Fotos aus Eichwalde

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    Fotos aus Eichwalde

    Hier seht Ihr einige Fotos aus Eichwalde wo einer meiner Familienzweige vor dem Krieg lebte.
    Angeh
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • Anonymus

    #2
    Eichwalde!

    Zitat von Wolfgang
    Hier seht Ihr einige Fotos aus Eichwalde wo einer meiner Familienzweige vor dem Krieg lebte.
    Hallo Wolfgang,

    gehe ich richtig in der Annahme, dass "Dein" Eichwalde im Marienburger Werder zu finden ist?
    Dagegen gibt es noch ein zweites Eichwalde, zu Wyschetzin im ehem. poln. Korridor und zwar suedwestlich von Neustadt (Wejherowo) gelegen.
    Uebrigens, schoenen Dank fuer das sw-Foto vom Garten des Restaurant "Zur Ostbahn" in Ohra. Meine Erinnerung an diesem Garten besteht darin, dass ich hierin oft gespielt habe, waehrend meine Eltern mit Bekannten oder Verwandten bei fluessigen Danziger Spezialitaeten beim Plachandern sassen.

    Viele Gruesse
    Ohrscher Siegfried

    Kommentar

    • Wolfgang
      Forumbetreiber
      • 10.02.2008
      • 11623

      #3
      Zitat von Ohrscher 33-46
      gehe ich richtig in der Annahme, dass "Dein" Eichwalde im Marienburger Werder zu finden ist?
      Hallo Siegfried,

      ja, so ist es. Es gab mehrere Eichwalde, aber nur eins im Gebiet des Freistaates Danzig und das liegt zwischen Neuteich und Marienburg.

      Im letzten Jahr hatten wir ein großes Familientreffen mit mehreren Cousins meiner Mutter und einer von ihnen lebte eine Weile in Eichwalde.
      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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      • MeinEichwalde
        Forum-Teilnehmer
        • 06.10.2008
        • 545

        #4
        Eichwalde im Neuteich Brief 2008 (Fortsetzung von 2007)

        Lieber Wolfgang,
        zu Eichwalde gibt es im Neuteich Brief des Heimatbundes der Neuteicher eine intensive Materialsammlung an welcher sich einige Eichwalder Familien beteiligt haben Falls jemand Fragen zu Claassens Dycks Fasts Soenkes schroedters, ihren Arbeiterfamilen und Lebensverhältnissen hat kann ich gern Kopien der Seiten verschicken.

        Alles Liebe
        Delia

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        • jonny810
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 2423

          #5
          Eichwalde

          Fast leere Strassen, hohes Gras, 2 Kühe und viel glückliche Milch, von glücklichen Kühen. Wer möchte dort hinziehen? Ich nicht!

          Dann lieber nach Neuteich. Aber am Liebsten, zum Schüsseldamm Erhart







          Zitat von Wolfgang
          Hier seht Ihr einige Fotos aus Eichwalde wo einer meiner Familienzweige vor dem Krieg lebte.
          Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
          "Nec Temere - Nec Timide"
          Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #6
            Zitat von Joniszus
            Fast leere Strassen, hohes Gras, 2 Kühe und viel glückliche Milch, von glücklichen Kühen. Wer möchte dort hinziehen? Ich nicht!
            Erhart, das ist das Werder, eine typische Werderlandschaft. Flache Landschaften, weite Felder, feuchte Wiesen, nebelumrankte Weiden an langen Kanälen, einsame Flecken, im Winter kalt, im Sommer warm, aber mit tiefblauen Himmeln auf denen sich unbeschreibliche Wolkengebirge bilden können. Kann sich dort ein Stadtkind wohlfühlen, kann es dort die Erdverbundenheit empfinden, die notwending ist um das Werder, um die Heimat im Herzen zu spüren? Ist das möglich, ohne dort seine Wurzeln zu haben?

