Neues biografisches Danzig-Rätsel

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  • Ulrich 31
    Forum-Teilnehmer
    • 04.11.2011
    • 8581

    #16
    AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

    Hier von mir noch diese Ergänzung:

    Die Vorfahren des Gesuchten stammten aus Schottland. Sein Vater, in Dirschau geboren, war, so kann man sagen, ein wissenschaftliches Multitalent, vielgereist und besonders sprachbegabt dazu (er sprach und verstand lt. Meyers Konversations-Lexikon von 1908 und Wikipedia 17 Sprachen, darunter Polnisch und Latein zuerst; Deutsch erlernte er erst mit sechs Jahren). Die Universität Oxford erteilte seinem Vater die juristische Doktorwürde, in Halle war dieser zuletzt als Professor der Naturgeschichte angestellt.

    Doch der Vater des Gesuchten begann seinen Berufsweg in ganz anderer Richtung, nämlich als evangelischer Pastor, in der Nähe des Geburtsortes des Gesuchten, seinem ersten Kind. - Aus jener Zeit wird eine Anekdote berichtet, wonach der Vater des Gesuchten während eines Gottesdienstes neben der Kanzel eingeschlafen sein soll, nachdem er seine Predigt wegen seiner vielen anderen Interessen erst nachts bei schwarzem Kaffee verfasst hatte. (Auf diese erste Tätigkeit als Pastor bezieht sich wohl Wolfgangs Hinweis in #12.)

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    • Beate
      Administratorin
      • 11.02.2008
      • 4841

      #17
      AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

      Hallöli zusammen,

      seine tragischste Zeit hatte er wohl, als er sich politisch engagierte...und so in Paris landete.

      Schöne Grüße Beate
      ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

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      • vklatt
        Forum-Teilnehmer
        • 28.03.2009
        • 1522

        #18
        AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

        Und so arm!

        Viele Grüße Vera
        Was ist ein wahres Geheimnis?
        Etwas, das für jeden offen da liegt-
        und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

        Lao-tse

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        • Heinzhst
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 450

          #19
          AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

          Zitat Rudolf:

          TIPP: es wurden auch Schulen nach ihm benannt, eine davon liegt in der Humboldtstraße.

          Wenn du die Humboldtstraße in Danzig-Oliva meinst, da gab es nie eine Schule.

          Gruss Heinz
          Ich glaube nur das,was ich gesehen und erlebt habe.
          A.G.

          Kommentar

          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8581

            #20
            AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

            Hallo Heinz,

            Rudolf meint nicht die Humboldtstraße in Danzig-Oliva, sondern die in einer anderen Stadt, deren Name mit dem Buchstaben W beginnt und die einen bekannten Jazz-Club hat.

            Gruß Ulrich

            Kommentar

            • Ulrich 31
              Forum-Teilnehmer
              • 04.11.2011
              • 8581

              #21
              AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

              An diejenigen, die an diesem Rätsel noch interessiert sind, aber noch nach seiner Lösung suchen.

              Anders als beim Ideengeber „Tagesspiegel“ für dieses Rätsel, können und sollten im Forum gerne bei jedem Rätsel kluge Zwischenfragen gestellt werden, mit denen die Lösung des jeweiligen Rätsels zielstrebig eingeengt wird. Solche Fragen von noch Suchenden habe ich aber im vorliegenden Fall bisher leider vermisst. Dafür versuchten andere, die die Lösung bereits kennen, mit verschiedenen Informationen zu helfen, bisher allerdings ohne Erfolg.

              Nun will ich noch diesen letzten Tipp geben, der den Gesuchten von den noch Suchenden schließlich doch noch finden lässt:
              Der Gesuchte hat denselben Nachnamen wie ein anderer, aus Bayern zugereister Mann, der Danzig zum Verhängnis wurde, nicht ohne Schuld der Danziger selbst, die jenen Unheilbringer hofierten und gewähren ließen. Den Gesuchten und den Übeltäter trennen knapp 150 Jahre. Leider hatte der Gesuchte aus der Nähe Danzigs ein kürzeres Leben als jener Bayer.

              Nun wünsche ich den noch Suchenden einen guten Rateendspurt und erwarte gespannt nun auch hier die Mitteilung der richtigen Lösung.

