Storchenhaus

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  • Geigersohn
    Forum-Teilnehmer
    • 04.12.2009
    • 688

    #16
    AW: Storchenhaus

    Ganz toll Jürgen , besten Dank für diesen Hinweis.
    Hätest mal sehen sollen , wie meine Augen die gestalteten Objekte meines Onkels versuchten zu finden.
    Zusätzlich stelle ich fest, wie mit der Zeit die Bezeichnung " Storchennest " ein Format , eine Abmessung , einen Charakter bekommt.
    Schöne Grüße
    Geigersohn

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    • Geigersohn
      Forum-Teilnehmer
      • 04.12.2009
      • 688

      #17
      AW: Storchenhaus

      Hallo liebe Danzig- und im Speziellen Langfuhrfreunde,
      habe vorige Woche das Storchenhaus besucht und in Danzig einen Stadtplan mit historischen Teilplänen aus 1940
      erworben. Daraus ergibt sich für mich folgende Frage: Im histor. Plan von 1940 steht auf dem Gelände einzig und allein
      ein einziges Gebäude mit dem Giebel zur ehemaligen Ostseestrasse. Also parallel zum Schellmühl- und Curicke Weg.
      Es ist für mich unwahrscheinlich, dass alle anderen umfangreichen Gebäude einschließlich Bunker erst nach 1940
      entstanden sein sollen .
      Wer hat Hinweise für mich, wann die Gebäude ergänzt und der Bestimmung übergeben wurden?
      Die von mir gesuchte architekturbezogene Kunst habe ich an der Längsseite des o.g. ersten Gebäude gefunden.
      Schöne Grüße von Geigersohn

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      • Nanni40
        Forum-Teilnehmer
        • 09.11.2009
        • 67

        #18
        AW: Storchenhaus

        An alle Ahnenforscher.
        Halle Ihr Lieben,
        hat Jemand Unterlagen von Geburtseintragungen 1940 ? Für mich ist der Name EHLERT wichtig.
        Über eine positive Antwort würde ich mich freuen.
        LG Marianne

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        • Geigersohn
          Forum-Teilnehmer
          • 04.12.2009
          • 688

          #19
          AW: Storchenhaus

          Hallo liebe Storchenhausfreunde,
          ich berichtete, dass ich die von meinem Onkel geschaffene architekturbezogene Kunst an der Längsseite des ersten Gebäudes auf dem Komplex der Frauenklinik Langfuhr gefunden habe. Ich möchte Euch dazu mein gemachtes Foto zeigen.
          Schöne Grüße von
          Geigersohn
          Angeh

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          • Hagelsberger
            Forum-Teilnehmer
            • 15.05.2008
            • 38

            #20
            AW: Storchenhaus

            Sie meinen das Schwesternhaus (erbaut 1929-1930), das zur Frauenklinik gehörte. Das monumentalbild wurde vom Danziger Malers Paetsch geschaffen und darstellt (bis heute) eine Mutter, der die Pflegeschwester das neugeborene Kind reicht.

            Also obenerwähnten Maler ist Ihre Onkel? Könnten Sie also darüber noch mehr erzählen? Das finde ich ganz interessant! (ich und mein Kolleg leiten wir die Internetseite über die Geschichte vom "Langfuhr-Nord" - www.dolnywrzeszcz.pl).

            Ich hab' z.B. kleine Bilder vom diesem Gebäude (aus der Tageszeitungen), leider, weiß ich nicht, wie ich Grafiken hier einifügen sollte...

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            • Geigersohn
              Forum-Teilnehmer
              • 04.12.2009
              • 688

              #21
              AW: Storchenhaus

              Hallo Hagelberger,
              ja von mehreren Seiten ist mir überliefert, dass mein Onkel väterlicherseits diese Bild und zusätzlich eine Plastik
              als Holz- und Steinbildhauer geschaffen hat. Mein Onkel hieß Werner Weiß.
              Du nennst einen Maler Paetsch. Wo hast Du den Hinweis auf diesen Namen gefunden?
              Wenn Du Bilder hochladen möchtest muß Du Dich bitte an Wolfgang wenden, eine Erklärung abgeben
              und dafür freigeschalten werden,
              Andernfalls kannst Du mir die Bilder auch privat mailen.
              Viel Erfolg wünscht Dir Geigersohn

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              • Hagelsberger
                Forum-Teilnehmer
                • 15.05.2008
                • 38

                #22
                AW: Storchenhaus

                Die Malers Name "Paetsch" wurde im Zeitungsartikel gegeben. Das Foto vom diesen Artikel werde ich Dir bald per E-Mail senden.

