Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

Einklappen
X
 
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles l
neue Beitr
  • Marc Malbork
    Forum-Teilnehmer
    • 23.02.2008
    • 1050

    #16
    AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

    Ja, Rudolf.

    Hier geht es allerdings nicht um Einzelbauten, sondern um Stadtplanung insgesamt. Auch da gibt es Beispiele für "monumentale" Umgestaltungen. Haussmann in Paris z.B.. Danzig hatte wegen seiner übermächtig prägenden alten Innenstadt nebst Hügelkette am Horizont allerdings das Problem, für grandiose Umgestaltungen kein besonders geeigneter Platz zu sein, weil stets die Gefahr der Beeinträchtigung der historischen Innenstadtstruktur bestand. Die oben von uns angeführten Pläne für Speicherinsel und Oliwa-Tor belegen das. Die neuen Stadtgrundrisse an diesen Stellen lassen jedes Einfügen in gewachsene Stadtstukturen vermissen. Man kann z. B. nicht die Front der Speicherinselhäuser zurücknehmen und eine Platzanlage ausbilden, ohne die gegenüberliegende Lange Brücke in ihrer Bezogenheit auf die als Einheit zu verstehende Speicherinsel gegenüber zu entwerten. Die beiden Pläne, die ich jetzt gesehen habe, sprengen jeden Maßstab. Nicht so übrigens das gebaute Gauforum. Aber das war in angemessener Nord-Süd-Lage sozusagen "angestückelt" an die Innenstadt und störte (uns stört) das Zentrum nicht. Sein abriegelnder Charakter korrespondiert mit Straßenzug und Eisenbahnstrecke.

    Kommentar

    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8564

      #17
      AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

      Zum Punkt "Gauforum" (in Danzig damals noch nicht gebaut) hier die betr. Wikipedia-Seite > http://de.wikipedia.org/wiki/Gauforum .

      "Das Gauforum Weimar in Thüringen wurde als einziges von den geplanten Foren gebaut und ist im Wesentlichen erhalten geblieben." (Zitat aus der o.a. Wikipedia-Seite) - Zu diesem Gauforum findet man im Web zahlreiche Links, hier nur diese Beispiele:
      - betr. Wikipedia-Seite > http://de.wikipedia.org/wiki/Gauforum_Weimar
      - http://www.mdr.de/entdecke/gauforum_...-52ed9294.html
      - https://www.youtube.com/watch?v=8cFRWXsmIY0 .

      Diese Hinweise haben zwar keinen direkten Danzig-Bezug. Sie sollen aber zeigen, was auch Danzig unter anderen Umständen "geblüht" hätte.

      Schöne Sonntagsgrüße
      Ulrich

      Kommentar

      • Marc Malbork
        Forum-Teilnehmer
        • 23.02.2008
        • 1050

        #18
        AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

        In der Tat, Ulrich, das "Gauforum" sollte wohl in der Verlängerung des Langgassenstraßenzuges entstehen:

        Strefa Reprezentacyjna obejmuje obszar pokrywający się w dużej mierze z zachodnim frontem historycznego śródmieścia Gdańska. Wykształcona na przełomie XIX i XX wieku jako wielkomiejskie centrum miasta jest jedną z historycznie najbardziej kluczowych

        Kommentar

        • Marc Malbork
          Forum-Teilnehmer
          • 23.02.2008
          • 1050

          #19
          AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

          Also "Gauforum" genordet so, falls ich mangels Polnischkenntnissen jetzt nicht völlig daneben liege:

          Kommentar

          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8564

            #20
            AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

            Hallo Marc,

            der von Dir in #18 eingestellte Link ist vom Inhalt her sicher äußerst interessant (Phasen der Danziger Stadtentwicklung), jedoch in Polnisch abgefasst, so dass er sich mir leider nicht erschließt. - Auch in diesem Fall würde ich es deshalb dankbar begrüßen, wenn wir hier freundlicherweise deutsche Übersetzungshilfe zum wesentichen betr. Inhalt bekämen, also zum Kapitel "NAZIZM – PLANY TOTALITARNE (1933 –1945)" auf Seite 538 ff.

