Mysteriöses Massengrab in Marienburg entdeckt

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  • Daniel Hebron
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 331

    #31
    Hallo,

    dass hier ein Massengrab gefunden wurde ist eine Tatsache. Soetwas verlangt meiner Meinung nach eine hieb- und stichfeste Aufklaerung. Also frage ich noch einmal:

    1) Wurde das Alter der Leichname beweiskraeftig festgestellt???

    2) Wurde eine Sicherung des Fundortes zur Beweissicherung angeordnet??? Was wurde wirklich mit den Toten bestattet??? Welche Gegenstaende befanden sich bei den Toten???

    3) Wurden die Leichname durch Gerichtsmedizin begutachtet???

    4) Zeugen wurden offensichtlich befragt, aber man weiss auch, dass nichts so unsicher ist wie Zeugenaussagen.

    Ich persoenlich finde, dass das Thema sehr, sehr ernst ist. Man sollte sich deshalb nicht auf irgendwelche Vermutungen oder wilde Spekulationen einlassen!

    Viele Gruesse
    Daniel
    Tu as sans doute déjà, lecteur bénévole, bien des récits sur la ville ancienne et commerçante de Dantzig....

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    • Christkind
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 1568

      #32
      Zitat von Erwin-Danzig
      Man kann nur auf objektive und sorgfältige Arbeit bei der Aufklärung
      dieser Funde hoffen und das dabei Spekulationen unterlassen werden.
      Wenn es stimmt, wie in dem betreffenden Artikel in Polskaweb zu lesen, dass es hauptsächlich die jungen Polen sind, die sich für die Aufklärung dieser Ereignisse und womöglichen Massenmorde einsetzen, dann meine ich, sind sie den jungen Deutschen schon weit voraus.
      Während diese erschrecken, was da vielleicht wieder für Lügen verbreitet werden, wollen die polnischen Jugendlichen Aufklärung von ihren Eltern und Großeltern.
      Sie wollen nicht vertuschen oder wie die Deutschen es gerne tun "Schwamm drüber". Das ist die Botschaft, die ich aus dem Bericht lese.
      Und wenn das so ist, dann haben wir wieder etwas gewonnen, Zutrauen nämlich.
      Irgendwann wird auch in Zukunft noch die nachkommende Generation bei ihrer Ahnenforschung fragen:Warum ist mein Angehöriger verschollen?
      Wo ist er geblieben? Was geschah mit ihm?
      ______
      Christkind grüßt
      Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
      (M. Gandhi)

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      • Kurti

        #33
        Botschaft aus Polen

        Zitat von Christkind
        Wenn es stimmt, wie in dem betreffenden Artikel in Polskaweb zu lesen, dass es hauptsächlich die jungen Polen sind, die sich für die Aufklärung dieser Ereignisse und womöglichen Massenmorde einsetzen, dann meine ich, sind sie den jungen Deutschen schon weit voraus.
        Während diese erschrecken, was da vielleicht wieder für Lügen verbreitet werden, wollen die polnischen Jugendlichen Aufklärung von ihren Eltern und Großeltern.
        Sie wollen nicht vertuschen oder wie die Deutschen es gerne tun "Schwamm drüber". Das ist die Botschaft, die ich aus dem Bericht lese.
        Und wenn das so ist, dann haben wir wieder etwas gewonnen, Zutrauen nämlich.
        Irgendwann wird auch in Zukunft noch die nachkommende Generation bei ihrer Ahnenforschung fragen:Warum ist mein Angehöriger verschollen?
        Wo ist er geblieben? Was geschah mit ihm?
        ______
        Christkind grüßt
        genauso habe ich diese Botschaft aus Polen auch verstanden. Junge Polen zeigen dass sie es wert sind zu um eine Dauerfreundschaft mit ihnen und ihrem Land zu buhlen. Hierzu gehört die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, wobei Deutschland hierbei überwiegend seinen Anteil bereits erbracht hat. Niemand wird den heutigen Polen böse sein über das was auch manche ihrer Vorfahren in Kriegszeiten Schlimmes anrichteten. Aber die Ehrlichkeit über die eigene Vergangenheit auch von polnischer Seite ist Vorraussetzung für Frieden und Freundschaft und das werden diese jungen Polen in die Wege leiten, da bin ich mir sicher. Schön dass Du dies auch zwischen den Zeilen entdeckt hast.

