Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

    Liebe Forumfreunde,

    möglicherweise habt Ihr es noch nicht gehört: Vor ein paar Tagen, am 27. Juli, gab es hier im Werder nicht nur stürmische Winde aus nordischen Richtungen sondern auch katastrophal wirkende Regenfälle. Von morgens früh bis abends spät öffnete sich der Himmel und es goss unaufhörlich, teils auch so, dass durch den Regenvorhang nur wenige Meter zu sehen waren.

    Die Folgen? Sie sind regional begrenzt, es gibt keine Schlagzeilen. Trotzdem: das gesamte Werdergebiet, also das gesamte Weichsel-/Nogatdelta ist schwer betroffen. Es gab weitflächige Überflutungen mit immensen Schäden in der Landwirtschaft, vor allem aber auch an Häusern. In unserer Region gab es über 2.000 Notrufmeldungen, vor allem wegen überfluteter Keller, aber nicht nur das Wasser richtete riesigen Schaden an. Durch extreme Winde und Schlagregen wurde das kurz vor der Ernte stehende Getreide platt gedrückt, Kartoffelfelder stehen unter Wasser, die Landwirte wissen nicht mehr weiter.

    Überall in unserer Nachbarschaft steht das Wasser in den Gärten und wer sein Haus unterkellert hat, weiß nicht mehr ein noch aus. Wir selber haben Glück. Kein Keller, rund um das Haus üppige Vegetation, aufgrund dessen kein stehendes Wasser.

    Viele Probleme sind hier menschengemacht. Ganze Landschaftstriche zugebaut, zubetoniert, keine Retentionsflächen in denen sich das Wasser ausbreiten kann, keine Schutzmaßnahmen.

    Wie gesagt, wir haben hier Glück. Aber wir fühlen mit unseren Nachbarn die nun mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

    Schöne Grüße aus dem Werder
    Wolfgang
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • Belcanto
    Forum-Teilnehmer
    • 24.09.2008
    • 2508

    #2
    AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

    Wir müssen uns an sintflutartige Regenfälle gewöhnen. Ein Grad plus Oberflächenwassertemperatur in den Meeren ergibt 7% mehr Verdunstung. Die Oberflächentemperaturen der Meere sind zum Teil, um plus fünf Grad angestiegen, d.h 35% mehr Verdunstung. Die gewaltigen Regenwolken müssen irgendwo ausregnen. Zum Glück meistens über den Meeren. Und nicht nur das, die Meeren fallen auch zunehmend als Kohlendioxidsenken aus.

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    • Willy Gohl
      Forum-Teilnehmer
      • 18.03.2011
      • 84

      #3
      AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

      Hallo Wolfgang, das hört sich aber schlimm an, ich hoffe, Du sowie deine Nachbarn werdet dieses Unwetter ohne großen Schaden überstehen. Ist Fischerbabke auch von diesem Unwetter betroffen ? Herzliche Grüße Willy

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      • MeinEichwalde
        Forum-Teilnehmer
        • 06.10.2008
        • 545

        #4
        AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

        Im Werdermuseum wird doch die Entwässerung genau dargestellt. Dass die Gräben und Drainagen nicht gewartet werden ist merkwürdig. lg Eure Werderanerin Delia

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        • Belcanto
          Forum-Teilnehmer
          • 24.09.2008
          • 2508

          #5
          AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

          Wir müssen in Zukunft damit rechnen, dass der Austausch zwischen kalter und warmer Luft immer länger dauert, weil der Jetstream, nicht mehr so arbeitet, wie früher. Tief- und Hochdruckgebiete verweilen länger an einem Ort.