            Beste Grüße
            Ulrich

            Kommentar

            • Gerhard Jeske
              Forum-Teilnehmer
              • 24.08.2014
              • 737

              #21
              AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

              Gerhard Jeske - zu #15
              Nicht zu vergessen das Rathaus in Oslo und der dortige Skulpturen Park von Wegeland und das Bismarck Denkmal in Hamburg, hier sind einige Gebäude zu sehen, dass mancher glauben könnte der Reichsplaner hätte davon eine Menge abgeschaut. In einem polnischen Reiseführer wurde das NSDAP Gebäude am Karrenwall als polnische Architektur aufgeführt. Wer weiß heute noch, dass ein deutscher Architekt in Moskau den Architektur Preis gewonnen hatte. Nach 1945 ließ Stalin die Pläne hervorholen und wenn ich es richtig erinnere ist der Stadtteil vor der Universität danach aufgebaut worden.

              Kommentar

              • Marc Malbork
                Forum-Teilnehmer
                • 23.02.2008
                • 1050

                #22
                AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                Mir fällt da gerade noch ein stehengebliebenes, die Altstadt Danzigs verschönerndes großes Bauwerk deutscher Baukunst aus "jenen Jahren" ein:

                Kommentar

                • Poguttke
                  • 20.05.2008
                  • 523

                  #23
                  AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                  #1 - Ja es ist erschreckend was die mit Danzig vorhatten.

                  Kommentar

                  • Gerhard Jeske
                    Forum-Teilnehmer
                    • 24.08.2014
                    • 737

                    #24
                    AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                    Gerhard Jeske.
                    und heute?
                    Gerhard Jeske

                    Lech Kadłubowskis Funktion, Konstruktion,
                    das forderte dieser polnische Stadtplaner und Architekt. Ist das in Gdansk verwirklicht worden?
                    Die Funktion eines Gebäudes darf nicht nur von der Ansicht-Ästhetik, oder des Wohnens beurteilt werden, sonder ebenso wichtig ist, wie die Gebäude sich in die Umwelt einfügen, dazu gehört, ob ein Einklang mit der Natur hergestellt wird.
                    Ich meine, dass der LETZTE PUNKT NICHT GENÜGENG BEACHTET WURDE:
                    So wurden in Hamburg von den Architekten der Gebrüder Frank die so genanten „ Laubenhäuser“ gebaut. ( 1926 – 1927) Das sind Wohngebäude die den jeweiligen Eingang außen haben, also einen Laubengang ( auch“ Galerie“) der sich vor jeder Etage längst des Hauses hinzieht. Diese Architektur ist in Gdansk, an der Küste angewendet worden.
                    1.) Was machen die Bewohner, wenn es geschneit hatte? Schaufeln „ Sie“ den Schnee herunter, oder die Eisbrocken? Das ist nicht möglich, denn neben dem Haus parken Autos, gehen Fußgänger, die beschädigt werden können. So antwortete ein Bewohner darauf „ Wir hatten versucht den Schnee in der Badewanne aufzutauen.“.
                    2.) Ein anderes Problem ist die Einteilung der Wohnfläche. Fast jeder Bewohner würde sich freuen, wenn er aus dem Fenster des Wohnzimmers die See erblicken könnte Genau umgekehrt ist es. Zur See Seite sind in den langen Hochhäusern der Flur, die Toilette und die Küche eingerichtet worden. Zur Landseite schaut der Bewohner auf den Ring der anderen Platenbauten, in deren Miete sich eine begrünte Fläche oder sogar ein kleiner Park befindet.
                    3.) Das Haus ist eine lange Mauer, längst der See ist es ein Windbrecher. Die frische Seeluft oder der Wind trifft auf diese Mauer und wird gebremst und abgeleitet, mit der Folge, dass im Sommer hinter dem Haus die Wärme sich staut. Die Durchlüftung der Landschaft bis zur Hauptstraße Wrezeszc-Langfuhr bis Oliwa ist dadurch behindert worden.
                    4.) Ich meine, dass an der Costa Brava so ein Baustil angebracht ist, aber nicht im Norden des Kontinentes an der Ostsee
                    5.) Fotos vorhanden g.jeske copyr.

                    Kommentar

                    • Beate
                      Administratorin
                      • 11.02.2008
                      • 4836

                      #25
                      AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                      Guten Morgen allen,

                      gestern hat Frau Zaleska-Kaczko wohl antworten wollen, dieser Beitrag ist jedoch nicht im Forum erschienen. Ich setze ihn also jetzt als Kopie ein.
                      (habe die mailadresse zum Schutz vor Spam leicht verändert)

                      Schöne Grüße Beate

                      Sehr geehrte Damen und Herren,
                      Ich bedanken mich für Ihr Interesse. Die Dissertation ist noch in Vorbereitung (Plantermin: 2017/2018). Bei irgendwelchen Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung: jagoda_zaleska at o2.pl
                      Herzliche Grüße an alle Mitglieder des Forums,
                      Jagoda Załęska-Kaczko
                      ..wirklich? Taktgefühl ist nicht nur ein Begriff in der Musikwelt?

