Weichselfischerei

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  • MarcelKr
    Forum-Teilnehmer
    • 23.08.2012
    • 428

    #1

    Weichselfischerei

    Liebe Forumteilnehmer,

    ich will unter diesem Thread gerne eine Materialsammlung zum Thema Weichselfischerei aufmachen.

    In dem Buch "Fischerei im Samland" las ich einges interessantes über die handwerkliche Fischerei in der Gegend. Aber die Weichselfischerei war wohl etwas anders in Bezug auf historische Entwicklung, Handwerk, Ausstattung etc.

    Was könnt Ihr zur Erhellung beitragen?

    Vielen Dank und viele Grüße,

    Marcel
  • Herbert Claaßen
    Forum-Teilnehmer
    • 13.02.2008
    • 1005

    #2
    AW: Weichselfischerei

    Hallo Marcel!
    "Das Jahr des Fischers am Weichseldurchstich". Diese Abhandlung von mir wurde in der Maiausgabe 2007, "Unser Danzig" veröffentlicht.
    Ferner kann es in meinem Profil bei den "Alben" nachgelesen werden.
    Falls Du daraus Passagen verwenden möchtest bin ich unter Nennung des Autors damit einverstanden.
    Viele Grüße!
    Herbert

    Kommentar

    • MarcelKr
      Forum-Teilnehmer
      • 23.08.2012
      • 428

      #3
      AW: Weichselfischerei

      Lieber Herbert,

      vielen Dank für Deinen Hinweis. Deinen Artikel habe ich mir als pdf abgespeichert.

      Meine Familie Pauls war in Bohnsack Fischer. Mein Altvater Johann August Pauls (*1877 - etwa 1950) muss nach Danzig gezogen sein. Denn sein Vater Johann Jakob Pauls (1845-1923) ist in Bohnsack verstorben. Mein Urgroßvater Kurt Pauls (1900-1979) ist aber bereits in Danzig, Johannisgasse 6 geboren.

      Da ich eine Familienchronik und ggf. in dem Zusammenhang ein Wappen erstellen lassen will, versuche ich nun den Hintergrund meiner Forschungen zu erhellen.

      Mein Spitzahn ist gegenwärtig Johann Christoph Pauls (1738-1826). Ob Johann Christoph Paul (* etwa 1690), der 1710 in Bohnsack heiratete auch zu meinem Stamm gehört, weiß ich noch nicht sicher.

      Bohnsack scheint somit aber für eine geraume Zeit Zentrum meiner Familie gewesen zu sein. Und die Tätigkeit als Fischer ist in einigen Kirchenbucheinträgen verbrieft. Nun will ich gerne für meine Wappengestaltung eine Bootssilhouette verwenden, weiß aber nicht, von welcher Bauart die Boote in der frühen Neuzeit waren.

      Dies soll aber nur eine Frage sein, die dieser Threat beantworten soll. Kulturgeschichtlich ist die Weichselfischerei so oder so besonders daher sei die Materialsammlung hier weiter angeregt.

      Viele Grüße, Marcel

      Kommentar

      • Herbert Claaßen
        Forum-Teilnehmer
        • 13.02.2008
        • 1005

        #4
        AW: Weichselfischerei

        [ATTACH=CONFIG]13675[/ATTACH]Hallo Marcel!
        Von unserem Kutter habe ich ein kleines Bild. Die Kahnfischer hatten ein Boot ohne Motor. 3 Sitzduchten, an der mittleren mit Ruderdollen. Sie waren flach. An der mittleren befand sich der Schwertkasten für das fahren unter Segel. Ich melde mich, falls ich da noch was finden sollte.
        Viele Grüße Herbert
        Angeh

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        • Bartels
          Forum-Teilnehmer
          • 25.07.2012
          • 3448

          #5
          AW: Weichselfischerei

          Hallo Herbert,

          weisst Du, was aus Eurem Kutter geworden ist?

          - Fluchtboot für Bonzen?
          - Vorpostenboot?
          - der letzte Panzerkreuzer des Werders?
          Beste Grüsse
          Rudolf H. Böttcher

          Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
          Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
          Familie Zoll, Bohnsack;
          Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
          Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

          http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #6
            AW: Weichselfischerei

            Schönen guten Abend,
            hallo Herbert, hallo Rudolf,

            auch mich würde interessieren wozu das Boot eingesetzt wurde. Es gab ja nicht nur die von Dir genannten Verwendungszwecke, Rudolf. Gegen Ende März wurde noch versucht selbst das allerletzte Boot für Flüchtlinge zu requirieren. Für Fährzwecke auf die andere Seite der Weichsel oder als Zulieferer für größere Schiffe draußen vor der Mündung oder mitunter auch als Flüchtlingsboote direkt nach Hela.

