Suche Pekur/Fentroß aus Danzig

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  • Kokosfuchs
    Forum-Teilnehmer
    • 09.07.2008
    • 4

    #1

    Suche Pekur/Fentroß aus Danzig

    Hallo,

    mein Vater ist gebürtiger Danziger. Er musste 1945 als kleiner Junge mit seiner Familie flüchten. In letzter Zeit kommen wir öfter auf Danzig zu sprechen, vielleicht, weil ich jetzt selbst Mama bin und deshalb etwas über meine Wurzeln erfahren möchte.

    In mir ist der Wunsch gereift, irgendwann in naher Zukunft nach Danzig zu reisen und mir die Plätze anzuschauen, von denen mir mein Vater so viel erzählt. Leider kann er sich nicht mehr erinnern, in welcher Straße er gewohnt hat (er hatte leider schon 3 Schlaganfälle).

    Deshalb hier meine Frage, ob mir jemand zu folgenden Personen etwas sagen kann:

    Julius Pekur, ev., geb. 09.12.1907 (Vater meines Vaters)
    Charlotte Justine Pekur, geb. Fentroß, geb. 03.02.1915 (Mutter meines Vaters)
    Karl und Hanni Fentroß (Großeltern meines Vaters)

    Es wäre möglich, dass sie in Danzig Weichselmünde gewohnt haben. Seine Großeltern evt. in Zoppot.

    Für Infos jeder Art bin ich sehr dankbar.

    Viele Grüße
    Michaela
  • Anonymus

    #2
    Zitat von Kokosfuchs
    ..............
    Deshalb hier meine Frage, ob mir jemand zu folgenden Personen etwas sagen kann:

    Julius Pekur, ev., geb. 09.12.1907 (Vater meines Vaters)
    Charlotte Justine Pekur, geb. Fentroß, geb. 03.02.1915 (Mutter meines Vaters)
    Karl und Hanni Fentroß (Großeltern meines Vaters)
    Es wäre möglich, dass sie in Danzig Weichselmünde gewohnt haben. Seine Großeltern evt. in Zoppot.
    Für Infos jeder Art bin ich sehr dankbar.
    Viele Grüße
    Michaela
    Hallo Michaela.

    Laut Danziger Einwohnerbuch 1942 wohnte Julius Pekur in der Danziger Niederstadt, Strandgasse Nr. 11. Weiterhin finden wir im genannten Buch den Rentner Karl Fentroß in Danzig-Weichselmünde, Festungsatr. Nr. 20. Dagegen ist in Zoppot, Adolf Hitler-Str. Nr. 751a, die Angestellte Frau Marie Fentroß zu finden. (ansonsten kein weiterer Name Fentroß in Zoppot)

    Viele Gruesse
    Ohrscher Siegfried

    Kommentar

    • Kokosfuchs
      Forum-Teilnehmer
      • 09.07.2008
      • 4

      #3
      Hallo Ohrscher Siegfried,

      ich kann es kaum glauben! Vielen :heart:lichen Dank für die Informationen!!!

      Jetzt kann ich vor Ort schauen, wo mein Papa gewohnt hat.

      Viele Grüße
      Michaela

      Kommentar

      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #4
        Zitat von Kokosfuchs
        In letzter Zeit kommen wir öfter auf Danzig zu sprechen, vielleicht, weil ich jetzt selbst Mama bin und deshalb etwas über meine Wurzeln erfahren möchte.
        Hallo Michaela,

        frage und löcher Deinen Vater! Du kannst gar nicht genug fragen. Auch wenn in Danzig geborene Eltern manchmal nicht sehr viel wissen -vor allem wenn sie noch sehr jung waren als sie Danzig verlassen mussten-, dann kann es trotzdem sehr interessant sein, gemeinsam auf Spurensuche zu gehen.

        Zitat von Kokosfuchs
        In mir ist der Wunsch gereift, irgendwann in naher Zukunft nach Danzig zu reisen und mir die Plätze anzuschauen, von denen mir mein Vater so viel erzählt. Leider kann er sich nicht mehr erinnern, in welcher Straße er gewohnt hat (er hatte leider schon 3 Schlaganfälle).
        Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Fahrt nicht alleine unternimmst, sondern dass vielleicht auch noch Dein Vater dabei sein kann.