                      Kommentar

                      • Gerhard Jeske
                        Forum-Teilnehmer
                        • 24.08.2014
                        • 737

                        #26
                        AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                        stampCollector #7
                        Gerhard jeske meint. Zur Zeit Karl des Großen gab es kein Polen, deshalb kann das heutige Polen keine Ansprüche anmelden, nicht mal auf Hinterpommern. Kurz gesagt:"Die pommerschen Herzöge begaben sich als Lehnsherren unter den Schutz des Reiches. So wuchsen die Länder und Menschen, besonders durch die Reformation gefördert, in die deutsche Kultur und ins deutsche Recht hinein. Dazu gehörte dann auch die allgemeine Schule. Das Gebiet westlich der Oder bei Stettin ist nicht durch durch das Potzdammer abkommen an Polen übergeben worden, sondern durch einen politischen Handel mit Stalin Der Preis war, dass Polen Mitglied des Warschauer Paktes werden sollte, was dann geschah.

                        Kommentar

                        • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                          Forum-Teilnehmer
                          • 13.02.2008
                          • 3493

                          #27
                          AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                          Lieber Gerhard ! Nachdem ich Stampcollector's und Deine Berichte gelesen habe, bin ich geschichtlich wieder ein Stueckchen weiter gekommen und nabe Neues gelernt. Aber wie so oft, wenn man Laender und Staaten baut, vergisst man immer wieder dass diese Konstruktionen aus Menschen bestehen. Diese Menschen haben alle ihre Wurzeln in ihren Familien und Familien sind die Baubloecke der Staaten. Und da wird die Feli emotionel. Man sieht es immer wieder dass in Familien, in denen die neuen Menschlein mit Liebe hochgezogen werden und die durch diese Erziehung ihre Umwelt erschliessen, der Staat es leichter hat, mit seinen 'Baubloecken'. Umsonst streben die maechtigen Reiche mit neuen Erziehungsmethoden nach Ruhm und Unsterblichkeit. Und wenn sie nicht das erreichen wovon sie traeumen wird halt Macht und Politisches Handeln ausgenutzt. Ob es nun Karl der Grosse war, Hitler, Stalin oder die Merkel, keinem ist es gelungen, dass Menschen friedvoll und mit Ruecksicht aufeinander, MITEINANDER auf diesem PLaneten leben koennen. So, glaube ich, braucht man nicht Geschichte oder Geography um sich auf die Rechte des Staates zu berufen, man sollte den Menschen beruecksichtigen und seine Rechte. Liebe Gruesse von der Feli

                          Kommentar

                          • Iris Freundorfer
                            Forum-Teilnehmer
                            • 22.09.2016
                            • 553

                            #28
                            AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                            Liebe Feli und alle anderen,
                            ich glaube, du meintest "Bausteine" - das aber nur am Rande. Ansonsten möchte ich mich Felis Ansichten in Gänze anschließen. Wir sollten nicht über Grenzen und "Ansprüche" von Staaten reden, sondern darüber, wie ein friedliches Miteinander der Menschen gestaltet werden kann. In Europa haben wir da schon einiges erreicht, das sollten wir nicht durch "alte" und "neue" Nationalismen auf´s Spiel setzen, sondern weiterentwickeln.
                            Viele Grüße
                            Iris

                            Kommentar

                            • Gerhard Jeske
                              Forum-Teilnehmer
                              • 24.08.2014
                              • 737

                              #29
                              AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                              Felicity. Verehrte Frau Felicity , ich stimme zu.Aber vereinfacht ausgedrückt( ich meine es war Marc) hieß es:" die Ursünde des Menschen ist das "Mehrhaben wollen." Gerhard jeske

                              Kommentar

                              • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                                Forum-Teilnehmer
                                • 13.02.2008
                                • 3493

                                #30
                                AW: Architektur/Stadtplanung in Danzig 1933-1945

                                Ja Gerhard ! Wie Recht Ihr habt !!! Das ist eine der sieben Totsuenden. Tausende von Menschen sind durch sie in's Elend gestossen worden. Aber um sich nicht in philosophische Gedanken zu verennen, wie kann den Menschen geholfen werden, die an dem "Mehrhaben wollen Syndrome" leiden ? Brauchen wir in unserer Zeit einen Solomon ? Haben wir ihn schon ? Oder ist es wirklich hoffningslos ? Liebe Gruesse von der Feli

                                Kommentar

                                L