Unser Trampker!

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Anonymus

    #1

    Unser Trampker!

    "Nur einige Monate jung, noch staksig auf den Beinen,
    wenn es nicht so alltäglich wär, man könnte drarob weinen.

    Doch so ist es auf dieser der Welt, der Eine frißt den Andern,
    am Ende wird, was es auch sei, in einen Magen wandern."

    Hallo lieber Walter,

    dass Deine Wiege im "Land der Dichter und Denker" zu finden war, steht ausser Zweifel und wird zum wiederholten Mal auch mit dem Vierzeiler wiederum bestaetigt.

    Vielen Dank und allerseits ein schoenes Wochenende (Montag ist - lt. Kalender - Herbstanfang!)
    wuenscht
    der Ohrsche Siegfried
  • Anonymus

    #2
    Herbstanfang!

    Zitat von Ohrscher 33-46

    ..........
    Vielen Dank und allerseits ein schoenes Wochenende (Montag ist - lt. Kalender - Herbstanfang!)
    wuenscht
    der Ohrsche Siegfried
    Pardon, natuerlich befinden wir uns lt. Kalender bereits seit Montag den 22. September in der Zeit des bunten Herbst, denn langsam zeigt uns die Natur ja bereits die Farben der Herbstzeit.

    Viele Gruesse
    Ohrscher Siegfried

    Kommentar

    • Walter

      #3
      Herbst

      Zitat von Ohrscher 33-46
      Pardon, natuerlich befinden wir uns lt. Kalender bereits seit Montag den 22. September in der Zeit des bunten Herbst, denn langsam zeigt uns die Natur ja bereits die Farben der Herbstzeit.
      Viele Gruesse
      Ohrscher Siegfried
      Lieber Siegfried, sorry, ich hatte nicht daran gadacht, dass ich nichts einfach kopieren darf wenn es gut aussehen soll.
      Aber es ist wahr, immer kürzer wird das Jahr.

      Herbstgedicht.
      Bunt werden nun die Wälder,
      die Nächte werden kälter,
      ab trudeln Blatt um Blatt.
      Durchsichtig wird ohn´ Laub der Hain,
      Eichhorn und Igel schlafen ein,
      weil Vater Frost bald Einzug hat.
      W.F.
      Schönen Gruß vom Landsmann Walter.

      Kommentar

      • Anonymus

        #4
        Naturgedichte!

        Zitat von Walter
        Lieber Siegfried, sorry, ich hatte nicht daran gadacht, dass ich nichts einfach kopieren darf wenn es gut aussehen soll.
        Aber es ist wahr, immer kürzer wird das Jahr.

        Herbstgedicht.
        Bunt werden nun die Wälder,
        die Nächte werden kälter,
        ab trudeln Blatt um Blatt.
        Durchsichtig wird ohn´ Laub der Hain,
        Eichhorn und Igel schlafen ein,
        weil Vater Frost bald Einzug hat.
        W.F.
        Schönen Gruß vom Landsmann Walter.
        Hallo lieber Walter,

        mit dem nachfolgenden Gedicht bedanke ich mich auch fuer Deine gelungene Dichtung.
        Septembermorgen

        Im Nebel ruhet noch die Welt,
        Noch träumen Wald und Wiesen:
        Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
        Den blauen Himmel unverstellt,
        Herbstkräftig die gedämpfte Welt
        In warmem Golde fließen.

        Eduard Mörike


        Weitere schoene Gedichte unter:

        http://www.handmann.phantasus.de/naturgedichte.html

        Einen schoenen Sonntag allerseits,
        wuenscht
        der Ohrsche Siegfried

        Kommentar

        • Walter

          #5
          Eduard Mörike

          Zitat von Ohrscher 33-46
          Hallo lieber Walter,

          mit dem nachfolgenden Gedicht bedanke ich mich auch fuer Deine gelungene Dichtung.
          Septembermorgen

          Im Nebel ruhet noch die Welt,
          Noch träumen Wald und Wiesen:
          Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
          Den blauen Himmel unverstellt,
          Herbstkräftig die gedämpfte Welt
          In warmem Golde fließen.
          Eduard Mörike
          Hallo lieber Siegfried, danke für das Gedicht eines Meisters.

