Gartenweg in Groß-Walddorf

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  • Big Kahuna
    Forum-Teilnehmer
    • 17.09.2009
    • 17

    #1

    Gartenweg in Groß-Walddorf

    Hello:

    Interessant wie man im fortgeschrittenen Alter plötzlich an die alte Heimat denkt. Ich kam zur Welt und wohnte im Gartenweg 8 und wollte mal sehen, ob ich das Haus oder die nahe Nachbarschaft mit Google Earth anpeilen kann. Soweit ich habe ausbaldowern können scheint der gegenwärte Name des Gartenwegs "Maki" zu sein. Bedauerlicherweise hat Maki einige Abstecher des gleichen Namens. Kann mir jemand bestätigen, daß Maki der richtige Name ist und an welchem Ende die Hausnummern anfingen? Das Haus hat wohl (beschädigt) überlebt, denn wir wohnten da noch einige Monate nach dem Kriegsende.

    Aloha von der Insel Kauai,
    Hartwin
  • mkleiss
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 296

    #2
    AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

    Hallo Hartwin,

    lt. Wasserspeier liegst Du mit dem Namen "ul. Maki" richtig:

    Danzig – Eine Stadt, die Geschichte atmet Kaum eine europäische Stadt vereint so viele Schichten von Geschichte, Identität und Architektur wie Danzig, auf Polnisch Gdańsk. An der Mündung der Weichsel in die Ostsee gelegen, ist sie seit Jahrhunderten ein Ort des Austauschs, der Begegnung und des Wandels. Zwischen den roten Ziegeldächern und gotischen Türmen schwingt der Klang der Vergangenheit mit – der Duft von Meer, der Ruf der Möwen, das Echo der Händler, die hier einst Bernstein, Getreide und Salz verschifften. Danzig war nie nur eine Stadt an der Ostsee. Sie war ein Tor zwischen Nord und Süd, ein kulturelles Bindeglied zwischen Ost und West und ein Symbol dafür, wie eng Handel, Kultur und Geschichte miteinander verwoben sein können. Wer sich auf die Spuren dieser bewegten Vergangenheit begeben möchte, findet unter Danzig entdecken eine vertiefende Übersicht über die historische und kulturelle Bedeutung der Stadt – und versteht schnell, warum Danzig bis heute als eine der schönsten Städte Europas gilt. Die Anfänge einer Handelsmetropole Die Wurzeln Danzigs reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück, als hier eine slawische Siedlung entstand, die von ihrer Lage am Wasser profitierte. Schon früh legten Händler aus Skandinavien, Flandern und dem Ostseeraum an, um Waren auszutauschen. Im 13. Jahrhundert wuchs Danzig zur befestigten Stadt heran und wurde bald in die Hanse aufgenommen – ein Netzwerk, das die Handelszentren Nordeuropas miteinander verband. Als Mitglied des Hansebundes erlebte Danzig eine Blütezeit, die das Stadtbild bis heute prägt. Das reiche Bürgertum, Kaufleute und Handwerker investierten in prächtige Fassaden, Kirchen und Speicher. Über den Hafen gelangte Bernstein aus dem Baltikum nach Flandern, Getreide aus den Weichselniederungen nach England und Stoffe aus Lübeck oder Amsterdam zurück an die Weichsel. Danzig war eine Stadt der Händler und Seefahrer, eine Stadt der Aufsteiger. Wohlstand brachte Bildung und Kunst hervor, aber auch eine selbstbewusste Bürgerschicht, die ihre Unabhängigkeit gegen fremde Mächte verteidigte. Die Hansezeit und das Gesicht der Stadt Wer heute durch die Altstadt geht, bewegt sich in einem lebendigen Zeugnis jener Epoche. Das Stadtbild, das im Mittelalter entstand und in der Renaissance ausgebaut wurde, spiegelt Reichtum, Geschmack und Weltoffenheit wider. Die Fassaden entlang der Langgasse (Ulica Długa) und des Langen Marktes (Długi Targ) sind Meisterwerke hanseatischer Baukunst. Hinter den hohen, schmalen Giebeln lagen die Wohnhäuser wohlhabender Kaufleute – im Erdgeschoss das Kontor, im Obergeschoss repräsentative