Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

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  • GiselaDanzig
    Forum-Teilnehmer
    • 28.05.2009
    • 38

    #1

    Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

    Hallo Zusammen!

    Ich würde gern wissen ob es die evangelischen Friedhof in Neufahrwasser noch gibt!!

    *****Anonymus hatte mir folgendes geschrieben;******

    Der ehem. evangelische Himmelfahrt-Friedhof und der ehem. kath. St.-Hedwigs-Friedhof sind nach 1945 zu einem Friedhof zusammengelegt worden. Zu finden sind sie am frueheren Fischmeisterweg, heute "Wyzwolenia".
    *****
    Pomuchel
    hat in einem anderen Bereich folgendes geschrieben;
    ******

    Der evangelische Friedhof in Neufahrwasser wurde leider völlig zerstört. Es ist ein Park und ein Kinderspielplatz jetzt.

    Was stimmt denn nun? Kann mir da jemand helfen?

    Viele Grüße
    Gisela
  • GiselaDanzig
    Forum-Teilnehmer
    • 28.05.2009
    • 38

    #2
    Hallo Ihr Lieben!

    Was meint Ihr?


    Bitte um Eure Hilfe!!!

    VG
    Gisela

    Kommentar

    • mottlau1
      Forum-Teilnehmer
      • 11.02.2008
      • 1720

      #3
      Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

      Hallo Gisela,

      da Aleks = Pomuchel staendig in Danzig lebt, glaube sogar Neufahrwasser,
      weiß er es wohl am besten.

      Gruss Mottlau1
      Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
      (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker

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      • Wolfgang
        Forumbetreiber
        • 10.02.2008
        • 11623

        #4
        Schönen guten Nachmittag,

        wer mit der Autofähre in Neufahrwasser über die Tote Weichsel fährt, kommt in der Regel am Friedhof vorbei. Dort steht nun auch ein neuer Gedenkstein. Dort habe ich vor einer halben Stunde ein paar Fotos gemacht:
        Angeh
        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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        • GiselaDanzig
          Forum-Teilnehmer
          • 28.05.2009
          • 38

          #5
          Hallo Ihr Beiden!

          Danke für Eure Antworten!

          Wolfgang, wie kommt man ganz normal ohne Pkw dort hin? Hast Du einen Straßenamen?

          Viele Grüße
          Gisela

          Kommentar

          • Wolfgang
            Forumbetreiber
            • 10.02.2008
            • 11623

            #6
            Zitat von GiselaDanzig
            Wolfgang, wie kommt man ganz normal ohne Pkw dort hin? Hast Du einen Straßenamen?
            Hallo Gisela,

            Du kommst ganz einfach dort hin. Mit der Strassenbahn Richtung "Nowy Port" (Neufahrwasser). Die Strassenbahnnummer weiss ich gerade nicht auswendig, aber es steht Nowy Port auf der Strassenbahn. Am Ortseingang von Neufahrwasser aussteigen, und gleich rechts in den Fischmeisterweg gehen (Wyzwolenia). Du kommst dann am neuen Friedhof vorbei und stoesst automatisch auf der linken Seite auf den alten aufgelassenen Friedhof. Er ist heute eine gepflegte Parkanlage.
            Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
            Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
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            Kommentar

            • GiselaDanzig
              Forum-Teilnehmer
              • 28.05.2009
              • 38

              #7
              Vielen Dank für den Hinweis und Deine Mühe, Wolfgang!!!

              Kommentar

              • Carsten
                Forum-Teilnehmer
                • 10.03.2009
                • 62

                #8
                AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                Hallo zusammen,

                wie ich heute erfahren habe, wurde meine Ur-Großmutter wahrscheinlich auf dem evangelischen Friedhof in Neufahrwasser beerdigt. Das muss um 1946 geschehen sein, also kurz vor der Schließung des Friedhofes. Ich vermute, dass die Situation zu dem Zeitpunkt "recht unübersichtlich" war. Weiß jemand, ob es aus der Zeit Aufzeichungen über die Begräbnisse gibt und wo man die findet? Letzten Endes möchte ich das Geburtsdatum und den Geburtsort der Ur-Großmutter herausfinden.

                Herzlichen Gruß
                Carsten

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                • Rootsgrubber
                  Forum-Teilnehmer
                  • 05.02.2010
                  • 26

                  #9
                  AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                  Ich habe aus der Diskussion in diesem Forum erfahren, daß der Friedhof der evangelischen Himmelfahrts-Kirche in Neufahrwasser absichtlich irgendwann nach 1947 eingeebnet wurde. Ich gehe davon aus, daß die Grabsteine -- auch seien sie baufällig -- auch entfernt gepflügt wurden.