          Kommentar

          • MeinEichwalde
            Forum-Teilnehmer
            • 06.10.2008
            • 545

            #6
            AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

            Gibt es vielleicht weitere Nachrichten. Immerhin ist das ein Touristengebiet in der Hochsaison. Sind Touristenpensionen betroffen.? Ist jemand vor Ort ? Welche Auswirkungen haben die Regenfälle auf die Ostsee. ist sie auch voller als sonst ?
            Beste Grüße aus dem herrlichen Sommer Berlins.
            wo ich gestern eine Ringelnatter am Teufelssee schwimmen sah. Ich schwamm auch. Dort ist es paradisisch
            was macht der Boottourismus im Werder
            Lg Eure Delia

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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #7
              AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

              Die durch die Regenfluten verursachten Schäden sind verheerend. Betroffen waren westlich der Weichsel die Danziger Niederung und östlich von ihr das gesamte Marienburger Werder bis hin zu den Elbinger Höhen. Besonders große Schäden richteten Überflutungen in Tiegenhof, Elbing und Tolkemit an.

              Vor allem die Landwirte leiden unter großen Ernteverlusten. Bedingt durch den verregneten Juli konnte die Ernte bis zu diesem katastrophalen Unwetter nicht eingebracht werden - dann wurde das Getreide durch starke Winde und die Regenwalze plattgedrückt und die Felder überschwemmt. Bis jetzt sind viele Felder noch nicht abgeerntet. Auf den Felder steht teils noch immer Wasser oder das Korn ist zu feucht, ist verfault, verschimmelt oder keimt aus.

              Jeder schimpft auf Jeden und alle weisen jedwede Verantwortung von sich. Niemand fühlt sich zuständig und alleine das ist schon eine Katastrophe. Hier gibt es keine Umweltbewegung, keine Grünen, hier gibt es kaum Umweltbewusstsein geschweige denn praktizierten Umweltschutz. Die Konsequenz: Wenn die nächsten starken Regenfälle kommen, wird genau die gleiche Katastrophe erneut eintreten.

              Für die Geschädigten, also in erster Linie die Landwirte und Hausbesitzer, sind die Politiker schuld. Und zwar auf allen Ebenen, den Kommunen, Landkreisen, der Wojwodschaft, dem Staat. Dabei muss sich JEDER an die eigene Nase fassen. Warum gab es diese Schäden? Dafür gibt es schier unendlich viele Ursachen:

              - weil die Landschaft zubetoniert und versiegelt wird
              - weil in bebauten Flächen nicht dafür gesorgt ist, dass Oberflächenwasser schnell genug abfließt
              - weil sich niemand ausreichend um die Entwässerungssysteme kümmert und die meisten Entwässerungsgräben zugeschüttet oder zugewachsen sind
              - weil es keine Retentionsflächen gibt
              - weil die Landwirte durch ihre extrem schweren Maschinen den Boden der Felder so stark verdichtet haben dass sie kaum mehr Wasser aufnehmen
              - weil selbst in privaten Gärten die Böden so kaputt sind, dass sie kein Wasser mehr halten
              - weil die Deiche nicht genug in Schuss gehalten werden

              Nur ein Beispiel aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft. Die bei mir vorbeiführende Kreisstraße wurde durch einen Schotterstreifen verbreitert. Das ausgehobene Erdreich wurde in den daneben liegenden Entwässerungsgraben entsorgt. Außerdem werden dort entlang der Straße jährlich Sträucher, Büsche, Bäume gestutzt. Der gesamte Schnitt wird ebenfalls in den Graben geworfen. Fakt ist: Dieser Entwässerungsgraben kann seine Funktion nicht mehr erfüllen.

              Es kommt noch ein Problem hinzu. Große Flächen des Weichsel-Nogat-Deltas liegen in Depressionsgebieten, liegen also unter dem Meeresspiegel. Eigentlich müssten größere Retentionsflächen angelegt werden, also Gebiete die bei extremen Niederschlägen oder Hochwassern nicht abfließende Wasser aufnehmen. Gibt es aber nicht - alles ist landwirtschaftliche Fläche oder Baugebiet. Ja, wo soll das Wasser hin?