            Vielleicht, aber dazu ist es erforderlich, voruteilsfrei ins Werder zu schauen. Sonst sieht man tatsächlich nur hohes Gras mit glücklichen Kühen, die glückliche Milche geben. Und lacht über die Doofen die es sich vorstellen können dort hinzuziehen.
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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            • jonny810
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 2423

              #7
              Das Werder

              Hallo Wolfgang,

              ich war über ein Jahr in Neuteich - Abbau evakuiert. Drei Gehöfte bis in die Stadt. Dafür viel Feld, und im Herbst und Frühling viel Matsche. Im Winter hoch Schnee. Wir mußten ja täglich zur Schule. Ich habe die Zeit noch in guter Erinnerung.

              Mit zunehmendem Alter, so finde ich es, gehört man zurück in die Zivilisation, dort lebt es sich leichter, und man ist unter Menschen. In jungen Jahren, sieht das noch ein wenig anders aus.

              Einen schönen Aben, Erhart
              Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
              "Nec Temere - Nec Timide"
              Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

              Kommentar

              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #8
                Zitat von Joniszus
                Mit zunehmendem Alter, so finde ich es, gehört man zurück in die Zivilisation, dort lebt es sich leichter, und man ist unter Menschen.
                Hallo Erhart,

                ich habe jetzt lachen müssen. Möchtest Du mit Deinen Worten ausdrücken, im Werder gebe es außerhalb der Städte keine Zivilisation und keine "Menschen"?

                Klär mich auf, denn wenn ich ins Werder weit außerhalb der nächsten Stadt ziehe, möchte ich schon wissen was mich dort erwartet
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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                • jonny810
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 2423

                  #9
                  Zivilisation

                  Hallo Wolfgang,

                  ich glaube, man kann die Jahre 1943/1944 und die heutige Zeit schlecht miteinander vergleichen.

                  Ich war vor ein paar Jahren wieder einmal in Neuteich, es unterscheidet sich schon sehr von früheren Jahren.

                  Zivilisation sah damals so aus, daß das Personal auf dem Groß-Bauernhof, (Kriegsgefangene-Internierte) Die Herrschaften noch mit "Gnädiger Herr und gnädige Frau" ansprechen mußte.

                  Zum Einkaufen ging es in die Stadt, aber alles zu Fuß. Ich weiß nicht mehr wie weit das war, der Weg erschien uns Kindern, unendlich. Die Geister kommen, gute Nacht, Erhart
                  Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                  "Nec Temere - Nec Timide"
                  Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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                  • Helga +, Ehrenmitglied
                    Moderatorin
                    • 10.02.2008
                    • 1948

                    #10
                    Zitat von Wolfgang
                    Kann sich dort ein Stadtkind wohlfühlen, kann es dort die Erdverbundenheit empfinden, die notwending ist um das Werder, um die Heimat im Herzen zu spüren? Ist das möglich, ohne dort seine Wurzeln zu haben?
                    Hallo Wolfgang,

                    ja, ich denke schon. Ich muß das ja nur lesen, um eine Sehnsucht dorthin zu bekommen. Und ich finde sie wunderbar, diese Landschaft.
                    Viele Grüße
                    Helga

                    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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                    • Marc Malbork
                      Forum-Teilnehmer
                      • 23.02.2008
                      • 1050

                      #11
                      Und wegen der Schönheit des Großen Werders kann man immer wieder nur auch auf die Fotos von

                      hinweisen (fotografia - Galerie - Region).

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                      • Anonymus

                        #12
                        Im Danziger/Marienburger Werder!

                        Zitat von Helga
                        Hallo Wolfgang,

                        ja, ich denke schon. Ich muß das ja nur lesen, um eine Sehnsucht dorthin zu bekommen. Und ich finde sie wunderbar, diese Landschaft.
                        Hallo Helga, liebe Danziger Freunde,

                        auch ich finde sie wunderbar, diese Danziger und Marienburger Werder-Landschaft! Nachdem ich im Jahre 1987 zum ersten Mal nach dem Krieg wieder diese stille Naturlandschaft erleben durfte, zog es mich in den Folgejahren vermehrt dorthin.

                        Immer wenn ich dann mit meinem Rad'l durch die Doerfer kam und sah wie die alten Haeuser aus deutscher Zeit oft mit viel Liebe von den neuen Besitzern renoviert worden waren, waere ich am Liebsten gleich dort geblieben.