          Spontan von mir:

          Zufriedenheit.
          Ein warmer Herbst ist wie im Leben,
          rückblickend schön - der Winter naht.
          Auch der wird noch viel Freude geben.
          Nimm´s hin wie´s kommt, so ist es eben,
          das ist des alten Mannes Rat.

          Zufriedenheit, das ist dein Glück,
          nur danach lohnt es echt zu streben.
          Sie steckt bald die Umgebung an,
          und fröhlich werden Frau und Mann,
          Zufriedenheit ist Lebensglück.
          Walter Fierus

          Alles Gute, und bleibe gesund. LG Walter

          Kommentar

          • Helga +, Ehrenmitglied
            Moderatorin
            • 10.02.2008
            • 1948

            #6
            Zitat von Walter
            Zufriedenheit.
            Ein warmer Herbst ist wie im Leben,
            rückblickend schön - der Winter naht.
            Auch der wird noch viel Freude geben.
            Lieber Walter,

            sehr schön, dein Gedicht, es gefällt mir sehr.

            Wann beginnt eigentlich der Herbst des Lebens? Bis ich schon drin oder
            ist vielleicht doch noch nicht Herbst, sondern erst Hochsommer??
            Viele Grüße
            Helga

            "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

            Kommentar

            • Walter

              #7
              Für Danziger Freunde

              Zitat von Helga
              Lieber Walter,
              sehr schön, dein Gedicht, es gefällt mir sehr.

              Wann beginnt eigentlich der Herbst des Lebens? Bis ich schon drin oder
              ist vielleicht doch noch nicht Herbst, sondern erst Hochsommer??
              Liebe Helga,
              danke für Deine wohlwollende Beurteilung. Ich schreibe fast nur kleine Sachen, doch kleines Lob kann Freude machen.
              Zurückkommend auf Deine Frage: Du durchlebst die schönsten Sommertage. Der Herbst für Dich noch meilenweit. Das dauert noch, das hat noch Zeit.
              Ich habe hier aber noch ein Gedicht für Danziger und Danzig.Freunde:

              Heimat
              Wenn ich an meine Heimat denke,
              dann wird mir ach so weh ums Herz.
              Und jeder der mein Landsmann ist,
              empfindet ebenfalls den Schmerz.

              Besuchen wir die Hansestadt,
              das können wir noch immer,
              dann mildert das die Sehnsucht kaum,
              fast wird sie immer schlimmer.

              Gott gab mir Kraft zu überleben,
              ich kann der Jugendzeit gedenken,
              glücklich umsorgt, an Elternhand,
              bald wird mich nun ein Anderer lenken.

              Es ist die Aufgabe, die ich erhalten,
              sie hält mich auf den Beinen.
              Ist sie getan, das Wort erfüllt,
              braucht niemand um mich weinen.

              Die Seele zieht dann durch die Gassen,
              frei durch die liebe Heimatstadt.
              Ich muss sie niemals mehr verlassen,
              sie, die man mir genommen hat.

              Walter Fierus

              Alles Gute und Gesundheit wünscht Walter.
              Zuletzt ge

              Kommentar

              • Helga +, Ehrenmitglied
                Moderatorin
                • 10.02.2008
                • 1948

                #8
                Zitat von Walter
                Heimat
                Wenn ich an meine Heimat denke,
                dann wird mir ach so weh ums Herz.
                Und jeder der mein Landsmann ist,
                empfindet ebenfalls den Schmerz.
                Nicht nur jeder Landsmann lieber Walter.
                Seit ich ein wenig von Danzig und ein bißchen von dieser wunderschönen Landschaft um Danzig kennenlernen durfte,
                kann ich die Sehnsucht und den Schmerz verstehen.

                Und wenn ich dort bin, wünschte ich,ich hätte auch dort leben dürfen.

                Danke für so etwas Schönes....
                Viele Grüße
                Helga

                "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

                Kommentar

                • jonny810
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 2423

                  #9
                  [quote=Joniszus371008

                  Hallo Walter,
                  wenn man damit richtiges Geld verdienen könnte, wärest Du mehrfacher Millionär.

                  Lass uns noch mehr davon erfahren.

