein das
              meint der Mottlauspucker
              Dieter

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              • K. Rietm.
                Forum-Teilnehmer
                • 03.08.2011
                • 3

                #8
                AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                Vielen Dank für eure Antworten!!!

                Ihr habt tatsächlich recht, ich hab mich mit dem Datum des Kriegsendes vertan. Mir wurde überliefert, dass zu Zeitpunkt des Todes von unserem Grossvater (09.04.1945)die Situation in seinem/unserem Heimatort friedlich war. Es gab dort keine Kämpfe, bzw. Unruhen mehr. Es fiel da der Satz: " Als er gestorben ist war doch schon alles vorbei!". Das hab ich ohne groß nachzudenken falsch interpretiert. Danke für die richtigstellung.

                Rudolf, danke für deine Schilderungen! Wie soll ich es sagen... Es ist gut zu hören, wie die Situation damals war. Verstehen ist da das falsche Wort. Was mir nach lesen vieler Beiträge bewusst wird, ist dass wir ja noch froh sein können, "so viel" von dem Schicksal unseres Grossvaters zu wissen. Und dass seine Frau und seine Kinder ja relativ sicher zu Hause waren und z.B.nicht flüchten mussten. Aber natürlich ist jede Familie über Generationen auf irgendeiner Art und Weise beeinflusst. So auch unsere. Und immer wieder taucht der Gedanke auf, wie das Leben anders verlaufen wäre....
                Aber es ist halt so, das die Kinder ja noch klein waren, 6 und 8 Jahre alt (jetzt 72 und 74 Jahre). Und da fehlen einfach Antworten um das Thema irgendwie für sich zu verarbeiten und auch abzuschliessen. Die Mutter war damals nicht in der Lage näher darüber zu sprechen.
                Darum wäre es schön den Kameraden, bzw. seine Nachfahren, der unseren Grossvater beerdigt hat ausfindig zu machen. Zumal sein Heimatort Gross Reken nur 10km von uns entfernt liegt.

                Vielen Dank auch an sie, Heinz, ich werde das Angebot sehr gerne annehmen! Das wird aber noch einige Tage dauern, da ich momentan im Urlaub bin und zuhause noch genauere Daten über die Einheit, in der er eingezogen wurde, habe. Ich denke, das ist bei der weiteren Recherche hilfreich.

                Viele Liebe Grüsse und allen ein schönes Wochenende!

                Kerstin Rietmann

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                • Wolfgang
                  Forumbetreiber
                  • 10.02.2008
                  • 11623

                  #9
                  AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                  Schoenen guten Abend,

                  pardon, im Augenblick stolper ich ueber den Ortsnamen "Kobbelbude". Ich weiss nicht ob ich da nun vollkommen falsch liege -alle meine Unterlagen in denen ich recherchieren koennte liegen noch in Deutschland- aber so sehr ich mich auch bemuehe mir diesen Ortsnamen in Erinnerung zu rufen: es kommt nichts...

                  Oestlich von Steegen - heute zu Steegen gehoerend und als Ort nicht mehr erkennbar- lag KOBBELGRUBE. Das lag gleich am oestlichen Ortsausgang suedlich der Danziger Strasse.

                  Und oestlich von Stutthof liegt KOBBELKAMPE / Kobyla Kępa, mein kleines persoenliches Paradies, direkt an der Koenigsberger Weichsel gelegen.

                  Es gab auch ein (ostpreussisches) Kobbelbude, aber das lag (nach meinem momentanen Kenntnisstand) nicht auf dem Gebiet des Freistaates Danzig.

                  Um noch einmal genau nachzuhaken -und um von Euch dazuzulernen-: Gab es wirklich einen Ort KOBBELBUDE in der Danziger Niederung und wenn ja, wo befand er sich?

                  Viele Gruesse aus dem stickig-schwuel-warmen Danzig
                  Wolfgang
                  Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                  Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                  Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                  Kommentar

                  • Mandey +08.03.22
                    Forum-Teilnehmer
                    • 08.02.2009
                    • 540

                    #10
                    AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                    Guten Abend Wolfgang
                    Kobbelbude gab es in Ostpreussen,um heute dahinzukommen mueste man den Grenzuebergang (MAMOWO) waehlen richtung Königsberg heute gehört das Mütterchen Russland wie so einiges mehr,
                    Freundliche Gruesse v. Heinz Mandey Übrigens am Vergangenen Wochenende war ich in Nickelswalde aus Termin Gründen nur 3 Tage aber mit dem Flieger gehnt es ja fix.

