Mysteriöses Massengrab in Marienburg entdeckt

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    Mysteriöses Massengrab in Marienburg entdeckt

    Auf www.polskaweb.de (http://polskaweb.eu/massengrab-polen-32556.html) ist ein Bericht zu finden über ein rätselhaftes Massengrab in Marienburg



    Großes Massengrab mit Zivilisten in Polen entdeckt

    Starke Regenfälle haben dazu geführt dass ein bis dahin unbekanntes Massengrab immer mehr Teile menschlicher Überreste ans Tageslicht spülte. Am Anfang kümmerte sich keiner um stattfindende Schändungen oder die privaten Grabungen von Andenkenjägern an dieser Stelle, bis dann beherzte Bürger endlich die Polizei und Staatsanwaltschaft einschalteten. 64 Skelette von ermordeten Erwachsenen und Kindern hatte man schon vor ca. 3 Wochen ausgegraben und diese ohne Untersuchungen der Todesursachen zum Friedhof von Marienburg (Marlbork) in Pommern gebracht. Bis zu 500 weitere Opfer schätzen Beobachter vor Ort noch in dem Massengrab im Zentrum der Stadt auf dem alsbald ein Vier- Sterne Hotel entstehen soll, denn immer mehr Reste von Opfern werden gefunden, die vermutlich zum Ende des zweiten Weltkrieges ermordert wurden. Mehrere der gefundenen Schädel wiesen nach Zeugenaussagen Einschuss- Löcher auf, doch der zuständige Staatsanwalt in Marienburg, Jarosław Kembłowski, machte nur drei Tagen nach dem ersten großen Fund den Aktendeckel mit dem Hinweis zu, dass es keine Erkenntnisse zu Straftaten im Zusammenhang mit dem Massengrab gebe. Mit dieser unglaublichen Erklärung gab sich aber der mutige Bürgermeister der Stadt Marlbork nicht zufrieden und fordert eine umfassende Aufklärung im Zusammenhang mit den offensichtlich hier stattgefundenem Genozid, der nach dem Völkerrecht nicht verjährt sein kann.

    Überraschend fand man jetzt in inmittelbarer Nähe dieses Massengrabes im Zentrum der ehemals deutschen Stadt Marienburg, Spuren von Kleiderhaufen und Munition, was den seltsamen Staatsanwalt zumindest erst einmal veranlasste "neue Ermittlungen" zu dem Verbrechen einzuleiten. Hinweise von Zeugen und dem "kritischen" Bürgermeister Andrzej Rychłowski, dass die Schädel der Opfer keine slawischen Züge aufweisen würden und teilweise Einschusslöcher haben, wischte Staatsanwalt Kembłowski allerdings ebenso weiter vom Tisch wie etliche andere Verdächtigungen im Zusammenhang mit den Morden. So behaupten Bürger in überzeugender Logik, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass ein Massenmord solchen Ausmaßes im Zentrum der Stadt damals unbemerkt geblieben sei. Weiterhin sei äusserst verdächtig dass genau auf dieser Grabstelle kurz nach dem II Weltkrieg das "Polnische Haus" gebaut wurde, was inzwischen zugunsten des geplanten 4- Sterne Hotels abgerissen wurde. Das Verhalten des Staatsanwaltes gibt von daher äussersten Anlass zur Sorge. Er hat Einblick in alle alten Justiz- Akten der Stadt und könnte wissen wer hier diese Menschen hingerichtet hatte. Doch gerade weil er die Akten einfach grundlos schloss, lässt unfassbare Rückschlüsse auf die eventuellen Täter zu.