                  Darum bittet Erhart vom Schüsseldamm








                  Heimat
                  Wenn ich an meine Heimat denke,
                  dann wird mir ach so weh ums Herz.
                  Und jeder der mein Landsmann ist,
                  empfindet ebenfalls den Schmerz.

                  Besuchen wir die Hansestadt,
                  das können wir noch immer,
                  dann mildert das die Sehnsucht kaum,
                  fast wird sie immer schlimmer.

                  Gott gab mir Kraft zu überleben,
                  ich kann der Jugendzeit gedenken,
                  glücklich umsorgt, an Elternhand,
                  bald wird mich nun ein Anderer lenken.

                  Es ist die Aufgabe, die ich erhalten,
                  sie hält mich auf den Beinen.
                  Ist sie getan, das Wort erfüllt,
                  braucht niemand um mich weinen.

                  Die Seele zieht dann durch die Gassen,
                  frei durch die liebe Heimatstadt.
                  Ich muss sie niemals mehr verlassen,
                  sie, die man mir genommen hat.
                  Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                  "Nec Temere - Nec Timide"
                  Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                  Kommentar

                  • Walter

                    #10
                    noch ein Gedicht von mir

                    [quote=Joniszus;9687][quote=Joniszus371008

                    Hallo Walter,
                    wenn man damit richtiges Geld verdienen könnte, wärest Du mehrfacher Millionär.
                    Lass uns noch mehr davon erfahren.
                    Darum bittet Erhart vom Schüsseldamm

                    Lieber Erhart, hier ist noch was:
                    Limericks von Danzig.

                    So manchesmal Schmerzen verspür ich am Herzen.
                    Die Sehnsucht nach Danzig macht mich noch ranzig,
                    doch kann ich noch scherzen.

                    Ich bleib bei der Stange, wer weiß schon wie lange?
                    Bin über achtzig, aber das macht nichts.
                    Mir ist nicht bange.

                    Gehe ich, sage ich keck:"Brauche kein großes Gepäck".
                    Danke-Gedanken tragen mich, und meine Liebe, glaube ich.
                    Anderes hat keinen Zweck.

                    Wird einst die Seele mein in der Ewigkeit sein,
                    halte hoch ich meine Hand, zu segnen mein lieb Vaterland.
                    Ich werd` zu Hause sein.

                    Es grüßt Dich der Walter.

                    Kommentar

                    • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                      Forum-Teilnehmer
                      • 13.02.2008
                      • 3493

                      #11
                      Heimat

                      Zitat von Walter
                      Liebe Helga,
                      danke für Deine wohlwollende Beurteilung. Ich schreibe fast nur kleine Sachen, doch kleines Lob kann Freude machen.
                      Zurückkommend auf Deine Frage: Du durchlebst die schönsten Sommertage. Der Herbst für Dich noch meilenweit. Das dauert noch, das hat noch Zeit.
                      Ich habe hier aber noch ein Gedicht für Danziger und Danzig.Freunde:
                      Heimat
                      Wenn ich an meine Heimat denke,
                      dann wird mir ach so weh ums Herz. ............
                      Alles Gute und Gesundheit wünscht Walter.
                      Lieber Walter ! Ich danke Dir fuer das Gedicht. Du hast mir so ganz aus dem Herzen geschrieben, natuerlich kamen auch die Traenchen. Der liebe Herrgott hat Dir eine Gabe gegeben die Du mit uns allen teilst. Danke Dir nich einmal. Ganz liebe Gruesse von der Feli von Down Under.

                      Kommentar

                      • Familie Lowitsch
                        Forum-Teilnehmer
                        • 11.02.2008
                        • 283

                        #12
                        Zitat von Helga
                        Lieber Walter,

                        Wann beginnt eigentlich der Herbst des Lebens? Bis ich schon drin oder
                        ist vielleicht doch noch nicht Herbst, sondern erst Hochsommer??
                        Genau genommen, haben wir "ALTWEIBERSOMMER"- wobei ich an dieser Stelle eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n fordere:-)))
                        Warum gibt es z.B. keinen "Altknackerwinter"- denn schließlich spinnen im Altweibersommer ja die (Spinnen)Männer?!
                        Gruß aus dem Brandenburger Wald
                        Mann-die
                        es grüßt Mandy aus dem Brandenburger Forrest
                        "Wer sagt: Hier herrscht Freiheit, der lügt, denn Freiheit herrscht nicht."Erich Fried

                        Kommentar

                        • Anonymus

                          #13
                          Altweibersommer!