              Mit den zugleich besten Wünschen für das neue Jahr und herzlichen Grüßen
              Ulrich

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              • Beate
                Administratorin
                • 11.02.2008
                • 4841

                #22
                AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                158 Jahre waren es genau, ja? Und auf den zweiten hätte man so gut verzichten können...

                Humboldt-Forum -nun, den hat er ja auch gekannt. Alexander von Humboldt.

                Wann willst Du auflösen, Ulrich?

                Erwartungsvolle Grüße Beate
                ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

                Kommentar

                • Ulrich 31
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.11.2011
                  • 8581

                  #23
                  AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                  Nein, liebe Beate, es waren genau 148 Jahre.

                  Bisher haben alle Hilfen und Tipps offensichtlich nicht geholfen - oder aber das Interesse an diesem Rätsel ist mittlerweile erloschen.

                  Trotzdem noch auf eine Lösungsmitteilung von anderer Seite wartend, werde ich den Gesuchten heute Abend nennen und damit dieses Rätsel beenden.

                  Beste Sonntagsgrüße aus Berlin (hier z.Z. - 11 °C !)
                  Ulrich

                  Kommentar

                  • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
                    Forum-Teilnehmer
                    • 01.01.2009
                    • 1434

                    #24
                    AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                    An Ulrich und alle Rätselfreunde:

                    Mein Favorit: Georg Forster

                    Allen ein gutes und erfolgreiches 2016

                    Rainer

                    Ulrich, jetzt bist Du aber dran.
                    "In einem freien Staat kann jederman denken,
                    was er will, und sagen, was er denkt"
                    (Spinoza)

                    Kommentar

                    • Ulrich 31
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.11.2011
                      • 8581

                      #25
                      AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                      Hallo an Rainer und an alle anderen Rätselfreunde,

                      nun hat Rainer endlich den Namen des Gesuchten hier genannt, nachdem ein längeres Schweigen kaum noch darauf hoffen ließ. Danke fürs Outen von GEORG FORSTER! Dank aber auch an diejenigen Schnellrater unter Euch, die Ihr mir, wie gewünscht, Eure richtige Lösung per PN, E-Mail oder indirekt mitgeteilt habt. Richtig so geraten haben in der Zeitfolge ihrer Meldungen: Peter (sarpei), Wolfgang, Beate, Vera (vklatt), Rudolf (Bartels), Insel2008 und Rüdiger S., wobei zu berücksichtigen ist, dass nicht jeder dauernd online ist. Erstaunlich ist aber, in wie schneller Zeit mich diese richtigen Lösungen insgesamt erreichten. Hervorheben möchte ich deshalb Peters besondere Schnelligkeit, der seine PN nur 9 Minuten nach dem Posten des Rätsels absandte.

                      Georg Forster, jener erst spät zu seinem berechtigten Ruhm gelangte Naturforscher, Ethnologe und Reiseschriftsteller, wurde am 27. November 1754 in Nassenhuben bei Danzig geboren und starb am 10. Januar 1794 mit nur 39 Jahren in Paris. Alles Weitere über ihn kann seiner Wikipedia-Seite entnommen werden: > https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Forster .

                      Da Georg Forster aber ohne seinen Vater Johann Reinhold Forster (geboren am 22.10.1729 in Dirschau, gestorben am 09.12.1798 in Halle a.d. Saale; siehe auch Beitrag #16) nicht zu seinem Ruhm gekommen wäre, empfehle ich auch einen Blick in dessen Wikipedia-Seite: > https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Reinhold_Forster .

                      Verweisen möchte ich noch auf die erstmalige Erwähnung von Georg Forster hier im Forum durch Wolfgangs Themenstart „Johann Georg Forster: Reise um die Welt“ vom 28.10.2008 (siehe > https://www.danzig.de/showthread.ph...=Georg+Forster ).

                      Damit beende ich nunmehr von mir aus dieses Rätsel, das einer nahe Danzig geborenen berühmten Persönlichkeit auch in diesem Forum zu mehr Bekanntheit verhelfen sollte.

                      Vielen Dank nochmals fürs Mitmachen und beste Grüße
                      Ulrich

                      PS:
                      Die von Rudolf erwähnte einzige Schule in Deutschland, die den Namen des Gesuchten trägt und an einer Humboldtstraße liegt, ist die Georg-Forster-Gesamtschule Wörrstadt mit der Adresse Humboldtstraße 1 (siehe dazu die Beiträge #15 und #20).

