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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8553

    #16
    AW: Lesen einer Bildrückseite

    Hallo zusammen,

    Piotrs Auskunft #13, dass der Häftling Stutthof nicht überlebt hat, zwingt zu meiner neuen Hypothese:

    Julius G. hat das betr. Bild tatsächlich im Alter von 14 Jahren gezeichnet (vermutlich in Wiener Neustadt) und bei sich aufbewahrt. Erst später, als Erwachsener (vielleicht während seiner Haft in Mauthausen oder Stutthof?), schrieb er auf die Rückseite dieses Bildes die in #1 gezeigte Signatur. Dieser Zeitzuordnung würde die Signatur inhaltlich gut entsprechen.

    Jetzt wäre noch interessant, von Priotr zu erfahren, auf welchen Wegen jene Jugendzeichnung mit der späteren Erklärung auf ihrer Rückseite in Piotrs Hände gelangt ist.

    Viele Grüße
    Ulrich

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    • Langfuhr43
      Forum-Teilnehmer
      • 05.01.2012
      • 567

      #17
      AW: Lesen einer Bildrückseite

      Hallo, zusammen, was bedeutet Wiener Neustadt?
      War es ein Stadtteil von der Stadt Neustadt bei Danzig? Oder ist die österreichische Stadt Wien gemeint?
      LG Gisela
      Ein Schiff ist im Hafen sicher. Aber für den Hafen ist es nicht geschaffen.

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      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8553

        #18
        AW: Lesen einer Bildrückseite

        Hallo Gisela,

        auf Deine Fragen in #17 hier die Wikipedia-Antwort: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Neustadt .

        Viele Grüße
        Ulrich

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        • Piotrch
          Forum-Teilnehmer
          • 06.04.2016
          • 19

          #19
          AW: Lesen einer Bildrückseite

          Hallo zusammen,
          vielen Dank für die bisherigen Deutungen!
          Ich wünsche Allen ein schönes Wochenende!
          Piotrch

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          • Piotrch
            Forum-Teilnehmer
            • 06.04.2016
            • 19

            #20
            AW: Lesen einer Bildrückseite

            Hallo Ulrich,
            meine letzte Antwort war "mager", weil ich nicht immer kann, etwas mehr zu schreiben, besonders wenn ich in der Arbeit bin.
            Nun zu Deiner Frage, wie die Kopie der Zeichnung in meine Hände gelangt ist. (Ich beantworte Deine Frage hier, damit alle Interessierten die Antwort lesen können.) Ich habe sie von dem Enkelsohn des Häftlings erhalten, der auch Schwierigkeiten damit hat, die Signatur zu entziffern (natürlich geht es um den Teil zwischen NEUSTADT und JULIUS), denn er weiß über das Leben Ihres Großvaters relativ wenig. Und die Frage, ob sich Julius in Wiener Neustadt aufhielt, bleibt offen.
            Schöne Grüße,
            Piotrch

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            • sarpei
              Forum-Teilnehmer
              • 17.12.2013
              • 6090

              #21
              AW: Lesen einer Bildrückseite

              Hallo Piotrch,

              nachdem in den Beiträgen #3, #6 und #15 die Signatur m.E. zutreffend interpretiert wurde, habe ich Probleme, deine späteren wiederholten Anmerkungen bzgl. einer Entzifferung der Angabe zwischen Neustadt und Julius zu verstehen. Ist das 'zwischen' von dir 'räumlich' gemeint? Dort befindet sich doch nichts! Oder ist der fortlaufende Text ("im 14ten Jahre") gemeint? Der wurde aber auch schon aufgelöst. Vielleicht hilft ja die anliegende Hervorhebung der Signatur (im Sinne 'Namensunterschrift') weiter ... .

              [ATTACH=CONFIG]21954[/ATTACH]


              Viele Grüße

              Peter
              Angeh

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              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8553

                #22
                AW: Lesen einer Bildrückseite

                Hallo Peter,

                ich finde, dass Du mit Deiner gut gelungenen Hervorhebung der Signatur (= Namensunterschrift) prima zur Klarstellung beigetragen hast.