Säle mit bemalten Balkendecken. Die Verzierungen, Reliefs und goldenen Ornamente erzählten von Reichtum und Selbstbewusstsein. Im Zentrum steht das Rechtstädtische Rathaus mit seinem markanten Turm, ein Wahrzeichen bürgerlicher Macht. Wenige Schritte weiter erhebt sich der berühmte Neptunbrunnen, ein Symbol für den Handel über das Meer, das Danzigs Wohlstand begründete. Auch die Marienkirche (Bazylika Mariacka) zeugt von dieser Zeit. Sie ist die größte Backsteinkirche der Welt – ein architektonisches Monument, das über Jahrhunderte gewachsen ist. Ihr Inneres mit seinen gotischen Gewölben, der astronomischen Uhr und dem hellen Licht, das durch die bunten Glasfenster fällt, lässt erahnen, welche Bedeutung Glauben und Kunst in der Hansezeit hatten. Zwischen Mächten und Jahrhunderten Mit dem Niedergang der Hanse im 16. Jahrhundert begann für Danzig eine neue Phase. Die Stadt blieb reich und bedeutend, doch die Macht verschob sich. Polen, Preußen, Schweden und später das Deutsche Reich – alle beanspruchten die Kontrolle über die Stadt. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Danzig zu einem Knotenpunkt zwischen den Großmächten Europas. Der Hafen florierte, doch die politische Lage blieb fragil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt Danzig einen Sonderstatus: Es wurde 1920 zur Freien Stadt Danzig, einem halbautonomen Gebilde unter dem Schutz des Völkerbundes. Dieser Status sollte den Frieden sichern, führte aber zu Spannungen zwischen der deutschsprachigen Mehrheit und dem benachbarten Polen. Wirtschaftliche Unsicherheit und politische Extreme prägten die Zwischenkriegszeit. Dennoch blieb Danzig ein Ort der kulturellen Vielfalt, in dem deutsche, polnische, kaschubische und jüdische Einflüsse nebeneinander existierten. Zerstörung und Wiederaufbau Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das dunkelste Kapitel in der Geschichte Danzigs. Am 1. September 1939 fielen die ersten Schüsse auf der Westerplatte – der Beginn des Krieges. In den folgenden Jahren wurde die Stadt schwer zerstört. Die Altstadt lag am Ende in Trümmern, viele Bewohner waren geflohen oder ums Leben gekommen. Doch Danzig blieb nicht tot. Nach 1945 wurde es Teil Polens, und eine Generation von Architekten, Restauratoren und Handwerkern begann, die Stadt aus den Ruinen zu erheben. Der Wiederaufbau gilt bis heute als eine der größten Leistungen der Nachkriegszeit in Europa. Man entschied sich bewusst gegen eine moderne Neugestaltung und für eine Rückkehr zum historischen Stadtbild. Die alten Pläne, Gemälde und Fotografien dienten als Vorlage, um die Altstadt so zu rekonstruieren, wie sie vor dem Krieg ausgesehen hatte. Dieser Prozess war nicht nur baulich, sondern auch symbolisch: Er stand für die Wiedergeburt einer Stadt, die trotz aller Zerstörung ihre Seele bewahrt hatte. Die Geburt der Solidarność und das moderne Danzig In den 1980er-Jahren wurde Danzig erneut zum Schauplatz eines historischen Wendepunkts. In den Werfthallen der Lenin-Werft organisierten Arbeiter unter Führung von Lech Wałęsa Streiks, die den Beginn der Solidarność-Bewegung markierten. Diese Bewegung wurde zum Motor der politischen Veränderung in Osteuropa und trug entscheidend zum Fall des Kommunismus bei. Heute erinnert das Europäische Solidarność-Zentrum an diese Ereignisse – ein modernes Museum, das zeigt, wie Danzig erneut Symbol für Freiheit, Mut und Wandel wurde. In der Gegenwart präsentiert sich die Stadt als offene, lebendige Metropole. Historische Baukunst, Universitäten, Museen, Theater und Festivals prägen das Bild. Danzig ist heute Wissenschaftsstandort, Kulturzentrum und touristisches Ziel zugleich. Spaziergang durch die Altstadt