Dom Stutthof

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  • Chico123
    Forum-Teilnehmer
    • 08.03.2010
    • 8

    #1

    Dom Stutthof

    Hallo!
    Weiß jemand vielleicht, wo das Gebäude stand? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es in Stutthof sein könnte. In Stutthof gab es nicht mal eine Kirche.

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    Vielleicht hat es etwas mit der polnischen Bezeichnung zu tun? "Dom" auf poln. heißt Haus.
  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #2
    AW: Dom Stutthof

    Schönen guten Abend,

    ich antworte ganz spontan ohne jetzt groß im Internet nachgegoogelt zu haben. Das unter http://imageshack.us/photo/my-images...ujcbnvr9o.jpg/ gezeigte Gebäude stand/steht mit großer Wahrscheinlichkeit nicht im bei Danzig gelegenen Stutthof.

    Ich hatte nun -zeitlich bedingt- keine Möglichkeit, nähere Recherchen anzustellen. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich über alle bedeutendere Bauten Stutthofs informiert bin. Ein "Dom Stutthof" befindet sich nicht darunter.

    Ich stelle eine kleine Vermutung an: Könnte es nicht sein, dass dieses "Schloss" zur "Domäne Stutthof" gehörte? Wenn dem so ist, bliebe nur noch zu klären wo diese Domäne Stutthof lag...

    Viele Grüße aus Danzig
    Wolfgang
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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    • Marc Malbork
      Forum-Teilnehmer
      • 23.02.2008
      • 1050

      #3
      AW: Dom Stutthof

      Bilderrätsel sind schön.

      Auf der Ansichtskarte ist hinter Dom ein Punkt und auf dem Torpfeiler sitzt ein Adler. Dom. = Domäne, das ist ein Staatsgut, der Adler ist das preussische Staats-Wappentier und das Haus ist eine Art Herrenhaus (19. Jh.), passend hier als Verwaltungssitz des Gutes Stutthof, das auf einem Meßtischblatt



      am östlichen Rande Stutthofs ausgewiesen ist. Allerdings gehörte Stutthof, glaube ich, der Stadt Danzig. Bei Muhl müsste was darüber stehen.

      So, und nun kommen hoffentlich viele echte alte Stutthöfer, die uns schnell aufklären können.....

      Kommentar

      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #4
        AW: Dom Stutthof

        Schönen guten Abend,
        hallo Rüdiger,

        interessant, interessant - man lernt nie aus! Leider liegen alle meine Unterlagen noch in Deutschland, aber ich kann mich nicht erinnern, dass Günter Rehaag -von dem die umfassendste Bestandsaufnahme Stutthofs stammt- etwas über diese Domäne schrieb.

        John Muhl -soweit ich mich erinnern kann- erwähnte die Domäne in Verbindung mit Johanna Schopenhauer. Aber das liegt weit vor der Zeit in der das gezeigte Gebäude entstand.

        Aber wie gesagt - man lernt nie aus. Auch ich bin gespannt, wo diese Domäne lag.

        Gute Nacht!
        Wolfgang
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
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        • MueGlo
          Forum-Teilnehmer
          • 11.03.2010
          • 1120

          #5
          AW: Dom Stutthof

          Moin,

          gegoogelt „Domäne Stuffhof“, drei Treffer:

          in den Tiegenhöfer Nachrichten http://www.tiegenhof.de/TN49.pdf heißt es auf Seite 21:

          „Johann Schopenhauer (11) , der Urgroßvater von Arthur, ist un1 1670 in Petershagen geboren und 1725 oder 1726 in Stutthof oder Danzig gestorben. 1695 erhielt er das Bürgerrecht in Danzig und heiratete am 17. Mai 1 707 Marie Elisabeth Lessig aus Danzig, Von 1708 bis 1724 pachtete er zusammen mit seinem Bruder Simon die größte städtische Domäne Danzigs, das Gut Stutthof. Stutthof hieß zur Zeit des Deutschen Ordens Rotenhuse. Hier fanden 1464 die Verhandlungen zwischen dem Orden, den Ständen Preußens und den Beauftragten des Königs von Polen zur Beendigung des Krieges statt. Stutthof kam danach zu Danzig. Das Gut hatte eine Größe von 10 Hufen, das sind etwa 170 Hektar.“

