Ein Rätsel: Wo steht das Pferd?

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  • Wolfgang
    Forumbetreiber
    • 10.02.2008
    • 11623

    #1

    Ein Rätsel: Wo steht das Pferd?

    Mit dem beigefügten Foto stelle ich eine kleine Frage, die eigentlich gar nicht so schwer zu beantworten sein dürfte... - oder vielleicht doch?

    Kürzlich zeigte ich in einem Lichtbildervortrag vor älteren Danzigern auch dieses Foto - und Niemand konnte sagen wo es aufgenommen wurde.

    Ich habe jetzt in meinen vielen Fotobänden noch nicht nachgeschaut, ob das Pferd bereits zu früheren Zeiten den Giebel zierte, aber ich nehme es an.

    Natürlich weiß ich, wo das Pferd steht, ich habe es ja selber aufgenommen. Aber wer weiß darüber hinaus, wann das Pferd auf das Dach kam und von wem es stammt?

    Das Gebäude steht in der Stadt und "Tanie Noclegi" sagt aus, dass es dort günstige Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
    Angeh
    Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
    Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
    Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"
  • Helga +, Ehrenmitglied
    Moderatorin
    • 10.02.2008
    • 1948

    #2
    [quote=Wolfgang;6668]Mit dem beigefügten Foto stelle ich eine kleine Frage, die eigentlich gar nicht so schwer zu beantworten sein dürfte... - oder vielleicht doch?

    Hallo Wolfgang,

    tja, wo steht das Pferd? Auf dem Dom Harcerza in der Ul. Za Murami. Aber wie und wann ist es dort hingekommen??????????????????? Vielleicht erinnert sich ja jemand????
    Viele Grüße
    Helga

    "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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    • Anonymus

      #3
      [quote=Helga;6670]
      Zitat von Wolfgang
      Mit dem beigefügten Foto stelle ich eine kleine Frage, die eigentlich gar nicht so schwer zu beantworten sein dürfte... - oder vielleicht doch?

      Hallo Wolfgang,

      tja, wo steht das Pferd? Auf dem Dom Harcerza in der Ul. Za Murami. Aber wie und wann ist es dort hingekommen??????????????????? Vielleicht erinnert sich ja jemand????
      Richtig, Helga hat's sehr gut erraten. Genauer gesagt, es ist der ehemalige Stadthof in Nachbarschaft der Reitbahn. Neben der Feuerwache waren hier auch Pferdestaelle und Reithalle zu finden. Daher auch "Zur Reitbahn"!
      Folgend 3 Fotos die ich im Jahre 2005 gemacht habe.
      Viele Gruesse
      Ohrscher Siegfried

      Kommentar

      • Helga +, Ehrenmitglied
        Moderatorin
        • 10.02.2008
        • 1948

        #4
        Zitat von Ohrscher 33-46

        Richtig, Helga hat's sehr gut erraten.
        Nix da erraten. Gewußt. Zum Glück bin ich ja nicht angeberisch veranlagt
        Viele Grüße
        Helga

        "Zwei Dinge sind unendlich, die menschliche Dummheit und das Universum, beim Universum bin ich mir aber noch nicht sicher!" (Albert Einstein)

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        • andrea
          Forum-Teilnehmer
          • 05.04.2008
          • 42

          #5
          Hallo Wolfgang,

          wenn ich mich recht entsinne, war da nicht auch die ehemalige synogoge, die bis auf die Grundmauern niederbrannte. Meine Mutti erzählte mir davon, als wie bei unseren Besuchen in Danzig davorstanden?! Ich denke auf Ohrscher seinem Foto sind die Grundmauern noch zu sehen.

          Gruß Andrea

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          • Anonymus

            #6
            Hintergasse

            Zitat von andrea
            Hallo Wolfgang,

            wenn ich mich recht entsinne, war da nicht auch die ehemalige synogoge, die bis auf die Grundmauern niederbrannte. Meine Mutti erzählte mir davon, als wie bei unseren Besuchen in Danzig davorstanden?! Ich denke auf Ohrscher seinem Foto sind die Grundmauern noch zu sehen.

            Gruß Andrea
            Hallo Andrea, die Grundmauern (Ruinen) sind die Reste der nach 1945 total verschwundenen Hintergasse (Za Murami). Die Synagoge stand an der Reitbahn (im Foto weiter hinten, jedoch hier nicht sichtbar).