        Wünsche ein gesundes neues Jahr.

        Kurti

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        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #34
          Zitat von Kurti
          Es wurde nur mit einem Metalldetektor 10 Minuten herumgespielt. Wo hast Du denn die Info darüber gefunden dass alles abgesucht worden sei ?
          Aus seriöseren Quellen als dem Boulevard-Dienst "Polskaweb".
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #35
            Zitat von Christkind
            Wenn es stimmt, wie in dem betreffenden Artikel in Polskaweb zu lesen, dass es hauptsächlich die jungen Polen sind, die sich für die Aufklärung dieser Ereignisse und womöglichen Massenmorde einsetzen, dann meine ich, sind sie den jungen Deutschen schon weit voraus.
            Hallo Christa,

            zuerst einmal: Es sind überwiegend nachkriegsgeborene Polen (wie ich auch ein nachkriegsgeborener Deutscher bin), die eine Aufklärung fordern. Ist man noch "jung" wenn man auf die 60 zugeht? Daraus abzuleiten, sie hätten den "jungen Deutschen" etwas voraus, ist schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

            Zitat von Christkind
            Während diese erschrecken, was da vielleicht wieder für Lügen verbreitet werden, wollen die polnischen Jugendlichen Aufklärung von ihren Eltern und Großeltern.
            Auch dieses Mal meine Bitte an Dich: Bitte Fische bei die Butter! Du versteigst Dich erneut in pauschale Behauptungen für die ich keinerlei Anhaltspunkte geschweige denn Belege sehe.

            Im Gegenteil: Denn gerade auf bohrende Fragen deutscher Jugendlicher an ihre Großeltern gehen hier oft genug die Vorhänge runter. Kaum einer hat was gesehen, kaum einer hat was gewusst und viele, viele waren Widerstandskämpfer. Und genau das erschreckt...
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #36
              Zitat von Kurti
              ... Hierzu gehört die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte, wobei Deutschland hierbei überwiegend seinen Anteil bereits erbracht hat.
              Sorry, das wird in Polen vollkommen anders gesehen. Von mir übrigens auch. In der Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte ist uns Polen Lichtjahre voraus.
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #37
                Zitat von Kurti
                Hier ist ein brandneuer Artikel zu dem Thema bei Polskaweb News

                http://polskaweb.eu/ziviles-massengr...ten-45677.html
                Auch dieser Artikel ist wenig hilfreich weil das Ziel zu informieren in den Hintergrund tritt gegenüber einer Emotionalisierung. In dem Artikel werden erneut Mutmaßungen als Fakten verkauft und das was als Fakten genannt wird, ist teilweise haarsträubend falsch. So ist es vollkommener Blödsinn, wenn von 1.500 gefundenen Schädeln geschrieben wird, denn es ist auch heute noch lediglich eine Vermutung, dass bis zu 1.500 Gebeine gefunden werden könnten. Und es wird bei Polskaweb erneut von einem Genozid gesprochen, obwohl es durchaus sein kann, dass die Opfer während der Kampfhandlungen durch Bomben und Granatenbeschuss umgekommen sind.

                Es wäre sehr, sehr wünschenswert wenn sich Polskaweb dieser Thematik mit der gleichen Sachlichkeit annehmen würde wie dies in Marienburg getan wird. Das was dort geschah, muss mit größter Sorgfalt untersucht werden. Jede voreilige Schuldzuweisungen oder als Fakten verkaufte Vermutungen sind entsetzlich, weil nun auch noch aus Sensationsgier mit billigem Groschenjournalismus Schindluder mit den Opfern getrieben wird.