                      Zu den verschiedenen Angaben des Geburtsortes werden sich vielleicht noch Wolfgang und Rudolf melden (siehe dazu ihre Beiträge #5 und #6).

                      Kommentar

                      • sarpei
                        Forum-Teilnehmer
                        • 17.12.2013
                        • 6095

                        #26
                        AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                        Hallo miteinander,

                        ein wenig Videohintergrund findet sich unter

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                        http://www.buecher.de/shop/forster-g...d_id/22794333/


                        Viele Grüße

                        Peter

                        Kommentar

                        • Beate
                          Administratorin
                          • 11.02.2008
                          • 4841

                          #27
                          AW: Neues biografisches Danzig-Rätsel

                          Guten Abend zusammen,

                          und ich kann noch zeigen, wo Georg Forster in Mainz gewohnt hat: > hier <, bis zu Nr.8, den Professorenhäusern, herunter scrollen,
                          und dieses Gebäude der Uni Mainz ist nach ihm benannt: > hier < .

                          Danke für das nette Rätsel, Ulrich!

                          Schöne Grüße Beate
                          ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

                          Kommentar

                          • sarpei
                            Forum-Teilnehmer
                            • 17.12.2013
                            • 6095

                            #28
                            Georg Forsters Geburtsort

                            aus: Preussische Provinzialblätter 1861

                            Georg Forster's Geburtsort - Von Director Dr. F. Strehlke in Danzig
                            --------------------------------------------------------------------
                            In der ganz oben genannten Ausgabe der Preussischen Provinzialblätter erschien eine 24seitige Abhandlung zu Georg Forster und seiner Familie. Der Beitrag ist gegliedert in die Kapitel

                            a) Erster Besuch in Georg Forsters Geburtsort
                            b) Örtlichkeit (Nassenhuben)
                            c) Zerstreute Nachrichten über die Forstersche Familie mit Kirchenbuchauszügen (Nassenhuben, St. Peter in Danzig)

                            [ATTACH]20614[/ATTACH]


                            Viele Grüße

                            Peter
                            Angeh

                            Kommentar

                            • Ulrich 31
                              Forum-Teilnehmer
                              • 04.11.2011
                              • 8581

                              #29
                              AW: Georg Forsters Geburtsort

                              Diese Abhandlung ist sehr interessant und lesenswert zugleich. Aus ihr geht hervor, dass Georg Forster am 27. November 1754 nicht in dem Dorf Nassenhuben, sondern im Nachbardorf Hochzeit geboren wurde. Dies ergibt sich aus der besonderen örtlichen Lage des Pfarrhauses, in dem seine Eltern damals wohnten. Näheres hierzu ist in der verlinkten Abhandlung im Abschnitt "b. Oertlichkeit." auf Seite 198 f. (= PDF-Seiten 10-11) zu finden.

                              Ich würde es begrüßen, wenn hier von anderer Seite wesentliche Stellen aus dieser Abhandlung kurz erwähnt und evtl. kommentiert würden. Es lohnt sich!

                              Auf jeden Fall danke ich Peter für seinen geposteten Fund.

                              Viele Grüße
                              Ulrich

                              Kommentar

                              • sarpei
                                Forum-Teilnehmer
                                • 17.12.2013
                                • 6095

                                #30
                                AW: Georg Forsters Geburtsort

                                ..... und zu dem Bericht gibt es noch eine ergänzende Richtigstellung:

                                aus: Preussische Provinzialblätter 1864, Seite 279 ff.

                                Herrn Direktor Dr. Strehlke in Danzig
                                --------------------------------------
                                In die von uns gebrachte Mittheilung über das 'Forsterhaus in Dirschau' im IX. Bde. der laufenden Folge der N. Pr. Prov. Bl. S. 511 f. haben sich zu unserm Bedauern ein paar Irrthümer eingeschlichen, deren Berichtigung Sie in einem an die Redaktion d. Bl. gerichteten Schreiben in dankenswerther Weise urgirt haben. Wir beeilen uns Ihrem Wunsche zu entsprechen, indem wir zur Orientirung der Leser über den Sachverhalt die Bemerkung voranschicken, daß es sich hier um den Schlußpassus der angeführten Mittheilung handelt, wo wir den Wunsch verlautbart hatten:

                                „daß auch dem großen Sohne des großen Vaters, dem am 22. November in dem Pfarrhause zu Nassenhuben geborenen Georg Förster, an seiner Geburtsftätte ein Gedenkstein errichtet und so ein weiterer Lieblingsgedanke des verewigten Schön zur That werden möge!"

