Kräuter

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  • Ute Marianne
    Forum-Teilnehmer
    • 23.11.2010
    • 1098

    #16
    AW: Kräuter

    Hallo Waldkind,

    Wruken kenn ich auch als Nachkriegsgeborene.
    Gibts bei mir immer als Abschluß mit den resten vom Gänsebraten schön mit Bratensoße Beifuß und Majoran.
    Dazu kleingeschittene Kartoffeln und fertig .

    Da läuft mir das Wasser im Mund zusammen beim schreiben.

    Oma mochte es nicht so,da sie an ihre Kinderzeit im 1. Weltkrieg erinnert wurde, aber so lecker mit Gans aß sie es doch.

    Paps hats ja nach altem Rezept seiner Danziger Oma gekocht und ich machs auch.

    Laß es dir schmecken.



    Liebe grüße vom Rhein Ute MArianne

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    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #17
      AW: Kräuter

      Ich möchte sagen, dass ich als Nachkriegsgeborene nicht gerade köstlich gedeckt bekam. Es gab zur Hauptsache Haferbrei, später wechselte der mit Vanillepudding und Schokopudding und Griesbrei ab. Das habe ich jahrzehntelang nicht mehr angerührt. Später freute ich mich, wenn es mal Linsen- oder Erbseneintopf gab, hin und wieder Graupensuppe. Kartoffeln mit Erbsen und Möhren oder Rotkohl, das war dann wirklich ein Festessen. Damit konnte man uns an Feiertagen begeistern. Und es gab im Sommer natürlich Obst und frischen Salat aus dem Garten. Aber Steckrüben gab es nie. Obwohl ich früher schon viel von den älteren Leuten davon gehört hatte. Ein älterer Herr sagte mal: "Es gab jeden Tag in Wasser gekochte Rübchen. Ich frage mich heute noch wie unsere Mutter uns damit durchbrachte."
      Nun habe ich mal gegooglet. Da kommen mir glatt die Tränen. Wruken sind das allround-Nährmittel, Kottelett wie Kaffe alles aus Wruken. Trotz und alledem gehört dem Rübchen große Ehre. Wie viele hätten ohne es gar nicht überlebt? Für mich wiederum ein Grund dankbar zu sein in einer Zeit, in der man ziemlich alles kaufen kann.



      Mein Kohl schmeckt schon ein bisschen nach Kümmel. Kann sein, dass es ein wilder Öko-Kümmel ist, der erst mal paar Stunden über sein Dasein meditieren muss, bevor er aufblüht. Herzliche Grüße und danke fürs Mitmachen. Hat mich berührt. w.k.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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      • vklatt
        Forum-Teilnehmer
        • 28.03.2009
        • 1522

        #18
        AW: Kräuter

        Liebes Waldkind,

        wir essen auch heute noch gern Steckrüben und natürlich
        mit Majoran, muß einfach sein! Nach Kriegsende, als wir kein Brot
        hatten, bekamen wir Kinder eine dicke Scheibe Steckrübe
        mit zur Schule. Das war besser als hungern.

        Und Kümmel kommt bei mir an Weiß-Rot- und Sauerkraut. Und
        an eingelegte Rote Bete. War früher auch in den gekauften Gläsern.
        Jetzt leider nicht mehr.

        Liebe Grüße Vera
        Was ist ein wahres Geheimnis?
        Etwas, das für jeden offen da liegt-
        und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

        Lao-tse

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        • Stejuhn
          Forum-Teilnehmer
          • 09.08.2011
          • 1024

          #19
          AW: Kräuter

          Guten Abend liebe Forumteilnehmer,

          meine Oma kochte Wrucken immer für sich und mich, wenn meine Mutter arbeiten war. Meine Mutter mochte dieses Essen nicht so gerne, da es sie an die Kriegszeit erinnerte und von ihrer Mutter wohl nicht besonders gut zubereitet wurde.
          Die Wrucken von meiner Oma (väterlicherseits) schmeckten mir aber wunderbar.
          Gelegentlich koche ich sie auch noch so, wie es mir in Erinnerung geblieben ist.
          Au Mann, jetzt bekomme ich richtig Hunger drauf!!!
          Einen schönen Abend wünscht
          Sigrid
          Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
          Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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          • susannefreter
            Forum-Teilnehmer
            • 16.02.2008
            • 478

            #20
            AW: Kräuter

            Hallo waldkind,

            Steckrüben schmecken...Bäh!, ich musste diese als Kind auch immer essen....als Eintopf.

            Graupensuppe liebe ich, das ist so lecker.......
            Freter, Thater, Müller, Köpke, Siemund, Dyck, Hooge, Rathke, Buschmann,Prohl, Wunder, Huss

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            • waldkind
              Forum-Teilnehmer
              • 06.10.2008
              • 2366

              #21
              AW: Kräuter

              Guten Tag an alle,

              Graupensuppe liebe ich sehr. Graupen ist was für den Sommer, da sie sehr auskühlen, mich jedenfalls. Da kann man ja alles grüne Gekraute reinhäkeln, von Petersilie, Estragon, über Dill, Majoran, einfach alles und das dreiviertel Lorbeerblatt.

              Ich kann es sehr gut nachvollziehen, dass jemand keine Steckrüben mag. Ich weiß es noch sehr gut wie mir immer schlecht wurde, wenn meine Töchter Puddings gekocht haben wollten. Es mag vielleicht einer glauben, Pudding sei doch toll. Aber wenn man es jeden Tag essen muss? Nach altem Brauch gekocht mit fetter Kuhmilch, Maismehl und Vanilleschote. Näh ... Und immer betteln um eine Scheibe Brot, die man nicht bekommt, weil die Scheiben abgezählt sind.

              Ich habe den Weißkohl noch mal aufgekocht. Der sieht wegen des vielen Kümmels jetzt nach Braunkohl aus. Mit etwas Demut vor der Schöpfung kann man ihn sogar essen. Ein ideales Gericht für Gäste, die man nicht mag. Muss ich mir merken :-D Am Kümmel liegt es nicht, auch nicht am Kohl. Vielleicht an dem alten Sekt, den ich da reingeschüttet habe?

              Einen schönen Tag für euch wünscht das waldkind.
              Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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