                Ich bitte auch unsere Forumteilnehmer, sich nicht an solchen Spekulationen zu beteiligen sondern abzuwarten, bis erste Ergebnisse feststehen.
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 5206

                  #38
                  Zitat von Wolfgang
                  Hallo Christa,

                  .... und viele, viele waren Widerstandskämpfer. ...
                  Hallo Wolfgang
                  Mag ja vieles von Deinen Aussagen stimmen..aber diesem Passus kann ich nicht zustimmen.

                  Viele Grüße
                  Hans-Jörg

                  Kommentar

                  • Heinzhst
                    Forum-Teilnehmer
                    • 10.02.2008
                    • 450

                    #39
                    Zitat von Wolfgang
                    Hallo Christa,

                    zuerst einmal: Es sind überwiegend nachkriegsgeborene Polen (wie ich auch ein nachkriegsgeborener Deutscher bin), die eine Aufklärung fordern. Ist man noch "jung" wenn man auf die 60 zugeht? Daraus abzuleiten, sie hätten den "jungen Deutschen" etwas voraus, ist schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.


                    Auch dieses Mal meine Bitte an Dich: Bitte Fische bei die Butter! Du versteigst Dich erneut in pauschale Behauptungen für die ich keinerlei Anhaltspunkte geschweige denn Belege sehe.

                    Im Gegenteil: Denn gerade auf bohrende Fragen deutscher Jugendlicher an ihre Großeltern gehen hier oft genug die Vorhänge runter. Kaum einer hat was gesehen, kaum einer hat was gewusst und viele, viele waren Widerstandskämpfer. Und genau das erschreckt...
                    Es ist erschreckend Wolfgang. Wenn ich auf Fragen Jugendlicher antworte werde ich womöglich als Lügner hingestellt weil meine Antwort nicht in das Klischee passt dass ihnen von Schule und Medien gelehrt wurde.
                    Was können wir tun? Erzählen was wir erlebt haben und mit den Gesetzen in Konflikt geraten, Schweigen, oder das Vorgegebene nachplappern?
                    Die meisten "Alten" werden schweigen.

                    Christa hat vollkommen recht, die polnischen "JUNGEN" sind viel freier und aufgeschlossener als die deutschen. Sie haben die "Keulen" der Vergangenheit nicht im Nacken.

                    Eine gute Nacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr
                    allen im Forum wünscht Heinz der Olivsche
                    Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
                    A.G.

                    Kommentar

                    • Christkind
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 1568

                      #40
                      Zitat von Wolfgang
                      Hallo Christa,

                      zuerst einmal: Es sind überwiegend nachkriegsgeborene Polen (wie ich auch ein nachkriegsgeborener Deutscher bin), die eine Aufklärung fordern. Ist man noch "jung" wenn man auf die 60 zugeht? Daraus abzuleiten, sie hätten den "jungen Deutschen" etwas voraus, ist schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen.


                      Auch dieses Mal meine Bitte an Dich: Bitte Fische bei die Butter! Du versteigst Dich erneut in pauschale Behauptungen für die ich keinerlei Anhaltspunkte geschweige denn Belege sehe.

                      Im Gegenteil: Denn gerade auf bohrende Fragen deutscher Jugendlicher an ihre Großeltern gehen hier oft genug die Vorhänge runter. Kaum einer hat was gesehen, kaum einer hat was gewusst und viele, viele waren Widerstandskämpfer. Und genau das erschreckt...
                      Das ist es doch gerade, Wolfgang!
                      Bohrende Fragen gelten nur den Untaten, nicht den Leiden der vertriebenen Bevölkerung.
                      Wir haben schon oft darüber diskutiert.

                      Mir ist es total egal, ob 1500 Tote oder 100 Tote dort gefunden werden.
                      Es sollte aber herausgefunden werden, wie diese Menschen zu Tode gekommen sind.