                Mit der Angabe "Signatur" in meinen Beiträgen in diesem Thread habe ich übrigens die gesamte Beschriftung der betr. Bildrückseite gemeint, auch wenn dies nicht ganz lege artis ist.

                Viele Grüße
                Ulrich

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                • Ulrich 31
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.11.2011
                  • 8553

                  #23
                  AW: Lesen einer Bildrückseite

                  Hallo Piotrch,

                  danke für Deine Antwort #20 hier für alle. In dieser Angelegenheit habe ich noch folgende letzte Fragen an Dich, für deren Beantwortung (nach der Arbeit) ich Dir dankbar wäre:

                  1. Wie ist der Dir bekannte Enkelsohn in den Besitz der Originalzeichnung seines im KZ Stutthof umgekommenen Großvaters gelangt?

                  2. Mit welchem Ergebnis hast Du diesen Enkelsohn nach dem Namen seines o.g. Großvaters befragt?

                  3. Mit welchem Ergebnis hast Du noch vorhandene Häftlingslisten der KZ Mauthausen (einschl. Außenlager Raxwerke) und Stutthof auf dortige Namensgleichheit mit dem hier ermittelten Namens-Bruchstück "Julius Gang..." überprüft?

                  Auf Deine Antwort bin ich gespannt und grüße Dich.
                  Ulrich

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                  • christian65201
                    Forum-Teilnehmer
                    • 15.02.2008
                    • 1256

                    #24
                    AW: Lesen einer Bildrückseite

                    Hallo Piotrch,
                    hallo Ulrich
                    im Gedenkbuch von Mauthausen gibt es keinen Julius Gang....



                    Grüße
                    Christian
                    "Nur wer weiß, woher er kommt, wird den Weg in die Zukunft finden,
                    und nur wer das Alte achtet, wird sinvoll Neues gestalten können" (Autor unbekannt)
                    Dauersuche:KOHNKE; BEHRENDT; LENSER; LIEDTKE; ZIELKE; PIOCH; KLINGER; AUT(H)ENRIEB; ROSENTHAL

                    Kommentar

                    • Ulrich 31
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.11.2011
                      • 8553

                      #25
                      AW: Lesen einer Bildrückseite

                      Hallo Christian (#24),

                      das Gedenkbuch von Mauthausen, aus dem Du verlinkt einen Auszug zeigst, enthält die TOTEN jenes KZ. Der Zeichner "Julius Gang..." des hier diskutierten Bildes samt rückseitiger Beschriftung verlor sein Leben aber nicht im KZ Mauthausen, sondern im KZ Stutthof (vgl. ## 11 und 13).

                      Viele Grüße
                      Ulrich

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                      • Piotrch
                        Forum-Teilnehmer
                        • 06.04.2016
                        • 19

                        #26
                        AW: Lesen einer Bildrückseite

                        Hallo Ulrich, Peter und alle Users,
                        1/ Die Zeichnung war im Besitz eines Familienangehörigen. Nachdem dieser verstorben war, entdeckte der Enkelsohn von Julius diese Zeichnung in der Wohnung des Verstorbenen. Wir vermuten, dass die Zeichnung vom Lager Stutthof nach Hause geschickt wurde (das war möglich!). Es ist aber nicht sicher, dass Julius das Bild mit nach Stutthof brachte. Auf jeden Fall starb der Häftling im Lager kurz vor der Befreiung im Mai 1945.
                        2/ Der Enkelsohn hat den Namen des Großvaters bestätigt: Julius.
                        3/ Ich forsche weiter!
                        Noch einmal vielen Dank!
                        Piotrch

                        3/

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                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8553

                          #27
                          AW: Lesen einer Bildrückseite

                          Hallo Piotrch,

                          nachdem inzwischen niemand aus dem Forum auf Deinen letzten Beitrag (#26 ) reagiert hat, auch nicht verwundert, versuche ich nun, diesen Thread zusammenzufassen und damit zu beenden.

