Jäschkental

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  • MichaelL
    Forum-Teilnehmer
    • 24.08.2008
    • 2

    #1

    Jäschkental

    Hallo, Ihr Lieben,

    meine Familie kommt väterlicherseits aus Lodz.
    Aus meiner Kindheit kenne ich das Lied:

    Montag geht zum ersten Mal Jule mit dem Mops nach Jäschkental.
    Jäschkental ist wunderschön, eine Freude anzusehn.
    Wir ziehn nach Jäschkental, da blüht der Flieder
    und wo der Flieder blüht sehn wir uns wieder.

    Ich vermute, daß es sich um das Jäschkental bei Danzig handelt.
    Kennt jemand dieses Lied, eventuel mit Textvarianten.
    Es ist ein bewegtes Lied mit sieben Strophen.

    Nächste Frage, ob jemand historische Bilder von Jäschkental hat.

    Herzliche Grüße
  • Pomuchel
    Forum-Teilnehmer
    • 12.02.2008
    • 241

    #2
    Kuck mal hier: http://www.rzygacz.webd.pl/index.php?id=34,266,0,0,1,0
    Hochachtungsvoll
    virt. Prof. Grün
    www.rzygacz.webd.pl/pomuchel/archiv.html -
    Danziger Dienstleistungen jeglicher Art
    Nachforschungen in Archiven (Danzig und Umgebung)
    Historische und heutige Bilder von Danzig
    Kontakt über PN

    Kommentar

    • Anonymus

      #3
      Jaeschkental!

      Hallo, der nachfolgende Link fuehrt uns u.a. auch zu einigen historischen Bilder von Jäschkental! (Bilder zum Vergroessern bitte anklicken)



      Johannesfest in Jaeschkental

      Es braust ein Ruf wie Donnerhall:
      Johannesfest in Jaeschkental!
      Die Kinder kommen ausse Schul,
      Der Karl, der Gustav und die Jul.
      Die Mutter stellt schon auffen Tisch
      mit Mostrichsoß den Pomuchelfisch.
      Nachdem ist verzehrt die letzte Kartoffel,
      fliegen inne Eck' die Holzpantoffel.
      Rein geht es inne gute Kodderei,
      denn heut gibts keine Schlodderei.

      Um 2 Uhr gehts dann auch schon los,
      mit Kind und Kegel, klein und groß,
      Vom Olivschen Tor durche Halbe Allee,
      vorbei am Krematorium und Zingler Höh'.
      Da hoert man nun im Jaeschkentalerwald
      vonne Johanneswies den Krakeehl auch bald,
      Trompeten Leierkasten und noch mehr
      dringen schon in dein Gehoer.

      Die Westwies bekickst dir jetzt vom Waldessaum
      und schielst nach oben zum Johannesbaum.
      Schiebst ins Genick dir sacht die Mitz
      und blinzelst oben nache Spitz,
      wo bunte Bänder, schöne Sachen
      ganz freundlich dir entgegen lachen
      und alle Jungs Kusängs und Vettern
      einladen tut hinauf zu klettern.

      Der Kletterstamm mit gruene Seif beschmiert,
      hat doch so manchen Jung verführt,
      auf diesen Stamm hinauf zu steigen
      und seine Kletterkunst zu zeigen.
      So mancher, achherjemine,
      der rutscht herab aus halber Höh'
      Hat einer doch de Spitz errungen,
      dann hat der Jubel laut geklungen.
      Ganz oben dann auf hoechster Spitz
      hoert er den Tusch von Stieberitz.
      Wer nun als erster raufgekommen,
      der hat die gold'ne Uhr bekommen.
      Dann hing da noch ein Kupferkessel
      und ein Arbeitsanzug aus blauem Nessel.
      Das Klettern, ja, das lohnt sich schon,
      und jeder Sieger fand oben den Lohn.

      Vom Klettern wollen wir weg uns wenden
      und sehen, was an andern Staenden
      noch so im übrigen ist los.
      Jen Feuerwehrmann, der ist ganz groß,
      wie der im richtigen Moment
      am Tampen zieht mit beide Händ'
      Der Tampen, der läuft übern Galgen,
      darunter sich die Kinder balgen,
      um schleunigst inne Wurst zu beissen,
      bevor der Feuerwehrmann sie tut nach oben reißen.

      Sackhopsen ist fuer kleinre Kinder,
      die kriegen dafür auch nicht minder
      noch schoene Preise und Süßigkeiten,
      die ihnen sicher Freud' bereiten.
      Kapelle Stieberitz die trägt derweil
      zur Unterhaltung mit ihrn Teil.
      Gar fröhlich tanzt man auch im Wald.

      Die Schatten werden lang und länger,
      bald herrscht ein fürchterlich Gedraegne.
      Sobald die Nacht hereingebrochen,
      hat man das Pulver schon gerochen.
      Zum Feuerwerk ist alles klar.
      Für'n Wald gibt's keine Brandgefahr.
      Die Feuerwerker tun uns zeigen,
      wie Raketen in den Himmel steigen.

      Auch das Johannesfest ist einmal aus,
      und jeder geht beglückt nach Haus.
      Es herrscht wohl eine richt'ge Enge,
      doch Gottseidank gibts kein Gedränge.
      Inne Langfuhrer Hauptstraß im Machandeltreppchen
      genehmjen wir und noch ein paar Teppchen.
      Durche Große Allee gehts mit Gesang nach Haus
      und damit ist die Johannesfeier denn auch aus.

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