                        So wie die Menschen die dort heute ihre neue Heimat gefunden haben, gluecklich sind und sich mit Sicherheit nicht als unzivilisierte Menschen fuehlen, koennte auch ich mich sehr gut vorstellen, dort als alter Rentner meinen Lebensabend zu verbringen.

                        Uebrigens, auch ein Grund, einen Menschen zu beneiden, der bereits mit einem Bein in dieser alten Naturlandschaft sesshaft geworden ist!!!

                        Ein schoenes Wochenende
                        wuenscht
                        der Ohrsche Siegfried

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                        • Helga +, Ehrenmitglied
                          Moderatorin
                          • 10.02.2008
                          • 1948

                          #13
                          Zitat von Ohrscher 33-46
                          .

                          Uebrigens, auch ein Grund, einen Menschen zu beneiden, der bereits mit einem Bein in dieser alten Naturlandschaft sesshaft geworden ist!!!
                          Jaaaa, unbedingt!!!!!!!!!!!
                          Viele Grüße
                          Helga

                          "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

                          Kommentar

                          • jonny810
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 2423

                            #14
                            Menschen

                            Hallo Wolfgang,

                            mit Menschen habe ich natürlich die Menschenmenge gemeint. Ich glaube, du hast mich auch verstanden. Und wenn ich von Zivilisation spreche, dann meine ich den Kaufmann an der Ecke, und nicht einen Fußmarsch von 1 Stunde in die Stadt, und 1 Stunde zurück, mit Gepäck. Und als Kind jeden Tag zur Schule.
                            Das nüsste sich eigentlich jeder vorstellen können, jeder !!

                            Ich habe den Wink schon verstanden, du auch Wolfgang, oder? !!





                            Zitat von Wolfgang
                            Hallo Erhart,

                            ich habe jetzt lachen müssen. Möchtest Du mit Deinen Worten ausdrücken, im Werder gebe es außerhalb der Städte keine Zivilisation und keine "Menschen"?

                            Klär mich auf, denn wenn ich ins Werder weit außerhalb der nächsten Stadt ziehe, möchte ich schon wissen was mich dort erwartet
                            Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                            "Nec Temere - Nec Timide"
                            Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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                            • Wolfgang
                              Forumbetreiber
                              • 10.02.2008
                              • 11623

                              #15
                              Schönen guten Morgen,

                              es gibt Gegenden und Dörfer im Werder, die nicht nur einsam und verlassen daliegen, in denen nicht nur die Zeit stehen bleibt, sondern die sich ganz erkennbar von den Kriegsfolgen nie erholt haben. Dazu gehört auch Eichwalde.

                              Und gerade dort in den Werder- und Niederungsgebieten ist vor allem in den kleineren Dörfern eine Landflucht der Jugend zu erkennen, die nicht allzuviel Phantasie erfordert um die Zukunftschwierigkeiten dieser Dorfflecken erkennen zu können.

                              Diese ländlichen Gegenden sind häufig auch heute noch von Armut geprägt. Je dichter zur Küste und je näher zu den Städten lässt sich aber vielfach auch ein entgegen gesetzter Trend erkennen: Immer öfter ist dort rege Bautätigkeit zu beobachten, und vor allem an der Küste finden sich Neubauten von Danzigern, die der Großstadt den Rücken kehrten.

                              Aber es mangelt trotzdem an Einigem: Ein wesentliches Problem stellt die ärztliche/medizinische Versorgung dar -vor allem bei Notfällen!-, aber auch die Einkaufsmöglichkeiten sind trotz der vielen "Tante-Emma-Läden" nicht unbedingt als optimal zu bezeichnen. Und dann fehlt's halt auch an guter Gastronomie, kulturellen Veranstaltung wie z.B. Konzerten, Theater, usw., usw.

                              Nur phantastische Freizeitmöglichkeiten gibt's dort ohne Ende: Wandern, Radfahren, Segeln, Fischen, Schwimmen, also die Natur im wahrsten Sinne des Wortes zu erleben und zu fühlen.
                              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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