                      Ich weiß nicht, welche Ziele Polskaweb hat. Wessen Sprachrohr die Zeitung ist.
                      Ich weiß auch nicht, ob es das polnische "Käseblättchen" ist.
                      Aber annehmen kann ich doch, dass die Inhalte der Artikel belegbar sind?
                      Ich bin auch noch zu jung, um mich für irgendwas schuldig zu fühlen, aber noch nicht zu alt, um nicht die Zeichen zu erkennen,die uns zusammenführen können.
                      Und da bin ich sehr der Meinung, dass die bohrenden Fragen nun auch von den polnischen Nachkriegsgeborenen gestellt werden, wenn Aufklärungsbedarf besteht.
                      Und das ist sicher auch ein schmerzhafter Prozess. Für uns alle.
                      Weil alles wieder hochkommt, was eigentlich vergessen werden sollte.

                      _____
                      Gruß von Christa
                      Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                      (M. Gandhi)

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                      • Christkind
                        Forum-Teilnehmer
                        • 10.02.2008
                        • 1568

                        #41
                        Zitat von Ohrscher 33-46
                        Liebe Forumfreunde, entschuldigt bitte, aber mehr moechte und will ich z. Z. auch nicht zu diesem brisanten Thema schreiben!

                        Viele Gruesse
                        Ohrscher Siegfried
                        Es bringt gar nichts, sich gegenseitig die Verbrechen vorzuwerfen.
                        Hier geht es um Getötete nach dem Ende des Krieges, falls es so ist.

                        Es ist doch schon genug, wenn wir uns eingestehen, dass Schuldige überall zu finden sind.
                        Und die Zeiten sind vorbei, wo nach kommunistischer Lesart die Geschichte geschrieben wird.
                        Also offen und ehrlich und wahrhaftig aufklären, was im Dunkeln liegt.
                        Deswegen muss das Thema überhaupt nicht brisant sein.
                        _____
                        Christa grüßt
                        Auge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
                        (M. Gandhi)

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                        • Wolfgang
                          Forumbetreiber
                          • 10.02.2008
                          • 11623

                          #42
                          Zitat von Wolfgang
                          .... und viele, viele waren Widerstandskämpfer. ...
                          Zitat von Hans-Joerg
                          Mag ja vieles von Deinen Aussagen stimmen..aber diesem Passus kann ich nicht zustimmen.
                          Hallo Hans-Jörg,

                          ich kann dem auch nicht zustimmen, aber es gibt eine neue Umfrage, nach der bei Nachkriegsgeborenen -wohl aufgrund der Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern- die Mär gehegt und gepflegt wird, ihre Altvorderen seien überwiegend Gegner des Naziregimes, ein hoher Anteil sogar Widerstandskämpfer gewesen. Ich muss nach der Umfrage suchen und ich kann nur sagen, da schlackern einem die Ohren, was da zu Tage kommt.
                          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #43
                            Zitat von Christkind
                            Ich weiß nicht, welche Ziele Polskaweb hat. Wessen Sprachrohr die Zeitung ist.
                            Hallo Christa,

                            das primäre Ziel dürfte sein, Geld zu machen. Mit einer Art "Partnerschaftsvermittlung" und Werbung. Der "Nachrichtendienst" ist nur Beiwerk, der mit reißerischen Inhalten Deutsche auf die anderen Seiten locken soll. Das Schlimme dabei ist, dass einige Wahrheiten mit vielen Halbwahrheiten, Unwahrheiten und Vermutungen so vermischt werden, dass häufig gar nicht mehr erkennbar ist, was denn nun Fakt ist.