                                Es möge uns gestattet sein, diejenige Stelle Ihres geschätzten Briefes an die Redaktion, welche die in diesem Passus vorkommenden Irrthümer berichtigt, hier folgen zu lassen. Sie schreiben:

                                „In meinem Aussatze über G. Förster [N. P. Pr. Bl. 3 F. VIII. S. 189 ff.] ist nachgewiesen, daß G. F. am 27. Novbr., nicht wie bisher angenommen wurde, am 26. November geboren ist, auch nicht in Nassenhuben, sondern im Dorfe Hochzeit, wo das ehemalige Pfarrhaus von Nassenhuben steht. Die Dörfer Hochzeit und Nassenhuben sind durch die Mottlau getrennt; das Territorium von Hochzeit liegt auf dem rechten Ufer, Nassenhuben auf dem linken. Das ehemalige Schloß von Nassenhuben lag auf einer Insel der Mottlau, die durch Rectificirung einer Biegung des Flusses gebildet wurde, wobei das Besitzverhältniß ungeändert blieb. Es steht aber das ehemalige Pfarrhaus auf dem rechten Ufer der Mottlau, gehört also zu Hochzeit, worüber kein Zweifel sein kann. Daß dieses Verhältnis zu Reinh. Forfter's Zeit bestand, zeigt ausdrücklich eine Stelle aus einem Briefe desselben d. d. Nassenhof, den 10. Oktober 1755 an den Prediger Woide in Lissa, wo es heißt:

                                „Nassenhof, Nassenhuben und Mokry Dwor sind Synonyme; da aber vormals die Kirche auf dem Dorfe Hochzeit gestanden und das Pfarrhaus auch noch darauf stehet; so heißet er zuweilen der Prediger auf der Hochzeit."

                                Hieraus geht mit Bestimmtheit hervor, daß Georg Förster in Hochzeit geboren ist.

                                Eine Gedenktafel für Georg F. ist schon im J. 1848 auf Schön's Veranlassung zwar nicht an dem Gcburtshause, sondern am Schulhause auf der Mottlauinsel, in der Nähe des ehemaligen seil 1843 abgetragenen Schlosses Nassenhuben angebracht. Auf der Tafel von Gußeisen steht in vergoldeten Buchstaben die Inschrift: „Georg Forster ward geboren in Nassenhuben." Mein Wunsch ging dahin, es möchte an dem Geburtshause selbst oder vor demselben eine Gedenktafel mit dem richtigen Geburtstage aufgestellt werden, oder die ehemalige steinerne Thürschwelle des Pfarrhauses mit einer Inschrift zu versehen sein."

                                Indem wir Angesichts dieser von so kompetenter Seite gegebenen Erklärung den von uns begangenen Irrthum constatiren, sprechen wir gleichzeitig unsere Freude darüber aus, daß das, was im letzten Hefte des vorigen Jahrganges als pium desiderium unsererseits kund gethan worden, längst eine vollendete That ist und nunmehr auch den großen Sohn des großen Vaters „seines Orts ein Denkmal ehrt." Zur Aufklärung des von uns verschuldeten Irrthums wollen wir nur bemerken, daß wir allerdings die oben berichtigte Angabe riiedergeschrieben hatten, ohne vorher noch einmal Ihren Aufsatz im VIII. Bde. d. Zeitschrift einzusehen, da der letztere und im Augenblicke nicht zur Hand war, wodurch jene Verwechselung entstanden ist. Hoffen wir, daß dem von Ihnen wirklich gehegten Wunsche in Betreff der Errichtung eines ähnlichen Gedenkzeichens an dem Geburtshause G. Forsters eine gleiche Erfüllung werde. Schließlich erlauben wir uns zu constatiren, daß die falsche Angabe des Geburtsages des jüngeren Forster lediglich auf einem Schreibefehler beruht.


                                Viele Grüße

                                Peter

                                Kommentar

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