          Indem Buch „Agnes Stevenhagen: Weimarer Primadonna zwischen Brahms … „ findet sich die Fußnote: „ Dieses Stutthof ist nicht zu verwechseln mit der ostpreußischen Domäne Stutthof am westlichen Ende der Frischen Nehrung, in der die Nationalsozialisten 1939 ein Konzentrationslager einrichteten.“

          Und dann heißt es in einem Artikel „Drei Tanten Schopenhauers“ „… und wurde Pächter der Dömäne Stutthof“.

          Auf Vorkriegskarten ist das Gut eingezeichnet.

          Wurde das Gutsgebäude im Zusammenhang mit der Einrichtung des KZ zerstört oder bei seiner Auflösung?

          Beste Grüße aus Dakar,

          Rainer MueGlo
          "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

          www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

          Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
          http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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          • Horst-Rainer
            Forum-Teilnehmer
            • 12.02.2013
            • 11

            #6
            AW: Dom Stutthof

            Einen schönen Tag
            wünsche ich. Auch ich bin auf anderem Wege auf das Gut Stutthof gestoßen.
            Es wird in den Aufzeichnungen des Pferdemuseums in Viersen als Zuchtstätte
            für Trakehner geführt.
            Mich interessiert brennend ob dieses "Gut/Domäne Stutthof" identisch ist
            mit dem "Werderhof" an der Danziger LdStr., der 1943 von der DVA
            (Deutsche Versuchsanstalt für Ernährung und Verpflegung) gepachtet wurde.

            Kann jemand aufklärend helfen?

            Es grüßt freundlich
            Horst-Rainer

            Kommentar

            • Horst-Rainer
              Forum-Teilnehmer
              • 12.02.2013
              • 11

              #7
              AW: Dom Stutthof

              Guten Abend!
              Auf der Suche nach meinem "Werderhof" habe ich die
              Postkarte "Dom. Stutthof"mit einer Anfrage an Herrn
              Rehaag geschickt. Er bestätigte, dass
              1. die Domäne Stutthof mit der Ablichtung identisch ist,
              2. dass das abgelichtete Gebäude sich auf dem Kartenblatt
              am östlichen Ortsrand als "Gut" bezeichnet eingetragen ist,
              3. dass er in seinem Buch andere Fotos von der "Dom. Stutthof",
              die er selbst angefertigt hat, abgedruckt hat.
              Herr Rehaag weiß auch über die ehemaligen Eigentumsverhältnisse
              und Flächengrößen etc. bescheid.

              Wenn es denn weiterhilft....

              Es grüßt freundlich
              Horst-Rainer

              Kommentar

              • roaldkoehler
                Forum-Teilnehmer
                • 19.04.2017
                • 6

                #8
                AW: Dom Stutthof

                Guten Morgen ! Ich hoffe dieser Thread ist noch am Leben ! Die Großmutter meiner Frau hat bis zu ihrem 6. Lebensjahr auf der Domäne Stutthof gewohnt. Ich fragte sie gestern nach der Adresse in der Annahme, daß das Gut an der Danziger Straße sei, aber sie sagte, das Gut hätte man immer nur Domäne Stutthof genannt. Vom Gut aus konnte man den Kirchturm von Elbing sehen sagte sie, also nehme ich an, daß es in südöstlicher Richtung lag, was mit den Angaben von Herrn Rehaag übereinstimmt. Die Großmutter sagte, ihre Nachbarn wären Helmut und Meta Jasnau gewesen, sie selbst war eine geborene Zukowski. Der Familie wurde 1943 vom Innenministerium nahegelegt, ihren Familiennamen zu ändern, 3 Varianten standen zur Auswahl, Suckardt wollten sie nicht heißen, also haben sie sich für Züchner entschieden. Die dritte Variante wusste sie nicht mehr. Am 20.01.45 wurden sie dann von den Deutschen nach Preuß. Stargard zwangsumgesiedelt, von da aus wiederum nach Kolberg. Ich habe mir Luftbilder angeschaut. Es käme durchaus auch die Stuttöferkampe in Frage. Die Großmutter war in den 70er Jahren schonmal in Polen am Ort ihrer Kindheit und sie sagte, der Arm der Elbinger Weichsel, zu ihrer Zeit auch "Stille Nogat" genannt, wäre verlandet worden und nurmehr ein Bächlein mit einer Kanalschleuse in der Nähe. Das träfe ja dann eher darauf zu. In den nächsten Tagen werde ich die 2 Bücher von Günter Rehaag in den Händen halten und dann werden wir weitersehen.

