Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

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  • Ninha
    Forum-Teilnehmer
    • 30.06.2020
    • 15

    #1

    Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

    Ein fröhliches Hallo in die Runde!

    Nachdem ich nun seit vielen Monaten an einer Stelle hänge, hoffe ich auf hilfreichen Input. Mein Opa Helmut Becker, noch in Danzig im Jahre 1940 geboren und leider bereits 1997 verstorben, sagte meiner Mutter wohl in ihrer Jugend, dass sie nicht vergessen solle, woher sie stamme und sie jüdisch seien. In der Papierforschung, soweit ich bis jetzt bin, lässt sich dazu aber überhaupt gar kein Hinweis finden. Alle sind evangelisch getauft. Auch meine Mutter ist getauft, sodass ich auch schon über „Kryptojuden“ nachgedacht habe.

    Habt ihr Tipps, wo ich noch nach möglichen Antworten suchen könnte?

    Viele Grüße
    Nina
  • sarpei
    Forum-Teilnehmer
    • 17.12.2013
    • 6090

    #2
    AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

    Hallo Nina,

    hast du mal versucht vom zuständigen Standesamt eine Kopie des Geburtseintrags deines Opas zu bekommen?


    Viele Grüße,

    Peter

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    • Lavendelgirl
      Forum-Teilnehmer
      • 11.01.2015
      • 4013

      #3
      AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

      Hallo Nina,

      ich weiß ja nicht, wie weit du in deiner Forschung bist, aber es gab zum Beispiel einen Moritz BECKER, geboren in Danzig, welcher jüdischen Glaubens war:


      und hier:
      JewishGen Special Interest Group focusing on genealogical research on the Jews of Danzig/Gdansk.

      Eventuell besteht ja eine Verbindung?

      Viele Grüße,
      Frank
      Ein kleines Dankeschön für eine gegebene Antwort sollte doch für jeden machbar sein.

      Kommentar

      • Ninha
        Forum-Teilnehmer
        • 30.06.2020
        • 15

        #4
        AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

        Vielen Dank für eure Antworten!
        Die Kopie des Geburtseintrages versuche ich zu bekommen. Die habe ich tatsächlich noch nicht.
        Zu der Familie Moritz Becker konnte ich keine Verbindung herstellen, aber ich behalte es gerne im Hinterkopf, falls sich im Laufe der Monate oder Jahre doch was in diese Richtung andeuten sollte.
        Ich freue mich über jede Anregung. :-)

        Kommentar

        • sarpei
          Forum-Teilnehmer
          • 17.12.2013
          • 6090

          #5
          AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

          Hallo Nina!

          Falls du Daten von deinem Urgroßvater (Vorname, Geburtsdatum/-ort) haben solltest, könnten wir für dich auf die Suche nach Informationen gehen.


          Viele Grüße,

          Peter

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          • Ninha
            Forum-Teilnehmer
            • 30.06.2020
            • 15

            #6
            AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

            Hallo Peter,

            das ist wirklich lieb. Ihr könnt meinen Stammbaum auf ancestry einsehen. Ich habe auch mal je ein Foto von meinem Opa und Uropa Becker auf ancestry eingefügt. Manchmal erkennt ja jemand anderes Familienähnlichkeiten, was eine neue Fährte bringen könnte. Myheritage ist auch vorhanden aber vielleicht nicht ganz so gut gepflegt. Vor zwei Jahren schaute ein Teil der Community schon einmal mit drauf - als ich noch ganz am Anfang stand. :-) Ich gebe mal den Link an, damit niemand unnötig suchen muss:

            https://www.danzig.de/showthread.ph...385#post140385


            Mein Urgroßvater war Albert Reinhold Becker, geboren am 10. April 1896 in Danzig.

            Ein wenig harken tut es bei meiner Urururgroßmutter. In der Eheurkunde meines Ururgroßvaters Gottlieb Becker wird Steinbrügger als Mutter angegeben. In der Sterbeurkunde (2. März 1920 in Danzig) Renate Larfs. Ich halte mir somit beides offen. Die anderen Becker-Forscher/innen haben sich für Steinbrügger entschieden.