            Viele Grüße aus dem Werder
            Wolfgang
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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            • Bartels
              Forum-Teilnehmer
              • 25.07.2012
              • 3448

              #7
              AW: Weichselfischerei

              Schönen guten Abend Wolfgang,

              meine drei Punkte waren auch mit einem grossen Augenzwinkern ganz unernst gepostet worden - aber die ernste Antwort interessiert ...



              Rudolf H. Böttcher
              Beste Grüsse
              Rudolf H. Böttcher

              Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
              Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
              Familie Zoll, Bohnsack;
              Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
              Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

              http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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              • Herbert Claaßen
                Forum-Teilnehmer
                • 13.02.2008
                • 1005

                #8
                AW: Weichselfischerei

                Hallo Rudolf, Hallo Wolfgang!
                Im März 1945 war mein Vater in der Festung Dünkirchen eingeschlossen und kam nach Kriegsende in französische Gefangenschaft. Ich wurde im Oktober 1944 zur Marine eingezogen und war auch nicht mehr zu Hause. Für meine Mutter war das wohl nicht mehr so relevant, sich um den Verbleib unseres Kutters zu kümmern. Sie und meine Schwester sind Ende April über See nach Sassnitz geflüchtet, wo mein Vater nach Entlassung aus der Gefangenschaft auch landete und erst beim Volkseigenen Betrieb und später bei der Fischereigenossenschaft einen Kutter gefahren hat.
                So haben wir nie was erfahren, wozu der Kutter eingesetzt worden und wo er abgeblieben ist.
                Viele Grüße Herbert

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                • MueGlo
                  Forum-Teilnehmer
                  • 11.03.2010
                  • 1120

                  #9
                  AW: Weichselfischerei

                  Moin,

                  zur Weichselfischerei siehe auch Heinz Mandeys "Ungeordnete Erinnerungen"



                  Beste Grüße,

                  Rainer MueGlo
                  "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                  www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                  Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                  http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                  • MarcelKr
                    Forum-Teilnehmer
                    • 23.08.2012
                    • 428

                    #10
                    AW: Weichselfischerei

                    Hallo Rainer,

                    das ist auch ein toller Beitrag. Schön zu sehen, dass es auch für einige Deutsche in Danzig nach dem Krieg noch so lange weiter ging.

                    In dem Artikel wird von einer Genossenschaft gesprochen. Gab es bereits im Kaiserreich, im Freien Danzig oder nach der Eingliederung derartige Organisationsformen für die Fischer an der Weichsel?

                    Viele Grüße,

                    Marcel

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                    • Herbert Claaßen
                      Forum-Teilnehmer
                      • 13.02.2008
                      • 1005

                      #11
                      AW: Weichselfischerei

                      Hallo Marcel!
                      [ATTACH=CONFIG]13678[/ATTACH]Ein Bild habe ich noch gefunden. Der Kahn neben dem Steg hatte im Winter an Land gelegen. Dann mußte das Holz erst wieder aufquellen.
                      Viele Grüße Herbert
                      Angeh

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                      • MarcelKr
                        Forum-Teilnehmer
                        • 23.08.2012
                        • 428

                        #12
                        AW: Weichselfischerei

                        Lieber Herbert,

                        vielen Dank für Dein Bild. Ich will hier gerne aufrufen weitere Bilder von der Weichselfischerei zu veröffentlichen. Gibt es vielleicht jemanden unter Euch, der von den Fischern in Danzig eine Aufnahme hat? Oder Aufnahmen über das Fischerleben in Bohnsack? Besonders suche ich eine Aufnahme mit meinem Altvater Johann Jacob Pauls, gest. 1923 in Bohnsack.

                        Viele Grüße,
                        Marcel

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                        • Belcanto
                          Forum-Teilnehmer
                          • 24.09.2008
                          • 2508

                          #13
                          AW: Weichselfischerei

                          Das muss schön gewesen, den Fischern bei ihrer Arbeit zu zuschauen.

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