Ein Spaziergang durch die Altstadt Danzigs gleicht einer Reise durch Epochen. Vom Goldenen Tor bis zum Grünen Torerstreckt sich der prachtvolle Lange Markt – eine Straße, die einst das Herz der Kaufmannschaft war. Das Kopfsteinpflaster glänzt im Regen, Cafés füllen sich mit Stimmen, Musiker spielen auf der Mottlau-Promenade. Links erhebt sich das Rechtstädtische Rathaus, rechts der Neptunbrunnen, an dem Reisende und Einheimische gleichermaßen innehalten. Von dort führt der Weg zur Langgasse, wo jedes Haus ein Kunstwerk ist: bemalte Fassaden, mythologische Figuren, goldene Ornamente. Weiter südlich erhebt sich der imposante Krantor (Żuraw), eines der ältesten Hafenbauwerke Europas und einst Teil der Stadtmauer. Hier wurden Schiffe be- und entladen, hier roch es nach Salz, Teer und fremden Waren. Heute beherbergt das Gebäude ein Museum, in dem man den Pulsschlag der alten Hafenstadt spüren kann. Die Speicherinsel bietet einen Blick auf die Stadt, der besonders bei Sonnenuntergang magisch ist. Die wiederaufgebauten Speicherhäuser spiegeln sich im Wasser, während der Himmel in Orangetönen glüht. Von hier aus lässt sich Danzigs architektonische Pracht in ihrer ganzen Tiefe erfassen – eine Stadt, die Zerstörung überstanden und sich doch treu geblieben ist. Kunsthistorische Bedeutung und Wiederaufbaukunst Der Wiederaufbau Danzigs war nicht nur eine technische, sondern auch eine künstlerische Leistung. Restauratoren griffen auf alte Stadtpläne, Stiche und Fotografien zurück, um jedes Detail der Altstadt zu rekonstruieren. Dabei verband man historische Genauigkeit mit modernen Baumethoden. Das Ergebnis ist ein einzigartiges Stadtbild, das Authentizität und Rekonstruktion miteinander vereint. Danzig gilt heute als Musterbeispiel für den respektvollen Wiederaufbau historischer Städte – ein Ort, an dem Architektur Geschichte erzählt. FAQ – Häufige Fragen zu Danzig 1. Wann wurde Danzig gegründet? Die Anfänge reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück, als sich an der Mündung der Weichsel eine slawische Siedlung bildete. Sie entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Handelsplatz im Ostseeraum. 2. Warum war Danzig für die Hanse so bedeutend? Danzig war ein Knotenpunkt des Ostseehandels. Hier wurden Getreide, Bernstein, Holz und Salz verschifft – Güter, die den Wohlstand der Stadt begründeten. 3. Was bedeutet „Freie Stadt Danzig“? Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Danzig zu einem autonomen Stadtstaat unter dem Schutz des Völkerbundes. Diese politische Sonderstellung bestand bis zum deutschen Angriff 1939. 4. Wie wurde Danzig nach dem Krieg wieder aufgebaut? Die Altstadt wurde in den 1950er- und 1960er-Jahren detailgetreu rekonstruiert. Restauratoren nutzten alte Baupläne und Gemälde als Vorlage, um das historische Erscheinungsbild zu bewahren. 5. Was macht Danzig heute besonders? Danzig verbindet Geschichte, Architektur und Moderne. Die Stadt ist ein Symbol für europäische Vielfalt, für kulturelle Stärke und die Fähigkeit zur Erneuerung. Danzig heute – Eine Stadt des Erinnerns und der Zukunft Danzig ist mehr als eine Stadt, die wiederaufgebaut wurde. Sie ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Geschichte und Gegenwart ineinandergreifen können. Zwischen der Ruhe der Marienkirche, dem Trubel am Krantor und den Lichtern der Mottlau spürt man, dass diese Stadt ein Gedächtnis besitzt – eines, das nie schweigt, sondern erzählt. Wer durch Danzig geht, hört die Geschichte Europas in Stein und Wasser widerhallen. Und vielleicht ist es genau diese Verbindung von Vergangenheit, Schönheit und Widerstandskraft, die Danzig zu einem der faszinierendsten Orte des Kontinents macht.  