    Eeinige ältere polnische Einwohner des früheren deutschen Marienburg sollen hier noch leben, die eventuell bei der Aufklärung dieses Genozids helfen könnten, doch diese zu Befragen hat Staatsanwalt Jarosław Kembłowski ebenso bisher vermieden. Als die erste Anzeige von Mitarbeitern des Marienburger Bürgermeisters bei Kembłowski eintraf reagierte er erst einmal überhaupt nicht, behauptet aber jetzt dass es diese Anzeige überhaupt nicht gegeben habe. Er habe erstmals aus der Presse von diesem Grab erfahren. Dem Gegenüber stehen allerdings die Worte von Bürgermeister Rychłowski und seinen Mitarbeitern, welche sich für die Aufklärung der Mordtaten und eine würdige Bestattung der Opfer einsetzten. Neben Rychłowski sind die eigentlichen Helden der Kritik an den seltsamen Marlborker Staatsanwalt Forennutzer aus dem Internet- Portal www.marienburg.pl , die auch den Fund des Massengrabes erstmals in die Presse brachten. Im Forum des Portales halten sie alle Ereignisse aus dieser Sache fest, wofür sie seit einigen Tagen nun auch bedroht werden. Das Bürgermeisteramt von Marlbork hat in dieser Woche die deutsche Kriegsgräberfürsorge eingeschaltet, doch es ist kaum deren Aufgaben dafür zu sorgen dass man auch die Täter eines Massenmordes findet, so bleibt wenig Hoffnung auf eine tatsächliche Aufklärung der Sache, wenn sich hier nicht umgehend ein deutscher Staatsanwalt unterstützend eingreift.

    Die Stadt Marienburg im damaligen Westpreussen wurde zum Ende des zweiten Weltkrieges durch die russische Armee fast zerstört. Auch hier gab es unzählige Verbrechen an der deutschen Zivilbevölkerung. Das Verhalten der Russen in Marienburg war ähnlich wie in allen anderen von ihnen besetzten Gebieten. Plünderungen, Vergewaltigungen, Massen- Erschießungen, Ermordungen, Misshandlungen und Verschleppungen ereigneten sich bei Tag und Nacht. Keiner weiss heute genau wie viele Menschen hierbei zu Schaden kamen. Ähnliche Taten aber durch die polnische Miliz wurden eigentlich noch mehr gefürchtet als die der Russen, denn diese waren oft an Grausamkeit kaum zu überbieten, was unzählige Zeugenaussagen, die auch im Internet kursieren, heute noch beweisen. So ist es nicht auszuschliessen dass das jetzt entdeckte Massengrab in Marienburg von der polnischen Miliz gefüllt wurde, denn anders kann man das richtungsweisende Verhalten des Marlborker Staatsanwalt Jarosław Kembłowski wohl kaum deuten.

    Die Tageszeitungen "Gazeta Wyborcza" und "Dziennik Baltycki" berichteten erstmals vor ca. 2 Wochen von Funden menschlicher Überreste in Marienburg.

    Auch der Heimatkreis Marienburg berichtete in den letzten Tagen über rätselhafte Funde in der Stadt. http://www.heimatkreis-marienburg.de...fter_fund.html

    Die umfangreichste Berichterstattung über die Verschleierungsaktion in Marienburg mit Fotos finden Sie hier: http://www.marienburg.pl/printview.p...da0dba8294bdc1

    Update

    Uns liegen weitere Hinweise vor wie z.B. dass das "Polnische Haus" in Marienburg schon vor dem Kriege gestanden haben könnte, was bedeuten würde dass die Mordopfer auf dem Grundstück des Hauses ermordet und eingegraben wurden, da Kleidung und Munition separat auf dem gleichen Grundstück gefunden wurden. Weiterhin wird vermutet dass es auch ein Pogrom an jüdischen Einwohner der Stadt durch deren Nachbarn wie schon in Jedwabne, Kielce und anderorts gewesen sein könne. Die Deutschen SS Schergen hätten ihre Mordtaten nämlich in der Regel nicht mitten in der Stadt ausgeführt. Diese Theorie würde natürlich auch das Verhalten des Staatsanwaltes nachvollziehbar machen. Inzwischen sind offensichtlich schon über 200 Mord- Opfer in Marienburg ausgegraben worden. Teile hat man an die Gerichtsmedizin in Danzig geschickt. Um eine internationale Unterstützung oder Beobachtung der Ausgrabungen hat man bisher nicht gebeten. Kommentare in polnischen Tageszeitungen und Marienburger Foren lassen zur Art und Weise der Ausgrabungen und Untersuchungen nichts Gutes für das Ergebnis erwarten, wenn hier Polen die Täter gewesen sein könnten.
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • RenéDublin
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 301

    #2
    Hallo Wolfgang,

    ich halte es auch fuer unverantwortlich das diese Skelettueberreste nicht sorgfaeltig nach forensischen Methoden untersucht werden. Schade, dass wieder einmal wie sovieles unter den Teppich gekehrt wird.
    Suche immer Orden, Medaillen, Ehrenzeichen, Urkunden, Wehrpaesse, Soldbuecher und vieles mehr. Bitte alles anbieten. Bei Interesse garantiert sofortige Zahlung. Danke!