        Zitat von Kokosfuchs
        Julius Pekur, ev., geb. 09.12.1907 (Vater meines Vaters)
        Angaben zu den von dir genannten Personen sind im Einwohnerbuch 1942 zu finden:
        Es gab einen Julius Pekur, Arbeiter, in der Strandgasse (Stadtteil Niederstadt), heute ul. Dolna. Außerdem gab es den Seemann John Pekur, Heidseestr.34 (in Heubude/Stogi) und die Witwe Marie Pekur in der Norderstr. 11

        Zitat von Kokosfuchs
        Charlotte Justine Pekur, geb. Fentroß, geb. 03.02.1915 (Mutter meines Vaters)
        Ist nicht im Einwohnerbuch 1942 zu finden. Wer war Dein Großvater?

        Zitat von Kokosfuchs
        Karl und Hanni Fentroß (Großeltern meines Vaters)
        Es wäre möglich, dass sie in Danzig Weichselmünde gewohnt haben. Seine Großeltern evt. in Zoppot.
        1942 gab es in Weichselmünde in der Festungsstraße 20 den Rentner Karl Fentroß, der Eigentümer dieses Hauses war (es wohnten dort noch der Schiffszimmerer Hermann Blank, der Arbeiter John Goertz und der Invalide Gottfried Tuchel). Auch von Haus Festungsstraße 20a war er Eigentümer. Dort wohnte der Seefahrer Robert Liedtke.
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #5
          Zitat von Wolfgang
          1942 gab es in Weichselmünde in der Festungsstraße 20 den Rentner Karl Fentroß, der Eigentümer dieses Hauses war (es wohnten dort noch der Schiffszimmerer Hermann Blank, der Arbeiter John Goertz und der Invalide Gottfried Tuchel). Auch von Haus Festungsstraße 20a war er Eigentümer. Dort wohnte der Seefahrer Robert Liedtke.
          Noch kurz eine Anmerkung: Wenn ich von Saspe aus ins Werder fahre, nehme ich oft den Weg über Neufahrwasser und Weichselmünde. Auch letzte Woche fuhr ich mit der Fähre über die Tote Weichsel. Auf der östlichen Seite geht es links ab zur Festung, gerade aus Richtung Heubude und rechts in die Festungsstraße hinein. Ich bin sie auch letztes Mal wieder ein Stück gefahren, aber ich kann mich nicht erinnern, dort auch nur ein einziges Wohngebäude gesehen zu haben. Es ist weitgehend brach liegendes Industriegebiet und es wohnt dort niemand mehr. Alles ist dort plan gemacht worden, da es großflächige gesundheitsgefährdende Umweltverschmutzungen gab in deren Folge die dort lebenden Menschen umgesiedelt und ganze Straßenzüge abgebrochen wurden (u.a. auch die Norderstraße wo die Witwe Maria Pekur lebte).

          Wenn Du also nach Danzig kommst und nach Weichselmünde fährst, wirst Du zwar die Festungsstraße finden, aber -soweit ich mich erinnern kann- stehen dort lediglich vereinzelt Industriebaracken umgeben von Buschwerk, Birken und sonstigem Nachkriegsbaumbestand.

          Du kannst das alles auch auf einer Satellitenaufnahme sehen: http://maps.google.de/maps?hl=de&ie=...,0.011115&z=17

          Wechsel zwischen "Satellit" und "Karte" hin und her, verschiebe das Bild, vergrößere und verkleinere es. Die "Roberta de Plelo" ist die Festungsstraße.
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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          Kommentar

          • Anonymus

            #6
            Weichselmuende

            Zitat von Wolfgang
            ..................
            Wenn Du also nach Danzig kommst und nach Weichselmünde fährst, wirst Du zwar die Festungsstraße finden, aber -soweit ich mich erinnern kann- stehen dort lediglich vereinzelt Industriebaracken umgeben von Buschwerk, Birken und sonstigem Nachkriegsbaumbestand.
            ......................
            Hallo Michaela.

            Die Information von Wolfgang kann ich voll und ganz bestaetigen.
            Als ich im Juli 2005, mit meinem Fahrrad von Heubude kommend in Richtung Westerplatte radelte, bog ich vor der Festungsanlage von der Hauptstrasse nach links ab um an die "Tote Weichsel" zu kommen. Die Festungsstrasse fand ich auch, aber kein einziges Wohnhaus dort. Kreuz und quer verlaufen Eisenbahnschienen und sonst nur das, was auch Wolfgang gesehen hat. Eine oede und einsame Gegend, sie sollte man moeglichst meiden! Schon vom Anleger der Weichselfaehre in Neufahrwasser ist die Trostlosigkeit des frueheren Wohnbezirks Festungsstrasse auf der gegenueber liegenden Flussseite erkennbar.