    Zu den Hausnummern kann ich leider nichts sagen.

    Gruß

    Michael
    - Wie sollen wir wissen, wohin wir gehen, wenn wir nicht wissen, woher wir kommen..? -

    Kommentar

    • Big Kahuna
      Forum-Teilnehmer
      • 17.09.2009
      • 17

      #3
      AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

      Michael:

      Herzlichen Dank für die schnelle Antwort. Ja, ich erwarte kaum, daß ich näher herankomme.

      Sortiere durch jede Menge alter Familienurkunden, denn ich will mal sehen, von wo der Rest der Familie kam.

      Aloha,
      Hartwin

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      • nordsternxxl
        Forum-Teilnehmer
        • 16.12.2008
        • 52

        #4
        AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

        Gartenweg ul.Maki heute.





        www.nordstern-gdansk.za.pl

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        • Wolfgang
          Forumbetreiber
          • 10.02.2008
          • 11623

          #5
          AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

          Aloha auf die Insel Kauai zu Dir, lieber Hartwin,

          Ende nächster Woche bin ich wieder in Danzig und ich weiß, dass ich auch in Groß-Walddorf sein werde. Da würde es dann kein Problem sein, auch mal kurz in der Gartenstraße 8 vorbeizuschauen.

          Möchtest Du ein Photo haben?

          Gestatte mir noch eine kurze Frage: Kauai auf Hawaii - wie kommt ein alter Danziger dort hin? Bist Du gesegelt? Auf Urlaub dort? Oder hast Du da eine neue Heimat gefunden?
          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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          • Big Kahuna
            Forum-Teilnehmer
            • 17.09.2009
            • 17

            #6
            AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

            Wolfgang:

            Da habe ich wohl mehr Glück als Verstand. Ein Bildchen vom Geburtshaus wäre perfekt. Vielleicht ermutigt mich das, noch andere Adressen zu versuchen, Vater, Mutter, Großeltern usw. Dann kann ich eine Danziger Karte herstellen, um sie an unsere Tochter mit Mann und Enkelsohn weiter zu reichen. Dokumente liegen mengenweise vor, aus den Ahnentafel und Ariennachweis Tagen.

            Schade, daß Danzig so weit weg ist. Das man niemanden kennt und kein Wort polnisch spricht, macht es auch nicht schmackhafter. Meine letzte Reise nach Deutschland war vor ungefähr drei oder vier Jahren. Habe es bis nach Rügen geschafft.

            Wie sind wir auf Kauai gelandet? In Etappen nach westen. Aus Danzig nach Lübeck-Travemünde, dann nach Millersburg,Pennsylvania, von dort nach Santa Barbara, California. Inzwischen landete Tochter mit Mann in Honolulu, Hawaii, wo die Tochter Dozent and der University of Hawaii wurde. Wir besuchten die Kinder gewöhnlich zwei mal im Jahr und schauten uns dann auch die Nachbarinseln an. Verliebten uns in Kauai, kauften uns vor 12 Jahren unser Haus und zogen um. Ideales Wetter, haben im Haus keine Heizung und keine Klimaanlage.

            Mahalo für die schnelle Mitteilung und das liebe Angebot.