            Viele Gruesse
            Ohrscher Siegfried

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            • andrea
              Forum-Teilnehmer
              • 05.04.2008
              • 42

              #7
              Hallo Siegfried, danke für das Foto und die Info, werde mir das im August bestimmt nochmals live ansehen.

              Tschuss Andrea

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              • Wolfgang
                Forumbetreiber
                • 10.02.2008
                • 11623

                #8
                Zitat von Wolfgang
                Ich habe jetzt in meinen vielen Fotobänden noch nicht nachgeschaut, ob das Pferd bereits zu früheren Zeiten den Giebel zierte, aber ich nehme es an.
                Ich bin fündig geworden. Und zwar nicht in einem Fotoband sondern wieder bei Curickes "Historische Beschreibung der Stadt Danzig" von 1688. Auf dem Stich vor Seite 56 ist der "Stadthoff" zu sehen und da ist auf zwei Giebeln deutlich ein Pferd zu erkennen.

                Auf Seite 57 heißt es "Vom Stadt-Hoffe":
                "Der Stadt=hoff ist ein gewisser / aber auch zimlich grosser noch zun Zeiten deß Ordens bebauter Platz / am Eck der Hunde Gassen gelegen / in welchem zur Nohtwendigkeit E.Edl. Rahts / und der Stadt / allerhand Reitt= und Zug Pferde / wie auch Karossen und andere Wägen / gehalten werden. Uber welchen Hoff ein gewisser Hoffmeister gesetzet ist / der auff die Pferde / wie auch alle Gereitschaft / Knechte und Fuhrleute eine Aussicht zu halten / und da etwan ein Mangell / oder auch sonstwas vorfiel / solches den dazu verordneten Stadthoffs Herren anzu zeigen schuldig ist. Es ist aber dieser Stadthoff ein gutt Theil Anno 1619. verbessert / und damahls ein schön Gewölbter langer Stall nebenst angebauet (welcher nuhmehro der beste Theil dß gantzen Hoffes ist."

                Trotzdem noch meine Frage: Steht auf dem Giebel noch das alte viele hundert Jahre alte Pferd oder ist das eine Nachbildung?
                Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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                • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                  Forum-Teilnehmer
                  • 10.02.2008
                  • 5206

                  #9
                  "Pferd aud dem Dach"

                  Hallo....habe dazu noch ein Link gefunden....mit dem Pferd !!!

                  http://www.domharcerza.pl/

                  Viele Nachtgrüße
                  Hans-Jörg

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                  • Anonymus

                    #10
                    Die Synagoge

                    Zitat von andrea
                    Hallo Wolfgang,

                    wenn ich mich recht entsinne, war da nicht auch die ehemalige synogoge, die bis auf die Grundmauern niederbrannte.
                    ...........
                    Gruß Andrea
                    Hallo Andrea, folgend ein Bild der ehem. Grossen Danziger Synagoge.

                    Viele Gruesse
                    Ohrscher Siegfried

                    Kommentar

                    • Wolfgang
                      Forumbetreiber
                      • 10.02.2008
                      • 11623

                      #11
                      Zitat von Ohrscher 33-46
                      Es ist anzunehmen, dass es eher eine Nachbildung ist. Denn in "DANZIG von A bis Z" lesen wir u.a.:
                      "Der Stadthof ist nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Ruinen wiedererstanden und bekam in den sechziger und siebziger Jahren durch hinzugefügte Einzelheiten eine noch grössere Originaltreue."
                      In Curickes Stich des Stadthofes sind auf den zwei Giebeln Pferde mit ihren Reitern zu erkennen. Im Sammelfotoband "Byl sobie Gdansk" von 2006 ist auf Seite 96 ein 1895 entstandenes Foto des westlichen Giebels des Stadthofes zu sehen auf dem ebenfalls ein lanzenbewehrter Reiter (der originale?) zu erkennen ist.

                      Insofern stimmt möglicherweise die Aussage ind "Danzig von A-Z" nicht, der Stadthof sei in Details in größerer Originaltreue wieder entstanden.

                      Was für ein Reiter befand sich denn auf dem Pferd? Musste er seinerzeit verschwinden, weil es ein Ordensritter war?
                      Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                      Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                      Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                      Kommentar

                      • Marc Malbork
                        Forum-Teilnehmer
                        • 23.02.2008
                        • 1050

                        #12
                        Hilft irgendwie Danziger Hauskalender 2007, S. 21ff., 40f., weiter ? Man hat augenscheinlich nach "Schultz" rekonstruiert.

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                        L