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                • Geigersohn
                  Forum-Teilnehmer
                  • 04.12.2009
                  • 688

                  #23
                  AW: Storchenhaus

                  Hallo Hagelsberger,
                  bin sehr gespannt auf den von Dir angedeuteten Zeitungshinweis. Kannst Du mir nicht auch behilflich sein bei der Beantwortung der Folgebauten der Kinderklinik und in welchen Jahren die weiteren Gebäude in Nutzung gegangen sind?
                  Wäre sehr toll.
                  Auf Deiner / Eurer Internetseite fand ich auch den alten Parzellierungsplan der Laubenkollonie Ostseeperle.
                  Meine Eltern wohnten dort im Teil 2 Nr. 23. Hast Du für mich einen Hinweis wie ich feststellen kann, ob gerade diese damalige Anschrift noch existent ist?
                  Schöne Grüße von Geigersohn

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                  • Hagelsberger
                    Forum-Teilnehmer
                    • 15.05.2008
                    • 38

                    #24
                    AW: Storchenhaus

                    Liebe Forumteilnehmerinnen und Forumteilnehmer,

                    ich stelle euch der deutschsprachigen Version des Textes über ehem. "Storchenhaus" zur Verfügung.

                    In der Zukunft dieses Text, wie auch alle andere, die jetzt nur auf polnisch an der Internetseite www.dolnywrzeszcz.pl präsentiert sind, wurden übersetzt. Bis dahin aber versuche ich mindestens einige Texte früher zugänglich zu machen.

                    Ich warte auch auf ihre Hinweise, Erinnerungen oder Fragen, die ehem. "Storchenhaus" betreffen.

                    Jan Daniluk vel Hagelsberger (daniluk.jan@gmail.com)
                    ______________________

                    Staatliche Frauenklinik (Storchenhaus)
                    Samodzielny Publiczny Szpital Kliniczny nr 2 Akademii Medycznej
                    (Selbstständiges Öffentliches Klinikum Nr. 2 der Danziger Medizinischen Universität)
                    Am Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als Antwort auf die steigenden Bedürfnisse einer sich schnell entwickelnden Stadt, entstand die Idee, eine Einheit gesondert zur Gesundheitspflege für Frauen, die auch die Rolle eines Instituts (einer Lehranstalt) für Hebammen erfüllen wurde, zu gründen. Bis dieser Zeit bestand eine solche Einrichtung am Langgarten (heute ul. Długie Ogrody), und ab dem Jahre 1878 an der Sandgrube(heute
                    ul. Rogaczewskiego), aber auch dieses neuere Gebäude wurde schnell nicht ausreichend. Deswegen - da es keine Möglichkeit des Ausbaus bestand - hat man sich für eine neue Investition entschieden. Das Geld für das Unternehmen - damals 1 250 000 Mark - wurde schon 1909 zweckgebunden gekennzeichnet, mit der Arbeit selbst wurde im darauf folgenden Jahr begonnen. Gegen Ende 1912 wurde das Gebäude der neuen Frauenklinik (und des daneben funktionierenden Lehrinstituts für Geburtshilfe) eröffnet. Bei Angelegenheit der Errichtung des neuen Komplexes wurde auch die Straße gepflastert, bei welcher die Investition entwickelt wurde - Schellmühler Weg (heute ul. Kliniczna).

