Hier könnt Ihr einige Sparbücher der Sparkasse der Stadt Zoppot sehen. Es handelt sich um die Sparbücher der Kinder Marianne Maria Gruschel und Jürgen Ulrich Gruschel (wohnhaft in der Groß-Katzer-Str. 6 c und Anna Rohde in der Erlenstr. 1.
Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
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Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"Stichworte: - -
AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Zu den Sparkassenbüchern habe ich eine Frage (vielleicht ist ja jemand unter euch, der in einer Sparkasse gearbeitet hat): War eine Auszahlung eines Sparkassenguthabens der Sparkasse Danzig auch in anderen Städten möglich? Eines der großen Rätsel meiner Familie ließe sich so unter Umständen lösen.
Ich besitze aus dem Nachlass meiner Oma ein Sparbuch der Sparkasse Danzig, darin sind Ein- und Auszahlungen der Jahre 1944 und 1945 vermerkt zu Zeiten, in denen ich meine Großmutter in Berlin wähnte und nicht mehr in Zoppot. -
AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Hallo Achim,
das Fachwort für das Geldabhebenkönnen auch bei anderen als der verpflichteten (hier Danziger)Sparkasse hatte damals die hübsche Bezeichnung "freizügiger" Sparverkehr. Vlt. findet sich im Sparbuch Deiner Oma sogar der Vermerk "freizügig".
Ich weiß es nicht positiv, aber es ist stark zu vermuten, das die Danziger Sparkasse jedenfalls nach der Währungsumstellung voll in den nächstgelegenen Sparkassenverbund und damit in die reichsweite Sparkassenorganisation eingegliedert und "freizügig" wurde. Es bestand ja zudem die kriegsbedingte Notwendigkeit den riesigen Geldüberhang der Leute im wahrsten Sinne des Wortes überall von kommunaler/staatlicher Seite "in den Griff" zu bekommen.Kommentar
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Guten Morgen,
das ist ja unglaublich was Du für Ahnung hast. Ich weiss nur dass Sparkassenbücher in vielen Heimatsammlungen verwahrt werden. WEil man sie nicht vererben wollte in der Familie und sie Anlass sind, vor dem Ausstellungsobjet über Geld ins GEspräch zu kommen als Ausstellungsbesucher. Kurios ist dass die Tiegenhöfer Sparkasse Angestellten den Tresorschlüssel mit auf die Flucht nahmen, und dieser im Westpreussischen Landesmuseum sich befindet.
Sparkassenbücher lagen auch im ehemaligen Werdermuseum, heute Zulawski Park Hist. in Nowy Dw.Gdanski in den Vitrinen, teils auch ohne Vitrine, wenn ich mich recht entsinne.
LG Delia, die schon jetzt mal Werbung macht für ihre Ausstellung Stück für Stück..... Fotoausstellung in Ellingen ab august.Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Lieber Rüdiger,
danke für den Hinweis mit der Freizügigkeit. Davon kann ich im Sparbuch aber nichts entdecken. Ich muss meinen Eintrag auch in zwei (nicht so wichtigen) Punkten korrigieren: es ist ebenfalls ein Sparbuch der Sparkasse Zoppot, also nicht der in Danzig, und dann war es auch nicht das Sparbuch meiner Oma, sondern meines (im Juni 1941 geborenen) Onkels.
Trotzdem bleiben mir noch immer diese Rätsel.
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Erste Einzahlung am 24.12.1941 – alles klar, mein zu der Zeit ein halbes Jahr alter Onkel bekommt ein Sparbuch mit 50 Mark zu Weihnachten geschenkt. Anfang 1942 scheint das Geld schon sehr knapp zu sein, die 50 Mark werden zügig wieder abgehoben. Erst Anfang 1944 gibt es wieder Einzahlungen. Im Juni 1943 hatte meine Großmutter im Kasino als Croupier angefangen zu arbeiten. Anfang September 1944 waren schon üppige 2000 Mark beisammen.
Was mich total irritiert: meine Großmutter sagte mir, dass meine Mutter in Berlin gezeugt wurde. Meine Mutter kam Ende April 1945 zur Welt. Meine Oma muss also im Juli 1944 in Berlin gewesen sein. Dort lebte eine ihrer älteren Schwestern schon seit Jahren.
Die letzte Abhebung vom Sparbuch fand im Januar 1945 statt. Da war sie definitiv nicht mehr in Zoppot.