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #11
                      AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                      Schoenen guten Abend,
                      hallo Heinz,

                      um noch einmal konkret nachzuhaken: Gab es ein Kobbelbude im Grossraum Steegen oder ist das Kobbelbude in Ostpreussen gemeint?

                      Schade, dass ich nichts wusste von Deinem Nickelswalder Aufenthalt. Ich bin ja jetzt jeden Tag dort und ich traf auch Rainer sowie Heinz Pohl. Haettest Du Zeit gehabt, waere auch ein Treffen mit Dir sehr interessant gewesen.

                      Viele Gruesse aus dem naechtlichen Saspe
                      Wolfgang
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                      • radewe
                        Forum-Teilnehmer
                        • 08.03.2008
                        • 935

                        #12
                        AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                        Hallo Rudolf, hallo Wolfgang!

                        Beim Suchen nach dem Ortnamen „Kobbelbude“ …….. liegt hier vielleicht eine Namens-/Ortsverwechslung vor??
                        Östlich von Steegen ist mir der kleine Ort Kobbelgrube bekannt.

                        Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
                        Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
                        Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
                        Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

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                        • radewe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 08.03.2008
                          • 935

                          #13
                          AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                          Hallo Kerstin!

                          Du fragst:“ 1. Wo ist Kobbelbude und wie heisst es heute?“

                          Ich glaube der von Dir gesuchte Ort heißt „Kobbelgrube“.

                          Nachfolgend ist ein Messtischblatt, der Ort Kobbelgrube liegt etwa rechts neben dem Ortsnamen Steegen.
                          http://amzpbig.com/maps/1680_Stegen_1940.jpg

                          Grüße von Hans-Werner aus Hamburg
                          Ich suche Geburtsdaten Michael BERGMANN um *1808, WO??
                          Im November 1835 heiratet er `katholisch´ Anna Elisabeth SCHULZ aus Zoppot.
                          Er, seine Ehefrau & die Nachkommen lebten in Carlikau, Fischerkolonie (Fischerplatz).

                          Kommentar

                          • Rudolf
                            Forum-Teilnehmer
                            • 22.06.2008
                            • 335

                            #14
                            AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                            Habe soeben meinen Fehler bemerkt : Es muß natürlich richtig heißen : Kobbelgrube . So steht es auch auf meiner Karte "Ostpreußen einschl. Freistaat Danzig" ( Auto - Radfahrer - und Verkehrskarte , vermutlich Ende der 20-er Jahre , Maßstab 1 : 300000 ) .
                            Ich bitte um Entschuldigung für meinen Fehler und wünsche noch einen schönen Sonntag - Rudi ( nicht aus Heugrube sondern aus Heubude )

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                            • Mandey +08.03.22
                              Forum-Teilnehmer
                              • 08.02.2009
                              • 540

                              #15
                              AW: Gefallen nach Kriegsende am 09.04.1945

                              Einen schönen guten Morgen nach Heubude/Stogi,
                              Hallo Wolfgang,
                              Nein im Grossraum Steegen gab es keinen Ort Kobbelbude,der Ort war in Ostpreusssen. Ja mein Aufenthalt in meinem Gebutrsort Nickelswalde war sehr kurz,wurde auch nicht lange vorgeplant, er diente nur einen Privaten Besuch,eine mir sehr bekannte liebe alte Dame vollendete Ihren Neunzigsten Geburstag,ich bin auch Rainer mit Gefolge beim Abendessen begegnet. (PS in deinem zukuenftigen Wohnort lebte einmal ein bekannter (Schlorrenmacher) Namens Schalk , welcher auch noch nach seiner Vertreibung in der BRD seine Schlorren weiter herstellte, sein Bruder das war Karusellen Schalk es war ein in der Gegend sehr bekannter Schausteller.
                              Freundliche Grüße Heinz Mandey

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