AW: Hochwassergefahren
Schönen guten Morgen,
vor praktisch genau einem Jahr berichtete ich schon einmal über die Zerstörung der Grasnarbe am Deichfuß zwischen Schönbaum und Nickelswalde. Den Sommer über konnte ich sehen, dass die sonst so üppig auf dem Vorland wuchernde Vegetation dort sehr sparsam blieb. Denn auch im Sommer fahren dort schwere Traktoren.
Nun wird das letzte Heu eingebracht. Ich frage mich, warum jetzt? Die gepressten Ballen lagen auf dem Außendeich etliche Wochen. Nun, nachdem Wiesen und Wege nach lang anhaltenden intensiven Regenfällen vollkommen durchweicht sind, zerstören schwere Fahrzeuge die kritischste Stelle eines Deiches: Den Deichfuss. Der Boden ist dort mitunter einen halben Meter tief aufgewühlt. Man muss sich eins vor Augen halten: Dies hier sind keine modernen Deiche sondern Deichanlagen die vor rund 120 Jahren mit damaligem Ingenieurswissen angelegt wurden. Der ganze Deich besteht aus dem Aushubmaterial des neu gegrabenen Weichselbettes, also aus Sand mit Lehmanteilen. Verteidigungswege gibt es nicht. Die Deiche weisen hier sowohl wasser- als auch landseitig sehr steile Böschungen auf. Landseitig folgt der Deichböschung gleich ein Sickergraben. Ich vermute, dass der Deich hier zehn Meter hoch sein kann.
In diesem Abschnitt kommen hier zwar nur selten Hochwasser vor, die bis zum Deichfuß reichen, aber das kann nur für die Vergangenheit gesagt werden. Ich werde jedenfalls nervös wenn ich sehe, dass hier zwar in einer ersten Maßnahme rund 160.000.000 Zloty (83% werden von der EU finanziert) in den Hochwasserschutz investiert werden, aber die banalsten Deichkontrollen unterbleiben.
Im letzten Jahr habe ich versucht, etwas anzustoßen, aber mich dann nicht mehr weiter darum gekümmert. Dieses Mal werde ich hartnäckig fragen und nachhaken. Denn es geht auch um meinen Schutz.
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
Schönen guten Morgen,
vor praktisch genau einem Jahr berichtete ich schon einmal über die Zerstörung der Grasnarbe am Deichfuß zwischen Schönbaum und Nickelswalde. Den Sommer über konnte ich sehen, dass die sonst so üppig auf dem Vorland wuchernde Vegetation dort sehr sparsam blieb. Denn auch im Sommer fahren dort schwere Traktoren.
Nun wird das letzte Heu eingebracht. Ich frage mich, warum jetzt? Die gepressten Ballen lagen auf dem Außendeich etliche Wochen. Nun, nachdem Wiesen und Wege nach lang anhaltenden intensiven Regenfällen vollkommen durchweicht sind, zerstören schwere Fahrzeuge die kritischste Stelle eines Deiches: Den Deichfuss. Der Boden ist dort mitunter einen halben Meter tief aufgewühlt. Man muss sich eins vor Augen halten: Dies hier sind keine modernen Deiche sondern Deichanlagen die vor rund 120 Jahren mit damaligem Ingenieurswissen angelegt wurden. Der ganze Deich besteht aus dem Aushubmaterial des neu gegrabenen Weichselbettes, also aus Sand mit Lehmanteilen. Verteidigungswege gibt es nicht. Die Deiche weisen hier sowohl wasser- als auch landseitig sehr steile Böschungen auf. Landseitig folgt der Deichböschung gleich ein Sickergraben. Ich vermute, dass der Deich hier zehn Meter hoch sein kann.
In diesem Abschnitt kommen hier zwar nur selten Hochwasser vor, die bis zum Deichfuß reichen, aber das kann nur für die Vergangenheit gesagt werden. Ich werde jedenfalls nervös wenn ich sehe, dass hier zwar in einer ersten Maßnahme rund 160.000.000 Zloty (83% werden von der EU finanziert) in den Hochwasserschutz investiert werden, aber die banalsten Deichkontrollen unterbleiben.
Im letzten Jahr habe ich versucht, etwas anzustoßen, aber mich dann nicht mehr weiter darum gekümmert. Dieses Mal werde ich hartnäckig fragen und nachhaken. Denn es geht auch um meinen Schutz.
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
? - Schlick) soll nach einer Lagerung von drei bis sechs Jahren im Deichbau Verwendungen finden. Es erinnert an einer modernen Entsorgungsanlage für den unbeliebten Schlick
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