Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danziger

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  • waldling +6.8.2023
    Forum-Teilnehmer
    • 04.09.2011
    • 2320

    #16
    AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

    Moin, Dieter,

    nun bist du mir zuvor gekommen. Ich hatte dein Anliegen schon so verstanden, wie du es nun geschildert hast. Warum das Thema löschen? Wenn mehr Aktivität gewünscht wird, dann spielen doch die Themen keine Rolle, es sei denn, es soll beispielsweise eine rechte Gesinnung verherrlicht werden und das sehe ich hier nicht. Es gibt immer Themen die eine leichteren Zugang bieten und Themen wo man sich reinarbeiten muss. Lasst doch einfach mehr Spielraum und habt die Toleranz und Akzeptanz, dass es keine Antworten gibt.

    Beste Grüße
    Uwe

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    • waldling +6.8.2023
      Forum-Teilnehmer
      • 04.09.2011
      • 2320

      #17
      AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

      Rechte Verherrlichung.

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      • sarpei
        Forum-Teilnehmer
        • 17.12.2013
        • 6085

        #18
        AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

        Hallo Dieter,

        bei der von dir hier weitgehend zitierten Veröffentlichung handelt es sich um den Artikel von Helmut Foth, der in den 'Mennonitische Geschichtsblätter', 72. Jahrgang, 2015, S. 47-74 erschienen ist. Er ist es auch, der dort in den Anmerkungen die von dir genannten Auffinder der Mannhardt-Rede nennt:

        "Walter Klaassen, Harry Loewen, James Urry, German Nationalism and the First World War: Hermann G. Mannhardt´s Heroic Deeds And Heroes, in: The Mennonite Quarterly Review 88 (October 2014), S. 517-536. Die Rede Mannhardts wurde 1915 im Verlag W. F. Burau, Danzig veröffentlicht. Ein Exemplar befindet sich im Nachlass Christian Neffs in der Mennonitischen Forschungsstelle auf dem Weierhof (MFS). Ihrem Leiter Gary Waltner sei hier für seine freundliche Unterstützung bei der Literaturbeschaffung herzlich gedankt."

        Foth bilanziert die Deutschtümelei Mannhardts und anderer Mennoniten wie folgt: "Mennonitische Prediger und Schriftleiter haben sich im Ersten Weltkrieg nicht nur nationalistisch gebärdet, sondern in ihrer seelsorgerlichen Reaktion auf die politischen Ereignisse auch eine spezifische bellizistische Theologie im Krieg entwickelt und vorangetrieben."

        Dem habe ich nichts hinzuzufügen. Ich bin nun weder Historiker noch Psychologe, kann aber nochmals feststellen, dass Mannhardt nicht der Einzige mit diesem Gedankengut war. Und ich halte es nach wie vor für unzulässig aus den unzweifelhaften Verirrungen Einzelner auf eine Gesamtheit zu schließen - das ist nicht seriös.


        Viele Grüße

        Peter

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        • waldling +6.8.2023
          Forum-Teilnehmer
          • 04.09.2011
          • 2320

          #19
          AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

          Moin, Peter,

          herzlichen Dank für deinen Beitrag und deine Einschätzung die ich teile und auf die ich in #2 auf sehr allgemeiner Art schon hingewiesen habe.

          Es fällt mir nur gerade schwer, Beiträge so zu bewerten (und damit meine ich nicht dich, Peter), dass der Beitragsstarter gleich wieder resigniert. Das schließe aus einigen anderen Beiträgen/Threads, in denen es immer wieder um mehr Beteiligung und Aktivität geht. Dann aber, wenn die Themen nicht "gewünscht" werden, ......... Bildet euch selbst eine Meinung. Auch schwierige Themen bzw. "fehlerhafte" Beiträge können einenm Forum helfen, sich weiter zu entwickeln.

          Herzliche Grüße
          Uwe

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          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8547

            #20
            AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

            Hallo Dieter (#15) und Uwe (#19),

            es war ein Fehler, meinen Beitrag #14 zu schreiben. Ich nehme ihn hiermit mit Bedauern zurück, bis auf den ersten Satz.

            Guten Abend,
            Ulrich

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            • Weimaraner
              Forum-Teilnehmer
              • 18.01.2018
              • 307

              #21
              AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

              Einen guten Sonntag zusammen,
              Guten Morgen Peter,

              eigentlich hatte ich innerlich das Thema schon "Abgeharkt" ich möchte dir aber trotzdem zu deinem letzten Beitrag antworten
              ......"kann aber nochmals feststellen, dass Mannhardt nicht der Einzige mit diesem Gedankengut war. Und ich halte es nach wie vor für unzulässig aus den unzweifelhaften Verirrungen Einzelner auf eine Gesamtheit zu schließen - das ist nicht seriös".

