Kammermann

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  • MueGlo
    Forum-Teilnehmer
    • 11.03.2010
    • 1129

    #16
    Moin,

    soone Schiete ...

    In einem anderen Kontext stöbere ich durch die *-Einträge von 1695 bis ca. 1710 im Kb Schönbaum ... und stoße dabei auf eine ganze Reihe von Eltern, die als "Kammerleute" bezeichnet werden.

    Ein Ehepaar kann nun ja wohl schlecht für administrative Funktionen von der Danziger Obrigkeit dort eingesetzt sein. Mithin klingt das wie in Dirschau, dass diese Kammerleute Mieter einer Kammer in einer Kate sind und sozial und ökonomisch ziemlich weit unten agieren. 1793 bei der preußischen Landesaufnahme nach der 2. Polnischen Teilung firmieren solche Bewohner gemeinhin als "Einlieger".

    Zu berücksichtigen dabei ist, dass die Bennenung eines Ehepaares als Kammerleute die sprachliche "Macke" eines einzigen Predigers sein kann und dass die Vor- und Nachgänger dieses Predigers derartigen Leuten eine andere Bezeichnung zuordnen.

    Ob dies Konsequenzen hat für die in den Kirchspielen Bohnsack, Steegen und Tiegenort identifizierten Kammermänner und deren vermutete administrativen Funktion ist mir momentan noch vollkommen unklar.

    Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
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