            Aloha from paradise,
            Hartwin

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            • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 5206

              #7
              AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

              ... Vielleicht ermutigt mich das, noch andere Adressen zu versuchen, Vater, Mutter, Großeltern usw. ....
              Hallo Hartwin
              Auch von mir Herzlich Willkommen im Forum.
              Schicke Dir erst einmal die Bewohner vom Gartenweg 8 aus dem Danziger Einwohnerbuch 1942.
              Zu Weiss / Weiß könnte ich Dir auch Angaben schicken....Viele Namen !

              Viele Grüße
              Hans-Jörg
              Angeh

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              • Heibuder
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 751

                #8
                AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                Hi, Hartwin,
                hast Du schon versucht, Dein Haus auf einer Luftaufnahme zu entdecken?
                Versuche es mal so: https://www.danzig.de/showpost.php?p=21999&postcount=1

                GoogleMap geht auch: unter Suche "Danzig ul Maki 8" eingeben!
                Es grüßt der Heibuder!

                "Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz." (R.Fernau)

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                • Big Kahuna
                  Forum-Teilnehmer
                  • 17.09.2009
                  • 17

                  #9
                  AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                  Liebe helfende Teilnehmer:

                  Ich bedanke mich herzlichst für die freundliche Hilfe in meiner Suche. Die Beigaben kamen alle bestens zusammen, um ein komplettes Bild zu schaffen. Falls es klappt, daß "Wolfgang" eine Bildchen vom Gartenweg 8 und dem Gartenweg selber aufnehmen kann, bin ich mit dieser Adresse fertig.

                  Von den gleichen Beiträgen habe ich auch selbst viele Quellen zusammenstellen können, um meine Suche alleine weiterzuführen. Habe so gar im Familienkreis ein 1942 Einwohnerbuch gefunden, das mir bald zugeschickt wird.

                  Ich werde das Forum weiterhin regelmäßig besuchen. Hoffentlich kann ich mit manchen von Euch im Forum oder privat in Verbindung bleiben.

                  Aloha,
                  Hartwin

                  Kommentar

                  • Wolfgang
                    Forumbetreiber
                    • 10.02.2008
                    • 11623

                    #10
                    AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                    Hallo Hartwin,

                    übermorgen ist es wieder soweit: Dann werde ich nach Danzig fliegen. Und ein Abstecher in die Gartenstraße ist fest eingeplant. Das letzte Mal war ich im letzten Jahr dort, und kurz nachdem ich zurückkam, bat mich ein ehemaliger Großwalddorfer aus der Wiesenstraße (kennst Du den Namen Kullick?), ich möge ihm Fotos von seinem Elternhaus machen. Das ist ja nur ein paar Schritte von der Gartenstraße entfernt und jetzt komme ich endlich dazu, beide Straßen zu photographieren.

                    Ich glaube, ich werde ganz Walddorf (vom Auto aus) fotografieren, denn wer weiß welcher Enkel/Urenkel eines ehemals dort lebenden Einwohner mal danach fragt.

                    Welche anderen Adressen suchst Du denn noch? Ich kann nicht versprechen, dass ich da sofort vorbeischaue, aber ich bin 2-3 mal monatlich in Danzig und ich freue mich einfach, wenn ich Jemandem ein ganz klein wenig behilflich sein kann. Ich kenne so viele Menschen, die nach dem unfreiwilligen Verlassen ihrer Heimat nie wieder dort waren, aber noch immer eine tiefe und unstillbare Sehnsucht in ihren Herzen danach spüren. Und wenn ich da eine kleine Freude bereiten kann... - ich bin allzeit bereit!
                    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                    • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                      Forum-Teilnehmer
                      • 10.02.2008
                      • 5206

                      #11
                      AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                      ... ich bin allzeit bereit
                      Oha....Pfadfinder gewesen ?? " Allzeit bereit" Ihr Wahlspruch....und jeden Tag eine Gute Tat !!!