                            Zitat von Christkind
                            Ich weiß auch nicht, ob es das polnische "Käseblättchen" ist.
                            Aber annehmen kann ich doch, dass die Inhalte der Artikel belegbar sind?
                            Seriöser Journalismus zeichnet sich u.a. dadurch aus, dass durch den Leser keine Annahmen getroffen werden müssen ob Inhalte und Behauptungen belegbar sind. Das muss sich überprüfbar aus den Artikeln ergeben. Aber um auf Deine Frage zurückzukommen: Vieles aus den Polskaweb-Artikeln entspricht nicht der Wahrheit und kann somit auch nicht belegt werden.[/quote]
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                            Kommentar

                            • Helga +, Ehrenmitglied
                              Moderatorin
                              • 10.02.2008
                              • 1948

                              #44
                              Zitat von Wolfgang
                              Ich muss nach der Umfrage suchen und ich kann nur sagen, da schlackern einem die Ohren, was da zu Tage kommt.
                              Hallo Wolfgang,

                              das würde mich auch interessieren.
                              Viele Grüße
                              Helga

                              "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

                              Kommentar

                              • Rudolf
                                Forum-Teilnehmer
                                • 22.06.2008
                                • 335

                                #45
                                Massengräber

                                Liebe Forumteilnehmer ,
                                ich muß sagen , daß mir diese ganze Art der Meinungsäußerungen zu diesem Thema nicht behagt . Als Angehöriger der "Erlebnisgeneration" versuche ich , das alles unter dem Aspekt der damaligen Kriegsereignisse zu sehen .
                                Als 1945 11-jähriger habe ich seinerzeit selbst zusammen mit einigen anderen Jungs in Heubude tote Zivilisten und auch einige deutsche Soldaten begraben . Richtiger gesagt haben wir sie verscharrt in Bomben- und Granattrichtern .
                                Als wir Anfang April 1945 etwa 3 Tage ( viele deutsche Zivilisten ) am Karrenwall lagerten , holten die Russen eines Tages deutsche Frauen - darunter auch meine Mutter - zum Arbeitseinsatz . Sie erzählte mir abends , daß sie die toten Deutschen - Zivilisten , aber auch Soldaten und hier viele von der SS oder der Feldgendarmerie in der Halben Allee und auch an anderen Stellen in Langfuhr und Oliva wegen "Fahnenflucht" aufgehängten Soldaten - sammeln und auf Lastwagen in ein Waldgebiet außerhalb Danzigs bringen mußten , wo die nach ihren Worten Massen von Toten verscharrt wurden .
                                Das war eine Folge von Kriegshandlungen und nicht eine Massakrierung seitens der Russen oder Polen .
                                Ähnliches berichtete berichtete auch mein Vater , der wie viele Tausende von den Russen nach Graudenz verschleppt wurde . Als dort im Sommer/Herbst 1945 Typhus und Ruhr ausbrachen , überlebte er nur , weil er sich freiwillig zum Beerdigungskommando gemeldet hatte ( die Lagerinsassen bekamen dafür die Verpflegung wie die Sowjetsoldaten ) . Er erzählte , daß die meisten dieser Toten außerhalb von Graudenz , aber auch im "Graudenzer Stadtwald"? regelrecht verscharrt wurden und das in Massen .
                                Bei alledem will ich nicht verschweigen , daß ich - obwohl damals 11-bzw.12-jährig - auch Augenzeuge übler Verhaltensweisen der polnischen Miliz wurde , mit der auch ich einige male Bekanntschaft machen durfte und die nach meiner Vertreibung im Januar 1946 dafür sorgte , daß ich nach meiner Ankunft erst einmal einige Wochen im Krankenhaus landete .
                                Auf gar keinen Fall darf man vergessen , wer der Auslöser des Krieges war und mit welcher Brutalität die Deutschen Polen überfallen und unterdrückt haben .
                                Ich bin bei meinen vielen Aufenthalten in Polen ( seit 1962 und auch in Danzig ) stets freundlich und korrekt behandelt worden und es ist mein großer Wunsch , daß sich das Verhältnis und Verständnis zwischen Deutschen und Polen ständig verbessert .
                                In diesem Sinne meine besten Wünsche an alle für ein glückliches und friedliches 2009 von Rudi , dem Heubuder

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