              Du weist, wie sehr ich dich und deine fundierten Beiträge wie auch die von anderen Forumsteilnehmer schätze- und geniesse diese zu lesen. Umso mehr hat mich erstaunt, das du bereits ein Fazit ziehst ohne das wir auch nur einen einzigen Satz zu den Ausführungen Mannhardts geschrieben haben.

              Die Rede Mannhardts war der "Aufhänger" und du wirst in dem von mir eingestellten "Thema" an keiner Stelle eine Wertung noch Bewertung zu dieser von mir finden. Aus diesem Grunde ziehe ich mir auch nicht den "Schuh unseriös"an- sondern beziehe deine Ausführung"Seriös" auf Mannhardt.

              Ich kann auch nicht nachvollziehen wenn du von "Einzelnen Verirrten sprichtst" Die gesammte mennoitsche Literatur spricht immer von Gemeinde und nicht von Der oder die Person. Es ist auch nicht zu verleugnen das Mannhardt es geschafft hat die Gemeindemitglieder Danzigs zu verdreifachen.

              Mein Kernsatz zur Diskussion

              " Wenn ich interesse an diesem Thema zur Geschichte der Mennoniten in Danzig geweckt habe- und wer mit schreiben will "Schlage ich vor, dass wir uns als erstes mit der Person Hermann G Mannhard befassen sollten" um seine Rede zu verstehen und wie er es schaffte eine Glaubensgemeinschaft >>vom wahren Glauben ab zu bringen<<"

              Ich möchte dir aus meiner Sicht kurz aufzählen, was wir durch deinen vorweg genommen Schlußsatz versäumt haben, um uns selber ein Bild von Mannhardt zu machen- oder uns in seine Gedanken zu versetzen, vielleicht auch zu verstehen:

              Schwemmland, Weichseldelta, Reichtum, Handelsbeziehungen, der Deutsch französische Krieg, Hölderlin, die mennonitsche Frauenbewegung "Antje Brons, die vielleicht prominenteste Mennonitin im 19. Jahrhundert", Spenden und freiwilligen Zahlungen an die Krone, Aufgabe ihres Privileg unter anderem nur als Sanitäter zu dienen, hier 2 Oktober 1870 Danziger Gemeinde, oder die mennonitschen Proteste gegen die Aufführung des Trauerspiel des Ernst von Wildenbruch "Mennonit" angesiedelt im frühen 19 Jahrhundert in Danzig.

              Nach meiner persönlichen Meinung

              Von mennonitischer Seite sind Zweifel an der wilhelminischsen Kriegsführung nicht überliefert, es gab auch kein Aufbegehren oder gar Formen der Verweigerung.
              An das Grauenvolle des Massensterbens sollte nicht erinnert werden. Für eine echte Trauer um die Opfer des Krieges haben auch die Mennoniten in den Jahren danach keine Sprache gefunden. Aber auch von Mannhardts großer Rede im Krieg, von seinen »Taten und Helden«, die er zuvor beschworen hatte, war nichts mehr zu hören.

              Hierzu einige Quellen;

              Emil Händiges, Historisches Memorandum zur Wehrlosigkeit der Mennoniten, Karl Bartels, Ostfriesische Mennoniten in den kriegerischen Zeiten des 18./19. Jahrhunderts.

              Erich Göttners 10seitiger Nachruf in: Christlicher Gemeindekalender 1929 erwähnt mit keiner Silbe die zahlreichen kriegsbejahenden Veröffentlichungen Mannhardts. Der umfangreiche, Anfang der 1930er Jahre von Christian Hege verfasste Artikel »Krieg« , schweigt sich völlig über den Weltkrieg aus. Der Ende der 1930er Jahre von Horst Quiring verfasste Artikel »Militärdienst«, widmet dem Weltkrieg eineinhalb Sätze. Horst Penner/Horst Gerlach/Horst Quiring) gehen mit einem einzigen Satz auf die deutschen Mennoniten im Ersten Weltkrieg ein.

              Am Rande, meine Literatur die ich aus der Quelle deiner Danksagung bezogen habe

              Epp, Waldemar: Zur Kulturgeschichte Danzigs. Aus der Zeit der Reformation und des Dreißigjährigen Krieges,
              Westpreußische Mennonitenhöfe um 1900,
              Goossen, Benjamin W.: Mennoniten als Volksdeutsche. Die Rolle des Mennonitentums in der nationalsozialistischen Propaganda, (noch nicht erhalten),
              Hege, Christian: Die Gemeinde Rosenort bei Danzig. Rückblick auf ihr 300 jähriges bestehen, das Denkmal steht übrigens in Kanada
              Keyser, Erich: Die Mennoniten im Weichselland,
              Kobelt-Groch, Marion: Vom skandalträchtigen Trauerspiel zur prosaischen Erinnerung,
              Penner, Horst: Mennonitische Schulzen und Oberschulzen im westpreußischen Weichseldelta

              Abschließend Ulrich, "wofür Entschuldigen" wie oft schreiben wir einen Satz, ohne gelesen zu haben.