                          Du hast uns über Wolfgang gebeten, die von diesem in #1 gezeigten handgeschriebenen Angaben auf einer Bildrückseite helfend zu lesen. Da der Rest jenes Bildes (Bildrückseite am rechten Rand) fehlt, fehlen dort auch einige Buchstaben des Ortsnamens und der Signatur, sowohl beim Vornamen als auch beim Nachnamen.

                          Im Verlauf des nach #1 folgenden Threads wurde gemeinsam die verfügbare Beschriftung vollständig und korrekt, bis auf eine Unsicherheit, wie folgt lesbar gemacht:

                          „Gezeichnet zu ‚Wr.‘ (?) Neusta/(> dt)
                          im 14 ten Jahre. Juli/(> us)
                          Gang/(> ?)“. - Angabe „/“ bedeutet Abbruch der Bildrückseite.

                          Es war naheliegend, das auch für uns nicht eindeutig lesbare Zeichen vor „Neusta“ mit „Wr.“ zu deuten, und „Neusta“ vollständig als „Neustadt“ zu lesen, so dass der geschriebene Ortsname sicherlich „Wiener Neustadt“ heißen sollte.

                          Gewisse Unsicherheiten bei der Signatur (= Namensunterschrift) wurden, was den Vornamen betrifft, schließlich durch den Enkelsohn des seit 1945 nicht mehr lebenden Zeichner-Großvaters dadurch beseitigt, dass dieser Enkelsohn den Vornamen Julius seines Großvaters inzwischen bestätigt hat (siehe dazu #26).

                          Nach dieser Klärung bleibt allein die Unklarheit beim Nachnamen jenes Großvaters bestehen, der bisher wegen der Unvollständigkeit der zu entziffernden Signatur nur in seinem Vorderteil „Gang“ gesichert werden konnte. – M.E. wäre es Sache des Enkelsohns (nicht Deine), nach dem Nachnamen seines Zeichner-Großvaters Julius zu forschen. Ohnehin finde ich es merkwürdig, dass dieser Enkel nur den Vornamen, aber nicht den Nachnamen seines Großvaters kennt. Eine solche Unkenntnis ist mir bisher bei Verwandten gleicher Konstellation nicht begegnet.

                          Was ich zur Ermittlung des Nachnamens des im KZ Stutthof 1945 umgekommenen Häftlings (= zeichnender Großvater Julius des Enkels ohne Nachnamensgedächtnis) außerdem anmerke:

                          Als man die Zeichnung dieses Häftlings „vom Lager Stutthof nach Hause“ schickte (siehe #26), musste man dort doch wohl die entspr. Wohnadresse mit vermutlich demselben Nachnamen kennen, den der „im Lager kurz vor der Befreiung im Mai 1945“ verstorbene Häftling hatte. – Als der so ermittelte Empfänger der betr. Zeichnung auch verstorben war und der Enkelsohn des Zeichner-Großvaters Julius in der Wohnung des Verstorbenen die Zeichnung von Julius entdeckte, hatte er die Wohnung mit der Zeichnung doch sicher auch nur mit bestimmter Namensadresse (welcher?) gefunden.

                          Mein Fazit:
                          Die handschriftlichen Angaben auf der Rückseite jener Jugendzeichnung von Julius sind für Dich und dessen Enkelsohn jetzt nahezu vollständig zu lesen. Wenn jetzt noch der vollständige Nachname des früheren KZ-Häftlings Julius, der mit „Gang“ beginnt, gefunden werden soll, dann ist das m.E. Sache von dessen Enkelsohn, sofern dieser sich tatsächlich seltsamerweise nicht an den Nachnamen seines Großvaters Julius erinnern sollte. - Du könntest ihm vielleicht dabei fachkundig helfen, aber ich empfehle Dir, Deine Zeit besser zu nutzen, als jetzt lange Häftlingslisten der KZ Mauthausen und Stutthof zu durchforsten.

                          In diesem Sinne wünsche ich Dir alles Gute und schicke Dir sonnige Frühlingsgrüße aus Berlin.
                          Ulrich

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