Währung in und um Danzig unter dem Deutschen Orden

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  • matthias w
    Forum-Teilnehmer
    • 01.06.2020
    • 55

    #1

    Währung in und um Danzig unter dem Deutschen Orden

    Wer sich mit dem Buch des langjährigen (28 Jahre) Amtsschreibers von Danzig, Michael Hancke der Ältere, beschäftigt ("Beschreibung der Dörfer und Vorschriften des Danziger Werder" - handschriftlich verfasst 1592-1619), wird bei den einzelnen Ortschaften mit seinen Eintragungen über zu zahlende Zinsen der Ortschaften mit dem Problem der Lesbarkeit (da Handschrift), der Abkürzungen und der unterschiedlichsten Münzen und -Bezeichnungen konfrontiert.
    Im Buch "Danziger Handels- und Gewerbegeschichte - unter der Herrschaft des Deutschen Ordens (d.h. zw. 1308 und 1454)" von Dr.Thomas Hirsch, Leipzig, 1858 - habe ich eine bemerkenswerte klare Übersicht und Zusammenstellung gefunden:
    Landesmünze war die preussische Mark.
    1 Mark = 4 Vierdung = 24 Scot = 45 Halbschoter = 60 Schillinge = 180 Vierchen = 720 Pfennig
    1 Vierdung = 6 Scot = 11 1/4 Halbschoter = 15 Schillinge = 45 Vierchen = 180 Pfennig
    1 Scot = 1 7/8 Halbschoter = 2 1/3 Schilling = 7 1/2 Vierchen = 30 Pfennig
    1 Halbschoter = 1 1/4 Schilling = 4 Vierchen = 16 Pfennig
    1 Schilling = 3 Vierchen = 12 Pfennig
    1 Vierchen = 4 Pfennig.
    Eine wahnwitzige Umrechnerei muss das damals gewesen sein, zumal Danzig als Handelsstadt auch mit den vielen anderen Währungseinheiten in Europa zu tun hatte!
    Da lobe ich mir das Dezimal-Währungs-System, das wir seit dem 4.12.1871 in Deutschland besitzen ("Währungsintegrationsgesetz"). - Vielleicht nützen diese Informationen ja irgend jemandem bei seiner Arbeit!
    Einen schönen Sommerabend allen zusammen und herzliche Grüsse aus Tübingen Matthias W. Marks
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