              Höhere Deiche helfen auch nicht. Denn die Flüsse und Kanäle können nur eine bestimmte Menge Wasser aufnehmen und wenn die Deiche erhöht werden, läuft das Wasser zwar nicht mehr über die Deiche, aber aufgrund des hohen Wasserdruckes besteht dann die Gefahr, dass die Deiche unterspült werden.

              Ich sehe schwarz. Die Rumwurschtelei und das sich nicht zuständig fühlen kombiniert damit, dass alle anderen nur man selber nicht schuld ist, wird höchstwahrscheinlich dazu führen, sich solche hausgemachten Naturkatastrophen in Zukunft häufiger eintreffen werden.

              Schöne Grüße aus dem herbstlich werdenden Werder
              Wolfgang

              Hier noch ein Foto des Entwässerungsgraben entlang unserer Kreisstraße:
              [ATTACH=CONFIG]26817[/ATTACH]
              Angeh
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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              • MeinEichwalde
                Forum-Teilnehmer
                • 06.10.2008
                • 545

                #8
                AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                Schaut bitte auf den Nachruf auf Sigurd van Riesen, ich hatte ihn an anderer Stelle hingeschrieben...

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                • JuHo54
                  Forum-Teilnehmer
                  • 11.12.2008
                  • 2377

                  #9
                  AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                  Hallo Wolfgang,
                  das ist ein großes Problem , das du da beschreibst, ist aber bei uns genauso....die Gräben sind zugewachsen und auch die Durchflussrohre, es staut sich also überall, die Gebiete die unterhalb des Wasserspiegels der Innerste liegen, haben zwar ein Pumpsystem, das reicht aber nicht. Es fehlt überall an geeigneten Rückhaltebecken. Seit Jahrzehnten wird das Problem besprochen, aber beim letzten starken Regen und Hochwasser, waren wieder viele Gebiete überschwemmt einschließlich dem Kulturcampus unserer Uni.Wir liegen, Gott sei Dank, hoch genug, unser Haus leicht erhöht und da sie beim Bau einen Fehler gemacht haben und die Kanalisation auf die falsche Seite gelegt haben, liegt auch diese tiefer als geplant, ... für deine Nachbarn hoffentlich nicht ganz so schlimm wie gedacht.
                  Liebe Grüße
                  Jutta
                  Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

                  Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                    Schönen guten Nachmittag,
                    hallo Jutta,

                    entlang des Küstenstreifens östlich der Strom-Weichsel, also in dem Gebiet nördlich der Elbinger Weichsel, hatte es zwar auch rund 200 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter gegeben, aber das Gebiet liegt ein klein wenig über dem Meersesspiegel und die Entwässerungsmöglichkeiten sind etwas besser als in vielen anderen Teilen des Werders. Aber auch hier sind die Felder teils immer noch nicht befahrbar - die Ernte steht auf den nassen Feldern und trocknet nicht.

                    Früher wurde auf den Boden mehr Rücksicht genommen. Jeder wusste, dass dies hier "Blott"-Boden ist und da gab es auch nicht unendlich weit mit Monokulturen bebaute Ackerflächen. Dazwischen lagen immer auch natürliche Retentionsflächen, Wiesen, ungenutztes mit Gebüsch und Bäumen bewachsenes Land. Eine der größten Umweltsünden steht kurz vor der Vollendung: Die Zubetonierung bzw. Kanalisierung des Elbing-Flusses ins Frische Haff. Bis vor wenigen Jahren ein einzigartiges durch ein Naturschutzgebiet führendes Gewässer wird jetzt zur kanalisierten Betonrinne. Dann wird Elbing bei Nordostwinden, wenn es zum berüchtigten Haffstau kommt, noch schneller von Überflutungen heimgesucht.