                  Vielleicht kann jemand klären, ob diese sogenannte Verbesserung der Vernichtung oder Entfernung von menschlichen Überresten beteiligte, oder wenn vielleicht irgend von ihnen nur zu den benachbarten katholischen Friedhof verlegt wurden. Oder bleiben die Knochen noch unter dem Bodendecke, wo sie ursprünglich begraben wurden?

                  Auch fällt es mir seltsam, daß der angrenzenden Friedhof der Hedwigskirche das gleiche Schicksal entgangen zu sein scheint.

                  Meine Neugierde stammt davon, daß Forschung mich zum Glauben führt, daß mein Großvater dort im Jahre 1920 begraben wurde, und ich frage mich, ob irgend ein Fragment oder Molekül seiner Knochen in jenem einst weihten Boden bleiben möge.

                  Kommentar

                  • Helga_Claassen, +12.10.2010
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.02.2008
                    • 80

                    #10
                    AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                    Lieber Rootsgrubber (das hört sich im Deutschen schrecklich an!),

                    hast Du auch einen Namen?

                    Ich war noch auf den alten Friedhöfen in Neufahrwasser, aber warum soll ich Wurzelgräber mir die Zeit nehmen zu antworten wenn ich nicht weiß für wen und warum außer dass dort vielleicht der Opa liegt.

                    Viele Grüße von den Balearen
                    Helga Claassen

                    Kommentar

                    • Helga_Claassen, +12.10.2010
                      Forum-Teilnehmer
                      • 11.02.2008
                      • 80

                      #11
                      AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                      Hallo Stephen aus Florida,

                      danke dass Du Dein Profil ergänzt hast. ich es einfach wenn ich weiß zu wem ich eine Antwort gebe.

                      Auch mein Opa liegt auf dem evn. Friedhof in Neufahrwasser. Wir sind von Danzig aus mit der Tram gefahren und dann zu Fuß rechts ab gebogen in den Fischmeisterweg. Das ist wo der Weg wo die Fähre rüber über die Tote Weichsel geht. Wenn ich mir heute die Pläne anschau dann war der Friedhof sehr klein, aber damals war der in meinem Eindruck mit seinen alten Bäumen ziemlich groß und sehr ruhig. Da hat man nichts gehört und da ist kein Auto gefahren. Es hat viele alte Grabsteine gegeben und ich glaube fast, dass da niemand mehr beerdigt worden ist weil ich mich nicht erinnern kann, dass da neue Grabstellen waren.

                      Wolfgang hat ein Foto von einem Erinnerungsstein ins Forum gestellt. Wie viele andere Friedhöfe ist auch dieser untergegangen und mich interessiert aber auch, ob heute der ganze Friedhof als Park dient oder ob er auch überbaut ist. Denn mein Opa war wenn ich mich richtig erinnere ein bisschen weg vom Fischmeisterweg.

                      Liebe Grüße von den Balearen
                      Helga Claassen

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                      • Rootsgrubber
                        Forum-Teilnehmer
                        • 05.02.2010
                        • 26

                        #12
                        AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                        Liebe Freunde,

                        Zuerst müßte ich um Verzeihung bitten, daß ich versäumt habe, Euch die üblichen zivilizierten Vorstellungen vorzulegen. Ich heiße Stephen R. Luckau, bin in den Vereinigten Staaten geboren, und wohne zur Zeit in Florida. Mir ist Deutsch eine Fremdsprache, wie Ihr schon werden bemerkt haben, und ich bedaure, daß meine knappe Fähigkeiten darin schon fast völlig verrostet seien.

                        Ich bedaure auch, daß mein Spitzname im Bereich der Familienforschung auf deutsch so ungeschickt klingt. Auf englisch schallt er mild amüsant, und beschreibt jenen, der mit seinen händen nach Urahnenurkunden gräbt. Ihr dürft mich gerne mit "Steve" anreden. Wenn es der Administrator des Forums erlaubt, tausche ich "Rootsgrubber" mit "Wurzelgräber" gerne um. Oder mit irgend einem anderen, besser treffenden Vorschlag....

                        Einige Fotos von mir könnt Ihr hier auffinden:



                        Mein Opa hieß Paul Hermann Luckau, geboren im Jahre 1869 in Bodenwinkel (Katy Rybackie). Er wohnte von ungefähr 1895 bis zu seinem Todesjahr 1920 in Danzig-Schellmühl, Broschkisher Weg (ul. Wislna) 16. Soviel ich weiß, war er an dem im gleichen Bauplatz gelegenen Elektrischen-Straßenbahn-Depot angestellt. Er starb am 24 Mai 1920. Meine Oma Emilie Lingmann Luckau hat uns immer erzählt, daß Opa seinen tödlichen Herzschlag erlitt, weil er immer die Straßenbahn-Waggonen mit einem Schulterstoß herumzuschalten pflegte.