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                • sarpei
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.12.2013
                  • 6091

                  #9
                  AW: Dom Stutthof

                  Hallo Roald,

                  nachstehend ein Kartenausschnitt zur Lokalisierung des 'Gut Stutthof'. In der Rehaag-Dokumentation lautet die Adresse 'Danziger Straße 65'.

                  [ATTACH=CONFIG]22202[/ATTACH]


                  Viele Grüße

                  Peter
                  Angeh

                  Kommentar

                  • waldling +6.8.2023
                    Forum-Teilnehmer
                    • 04.09.2011
                    • 2320

                    #10
                    AW: Dom Stutthof

                    Hallo Roald,

                    die von dir genannten Namen sind in den Büchern von Günter Rehaag allerdings nicht zu finden.

                    Beste Grüße
                    Uwe

                    Kommentar

                    • waldling +6.8.2023
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.09.2011
                      • 2320

                      #11
                      AW: Dom Stutthof

                      Auch Irmchen, geb. Krause, eine Zeitzeugin, kann mit den Namen nichts anfangen.

                      Kommentar

                      • roaldkoehler
                        Forum-Teilnehmer
                        • 19.04.2017
                        • 6

                        #12
                        AW: Dom Stutthof

                        Danke für die vielen Beiträge. Ich bin mir halt absolut nicht sicher, ob dieses "Gut" Stutthoff wie markiert auch unter dem Namen "Domäne" zur damaligen Zeit im Sprachgebrauch war oder ob sich diese Domäne doch woanders in der Nähe von Stutthof befand.

                        Kommentar

                        • roaldkoehler
                          Forum-Teilnehmer
                          • 19.04.2017
                          • 6

                          #13
                          AW: Dom Stutthof

                          Dann geb ich hier mal die anderen Familiennamen durch, die mit Zukowski verwandt waren, vielleicht bringt das ja Licht ins Dunkel: Die Eltern hießen Johannes Zukowski, der eine Auguste Fröhlich geheiratet hat, beide Jahrgang 1914. Der Vater von Fröhlichs wiederum hieß Reinhold und war Fährmann auf der Nogat und war verheiratet mit einer Marie Zukol, die sich später hat scheiden lassen und einen Gustav Barwich geheiratet hat, mit dem sie noch 6 Kinder gehabt hat. Eventuell ist ja dieser oder jener wie man so sagt über mehrere Ecken bekannt.

                          Kommentar

                          • waldling +6.8.2023
                            Forum-Teilnehmer
                            • 04.09.2011
                            • 2320

                            #14
                            AW: Dom Stutthof

                            Lt. Irmchen konnte man von der Brücke in Stutthof nach Elbing schauen und das Gut in Stutthof wurde auch als Domäne bezeichnet. Weitere größere Landhäuser gab es wohl in Laschken und Neukrügerskampe, allerdings konnte man von Neuk. nicht nach Elbing schauen, so Irmchen. Fröhlich sind in den Büchern vermerkt, nicht mit deinen Vornamen.

                            Kommentar

                            • roaldkoehler
                              Forum-Teilnehmer
                              • 19.04.2017
                              • 6

                              #15
                              AW: Dom Stutthof

                              Vielen Dank, auch an Irmchen. Das hilft mir wirklich sehr weiter.

                              Kommentar

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