Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

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  • Birschenk
    Forum-Teilnehmer
    • 14.05.2021
    • 3

    #16
    AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

    Hallo Hans,

    ich bin neu im Forum und freue mich an Euren Diskussionen teilzunehmen. Meine Vorfahren kamen aus Holland, zunächst siedelten sie im Kreis Stuhm, von dort 1772 in der Elbinger Niederung und landeten dann 1816 in Mohrungen (Ostpreußen). Es ist überliefert, dass in der Familie noch um 1800 Hölländisch gesprochen wurde. Es war wohl nicht die Umgangssprache, wurde aber von den Eltern gebraucht, damit es die Kinder nicht verstehen sollten.

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    • hans258
      Forum-Teilnehmer
      • 01.08.2020
      • 246

      #17
      AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

      Hallo Pitka,

      Im anderen Forum hatte ich zu meiner Oberschlesischen Zweig geforscht, weil ja hier im Forum der Schwerpunkt Danzig ist. Ja, zum Thema polnisch in Oberschlesien habe ich viele Hinweise bekommen und habe habe auch den Schritt gewagt die polnischen Standesämter anzuschreiben. Ich hoffe das in den kommenden Wochen eine Antwort kommt.
      Ich denke das ich mit der Unterschrift meines Ururgroßvaters bestimmt eine Antwort zur Sprache bekommen werde. Er wurde immer als Johann geschrieben und wenn er als Jan unterschrieben hätte, könnte das ein Hinweis auf die polnische Sprache/ Volkszugehörigkeit sein.

      Aber zurück zum Mennonitischen Zweig, da hätte ich an Bierschenk mal so eine Frage. Konntest du deine Vorfahren direkt nach Holland verfolgen oder waren sie Mennoniten?

      1,5 % ist wenig, dachte immer es wären 10 oder 15%, war immer nur eine Schätzung von mir, gut zu wissen.

      Mfg,

      Hans

      Ich glaube die vielen Fragen kommen auch weil man als Student noch sehr unerfahren ist und ich versuche für vieles eine Antwort zu finden, vor allem bei Zweigen die mir früher unbekannt waren.

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      • sarpei
        Forum-Teilnehmer
        • 17.12.2013
        • 6095

        #18
        AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

        Hallo Hans,

        entschuldige bitte, wenn ich hier STOPP schreien muss. Es mag ja sein, dass du richtig verstanden wirst, aber mir tut es weh, wenn ich lesen muss "Konntest du deine Vorfahren direkt nach Holland verfolgen oder waren sie Mennoniten?". Das hat etwas von "Ich habe solch einen Hunger, dass ich vor lauter Durst nicht weiß, wo ich heute Nacht schlafen soll.".

        Mal abgesehen von der Tatsache, dass es ein 'Holland' (= Republik der Vereinigten Niederlande) erst nach dem 30jährigen Krieg gab, gibt es 'Holländer', die Mennoniten waren, 'Holländer', die keine Mennoniten waren und friesische Mennoniten aus Ostfriesland/Grafschaft Oldenburg/Bistum Münster, die keine 'Holländer waren aber Mennoniten. Wird dadurch ein wenig klarer, warum mir "bei einer Verknüpfung von Religion und Nationalität grundsätzlich unwohl" ist?


        Viele Grüße

        Peter

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        • Bartels
          Forum-Teilnehmer
          • 25.07.2012
          • 3448

          #19
          AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

          Hallo,

          mit einer Statistik aus den 1920er Jahren lässt sich nichts beweisen. Die Mennoniten aus dem Werder sind seit den polnischen Teilungen nach Russland und in die heutige Ukraine abgewandert um der preußischen Wehrpflicht zu entgehen. - Die Orte "Rosenort" in der Ukraine, in Kanada, Mexiko und in Paraguay sind Gründungen von Mennoniten, die in Rosenort im Werder zuhause waren.