                          Zitat von Familie Lowitsch
                          Genau genommen, haben wir "ALTWEIBERSOMMER"- wobei ich an dieser Stelle eine/n Gleichstellungsbeauftragte/n fordere:-)))
                          Warum gibt es z.B. keinen "Altknackerwinter"- denn schließlich spinnen im Altweibersommer ja die (Spinnen)Männer?!
                          Gruß aus dem Brandenburger Wald
                          Mann-die
                          Hallo Mandy,

                          Gemeint ist mit dem Begriff "Altweibersommer" aber kein Sommerwetter für ältere Frauen. Der Ursprung dieser Bezeichnung führt weit in die Vergangenheit, in die germanische Mythologie. Mit weiben wurde im Altdeutschen das Knüpfen von Spinnweben bezeichnet.
                          An September-Tagen mit sonnigem Wetter kühlt es sich in den klaren Nächten stark ab, so dass in den Morgenstunden durch den Tau die Spinnweben deutlich zu erkennen sind. Die seltsam glänzenden Fäden (oder "Herbstfäden") glitzern im Sonnenlicht wie lange, silbergraue Haare. Früher glaubten die Leute, so erzählen es alte Sagen, daß alte Weiber (damals war das noch kein Schimpfwort für alte Damen) diese "Haare" beim Kämmen verloren hätten und daß dies das Wirken der "Nornen", der alten Schicksalsgöttinnen, die die Lebensfäden der Menschen spinnen, war. Alten Menschen, an denen solche Spinnfäden hängen bleiben, sollten sie Glück bringen. Spätere - im Christentum entstandene- Legenden wiederum wissen zu berichten, daß die Silberfäden des Altweibersommers aus dem Mantel Marias stammen, den sie bei ihrer Himmelfahrt trug. Im Volksmund heißen deshalb diese Spinnfäden auch "Marienfäden", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinnst".
                          Diese Spinnennetze zwischen Gräsern, Blumen, Zweigen, Büschen, an Dachrinnen und Fensterläden, an Zäunen und Mauern entdeckt man vor allem an den ungewöhnlich warmen und sonnigen Tage im Herbst, die man auch "Flugsommer" oder "Frauensommer" nennt - eine Schönwetterperiode im September.
                          Ob man nun an die germanischen Göttinnen glauben mag oder eher der meteorologischen Erklärung vertraut - der Altweibersommer läßt sich auch im Garten genießen; es ist der einzige Sommer, auf den Verlass ist.
                          Der Altweibersommer tritt übrigens in Amerika fast zur gleichen Zeit auf. Er nennt sich dort "Indian Summer" und ist berühmt für die prächtige Herbstfärbung der Laubbäume (die ja auch bei uns zu dieser Zeit beginnt). Der Name "Indian Summer" begründet sich auf einer alte indianische Legende, nach der das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären symbolisieren soll. In Schweden spricht man vom "Birgitta-Sommer", in Finnland von "ruska-aika" (Zeit der Braunfärbung); in diesen Ländern liegt der Altweibersommer meist Anfang bis Mitte Oktober.
                          In Polen nennt man dieses Phänomen "Babie Lato" (Weiber-Sommer). In den Mittelmeerländern ist eine ähnliche späte Warmperiode, dort im November, als "St.-Martins-Sommer" bekannt. Viele Menschen bezeichnen diese Tage auch als die fünfte Jahreszeit. Die heiße Zeit des Sommers ist vorbei, die Nächte oft schon recht kühl, aber der Herbst hat noch nicht so richtig Einzug gehalten.
                          Von Mitte bis Ende September gibt es fast jedes Jahr eine der schönsten und beständigsten Hochdruckwetterlagen über Mitteleuropa. Ursache ist ein Festlandshoch über Osteuropa, das trocken-kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Typisch sind auch die morgendlichen Nebelfelder in den Flußniederungen, die sich durch die noch ausreichend starke Sonneneinstrahlung vormittags auflösen. Dieses schöne Hochdruckwetter kann von mehreren Tagen bis Wochen dauern, ja selbst noch bis in die ersten Oktobertage hinein. In Wetterstatistiken ist diese Schönwetterperiode seit ca. 200 Jahren nachweisbar und in Bauernregeln sogar seit mehreren Jahrhunderten.