Die Angaben im Sparbuch sind äußerst dürftig. Was auffällt, sind die gleichen Kassenunterschriften 1941 und Anfang 1944, dann völlig andere. An den Einstempelungen kann man keinen Ort erkennen. Die eingestempelte Nummer 25115 ist die Kontonummer.
Kann mir vielleicht jemand bei der Auflösung des Rätsels der Aufenthaltsorte meiner Großmutter zwischen Anfang 1944 und 1945 helfen?
Ein Arbeitszeugnis vom Kasino wurde im August 1944 ausgestellt, dort wird als Begründung die Beendigung des Spielbankbetriebes zum September 1944 angegeben.Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Nochmal icke ... wenn ich die Unterschriften aus »Wolfgangs« Sparbüchern mit »meinen« vergleiche, sehe ich, dass da dieselben Personen unterschrieben haben. Bis Anfang 1944. Die Unterschriften danach unterscheiden sich deutlich. Vielleicht besitzt ja zufällig einer in der Runde ein Berliner Sparbuch mit Einzahlungen oder Abhebungen ab Mitte 1944 und kann identische Unterschriften ausmachen. Das wäre ein sehr großer Zufall, aber immerhin wäre das ein weiteres Steinchen in meiner ganz persönlichen Familienforschung. (Ach, denke ich dann immer in solchen Situationen, ach, hätte ich doch noch mehr gefragt, als meine Großmutter noch lebte.)Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Schönen guten Nachmittag,
hallo Achim,
auch wenn dadurch noch mehr Fragen entstehen: Ich besitze mehrere weitere Sparbücher der Sparkasse Zoppot mit Auszahlungen bis zum 10.03.1945. Ein Vergleich zeigt, dass alle Unterschriften in Deinem Sparbuch -besonders auch jene ab Juli 1944- auch in meinen Sparbüchern zu finden sind. Somit ist es sicher, dass die Ein-/Auszahlungen in Zoppot stattfanden.
Viele Grüße aus dem Werder
Wolfgang
P.S.: Leider kann ich momentan die Sparbücher wegen eines technischen Defektes an meiner Kamera nicht fotografieren, werde dies aber nachholen.Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Schönen guten Nachmittag,
hallo Achim,
was mir gerade noch einfällt: Sicher wird es auch damals die Möglichkeit gegeben haben, Ein- und Auszahlungen durch Bevollmächtigte oder durch Vorleger des Sparbuches vornehmen zu lassen. Lebten zu jenem Zeitpunkt evtl. noch Verwandte in Zoppot?
Viele Grüße aus dem Werder
WolfgangDas ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Wolfgang, du machst mich fertig!
Echt? Die Unterschriften finden sich auch in deinem Sparkassenbuch? Jetzt bricht mir meine Theorie, wie meine Großmutter die Jahre 1944 und 1945 verbracht hat, komplett zusammen. Ich war bislang davon ausgegangen, dass sie im Sommer 1944 mit ihrem kleinen Sohn und ihrer alten Mutter Zoppot in Richtung Berlin verließ, weil sie annahm, bei der in Berlin am Zionskirchplatz lebenden Schwester sicherer zu sein. Ich hab noch in Erinnerung, wie meine Großmutter erzählte, dass ihre Schwester ob des unerwarteten Besuches die Hände überm Kopf zusammenschlug und meinte, Mensch, Hilde, wir haben hier doch jede Nacht Bombenalarm.
Vielleicht war sie dann doch noch einmal in Zoppot. Bis Ende Januar 1945. Tatsache ist, dass meine Mutter (die ja angeblich in Berlin gezeugt wurde) im April 1945 in Vöcklabruck (Oberösterreich) zur Welt kam. Das ist wirklich total unstrittig.
Ich werde die Familienchronik neu schreiben müssen.
Aber vielen Dank, lieber Wolfgang, für dein Nachgucken. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass irgendwer auch noch Sparbücher aus Zoppot aus den letzten Kriegsjahren zur Hand hat.Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Hallo Achim,
vielleicht war das Sparbuch ja auch kurzzeitig mal in anderen Händen, kann so etwas nicht sein? Und dass sie es später wiederbekam? Nicht gestohlen, sondern vielleicht hatte sie jemanden beauftragt, für sie zu handeln?
Spannend! Und je tiefer man in die Ahnenforschung eintaucht, desto mehr Neuschreibungen der Familiengeschichte gibt es...
Schöne Grüße Beate..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Guten Morgen!