                      Viele Grüße
                      Hans-Jörg (DPSG)

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                      • Mattenbuden

                        #12
                        AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                        Wolfgang, ich will Dir danke sagen für das was Du machst und was Du anbietest. Ich sag auch danke für die schönen vielen Fotos wo Du gemacht hast von Nickelswalde und Pasewark wo ich gekämpft habe und wo ich Dich gebeten habe das Du sie machst.

                        Viele Grüße
                        von Hermann

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                        • Wolfgang
                          Forumbetreiber
                          • 10.02.2008
                          • 11623

                          #13
                          AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                          Hallo Hermann,

                          ich tu's gern wenn ich gerade in der Gegend bin. Und ich lerne dabei. Lerne unbekannte Ecken und Winkel, lerne Orte und Stätten kennen an denen über Jahrhunderte hinweg meine Familie und all deren Zweige lebte.

                          Und wenn ich ein klein wenig dazu beitragen kann, dass Vergangenes nicht in Vergessenheit gerät, dann tue ich das, denn wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, damit nicht in der Erinnerung verblasst und verschwindet was einst war. Viele Völker berufen sich auf ihr "nationales Gedächtnis" und auch wir Deutsche müssen versuchen, dass das was verloren ging, in unserem nationalen Gedächtnis unauslöschbar verankert wird.

                          Es ist phaszinierend zu beobachten, wie und wo in Polen die deutsche Geschichte adaptiert wird, wie an die deutsche Geschichte nahtlos angeknüpft wird. In Danzig kann man das sehen. Wir sollten uns dem nicht verschließen, sondern unsere Beiträge zur Geschichte Danzigs dokumentieren.
                          Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                          Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                          Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                          • Big Kahuna
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.09.2009
                            • 17

                            #14
                            AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                            Wolfgang:

                            Für mich wird es ein großes Ereignis sein, das Haus zu sehen, in dem ich im März 1940 geboren wurde und meine Schwester am 6. April 1945 verstarb. Die Anschrift ist Gartenweg 8 (nicht Gartenstraße). Könntes Du bitte auch ein Bild in jede Straßenrichtung (von Gartenweg 8) machen?

                            Meine Großeltern wohnten und mein Vater kam zur Welt Brandgasse 10/11 (Speicherinsel), die aber wohl nicht mehr existiert. Meine Mutter wohnte vor der Heirat Jungstädtische Gasse 6 und meine Urgroßeltern wohnten Vorstädtischer Graben 22. Keine Bilder notwendig, es sei denn, Du kommst in der Nähe vorbei. Ich werde mal später um das Schicksal dieser und anderer Adressen nachforschen.

                            Nein, den Namen Kullick habe ich weder in der Familie noch selber gehört.
                            Sag mal, Wolfgang, wo in Deutschland ist denn das linke Bein? Nochmals herzlichen Dank für die Bemühungen und guten Flug und gute Fahrt. Ich träume von einem Danzigbesuch weiter.

                            Aloha,
                            Hartwin

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                            • Beate
                              Administratorin
                              • 11.02.2008
                              • 4836

                              #15
                              AW: Gartenweg in Groß-Walddorf

                              Hallo Guten Morgen Hartwin,
                              na, wenn du schon den Wunsch hast, nach Danzig zu reisen, dann tu's doch! Informiere dich noch ein wenig mehr, lies noch hier uns da, und du wirst sehen, es wird wunderschön! Natürlich anders als früher, aber lies mal die Berichte derjenigen, die nach vielen Jahren wieder nach Danzig fuhren- das sind einige- und du wirst sehen: keiner hat es bereut! Die Sprache soll doch kein Hindernis darstellen, du hast derartige doch schon überwunden...wenn die innere Einstellung da ist, geht das! Da gibt es so einen Spruch: "Träume nicht denl Leben, lebe deinen Traum" oder so ähnlich: diesen kannst du doch umsetzen...

                              Schöne Grüße Beate
                              ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

                              Kommentar

                              L