Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

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  • polomatch
    Forum-Teilnehmer
    • 06.02.2010
    • 181

    #1

    Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

    Neufahrwasser Kirchstr. 13

    Mein Großvater, William Schlicht, geb. 26.7.1876 in Neufahrwasser, lebte lt. Options-Ausweis, den ich in alten Unterlagen gefunden habe, 1922 in der Kirchstr. 13.
    Weß jemand, ob es die damalige Kirchstraße noch gibt, wo sie lag und wie sie heute heißt?
    Kann man noch mehr Einzelheiten über William Schlicht. seine Frau Martha, geb Bekusch und ihre Kinder Gerda, Wiliam, Anna und Gerhard Schlicht erfahren?
  • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 5206

    #2
    AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

    Hallo Bernd
    Also eine Kirchstr. habe ich nicht gefunden.......
    Es gibt einen Kirchenstrasse in Zoppot und einen Kirchenweg in Schidlitz....
    Schicke Dir mal die verzeichneten " Schlicht " aus dem Danziger Einwohnerbuch 1937/38.

    Viele Grüße
    Hans-Jörg
    Angeh

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    • Jürgen Albrecht
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 309

      #3
      AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

      Hallo Bernd, hier die Anschrift 1918
      Neues Adreßbuch für Danzig 1918, 22. Jahrgang, Kafemann Verlag, I.Teil, Seite 383,

      Schlicht, William, Rottenführer, Neufahrwasser, Kirchenstraße 13


      Viele Grüße Jürgen

      Kommentar

      • polomatch
        Forum-Teilnehmer
        • 06.02.2010
        • 181

        #4
        AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

        Hallo Jürgen,

        vielen Dank für deine Nachforschungen.Sind in dem Adressbuch noch weitere Familienmitglieder Schlicht verzeichnet?
        Wie kann man erfahren, ob es die Kirchenstr heute noch gibt und wie sie möglicherweise jetzt heißt?

        Erst mal herzlichen Dank, vielleicht finderst du noch mehr heraus.

        Liebe Grüße

        Bernd

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        • magdzia
          Forum-Teilnehmer
          • 06.12.2009
          • 464

          #5
          AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

          Hallo Bernd,

          die Kirchstraße wurde irgendwannmal nach 1918 in die Hedwigiskirchstrasse umbenannt.

          Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


          Gruß und viel Erfolg bei der weiteren Suche.

          Magdalena

          Kommentar

          • polomatch
            Forum-Teilnehmer
            • 06.02.2010
            • 181

            #6
            AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

            Hallo Hans-Jörg,

            soeben bekam ich den Hinweis,dass die Kirchstraße irgendwannmal nach 1918 in die Hedwigskirchstrasse umbenannt wurde.

            Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


            Vielleicht hilft dies weiter.

            Nochmals vielen Dank

            LG
            Bernd

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            • polomatch
              Forum-Teilnehmer
              • 06.02.2010
              • 181

              #7
              AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

              Hallo magdzia,

              vielen dank für die schnelle Antwort.

              Weißt du, wie man erfährt, ob das alte Haus noch existiert?

              LG
              Bernd

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              • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 5206

                #8
                AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                Hallo
                Bernd
                Hier die Bewohner dieser Straße Nr.13
                Viele Grüße
                Hans-Jörg
                Angeh

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                • jomschl
                  Forum-Teilnehmer
                  • 21.04.2010
                  • 6

                  #9
                  AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                  Hallo Bernd,
                  Dein Großvater in meinem Stammbaum eine Nebenlinie, das heißt aber auch, dass ich seine Vorfahren über 5 Generationen in meinem Stammbaum habe. Ist das für Dich interessant oder hast Du die schon alle? Hast Du noch mehr Informationen über Deinen Großvater? Ich habe z. B. sein Sterbedatum nicht.
                  Wenn Du möchtest, schicke ich Dir gerne mal die Daten zu.
                  Herzlichen Gruß
                  Jochen

                  Kommentar

                  • magdzia
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.12.2009
                    • 464

                    #10
                    AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                    Hallo an die Schlicht-Nachfahren,

                    ist euch bekannt, dass evtl. ein Familienangehöriger von euch die Anna Kreft geheiratet hat?

                    Die Familie hat sich nach der Flucht in Ostdeutschland niedergelassen. Das Ehepaar hatte eine Tochter Gisela.