          Meine mennonitischen Vorfahren Wölk/e kamen aus Zeeland ins Werder, wurden aber wegen Heirat evangelisch. - Die mennonitische Verwandtschaft wurde im Weltkrieg nach Kasachstan deportiert und hat dann vor 50 Jahren die Brüdergemeinde in Frankenthal gegründet. (Wenn es nach Zahl der Kirchgänger ginge wären heute statistisch mehr als 50 Prozent der Frankenthaler mennonitisch.) Mittlerweile gibt es drei mennonitische Kirchen in FT.
          Beste Grüsse
          Rudolf H. Böttcher

          Max Böttcher, Ing. bei Schichau (aus Beesenlaublingen & Mukrena);
          Franz Bartels & Co., Danzig Breitgasse 64 (aus Wolgast);
          Familie Zoll, Bohnsack;
          Behrendt, Detlaff / Detloff, Katt, Lissau, Schönhoff & Wölke aus dem Werder.
          Verwandt mit den Familien: Elsner, Adrian, Falk.

          http://bartels-zoll.blogspot.de/2012/07/ahnentafeln-zoll.html

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          • Birschenk
            Forum-Teilnehmer
            • 14.05.2021
            • 3

            #20
            AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

            Hallo Hans, ich bin noch auf der Suche. Im Moment vermute ich, dass mein erster Vorfahr nach dem Nordischen Krieg, um 1720 ins damalige Königliche Polen (Kreis Stuhm) kam. Der polnischen König und die Gutsbesitzer warben in Deutschland und in Holland um Siedler. Da könnte er dabei gewesen sein. In den nächsten Generationen gab es 2x Eheschliessungen mit Mennonitinen. Vielleicht hat sich deshalb das Holländische in der Familie so lange gehalten.
            Der Hinweis aus Holland, geht auf meinen Urgroßvaters zurück. Meine Tante übernahm sein Haus, in einer Truhe fand sie viele Papiere und Dokumente auf Holländisch, weil sie das nicht lesen konnte hat sie alles verbrannt.

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            • Birschenk
              Forum-Teilnehmer
              • 14.05.2021
              • 3

              #21
              AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

              Ich such nach den Kirchenbüchern von Lichtenfelde. Taufen 1664-1750 und Trauungen 1673-1750, die sollen im Staatsarchiv Danzig lagern. Kann mir jemand helfen Zugang zu den Büchern zu bekommen?

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              • Ulrich 31
                Forum-Teilnehmer
                • 04.11.2011
                • 8581

                #22
                AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

                Nochmals zu dieser Ergänzung zu #10: Guten Tag in diese Runde!

                Vielleicht interessiert Euch dieser verlinkte Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 12. September 2011 mit 13 Bild-Beschreibungen über Mennoniten in Belize; er trägt den Titel "Wo die Bibel das einzige Gesetz ist" mit dem Vorwort "Musik gilt als Versuchung und selbst Witze sind tabu: In den Mennoniten-Kolonien von Belize leben Nachfahren deutscher Auswanderer in einer streng religiösen Parallelwelt. Doch wenn sie die Früchte ihrer Arbeit verkaufen, treffen sie auf Sünde an jeder Ecke."

                Bild 9/13 zeigt z.B. einen Mennoniten-Jungen in der Schule vor der Wandtafel, auf der ein Auszug aus der Schöpfungsgeschichte mit Kreide in Deutsch geschrieben steht.

                > https://www.sueddeutsche.de/reise/me...-ist-1.1138402.

                Beste Grüße
                Ulrich

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                • sarpei
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.12.2013
                  • 6095

                  #23
                  AW: Welche Sprache sprachen die Westpreußischen Mennoniten?

                  ad #21:

                  Hallo Hartmut,

                  wenn es sich um die evangelischen Kirchenbücher von Lichtfelde/Jasna im Kr. Stuhm handeln sollte: da musst du für die genannten Zeiträume wahrscheinlich nach Corona vor Ort in Gdansk recherchieren - eine Online-Quelle ist mir nicht bekannt.


                  Viele Grüße

                  Peter

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