    Kommentar

    • Heibuder
      Forum-Teilnehmer
      • 10.02.2008
      • 751

      #3
      Mysteriöses Massengrab in Marienburg entdeckt

      Der Umgang mit dieser (verschwiegenen) "Entdeckung" ist für Polen ein Skandal.
      Ich kann mir aber vorstellen, dass der Marienburger Staatsanwalt fieberhaft versucht(e),
      die Tat entweder der deutschen Wehrmacht oder den Russen anlasten zu können.

      Aber interessant ist dieser Passus schon:
      "Ähnliche Taten aber durch die polnische Miliz wurden eigentlich noch mehr gefürchtet als die der Russen,
      denn diese waren oft an Grausamkeit kaum zu überbieten, was unzählige Zeugenaussagen, die auch im Internet kursieren, heute noch beweisen.
      So ist es nicht auszuschliessen dass das jetzt entdeckte Massengrab in Marienburg von der polnischen Miliz gefüllt wurde,
      denn anders kann man das richtungsweisende Verhalten des Marlborker Staatsanwalt Jarosław Kembłowski wohl kaum deuten."
      Es grüßt der Heibuder!

      "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

      Kommentar

      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #4
        Zitat von Heibuder
        Der Umgang mit dieser (verschwiegenen) "Entdeckung" ist für Polen ein Skandal.
        Hallo Wolfgang,

        ich bin gespannt, was die Untersuchungen ergeben werden. Verschweigen lässt sich so etwas nicht - sonst hätten wir davon ja nichts erfahren. Und dass das hohe Wellen aufwirft, zeigen auch die Diskussionen unterhttp://www.marienburg.pl/printview.p...da0dba8294bdc1 (in polnischer Sprache). Dort sind auch Fotos vom Fundort zu finden.

        Die Herangehensweise der Staatsanwaltschaft ist schon etwas merkwürdig. Ich kann mich daran erinnern, dass vor ein paar Monaten hier in Deutschland in einer Großstadt bei Bauarbeiten zahlreiche Skelette gefunden wurden. Die Nachricht davon ging sofort durch die ganze Republik und penibelst wurde alles untersucht.

        Noch ist vollkommen offen, wer die Opfer (Zivilisten, Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge?) und wer die Täter waren (Deutsche? Polen? Russen?) und wann das Verbrechen begangen wurde.

        Bevor also der Stab über irgend jemanden gebrochen wird, müssen wir abwarten bis wir mehr wissen. Der Marienburger Bürgermeister gehörte zu den ersten die nachdrücklich eine Aufklärung verlangten. Und dass das nun aufgeklärt wird, darüber besteht kaum ein Zweifel.

        Auch wenn Versäumnisse bei der staatsanwaltschaftlichen Aufklärung zu bemängeln sind, so ist doch hervorzuheben, dass die zuerst gefundenen Opfer ihre letzte Ruhe auf einem Marienburger Friedhof fanden und nicht -wie es oft geschieht- einfach mit dem Bauaushub auf eine Müll- bzw. Bauschuttdeponie gefahren und abgeladen wird.

        Und noch eins: Der Artikel bei "Polskaweb" ist mit einer gewissen Sorgfalt und Vorsicht zu lesen, denn er ist boulevardmäßig aufgemacht und geht mit Behauptungen nicht gerade zimperlich um: es wird u.a. von einem "offensichtlichen Genozid", also von einem "Völkermord" gesprochen, obwohl das nach den bisherigen Untersuchungen nicht klar ist. Wer so "informiert", will Stimmung machen, will Sensationen verkaufen. Und da sind dann mitunter Tatsachen bzw. eine auf Fakten beruhende Berichterstattung nur hinderlich.
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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        Kommentar

        • RenéDublin
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 301

          #5
          Es wurden doch auch letzlich noch menschliche Ueberreste von ueber 1000 Soldaten auf Hela geborgen. Das wurde leider auch nicht gross in der deutschen Presse berichtet. Nur einigen Leuten ist es zu verdanken, das ueberhaupt welche gehoben wurden, denn das Land auf dem die Gebeine geborgen wurden steht zum Verkauf.
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          • Kurti