            Mit Rüdiger stand ich auch im Kontakt. Er hat mir einiges erzählen können und geholfen. Er schaute freundlicherweise in Archion nach aber fand meinen Ururgroßvater nicht unter den angegeben Daten in den Dokumenten. (falls nichts übersehen wurde. Bei so vielen Einträgen könnte das natürlich auch mal passieren). Es könnte sein, dass sich hinter "meinem" Gottlieb Becker (abt 1843 - 1920) eigentlich sein "Bruder" Johann Gottlieb Andreas (geb. 23. 12.1841) verbirgt. Mit Gewissheit kann ich das aber nicht sagen.

            Ich freue mich über eure Anregungen und die Hilfe. :-) Danke.

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            • waldling +6.8.2023
              Forum-Teilnehmer
              • 04.09.2011
              • 2320

              #7
              AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

              Moin, Ninha,

              auch meine Großmutter schloss sich nach dem Krieg einer Gruppe von Juden an. Bekannt sind aber keine jüdischen Vorfahren bei uns. Ein Urgroßvater in Stutthof geboren ist nach den Einträgen evangelisch, wie du auch geschrieben hast. Über Stutthof mit einem jüdischen Bevölkerungsanteil gibt es keine Hinweise, bis auf eine Familie Lieb, um 1930 in Stutthof.
              https://www.danzig.de/showthread.ph...ie-in-Stutthof und


              Beste Grüße
              Uwe

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              • sarpei
                Forum-Teilnehmer
                • 17.12.2013
                • 6090

                #8
                AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

                Hallo Nina,

                bzgl. deiner Urururgroßmutter gibt es m. E. folgenden Sachstand:

                1841-01-10 - Heirat von Gottlieb Becker mit Renata Steinbrügger (er 25, sie 23 Jahre); in der Zweitschrift bei ancestry steht zwar für sie '26', ich lese bei archion aber 23)

                1851-10-05 - Renata Steinbrügger sirbt im Wochenbett

                1853-02-10 - Heirat des Witwers Gottlieb Becker mit Dorothea Elisabeth Lotz.

                Eine Erklärung bzgl. eines jüdischen Glaubens habe ich nicht. Möglicherweise eine Familienmähr oder 'Stille Post' ... .


                Viele Grüße,

                Peter

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                • Ninha
                  Forum-Teilnehmer
                  • 30.06.2020
                  • 15

                  #9
                  AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

                  Ich möchte mich für eure investierte Zeit und Mühe von Herzen bedanken! :-)

                  Kommentar

                  • Ninha
                    Forum-Teilnehmer
                    • 30.06.2020
                    • 15

                    #10
                    AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

                    Vielleicht ist es wirklich ”stille Post“, es ist wie bei deiner Großmutter (an Uwe gerichtet), ein Missverständnis oder dergleichen. Ich versuche gemeinsam mit einigen DNA-Matches, die bis heute teilweise zu 100% aschkenasisch sind, den gemeinsamen Ahnen zu finden. Vielleicht wird es erfolgreich sein. Wenn nicht, dann schließe ich dieses Kapitel irgendwann ab und lege es ad acta. :-) Es gibt soooo viele Dinge zu erforschen und zu entdecken. :-)

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                    • waldling +6.8.2023
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.09.2011
                      • 2320

                      #11
                      AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

                      Moin, Ninha,

                      ein Hinweis habe ich noch. Vielleicht kannst du von Richard Brook etwas über Juden im Werder erfahren. Sein Vater war in den 30ern Zahnarzt in Tiegenhof. Es gab auch einen Kontakt zu der Firma Epp in Stutthof.


                      Sein Email findest du auf genannter Seite.

                      Beste Grüße
                      Uwe

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                      • sarpei
                        Forum-Teilnehmer
                        • 17.12.2013
                        • 6090

                        #12
                        AW: Papierforschung vs. Aussage meines Großvaters zum Judentum

                        Hallo Nina,

                        im Zeitraum 1841-1845 hatten Gottlieb Becker und Renata geb. Steinbrügger lt. Kirchenbuch Steegen folgende Kinder:

                        1841-12-23 Johann Gottlieb Andreas
                        1843-01-06 Martin.

                        Parallel gab es noch das Ehepaar (Johann) Gottlieb Becker-Euphresyna geb. Glodd mit Nachwuchs ... .


                        Viele Grüße,

                        Peter

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