Massengräber
Hallo Wolfgang, der Heibuder,
und an Alle die nach maßvoller Aufklärung suchen,
das Thema Massengräber und ihre Entdeckung wird
meiner Generation, Jg 1932, bis an unser Lebensende
"erhalten" bleiben. Was ich 1945 in Danzig erlebt habe
kann ich nicht mehr vergessen. Im Gegenteil, je mehr
ich davon lese und die Zusammenhänge aus meinen
eigenen Erfahrungen und den Erzählung der Älteren
behalten habe, stehe ich eigentlich "einsam" da ! Einige
wollen das nicht mehr hören und andere trauen unseren
Berichten nicht, weil wir ja damals "Hosenmatze" waren.
Das unsere Kindheit durch das im Krieg erlebte starb,
können oder wollen einige "Autoren" nicht akzeptieren.-
Am 12.01. fiel mein PC aus und ich bekam den Todesfall
des alten Danzigers Arthur Krüger nicht mehr mit. Er war
ja angagiert im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Vor einiger Zeit hat er einen Aufruf zur Ächtung der Sammelwut
und Geschäftemacherei von Erkennungsmarken Gefallener
gestartet. Damals habe ich auf seine Aktivität geantwortet
und geschildert, wie auch ich in Oliwa als Dreizehnjähriger
Leichen und Leichenteile, unter Zwang der sowjetischen
Militärmacht, verscharren mußte.
Persönlich habe ich ihn nicht kennen gelernt, aber durch seine
Initiative bleibt er in meiner Erinnerung in Verehrung.
Meine Aktivitäten hier im Forum haben ja erheblich nachgelassen.
Das hat auch seinen Grund in den manchesmal unwissenden und
überheblichen Anmaßungen in einigen Beiträgen.
Es geht doch hier um Beiträge um Unaufgeklärtes und Vergessenes
zusammen zu tragen. Und das der Osten voller Gräber ist, die nicht
durch Verwaltungsakten aufzuklären sind, das ist doch einleuchtend.
Die Zahl der vermissten Soldaten und Zivilisten ist so groß, weil die Verluste bei den Niederlagen sehr groß waren.
Die eigenen Toten, die beim Vormarsch der jeweiligen "Sieger",
vorhanden waren, wurden gesammelt und wie Holzscheite "gestapelt".
Es sei denn sie waren vermisst, weil die gewaltigen Sprengmittel des Weltkrieges sie "beerdigt" hatten,
(verschüttet, zerstückelt, ertrunken, verbrand).
Und die Toten der Verlierer blieben liegen, bis sie der Nachhut der
Truppen zum Gesundheitsproblem wurden.
Selbst wurde ich durch sowjetische Komandanturanweisung
am 5.Juni 1945 gegen Typhus und andere Seuchen geimpft.
Hier als Nebenbemerkung noch einmal gesagt, viele Frauen haben
sich verkrochen vor den massenhaften Vergewaltigungen, mit dem
Hinweis auf "Typhus". Davor schreckten die Täter dann oft zurück.
Gerade auch in Danzig liegen noch Tote in ungeklärten Standorten.
So z.B. die Lastwagenanhäger voll Toter des Narviklagers, aus der
Zeit unter sowjetischer Militärmacht 1945.
Unser Freund Gerhard Olter hat vor lägerer Zeit hierzu einmal
geschrieben und wenn ich mich recht erinnere waren diese
Massengräber noch unbekannt.
Aufklärung kann über derartige Fälle nur in Zusammenarbeit
aller Volksgruppen erreicht werden. Es gibt auch Aufzeichnungen
der Erlebnisgeneration, die Umstände schildern, unter denen es
zu solchen Fällen kam.
Nur darf es dabei nicht zu Aufrechnungen mit der Vergangenheit
führen, weil die jetzt lebenden Menschen nicht die Täter sein
können.
Die Uhr des Lebens läßt sich nicht zurück drehen !