            #6
            Wolfgang und Polskaweb News

            Und noch eins: Der Artikel bei "Polskaweb" ist mit einer gewissen Sorgfalt und Vorsicht zu lesen, denn er ist boulevardmäßig aufgemacht und geht mit Behauptungen nicht gerade zimperlich um: es wird u.a. von einem "offensichtlichen Genozid", also von einem "Völkermord" gesprochen, obwohl das nach den bisherigen Untersuchungen nicht klar ist. Wer so "informiert", will Stimmung machen, will Sensationen verkaufen.
            Lieber Wolfgang,

            dass Du Polskaweb nicht magst, stellt man ja in einigen deiner Beiträge fest. Aber bitte sei in deinen Behauptungen trotzdem etwas zurückhaltender. Polskaweb berichtet häufig über arge Mißstände in Polen und anderen Osteuropäischen Ländern. Dass es z.B. während des zweiten Weltkrieges nicht nur deutsche Verbrecher gab und Polskaweb dies ebenso berichtet, solltest Du denen nicht anlasten. Ich glaube auch kaum das Polskaweb mit den Artikeln Geld schaufelt, denn soweit ich weiß kann man alles kostenlos lesen.

            Das Grauen und die Umstände der Kriege in Berichterstattungen erscheint für denjenigen der einen Solchen noch nicht erlebt hat, oft als Erfindung der Boulevard Presse.

            In dem Massengrab im Zentrum von Marienburg wurden einige Hundert Skelette ohne Kleidung gefunden. In einigen Schädeln fand man Einschusslöcher und dies auch bei Kindern. Meinst Du dass dies eine normale Beerdigung dort war ? Die Lage des Massengrabes und die Form der gefundenen Schädel spricht, spricht sehr dafür dass hier Deutsche hingerichtet wurden. Aber egal ob Deutsche, Juden, Polen oder Russen, der Akt war klar ein Genozid. Darum für dich hier noch einmal die Definition der UN zum Völkermord:

            Grundlage war die Resolution 180 der UN-Vollversammlung vom 21. November 1947, in der festgestellt wurde, dass „Völkermord ein internationales Verbrechen [ist], das nationale und internationale Verantwortung von Menschen und Staaten erfordert“, um den völkerrechtlichen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg zu gedenken.

            Die Konvention definiert Völkermord in Artikel II als „eine der folgenden Handlungen, begangen in der Absicht, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe ganz oder teilweise zu zerstören“:

            a) das Töten von Angehörigen der Gruppe
            b) das Zufügen von schweren körperlichen oder seelischen Schäden bei Angehörigen der Gruppe
            c) die absichtliche Unterwerfung unter Lebensbedingungen, die auf die völlige oder teilweise physische Zerstörung der Gruppe abzielen
            d) die Anordnung von Maßnahmen zur Geburtenverhinderung
            e) die gewaltsame Überführung von Kindern der Gruppe in eine andere Gruppe
            Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr !

            Kurti

            Kommentar

            • Marc Malbork
              Forum-Teilnehmer
              • 23.02.2008
              • 1050

              #7
              Zitat von Kurti
              Lieber Wolfgang,

              Aber bitte sei in deinen Behauptungen trotzdem etwas zurückhaltender.

              ... der Akt war klar ein Genozid.
              Zurückhaltender als Wolfgang kann man in der Bewertung des Polskaweb-Artikels nicht sein. Ich schließe mich seiner Meinung voll an.

              Der Völkermord ist subjektiv durch die Vernichtungsabsicht gekennzeichnet. Wenn man im Zeitpunkt des Artikels nicht wusste um welche Skelette es sich handelt, wann exakt in welchem Zusammenhang diese Menschen vom Leben zum Tode kamen und vor allem wer möglicherweise hier getötet hat, dann widerspricht es einfachster Logik von einem offensichtlichen Genozid auszugehen. Nicht jeder Massenmord ist Genozid. Um derlei festzustellen muss man zwingend wissen, wer getötet hat, damit man überhaupt die für den Völkermordtatbestand notwendige Absicht feststellen kann. Journalistisch sauber wäre es gewesen, den hier nach Sachlage ohnehin kaum zu rechtfertigenden Begriff "Völkermord" in einen Konjunktiv-Zusammenhang oder in die Frageform zu setzen.