            Viele Gruesse
            Ohrscher Siegfried

            Kommentar

            • Kokosfuchs
              Forum-Teilnehmer
              • 09.07.2008
              • 4

              #7
              Hallo,

              vielen Dank für die vielen Informationen. Ich bin ganz überwältigt.

              Ich habe mir auf der Satelitenkarte direkt mal die Ul. Dolna angesehen.

              Ich habe auch schon meinen Vater angerufen und ihm gesagt, wie die Straße hieß, in der er mit seiner Familie lebte und die von seinen Großeltern. Ich glaube, er freut sich unheimlich, dass ich mich dafür interessiere.

              Er würde auch gerne mitkommen nach Danzig. Allerdings ist er Pflegestufe 2 und ich bezweifle, dass eine Fluggesellschaft ihn mitnehmen würde. Ich denke, der Stress (physisch und psychisch) wäre für ihn auch zu groß.

              Evt. werde ich im nächsten Jahr mit meinem Mann und meiner Tochter mal hinfliegen. Meine Geschwister haben bestimmt auch Interesse.

              Ich denke, diesen John Pekur werde ich mir auch mal näher ansehen. Bei familysearch habe ich noch eine Justina Pekur gefunden, die 1864 auch in Heubude geboren wurde.

              Der Name Pekur scheint ja nicht soooo geläufig zu sein...

              Mit Marie Pekur wusste mein Vater spontan nichts anzufangen. Aber auch da schaue ich mal weiter.

              Kann man denn beim Standesamt dort nachforschen? Oder gibt es da keine Unterlagen mehr? Verstehen die deutsch oder englisch?

              Grüße
              Michaela
              (die das Thema irgendwie nicht mehr los lässt)

              Kommentar

              • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 5206

                #8
                und nochmal...

                Hallo Michaela
                So nun komme ich auch noch…….Angaben sind ja schon viele gemacht von Siegfried und Wolfgang
                Hier noch mal Pekur / Fentroß und Strandgasse 11

                Viele Grüße
                Hans-Jörg
                Angeh

                Kommentar

                • Pomuchel
                  Forum-Teilnehmer
                  • 12.02.2008
                  • 241

                  #9
                  Über Fentros habe ich auch etwas für 1902 gefunden:

                  Fentros, Albert, Arbeiter, Engl. Damm 7
                  Eduard, Schmiedegeselle, Grüner Weg 6
                  Edwin, Kellner, Langfuhr, Hauptstrasse 32
                  Johann, Arbeiter, Neufahrwasser, Olivaer-Str. 63
                  Karl, Arbeiter, St. Barbara-Gasse 2
                  Oskar, Hilfsheizer, Grüner Weg 6
                  Peter, Arbeiter, Neufahrwasser, Olivaer-Str. 63
                  Marie geb. Schmidt, Witwe, Langgarten 27
                  Hochachtungsvoll
                  virt. Prof. Grün
                  www.rzygacz.webd.pl/pomuchel/archiv.html -
                  Danziger Dienstleistungen jeglicher Art
                  Nachforschungen in Archiven (Danzig und Umgebung)
                  Historische und heutige Bilder von Danzig
                  Kontakt über PN

                  Kommentar

                  • Kokosfuchs
                    Forum-Teilnehmer
                    • 09.07.2008
                    • 4

                    #10
                    Hallo liebe Nachtschwämer,
                    vielen Dank für die vielen Infos. Da werde ich mich mal weiter dranhängen...

                    Grüße
                    Michaela

                    Kommentar

                    • Ragnar76

                      #11
                      AW: Suche Pekur/Fentroß aus Danzig

                      Hallo ich weiß nicht ob das Forum noch aktiv ist und abgerufen wird. Ich denke das ich aber, mehr meine Oma etwas zu den Personen Johanna Fentroß geb. Ketterling am 28.01.1873 in Danzig Weichselmündung und Karl Fentroß geb. 02.02.1871 sagen kann. es handelt sich hierbei um die Großeltern meiner Oma, also es sind meine Ur-Urgroßeltern. Leider wurden beide 1945 ermordet weil sie ihr Haus nicht verlassen wollten.

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