                    Aber nicht nur das: Überall finden Abholzungsaktionen statt, große Waldgebiete liegen bereits brach. Das hat mit natürlicher und nachhaltiger Forstwirtschaft nichts mehr zu tun. Profitgier gewinnt gegen Naturschutz. Und so verhält es sich auch mit den Alleen. Kilometerweise wurden und werden sie abgeholzt ohne dass nachgepflanzt wird.

                    Als die Schnellstraße bzw. Autobahn S7 von Danzig Richtung Elbing gebaut wurde, schlug man ebenfalls wahnwitzig breite Schneisen durch Wald und natürlichen Bewuchs. Heute sind entlang der S7 Felder auf denen noch immer Wasser steht.

                    Sich nur aufregen hilft nicht. Es wird sich wahrscheinlich auch künftig nur wenig oder nichts tun. Ich sagte es schon: Eine Naturschutzbewegung oder auch nur ein Umweltschutzbewusstsein ist hier nicht oder nur ganz vereinzelt bemerkbar. Richtig aktiv, so wie ich das mitbekomme, ist in diesem Sinne nur eine Gruppe auf der Bohnsacker Insel - und die haben dort mitunter auch mal Erfolg.

                    Schöne Grüße aus dem Werder
                    Wolfgang
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                    • MeinEichwalde
                      Forum-Teilnehmer
                      • 06.10.2008
                      • 545

                      #11
                      AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                      Hallo Wolfgang , Hallo Jutta


                      habe eben die Fotos der Hochwasser in Hildesheim und Innerste gegoogelt. Sieht ja auch sehr überflutet aus. Wo wir gerade beim Thema Überschwemmungen sind: Ehrlich gesagt war mein Vorfahr schon Deichhauptmann : Wilhelm Güssefeld in Seehausen an der Elbe. Und die Weichseldeichhauptleute sind ja legendär und es gibt sie lange.

                      "Der Schimmelreiter" von Theodor Storm ist bekanntlich auch auf die Weichselhochwasser gegründet. Obwohl er in Schleswig Holstein Schullektüre ist.
                      Nun aber zu den Europäischen Aktuellen Verhältnissen:
                      An der Elbe werden in den Unescoweltkulturerbe - gebieten die Drainagen in den Wiesen abgebaut, wenn die Besitzer einverstanden sind. Die Havelwiesen sollen dann wieder einfach überschwemmt werden können. Das Havelland soll in Zukunft ein weites Überschwemmungsgebiet sein dürfen..

                      Diese Vorstellungen der Naturschutzverbände könnte ich mir für das Weichseldelta auch vorstellen. Denn die Holländer sind ja nun weg und Landwirtschaft kann man auch in anderen Teilen Europas betreiben. Ich bin sehr gespannt auf die Planungen. In meinem Berlin Tempelhof werden die Pfuhle auch peu a peu von ihren Einfriedungen befreit. Es nennt sich dann Renaturierung . Der BUND ist federführend im Hintergrunde.

                      Und Sigurd van Riesen war wie gesagt so ein Europäischer Wasserfachmann.

                      Liebe Grüße und nicht traurig sein.
                      Delia

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                      • MueGlo
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.03.2010
                        • 1120

                        #12
                        AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                        Moin,

                        es war einmal: Da gab es die Schlickgeschworenen, verantwortlich für die Instandhaltung der Gräben, Laaken, etc., die Teichgeschworenen, verantwortlich für die Dämme, und die Wassermüller, die permanent gepumpt haben.

                        Nachdem es nach dem Weichseldurchstich 1895 keine relevanten Dammbrüche der Weichsel mehr gab ist offensichtlich insbesondere für die neue Bevölkerung ab 1945 die Bedrohung durch das Wasser im Werder nicht mehr im Bewußtsein ... es fehlen die Geschichten aus der Vergangenheit ...

                        Da macht man halt bei einem derartigen Unwetter die Regierung verantwortlich ...