                          Eine schoene Altweibersommer!-Woche
                          wuenscht
                          der Ohrsche Siegfried

                          Kommentar

                          • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                            Forum-Teilnehmer
                            • 10.02.2008
                            • 5206

                            #14
                            "Altweibersommer"

                            Hallo in die Runde
                            Dazu eine kaum glaubhafte Information....
                            Eine "Dame" hat gegen den Deutschen Wetterdienst einen Prozess geführt...Urteil liegt mir vor....weil Sie gegen diese Bezeichnung war..."Frauenfeindlich"

                            Viele Grüße
                            Hans-Jörg

                            Kommentar

                            • Walter

                              #15
                              Down Under

                              Zitat von Felicity
                              Lieber Walter ! Ich danke Dir fuer das Gedicht. Du hast mir so ganz aus dem Herzen geschrieben, natuerlich kamen auch die Traenchen. Der liebe Herrgott hat Dir eine Gabe gegeben die Du mit uns allen teilst. Danke Dir nich einmal. Ganz liebe Gruesse von der Feli von Down Under.
                              Liebe Feli,
                              ich freue mich sehr auch mal von Dir angesprochen zu werden, und auch, dass mein Gedicht Dir gefallen hat. Es ist nun mal so, dass ich Danzig liebe, ich diese Stadt an mein Herz drücken möchte, aber meine Arme sind zu kurz. Für alle Neuen dieses Gedicht:

                              Ich liebe dich.
                              Ich liebe dich, du Heimatstadt, und kann nicht von dir lassen.
                              Denn immer öfter seh´ ich mich in den vertrauten Gassen.
                              Ich meine, nach der langen Zeit, wie kann denn das nur sein?
                              Gedenke ich der Jugendzeit, dann fällt mir Danzig ein.

                              Das alles ist so lange her, mir kommt´s wie gestern vor,
                              ich stehe auf der "Langen Brücke", und vor dem Kranentor.
                              Ich schaue durch die Frauengasse zum Turm von St. Marie´n,
                              gewaltig ist das Gotteshaus, wir sollten nieder knien.

                              Die Beischläge so mancher Gassen, ich kenne sie von Danzig nur,
                              die können sich wohl sehen lassen, das ist doch staunen pur.
                              Die Langgasse, der "Lange Markt", die Tore grün und gold,
                              wie oft war ich bei euch zu Gast, hab Ehrfurcht euch gezollt.

                              Beim Glockenspiel dort aus der Höh´n, bricht ab der Menschen Schritt,
                              ich bleibe auch ergriffen steh´n, und lausch, und bete mit.
                              Viel hundert Jahre brauchte man das alles aufzurichten,
                              viel Liebe für die Heimatstadt, nur Stunden zum Vernichten.

                              Und auf dem Berg der Danz´ger Höhe, ich weit ins Land konnt´ sehn.
                              Mit seinen Wäldern groß und grün, und vielen blauen See´n.
                              Ich liege am Mariensee und hör´ die Käfer summen,
                              die fleißig ihren Nektar holen, von tausend schönen Blumen.

                              Libellen auch, Hubschraubern gleich, sie schwirrten hin und her,
                              im klaren Bach Forellen steh´n, mein Herz, was willst du mehr?
                              Die Annemonen, Leberblümchen, und Maiglöckchen mit süßem Duft,
                              ich brachte sie so manches Mal dem Opa auf die Gruft.

                              Das alles kommt mir in den Simm, das alles und viel mehr,
                              wenn ich nicht mehr nach Danzig kann, wer gibt mir Heimat? Wer?
                              Die tränen halt´ ich nicht zurück, sie lindern meinen Schmerz,
                              wenn ich nicht mal mehr weinen darf, dann bricht mein altes Herz.

                              Liebe Felt, bleib gesund
                              wünscht Dir Dein alter Walter.

                              Kommentar

                              L