              Es ist in Ordnung, eine sorgfältige Aufklärung der Sache zu verlangen. Aber ohne wirklich nachprüfbare Tatsachen sollten Spekulationen, wer hier wen völkermordend umgebracht hat, wohl besser unterbleiben.

              Weiß jemand wie der Stand der Dinge heute ist ?

              Kommentar

              • Belcanto
                Forum-Teilnehmer
                • 24.09.2008
                • 2508

                #8
                Hallo
                Ich möchte zunächst Rene Dublin vom 6.12. zustimmen. Es ist für die Beurteilung M.E. unerlässlich und unbedingt erforderlich,
                forensische Untersuchungen ( C-14 Methode) an den Knochenresten durchzuführen, damit man weiß wie alt die Knochen überhaupt sind. Danach kann man dann die Bewertung vornehmen.
                Viele Grüße
                Belcanto

                Kommentar

                • Daniel Hebron
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 331

                  #9
                  Zitat von Belcanto
                  Hallo
                  Ich möchte zunächst Rene Dublin vom 6.12. zustimmen. Es ist für die Beurteilung M.E. unerlässlich und unbedingt erforderlich,
                  forensische Untersuchungen ( C-14 Methode) an den Knochenresten durchzuführen, damit man weiß wie alt die Knochen überhaupt sind. Danach kann man dann die Bewertung vornehmen.
                  Viele Grüße
                  Belcanto
                  Hallo,

                  sehe ich genauso. Sonst kann es passieren wie damals nach einem Leichenfund im Moor. Es wurde auch eine Morduntersuchung eingeleitet bis der Gerichtsmediziner mitteilte, dass die Person zwar ermordet wurde - aber allerdings schon vor 2000 Jahren.

                  Viele Gruesse
                  Daniel
                  Tu as sans doute déjà, lecteur bénévole, bien des récits sur la ville ancienne et commerçante de Dantzig....

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    Zitat von Kurti
                    dass Du Polskaweb nicht magst, stellt man ja in einigen deiner Beiträge fest. [...]Ich glaube auch kaum das Polskaweb mit den Artikeln Geld schaufelt, denn soweit ich weiß kann man alles kostenlos lesen
                    Hallo Kurti,

                    Polskaweb ist eine Informationsquelle neben vielen anderen derer ich mich bediene und als solche mag ich Polskaweb sehr wohl. Aber Polskaweb ist - weil Vieles reißerisch aufgemacht und nicht immer sorgfältig recherchiert ist - mit großer Vorsicht zu genießen.

                    Polskaweb macht mit den Artikeln alleine sicherlich kein Geld. Aber Polskaweb ist ja auch kein Nachrichtendienst sondern offensichtlich eine Plattform, die mit unterschiedlichsten Angeboten -darunter eben auch die boulevardmäßig aufgemachten Nachrichten- Besucher zu anderen Seiten locken möchte, auf denen dann Geld verdient wird.

                    Es gibt dort u.a. seriöse Reiseangebote, aber dann auch noch die Seiten des "Polska Randka Clubs", auf der nicht immer ganz seriös klingende Angebote zu finden sind.

                    Um noch einmal abschließend auf die "Nachrichten" zu sprechen zu kommen: Die Informationen über die Skelettfunde in Marienburg habe ich bei Polskaweb erstmals gelesen und den Hinweis auf den Artikel hier in unser Forum gestellt. Aber wie auch bei so manchen anderen Quellen muss man schon sehr genau lesen und möglichst noch andere Informationen hinzuziehen.
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #11
                      Zitat von Rüdiger
                      Weiß jemand wie der Stand der Dinge heute ist ?
                      Halbwegs aktuelle Informationen sind zu finden unter http://www.heimatkreis-marienburg.de...fter_fund.html
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                      • Belcanto
                        Forum-Teilnehmer
                        • 24.09.2008
                        • 2508