Es grüßt Euch Erwin Völz
Hallo Wolfgang, der Heibuder,
und an Alle die nach maßvoller Aufklärung suchen,
das Thema Massengräber und ihre Entdeckung wird
meiner Generation, Jg 1932, bis an unser Lebensende
"erhalten" bleiben. Was ich 1945 in Danzig erlebt habe
kann ich nicht mehr vergessen. Im Gegenteil, je mehr
ich davon lese und die Zusammenhänge aus meinen
eigenen Erfahrungen und den Erzählung der Älteren
behalten habe, stehe ich eigentlich "einsam" da ! Einige
wollen das nicht mehr hören und andere trauen unseren
Berichten nicht, weil wir ja damals "Hosenmatze" waren.
Das unsere Kindheit durch das im Krieg erlebte starb,
können oder wollen einige "Autoren" nicht akzeptieren.-
Am 12.01. fiel mein PC aus und ich bekam den Todesfall
des alten Danzigers Arthur Krüger nicht mehr mit. Er war
ja angagiert im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Vor einiger Zeit hat er einen Aufruf zur Ächtung der Sammelwut
und Geschäftemacherei von Erkennungsmarken Gefallener
gestartet. Damals habe ich auf seine Aktivität geantwortet
und geschildert, wie auch ich in Oliwa als Dreizehnjähriger
Leichen und Leichenteile, unter Zwang der sowjetischen
Militärmacht, verscharren mußte.
Persönlich habe ich ihn nicht kennen gelernt, aber durch seine
Initiative bleibt er in meiner Erinnerung in Verehrung.
Meine Aktivitäten hier im Forum haben ja erheblich nachgelassen.
Das hat auch seinen Grund in den manchesmal unwissenden und
überheblichen Anmaßungen in einigen Beiträgen.
Es geht doch hier um Beiträge um Unaufgeklärtes und Vergessenes
zusammen zu tragen. Und das der Osten voller Gräber ist, die nicht
durch Verwaltungsakten aufzuklären sind, das ist doch einleuchtend.
Die Zahl der vermissten Soldaten und Zivilisten ist so groß, weil die Verluste bei den Niederlagen sehr groß waren.
Die eigenen Toten, die beim Vormarsch der jeweiligen "Sieger",
vorhanden waren, wurden gesammelt und wie Holzscheite "gestapelt".
Es sei denn sie waren vermisst, weil die gewaltigen Sprengmittel des Weltkrieges sie "beerdigt" hatten,
(verschüttet, zerstückelt, ertrunken, verbrand).
Und die Toten der Verlierer blieben liegen, bis sie der Nachhut der
Truppen zum Gesundheitsproblem wurden.
Selbst wurde ich durch sowjetische Komandanturanweisung
am 5.Juni 1945 gegen Typhus und andere Seuchen geimpft.
Hier als Nebenbemerkung noch einmal gesagt, viele Frauen haben
sich verkrochen vor den massenhaften Vergewaltigungen, mit dem
Hinweis auf "Typhus". Davor schreckten die Täter dann oft zurück.
Gerade auch in Danzig liegen noch Tote in ungeklärten Standorten.
So z.B. die Lastwagenanhäger voll Toter des Narviklagers, aus der
Zeit unter sowjetischer Militärmacht 1945.
Unser Freund Gerhard Olter hat vor lägerer Zeit hierzu einmal
geschrieben und wenn ich mich recht erinnere waren diese
Massengräber noch unbekannt.
Aufklärung kann über derartige Fälle nur in Zusammenarbeit
aller Volksgruppen erreicht werden. Es gibt auch Aufzeichnungen
der Erlebnisgeneration, die Umstände schildern, unter denen es
zu solchen Fällen kam.
Nur darf es dabei nicht zu Aufrechnungen mit der Vergangenheit
führen, weil die jetzt lebenden Menschen nicht die Täter sein
können.
Die Uhr des Lebens läßt sich nicht zurück drehen !
Es grüßt Euch Erwin Völz

Bin gerne offen fuer weitere Fragen soweit ich sie denn beantworten kann.
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