Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

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  • Jürgen Albrecht
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 309

    #136
    AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

    Hallo Waldkind, hier Wohlert in Danzig 1918

    Neues Adreßbuch für Danzig 1918, 22. Jahrgang, Kafemann Verlag, I.Teil, Seite 482,

    Wohlert, Albert, Arb., Weißhofer. Außendeich 2
    Wohlert, Albert, Händler, Rittergasse 17
    Wohlert, August, Krim.-Schutzmann, Lgf., Hauptstr. 112
    Wohlert, Eduard, Arb., Weichselm., Festungsstraße 34
    Wohlert, Emil, Arb., Breitgasse 128/129
    Wohlert, Ernst, Korbmacher, Schidlitz., Unterstraße 4
    Wohlert, Franz, Kfm., E=Eigentümmer, St. Albrecht 38
    Wohlert, Friedrich, Eisenbahn-Schaffner, Stgb., Grauer Weg 9 a
    Wohlert, Georg, Handschuhmachermstr., Hundegasse 101
    Wohlert, Hermann, Arb, Kneipab 22
    Wohlert, Hermann, Kutscher, Lgf., Mirchauer Weg 24
    Wohlert, Paul, Nieter, Schmiedegasse 23
    Wohlert, Paul, Schlosser, Bastion Ochs 7
    Wohlert, Wilhelm, Inv., Hirschgasse 6
    Wohlert, Martha, geb. Uphagen, Ww., Schild 9
    Wohlert, Sophie, Lehrerin., Hundegasse 101
    Wohlert, Ww., Weichselmünde, Norderstraße 13

    Viele Grüße Hans-Jürgen

    Kommentar

    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #137
      AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

      Danke Hans-Jürgen,
      so viele Wohlert! Eigentlich wollte ich dir nicht gleich die ganze Arbeit aufbrummen! So viele schöne Berufe gab es damals, Handschuhmacher, Korbmacher, Kutscher. Was mag wohl ein Nieter sein? Was hat er genietet?
      Ich danke dir, heute sollen die Sterne doppelt so viel leuchten wie letztes malwaldkindchen.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

      Kommentar

      • Jürgen Albrecht
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 309

        #138
        AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

        Hallo Waldkindchen, ein Nieter hat wahrscheinlich auf einer Werft oder beim Brückenbau gearbeitet. Durch das Schweißen wurde das Nieten fast abgelöst und es gibt keine Nieter mehr.
        Viele Grüße Hans-Jürgen

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        • waldkind
          Forum-Teilnehmer
          • 06.10.2008
          • 2366

          #139
          AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

          Hallo Hans-Jürgen
          wenn also eine Brücke nicht geschweißt wurde, dann wurde sie sozusagen mit Metallbolzen und Schrauben zusammengehalten oder vielleicht Metallbolzen ohne Schraube. Na sieh mal was ein Mensch alles nicht wissen kann. Ich weiß tatsächlich nicht, wer die Schrauben wann erfunden hat. Mal sehen,ob ich das herausfinden kann. Schrauben sind so eine tolle Erfindung!
          Wünsche dir weiterhin Spaß und noch mal danke für deine Mühen. Es sagt mir, dassmein Großvater aus einer angestammten danziger Familie gekommen sein muss, während die Großmutter aus einer eingewanderten Familie stammen musste. Das habe ich anfänglich so vermutet, fühle mich jetzt erstmal bestätigt. waldkindchen grüßt.
          Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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          • Wilfried Hein
            Forum-Teilnehmer
            • 18.02.2008
            • 18

            #140
            AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

            Liebes Waldkind,

            hier findest Du Interessantes und Wissenwertes zum Thema Schrauben und Muttern:



            Gruß Wilfried

            Kommentar

            • Wilfried Hein
              Forum-Teilnehmer
              • 18.02.2008
              • 18

              #141
              AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

              Und hier noch etwas Wissenwertes zum Nietvorgang:

              Kommentar

              • waldkind
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 2366

                #142
                AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

                Danke Wilfried,
                in der Tat hatte ich mir für heute vorgenommen das Netz nach Infos über Schrauben, Muttern und Nieten abzusuchen. Ich bin tief gerührt und beeindruckt mit wie viel Liebe, Kenntnis, Fertigkeit, Geduld die Herstellung dergleichen einherging. Ich habe auf meinem Schreibtisch eine große Schraube von einer alten Dampflok zu liegen. Sie erinnert mich immer daran gelassen zu bleiben. Ja das ist es wohl, was man für eine solch detailwichtige Arbeit auch braucht. Die Ausführungen über die Schrauben sind so faszinierend! Ach ja, denke ich mir, wenn einer was Großes erfindet, gehört ihm ein Denkmal. Aber bei diesen Kleinigkeiten, die doch unser ganzes Leben bestimmen, wie eben eine Schraube, da fragt niemand mehr danach, wer sich einst um die Menschen mühte und sorgte.
                Ein bisschen hatte ich mir das Nieten so vorgestellt wie beschrieben, war mir aber im Unklaren woher der Nietkopf kommen sollte. Jetzt weiß ich es. Es ist phantastisch, was die Menschen für tolle Sachen erfunden haben. Es gebührt Respekt diesen handwerklichen Berufen. Da muss ja die Seele mitarbeiten, sonst lassen sich solche Kunstwerke gar nicht erschaffen.

                Da waren unsere Vorfahren also liebevolle Künstler!

                Eine Frage fällt mir noch ein: Was meint eigentlich der Beruf "Arbeiter" genau?
                Danke noch mal an Wilfried Hein und Hans-Jürgen. Ihr habt mir viel Freude bereitet. waldkindchen grüßt.
                Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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                • Aussie

                  #143
                  AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

                  Liebes Waldkind,
                  Mein Opa Baumgart war ein Nieter auf der Schichauwerft. Nachdem er durch einen Metallsplitter auf einem Auge blind wurde widmete er sich dazu Schnupftabak zu machen. Maenner kamen von nah und fern seinen besonders guten Schnupftabak zu kaufen. Meine Oma hatte sich als Naeherin einen Namen gemacht und Geld verdient. Nach Opa's Unfall betrieben sie ein Lebensmittelgeschaeft-Trockenmangel am Vorstaedtischen Graben. Das Haus wurde in 1945 total zerstoert. Oma's Vorratkeller hatte sehr dicke Mauern. Dort waren beide trotz viel Qualm ziemlich sicher und mit Vorrat versorgt. Doch auf der Hoehe des Angriffs erlitt Opa einen Herzanfall und starb. Oma steckte ihn in einen Sack und schob ihn in einer Schubkarre in einer Feuerpause zum naechsten Friedhof wo sie ihn im harten Grund so gut wie moeglich begrub.
                  Ja, so war es damals.
                  Liebe Gruesse,
                  Christa

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #144
                    AW: Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918

                    Schönen guten Morgen,

                    nachdem die meisten Beiträge unter dem Thema "Auskunft aus dem Danziger Adressbuch 1918" nur noch am Rande etwas mit Adressauskünften zu tun haben und es zunehmend schwieriger wird, sich in den zahlreichen bisherigen Beiträgen durchzukämpfen, schließe ich hiermit dieses Thema.

                    Hier wurden etliche Themen besprochen die es verdient hätten, ein eigenes Thema daraus zu machen. Aber so hat sich das nun zu einem kunterbunten Allerlei entwickelt in dem jedweder Überblick verloren ging.

                    Wenn Ihr Fragen zum Adressbuch habt, dann macht künftig jedes Mal ein eigenes Thema auf. Damit Jürgen Albrecht sieht, dass es eine Anfrage zum Adressbuch ist -ich hoffe und bitte ihn sehr, auch weiterhin so entgegenkommend zu helfen- sollte ein Thema beginnen mit "Adressbuch 1918" gefolgt von dem Namen nach dem man sucht. Ein Beispiel wäre "Adressbuch 1918: Naujocks".

                    Und in einem solchen Thema dann bitte auch ausschließlich diese(n) Namen besprechen. So wird das Ganze sehr viel übersichtlicher.

                    Wenn über irgend etwas anderes diskutiert werden soll (also z.B. über Schweißen und Nieten), dann bitte ein eigenes Thema aufmachen. Denn welcher Leser würde je vermuten, dass unter dem Thema "Danziger Adressbuch" darüber diskutiert wird und Link-Hinweise gegeben werden?
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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