                        #12
                        Hallo Daniel
                        Ich möchte nur kurz an zwei Beispielen unterstreichen, wie wichtig eine, wissenschaftlich fundierte
                        Untersuchung ist.Ich bin dafür.
                        1. Seit Jahrzehnten bemühen sich Wissenschaftler, Beweise für den Kindermord von Bethlehem zu finden.Im Matthäusevangelium wird berichtet, dass auf Befehl von Herodes dem Großen, alle Knaben im Land getötet werden sollen.Tatsächlich fand man in Askalon,in einer Abfallgrube, die Überreste von 100 Säuglingen.Man glaube zunächst einen Beweis für den Kindermord gefunden zu haben. Dieser Fund hatte aber nichts mit der biblischen Geschichte zu tun, sondern es befand sich in unmittelbarer Nähe-ein Puff, und da es keine Verhütungsmittel gab, wurden die Säuglinge der Prostituierten, dort entsorgt. Grausam!
                        2.Auch als Schlussfolgerung zum Massaker von Katyn, bei dem im Frühjahr 1940 durch Einheiten des sowjetischen Innenministerium, mehrere Tausend polnischer Offiziere und Zivilisten ermordet wurden.Diese grausame Untat wurde den Deutschen in die Schuhe geschoben. Erst 1990 stellte Gorbatschow klar,dass die Sowjetunion für das Massaker verantwortlich sei!
                        Solange die Untersuchungen-die ich befürworte-, nicht abgeschlossen sind, ist eine abschließende Beurteilung M.E. nicht möglich!
                        Viele Grüße
                        Belcanto

                        Zitat von Daniel Hebron
                        Hallo,

                        sehe ich genauso. Sonst kann es passieren wie damals nach einem Leichenfund im Moor. Es wurde auch eine Morduntersuchung eingeleitet bis der Gerichtsmediziner mitteilte, dass die Person zwar ermordet wurde - aber allerdings schon vor 2000 Jahren.

                        Viele Gruesse
                        Daniel

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                        • Daniel Hebron
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 331

                          #13
                          Hallo Belcanto,

                          Du hast vollkommen recht. Uebrigens: Kannte einmal ein nettes altes Grossvaeterchen mit Stock welcher auf deutscher Seite bei der "Rueckeroberung" von Nemmersdorf dabei war. Dieser traf auf einen ebenfalls netten alten Opa mit Schirm, welcher behauptete, dass Nemmersdorf eine "Propagandaluege" war. Daraufhin musste ich, als damals "halbstarker" Teenager, dazwischen gehen, damit sich die beiden netten alten Herren nicht gegenseitig mit Stock und Schirm verdreschen konnten.

                          Viele Gruesse
                          Daniel
                          Tu as sans doute déjà, lecteur bénévole, bien des récits sur la ville ancienne et commerçante de Dantzig....

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                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #14
                            Ich habe versucht, mich mal durch die Seiten des Forum Marienburg.pl durchzukämpfen. Mit meinen bescheidenen Polnischkenntnissen glaube ich zu lesen, dass alles nach wie vor noch ein großes Rätsel ist. Mittlerweile ist die Zahl der gefundenen Opfer auf über 1.000 gestiegen und es wird vermutet, dass es bis zu 1.500 werden können. Es sind an den Gebeinen die verschiedensten Verletzungen festgestellt worden, aber obwohl man auch alles mit Metalldetektoren abgesucht hat, wurden keine Geschosse gefunden.

                            Es verstärkt sich die aber die Vermutung, dass es sich um deutsche Zivilisten handelt, die nach Ende der Kampfhandlungen starben. Es könnte sein, dass es sich um ehemalige Bewohner Marienburgs handelt, aber es ist ein vollkommenes Rätsel, warum es bisher keinerlei Berichte über ein Massengrab dieses Ausmaßes gab.

                            Ich werde heute Abend mal mit meiner Frau die Beiträge durchgehen und sie wird mir sicherlich mehr sagen können.
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                            • Daniel Hebron
                              Forum-Teilnehmer
                              • 10.02.2008
                              • 331

                              #15
                              Hallo Wolfgang,

                              hat man jetzt eine genaue Datierung der menschlichen Ueberreste?
                              Ohne Datierung koennte es auch ein Massengrab aus dem 30 jaehrigen Krieg sein. Zumal man offensichtlich bei ueber 1000 Leichnamen keine einzige Kugel gefunden hat.

                              Wie sicher ist die Behauptung, die Beschaedigung an den Skeletten sei durch "Fremdeinwirkung"/durch Verletzung geschehen? Falls das noch nicht sicher ist, koennte es sich auch durchaus um Pesttote handeln.

                              Viele Gruesse
                              Daniel
                              Tu as sans doute déjà, lecteur bénévole, bien des récits sur la ville ancienne et commerçante de Dantzig....

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