                    Viele Grüße
                    Magdalena

                    Kommentar

                    • kai-uwe
                      Forum-Teilnehmer
                      • 29.01.2009
                      • 18

                      #11
                      AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                      Hallo Bernd und auch Hallo an Jürgen,

                      der Name Schlicht taucht auch in meinen Ahnenlisten auf. Meine Ururgroßmutter Martha, geb. Schlicht war
                      verheiratet mit Rudolf Heinrich Gustav Linde. Zu Martha Schlicht habe ich leider keine Geburtsdatum.
                      Gestorben ist sie am 31.05.1935. Überliefert ist mir, dass Martha einen Bruder Robert Schlicht hatte.
                      Dieser Robert ist der im Einwohnerbuch von 1937 ausgewiesene Eigentümer des Hauses
                      Hedwigskirchstraße 13 !! Daraus schließe ich mit Sicherheit eine (ggf. auch enge ) Verwandschaft mit
                      William Schlicht. Vielleicht waren die drei sogar Geschwister.
                      Robert Schlicht war Inhaber eines größeren Landwirtschaftsbetriebes sowie eines Speditionsgeschäftes.
                      Robert Schlicht hatte einen Sohn, Bruno Schlicht. Dieser heiratete später eine der Töchter von
                      Martha Schlicht , also seine Cousine Frieda. Zu allen Personen habe ich leider keine Daten.

                      Vielleicht passen sie ja ins gemeinsame große Puzzle. Also laßt bitte von Euch hören, wenn Ihr das vermutet.

                      Viele Grüße
                      Uwe

                      Kommentar

                      • jomschl
                        Forum-Teilnehmer
                        • 21.04.2010
                        • 6

                        #12
                        AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                        Hallo Uwe,

                        Deine Ururgroßmuttter Ida Martha Schlicht ist am 17. Sept 1865 in Danzig geboren und hatte nicht nur Robert sondern noch 11 weitere Geschwister (eines davon ist tatsächlich William Schlicht).
                        Wenn Du noch Interesse an den Generationen davor hast, melde Dich gerne, ich habe da (zumindest auf der Schlicht-Seite) noch 6 Generationen anzubieten.
                        Dafür wüsste ich gerne noch näheres zu ihrem Tod (Ort, Todesursache, Beerdigung) und weitere Details zu ihrem Mann Rudolf Linde wenn Du das noch hast.

                        Viele Grüße

                        Jochen

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                        • kai-uwe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 29.01.2009
                          • 18

                          #13
                          AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                          Hallo Jochen,
                          die Welt ist also doch ein Dorf und jeder mit jedem verwandt.
                          In welcher Linie stehst Du denn zu diesen 11 Schicht`s ?
                          An den Daten der Vorfahren von Martha Schlicht bin ich sehr interessiert.
                          Zu Rudolf Linde ist mir bekannt, dass er laut Traueranzeige am 23.01.1931 im 66. Lebensjahr
                          in Neufahrwasser starb. In den letzten Berufsjahren war er Beamter der Hafenverwaltung und
                          als Leuchtturmwärter eingesetzt.
                          Zum Tod von Martha Schlicht ist mir außer dem Datum leider nichts bekannt.
                          Robert Schlicht soll auch "König von Neufahrwasser " genannt worden sein, Er hatte wohl in
                          geschäftlichen Dingen ein goldenes Händchen. Von den Eltern hatte er zunächst den Hof mit
                          größeren Feld- und Wiesenflächen übernommen. Nebenbei betrieb er später ein Speditions-
                          geschäft mit dem Danziger Senat. Seine Gespanne beförderten die im Hafen gelöschten
                          Waren in das 8 km entfernte Danzig.
                          Nach dem Einmarsch der Russen starb Robert Schlicht an Wundinfektion, nachdem ihm zuvor
                          von einem russischen Soldaten ins Bein geschossen wurde.
                          Alle diese Informationen sind mir durch Briefwechsel mit Angehörigen übermittelt worden.

                          Viele Grüße
                          Uwe

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                          • kai-uwe
                            Forum-Teilnehmer
                            • 29.01.2009
                            • 18

                            #14
                            AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                            Hallo Schlicht-Nachfahren,

                            unser Thema ist gerade aus dem Ordner "Letzte 24 Stunden" gerutscht. Also nicht
                            nachlassen !
                            Vielleicht finden sich ja noch mehr "Familienangehörige " im Forum ein.

                            Viele Grüße
                            Uwe

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                            • grabschau, + 06.11.2012
                              Forum-Teilnehmer
                              • 10.02.2008
                              • 496

                              #15
                              AW: Wer weiß mehr über meinen Großvater William Schlicht?

                              viell. kann ich Euch helfen IHR Schlicht-Grabbuddlers- Ich warte auf meinen kranken PC ............... grr! aber ich hab' in den kath. Archiven die Möglichkeit zu suchen von * 1854-1892 in Neufahrwasser- / evan gl.keine Chance bei mir -bonne nuit, Sigi-Paris

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