Gestern Abend telefonierte ich noch lange mit meiner Tante (der 1949 geborenen Schwester des Sparkassenbuchbesitzers). Sie konnte sich auch überhaupt keinen Reim auf die Geschichte machen. Wenn es in der fraglichen Zeit nur Abhebungen von dem Konto gegeben hätte, wäre das eine Erklärung gewesen. Aber wer schickt schon wen mit mehreren hundert Mark Bargeld im Drei-Wochen-Takt quer durchs halbe Reich, nur um es auf ein Sparbuch in Zoppot einzahlen zu lassen?
So weit ich weiß, waren meine Großmutter, ihre Mutter und mein damals dreijähriger Onkel die letzten der Familie, die Zoppot verließen. Wann auch immer das war.
An der Stelle kann ich alle nur ermuntern, ihre noch lebende Vorfahren auszufragen, auszufragen und noch einmal auszufragen (und die Antworten am besten aufschreiben!). Wenn sie gestorben sind, geht teilweise Familienwissen für immer verloren.
Ist das jetzt zu intim, wenn ich ein altes Familienfoto meiner Familie hier einstelle? Ich finde, Fotos und Gesichter machen solche Geschichten immer etwas greifbarer.
[ATTACH=CONFIG]13329[/ATTACH]
Das war 1958. Da war der Sparkassenbuchbesitzer schon 16. (Man beachte den Mecki in der Hand meiner Tante. Mit dem spielte ich zwölf bis 14 Jahre später selbst. Den gibt es heute noch.)
Ach, und wenn ich jetzt schon dabei bin ...
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Dieses Foto ist (laut Aufschrift auf der Rückseite) 1944 aufgenommen worden. Bislang nahm ich an, dass es in Berlin gemacht wurde. Meine Großmutter (die rechte fesche) wähnte ich zu der Zeit bekanntlich in Berlin.
Da der Teufel ein Eichhörnchen ist, frage ich nun einfach mal in die Runde, ob jemand den Ort der Aufnahme lokalisieren kann.
Danke, Gruß, AchimKommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Hallo Achim,
ist nur so ein Bauchgefühl, aber der Schlosspark von Oliva könnte es sein. Wir sind in den 60er ,70ern oft zum fotografieren an diese Hörmuscheln (Liebesmuscheln) positioniert worden. Aber wie gesagt spontan und aus dem Bauch raus. Der Heinz aus Oliva kann das bestimmt eher zuordnen, oder eben auch nicht. Gruss aus Schweden MichaelKommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Was so ein an sich wertloses Sparbuch auslösen kann ...
Eben ein Anruf meiner Tante. Sie meinte, sie hätte gestern und heute ganz viel über diese »Familienneuigkeiten« nachgedacht, ihr sei etwas eingefallen, was sie ganz lange nicht ernst genommen hatte. Meine Oma erzählte wohl ein- oder zweimal, dass sie versucht hätte, auf die Wilhelm Gustloff zu kommen, diese aber zu voll gewesen sei.
Untergang der Gustloff: 30. Januar 1945. Letzte Abhebung vom Sparbuch (und dann gleich 1000 Mark): 26. Januar 1945.
Ich werde wohl auch noch die Passagierliste der Gustloff in meine Familenforschung aufnehmen müssen. Wohl wissend, dass dort nicht alle potenziellen Passagiere erfasst wurden.
Michael, danke für den Hinweis. Ich werde mir den Park in Oliva beim nächsten Besuch an der Danziger Bucht genauer ansehen.Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Michael, ich sehe im Hintergrund eine Häuserzeile, kann das sein? Dann ist es sicher nicht die Flüstergrotte im Olivaer Park.Oder ist es nur ein Schatten, was ich sehe?
Achims Großmutter hat eine schicke Tasche unterm Arm. Groß und flott.
Ob sie aus dem Büro kam???
Was man alles aus den alten Fotos "herauslesen" kann, das ist viel lehrreicher als so manches Geschichtsbuch.
Deshalb finde ich es prima, wenn diese für alle zum Ansehen zur Verfügung gestellt werden. Schließlich sind für die meisten Danziger solche Familiendokumente in Schutt und Asche versunken.Oder werden auf dem Flohmarkt verscherbelt.
Schöne Grüße, ChristaAuge um Auge- und die ganze Welt wird blind sein.
(M. Gandhi)Kommentar
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AW: Sparbücher der Stadtsparkasse Zoppot
Hallo alle,
Wenn man das Bild ein bißl aufhellt, sieht der Hintergrund wie eine Villa aus, oder? Mit so großen Blocksteinen...und eventuell einer Säule?
Schöne Grüße Beate..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?Kommentar
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