                    Die feierliche Eröffnung fand am 17. Oktober 1912 statt. Die entstandene Einrichtung war für ihre Zeit sehr modern und funktionell. Das zweistöckige Hauptgebäude, mit einem großen Volumen (78 500 Kubikmeter - für 250-300 Patienten gleichzeitig ausreichend), mit einer Fassade im Stil der Sezession, von der Seite der Ostseestrasse(heute al. gen. J. Hallera) durch einen gleichsam modern ausgestatteten Wohnbau, in welchem der Direktor (der erste war ein gewisser Dr. Köstlin, später war es Prof. Dr. Hans Fuchs) wohnte, flankiert. Von der Seite des Posadowskyweges (heute ul. Kochanowskiego) stand das Gebäude, in welchem eine zum Teil automatisierte (!) Waschanlage, mit Sortieranlage, Mangelanlagen und Lagerräumen, eingerichtet wurde. Dazu hatte man dort einen besonderen Raum zur Desinfektion, im Erdgeschoss gab es wiederum ein Leichenhaus und einen Sektionssaal. Neben den genannten Gebäuden gehörten zu dem Krankenhaus auch ein Haus für Schwester und Hebammen, sonstige Hilfsgebäuden (u. a. eine modern ausgestattete Küche) und drei Baracken.
                    Ebenso repräsentativ sah das neue Krankenhaus im Innen aus. Der ganze Komplex wurde u. a. mit Gas- und elektrisches Licht ausgestattet, es gab eine elektrische Steckdose in jedem Raum, und die Korridore der Klinik wurden mit einem besonderen, dicken Bodenbelag zur Dämpfung des Geräusches der Schritte verlegt. Das Ganze sah angeblich ziemlich niedlich und reich aus, wovon wir uns - teilweise - noch heute überzeugen können, indem wir mindestens das Erdgeschoss des Hauptgebäudes besuchen.
                    In Oktober 1920 wurde der offizielle Name der Einrichtung von Hebamme-Lehranstalt(der offizielle volle Name war ab Anfang: Provinzial-Hebammen-Lehranstalt) in Staatliche Frauenklinik geändert. Obwohl diese Änderung sicherlich nur oberflächlich war (weil das Institut vom Anfang an nicht nur eine Lehranstalt für Hebammen war, aber auch direkt Gesundheitspflege für Frauen leistete), blieb der Spitzname Storchenhausan dem Krankenhaus stecken - das Dach des Klinikums wurde mit einer Skulptur dieses Vogels verziert, als eine offensichtliche Konnotation mit der Aktivität eines Geburtskrankenhauses.
                    Gegen Ende der Dekade (1929-1930) wurde von der Seite der Ostseestraße ein zusätzliches, in der Form modernes, Gebäude errichtet, das Schwesternhaus für die Krankenschwester. Als Verzierung des Baus fungierte ein Gemälde des Danziger Malers Paetsch.
                    Schon während des zweiten Weltkriegs (spätestens im Jahre 1943), aus Ursache des Risikos der Bombenangriffe der Alliierten, errichtete man hinter dem Krankenhaus einen starken, dreistöckigen Schutzbunker, das bei Not das ganze Personal des Klinikums mit den Patienten fassen könnte. Diese starke, fensterlose Konstruktion, mit 150-200 cm dicken Wänden, wurde mit allen notwendigen Geräten ausgestattet, die es den evakuierten Patienten ermöglichen würden, bei Bombenangriff die Heilprozesse weiterzuführen. Dieser Bau überstand den Krieg und wirkt bis heute als ein schreckliches Denkmal.


                    Im Effekt der Kriegsauseinandersetzungen des Jahres 1945 wurde der Bau des Klinikums stark beschädigt - es verbrannte z. B. gänzlich das Dach. Die Wiederaufbaumaßnahmen aus den Jahren 1945-47 verursachten, dass das Dach vollständig seinen Zauber und seine unverkennbare Gestalt verlor. Ein Zeugnis der einmaligen Gestalt des Gebäudes (wo z. B. Günter Grass geboren wurde), das nach dem Krieg eine ähnliche Funktion ausübte (und tut es bis heute - es ist heute das Selbstständige Öffentliche Klinikum Nr. 2 der Danziger Medizinischen Universität (Samodzielny Publiczny Szpital Kliniczny nr 2 Akademii Medycznej), mag neben Bildern und Postkarten auch ein interessantes Model des Krankenhauses sein, das von Mikołaj Wierzbicki zufällig im verlassenen Dachboden des Instituts für Mikrobiologie und Pharmakologie gefunden wurde

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                    • Geigersohn
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.12.2009
                      • 688

                      #25
                      AW: Storchenhaus

                      Hallo Hagelsberger,
                      ich bitte Dich um die Übergabe Deines Zeitungsartikel, der einen Maler namens
                      "Paetsch" benennt als Hersteller des von mir im Beitrag vom 30.06.2010 abgebildeten Bildes. Ich möchte bitte dieser Sache nachgehen, denn mein Vater sprach immer davon, dass es das Werk seines Bruders Werner Weiß war, der später nach Konstanz ging und dort arbeitete.
                      Schöne Grüße von Geigersohn

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                      • Geigersohn
                        Forum-Teilnehmer
                        • 04.12.2009
                        • 688

                        #26
                        AW: Storchenhaus

                        Hallo Hagelsberger,
                        haben Dich meine an Deine private Mail gesendeten Dokumente über meine
                        Onkel Werner Weiß erreicht.
                        Ich würde mich über eine Bestätigung freuen ( auch als priv. Nachricht ) .
                        Schöne Grüße von Geigersohn

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