                        Opas Sterbeurkunde wurde am 26 Mai 1920 im Sterbe-Haupt-Register Nr 29 im Standesamt V Danzig-Saspe (Danzig-Broeres) eingetragen, seine Religion als "evangelische" angegeben. Am 28 Mai wurde er beerdigt. Oma erzählte, daß sie für "ewige Pflege des Efeus" auf seinem Grabe bezalte. Da Opa samt Familie offenscheinlich mehrere Jahrzehnte im Broschkischer Weg 16 wohnte, seine Wohnung ungefähr 2,5 kilometer von dem Himmelsfahrt-Friedhof entfernt, dachte ich, es sei wohl erlaubt zu schlußfolgern, daß er im Himmelfahrts-Friedhof beerdigt liege. Oma hat es uns den Ort nie genau erklärt.

                        Hier gibt es ein Link, das zu etlichen Fotos meiner Danziger Ahnen leitet:



                        Das Haus, das in diesen Fotos auftaucht, befand sich am Broschkischer Weg 16. Ich glaube, das alte Haus ist längst verschwunden. Die Adresse ul. Wislna 16 ist nicht in dem Gdansker Straßenplan gültig, und bezeichnete einen Winkel im Bauplatz der Gdansker Elektrizität-Versorgungsbetrieb, wo sich ein Laboratorium befindet. Ein ähnliches Haus am Broschkischer Weg 17 steht noch, obwohl in sehr verfallenem Zustande.

                        Ich danke im Voraus für Eure gütige Hilfe!

                        ~Steve Luckau

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                        • Uwe
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.08.2008
                          • 1961

                          #13
                          AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                          Hallo Steve,

                          nenne Dich einfach so wie Du möchtest. Du sprichst (schreibst) übrigens garnicht so schlecht deutsch! Wie man Deinen Nicknamen auffasst, ist vielleicht auch von dem Alter des jeweiligen Forumteilnehmers abhängig. Also ich finde ihn auch ganz lustig.

                          Viel Erfog bei der weiteren Suche!

                          Uwe
                          Geschichte kann man nicht ändern ... aber man kann aus ihr lernen!

                          Suche Informationen zu den Familiennamen Block, Gehrt, Kirschke, Kirsch, Haak, Happke, Hoffmann, Makowski, Namowicz, Patzer, Rehberg, Tolk(e) und Vierling aus Danzig

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                          • Zoppot
                            Forum-Teilnehmer
                            • 15.01.2010
                            • 16

                            #14
                            AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                            1974 habe ich Danzig und vor allem Neufahrwasser zum ersten mal besucht, mit 11 Jahren am 25.März 1945 von der Olivaerstr. 6-7 mit dem letzten Schiff der Thor (!!) nach Westen geflohen.
                            Auf dem gesamte evgl. Friedhof war keine Grabstätte mehr zu sehen. Von den Grabsteinen wurde ein großer Hügel errichtet auf dem Kinder im Winter rodeln konnten. Dies erzählte mir eine deutsche Frau aus Neufahrwasseer. Die evgl. Kirche von N. wurde auch kath. gemacht (?)
                            Über die damaligen polnischen Kirchen Fürsten lohnt es sich nicht zu schreiben. Mit Neujahres Gruß Horst Deyk

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                            • Zoppot
                              Forum-Teilnehmer
                              • 15.01.2010
                              • 16

                              #15
                              AW: Evangelischer Friedhof in Neufahrwasser

                              Bei meinem ersten Besuch in Danzig-Neufahrwasser 1974, in dem ich von 1933-1945 in der Olivaerstr. 6-7 (Hotel Stadt Lübeck ) gelebt habe,mußte ich meinen Friedhof matürlich besuchen. Der kath. Friedhof war schon damas verwildert. Aber, von dem evangl. war schon 1974 nichts zu erkennen. Die kath. Kirche in Polen hat sich sehr negativ als Kirche verhalten. Alles evgl. zu vernichten oder zur kath. zu übereignen. Das Morden an deutschen von Polen hätten
                              als Kirche gemildert werden müssen. Aber das schlimmste was eine kath. Kirche sich erlaubt darf, einem vom Papst eingesetzen Bischoff und Kardinal zu
                              inhaftiere. Meine kath. kirche hat nicht nur 1945 miserabel gehandelt sodern auch jetzt. Kommt eine entsprechende kritische Antwort von unserem Forum ?

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