                        Beste Grüße aus Potsdam, Rainer MueGlo
                        "Der Mensch lebt, so lange man sich seiner erinnert!" - Afrikanisches Sprichwort

                        www.Momente-im-Werder.net --- Adressbücher, Literatur, Werkzeugkasten und Momente im Danziger Werder

                        Nachbarn und Hofbesitzer in Groß und Klein Zünder vom 17. bis 20. Jahrhundert:
                        http://momente-im-werder.net/01_Offen/31_Gross-Zuender/Nachbarn-GrZ-KlZ/index.htm

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                        • Ulrich 31
                          Forum-Teilnehmer
                          • 04.11.2011
                          • 8561

                          #13
                          AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                          Dies aktuell zu diesem Thema (übrigens für jeden bei gdansk.pl zu finden) *):

                          https://www-gdansk-pl.translate.goog..._x_tr_pto=wapp (deutsch).

                          Ulrich

                          *) Das am Anfang des betr. Artikels angegebene Datum 27. August (auch im Original) ist falsch. Richtig: 25. August.

                          Kommentar

                          • Wolfgang
                            Forumbetreiber
                            • 10.02.2008
                            • 11623

                            #14
                            AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                            Einen schönen guten Morgen,

                            Danzig und die dazu gehörenden Orte wie z.B. auch auf der Bohnsacker Insel sind noch relativ gut weggekommen. Viel größere Schäden und Verluste traten in den Kreisen Praust, Tiegenhof, Elbing, Marienburg und Stuhm auf. Insgesamt sind nun von Seiten des Staates 69 Millionen Złoty Hilfe für das ganze Land bewilligt worden. Das ist lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Verluste für die Landwirte sind riesig, bei meinem Nachbarn und seinem an mein Grundstück angrenzenden Feld dürften praktisch 100% der Ernte verloren sein. Seine Felder wurden bisher nicht abgeerntet, das Grün schießt bereits durch das plattgedrückte Getreide hervor.

                            Nun beklagen sich Alle. Warum? Ich kann es verstehen, habe aber nur bedingt Verständnis dafür. Es fehlt jedwedes Bewusstsein, jedes Gefühl für potentielle Gefahren. Viele, viele Versäumnisse, eine ungehindert weiter gehende Zerstörung der Natur und deren natürlichen Regenerationskräfte, die rücksichtslose Ausbeutung der Landschaft, also der Felder, Wälder, Wiesen, Gewässer, gepaart mit absoluter Gleichgültigkeit und dem Desinteresse dem gegenüber, was das alles zur Folge haben kann, führten nun zu dieser Katastrophe. Gut, es sind Ansätze erkennbar, landkreisübergreifend etwas zu tun, aber dem stehen die vielen verschiedenen Zuständigkeiten bremsend im Wege. Wer ist für was zuständig? Alle reklnamieren für sich Zuständigkeiten, aber Niemand will für irgend etwas verantwortlich sein. Und am Geld für die Umsetzung mangelt es sowieso.

                            Gut, das war jetzt wieder mal ein Jahrhundertereignis, aber ich wette darauf, dass das nächste Jahrhundertereignis jederzeit wieder eintreffen kann - und wahrscheinlich auch eintreffen wird.

                            Schöne Grüße aus Ravensbrück
                            Wolfgang
                            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                            Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                            Kommentar

                            • MeinEichwalde
                              Forum-Teilnehmer
                              • 06.10.2008
                              • 545

                              #15
                              AW: Desaströse Regenfälle und Überflutungen im Werder

                              Im Werder wurden immer Zuckerrüben angebaut, die in der Fabrik Neuteich und Praust zu Zucker wurden. Das ist noch heute so. Hier ein Film


                              - - - Aktualisiert - - -

                              hier noch ein merkwürdiger Film des guten Weizens. im Werder der früher vierspännig abgefahren wurde..https://www.facebook.com/watch/?v=3077006552467152

                              Kommentar

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