              Mit freundlichen Grüßen
              Dieter
              Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

              Kommentar

              • sarpei
                Forum-Teilnehmer
                • 17.12.2013
                • 6085

                #22
                AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

                Hallo Dieter,

                da sich bei solch interessanten Themen wie dem von dir aufgeworfenen 'Mennoniten und ihre Einstellung zum Krieg' offenbar auch wieder nur das 'Häuflein der letzte Aufrechten' angesprochen fühlt, können wir das Thema gerne abhaken.

                War mein Beitrag als Fazit zu verstehen? Nun, das war nicht beabsichtigt. Genau so wenig, wie die Wertung 'nicht seriös' in deine Richtung gemeint war. Das von dir eingestellte Wording stammt von Foth, auch die Überschrift stammt von Foth und ihm laste ich an, dass er die Aussagen mennonitischen Prediger und Redakteure dermaßen verallgemeinert, dass eine ganze Glaubensrichtung damit belastet wird. Ich bin auch nicht der Meinung, dass alle Danziger evangelischen Glaubens Nazis waren, weil ihr Oberhaupt Mitglied der NSDAP war.

                Ein Schlusssatz von mir könnte lauten: "Nein, ich möchte keine Diskussion darüber führen, welche Person vor 100 Jahren welche Weltanschauung vertreten hat." Dafür fehlen mir sowohl die historischen Hintergründe als auch das persönliche Interesse. Darüber hinaus komme ich dann unweigerlich vom Höcksken zum Stöcksken: Nagelsäule, Kriegervereine, Heldendenkmäler, königliche Teerunden und so weiter und so fort. Wie du schon festgestellt hast: ein weites Feld.


                Viele Grüße

                Peter

                Kommentar

                • Weimaraner
                  Forum-Teilnehmer
                  • 18.01.2018
                  • 307

                  #23
                  AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

                  Guten Morgen, Peter, Uwe, Ullrich

                  vorab darf ich mich bedanken, dass auch ihr es versucht habt unser Forum durch eure Beiträge etwas "lebhafter zu gestalten".
                  Sicherlich war das Thema nicht ganz einfach- und dar wir alle keine "Zeitzeugen" sind, wie du richtig ausgeführt hast, müssen wir die Literatur in die Hand nehmen und uns Gedanken machen um diese zu inpretieren.
                  Dieses war aber auch mein "Hintergedanke" ich habe an die Forumsmitglieder gedacht die sich gerne mit der Danziger Geschichte beschäftigen- oder auseinandersetzen, leider muss ich sagen "Vergebens".
                  Vielleicht ist ja besser das wir bei der "Auskunftei" bleiben. Wir brauchen uns keine Gedanken machen "Frage-Antwort" das wars.

                  Nur, dann müssen wir uns Gedanken zum "Sinn eines Forum" machen. Aber auch dieses wird "Vergebens" sein.

                  Ich habe ja nun die Beiträge fast bis 2008 zurückverfolgt um für mich festzustellen woher kommt ab 2012/2013 das Desinteresse. Es gab ja bereits 2017 eine grosse Diskussion zwischen "Fischersjung und der Administration" und mehr als Worte "lass mal, wird alles Besser- und viele andere Plattitüden, etwas "Fruchtbares" konnte ich nicht erkennen.

                  Nach den Forumszahlen ist keine Besserung eingetreten im Gegenteil. Vermutlich gibt es wirklich nur ein "Häuflein der Aufrechten" wenn ich das in Zahlen ausdrücken darf, ca. 10 Forumsteilnehmer denen es seit 2008 gelungen ist mehr als 1000 Beiträge zu schreiben.

                  Mit diesen abschließenden Zeilen schliesse ich das Thema und noch einmal DANKE.

                  Ich wünschen euch einen erfolgreichen Tag
                  Dieter
                  Du kannst keinen Tag der Vergangenheit ändern. Halte niemals mit einer Hand die Vergangenheit fest, denn du brauchst beide Hände für die Zukunft.

                  Kommentar

                  • Beate
                    Administratorin
                    • 11.02.2008
                    • 4834

                    #24
                    AW: Mennonitischer Patriotismus im Ersten Weltkrieg und die Kriegsrede des Danzi

                    Guten Morgen zusammen,

                    ich habe die Beiträge, die nichts mit dem Ursprungsthema zu tun hatten, in die Plachanderecke verschoben.
                    Bitte hier nur noch themenbezogene Beiträge posten.

                    Schöne Grüße, Beate
                    ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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