Friedhof Heubude

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  • Rudolf
    Forum-Teilnehmer
    • 22.06.2008
    • 335

    #31
    AW: Friedhof Heubude

    Ich glaube , hier liegt ein Mißverständnis vor . Wie ich aus www.stogi.info.pl und dem Beitrag von Regina entnommen habe , soll der ehemalige deutsche Friedhof in Heubude natürlich nicht in irgendeiner Form wieder als solcher hergestellt , sondern das Gelände soll als Grünanlage gestaltet werden . Das ist nach meiner Auffassung Angelegenheit der Kommune und hat nichts mit dem Gedenkstein selbst zu tun .
    Die Errichtung des Gedenksteins soll daran erinnern , daß auf diesem Friedhof viele frühere Bewohner Heubudes dort ihre letzte Ruhe fanden .
    Den Initiatoren und natürlich den Schülern , die auch die künftige Pflege des Gedenksteins übernommen haben , gilt mein tief empfundener Dank und so ist auch mein letzter Beitrag zu verstehen .
    Allen Forumteilnehmern wünsche ich ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und alles Gute , vor allem gute Gesundheit , für das Jahr 2010 - Rudi

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    • Regina, +19.11.2023
      Forum-Teilnehmer
      • 15.02.2008
      • 235

      #32
      AW: Friedhof Heubude

      Ich habe heute mir der Leherin und Direktorin der Schule gesprochen und habe erfahren, dass das Thema Friedhof aus zwei Teilen besteht.Eines ist das was die Schueler selbst machen koennen, dh. Pflege, Blumen und Kerzen.Dafuer hat die Schule kein Geld, nur die Schueler ihre Spardosen
      Fuer diesen bestimmten Zweck kann man bei der Schule Geld spenden zB wenn Jemand die Schule besucht. Den Weg und Zaun kann nur das Betrieb fuer Gruenanlagen realisieren, denn sie sind zustaendig fuer das Gelaende, ausserdem braucht mann dazu ein Projekt und Fachkraefte. Ein Herr aus dem Seniorenklub in Heubude interessiert sich dafur und ist mit diesem
      Betrieb in Verbindung.Da arbeitet auch ein Herr, dem die alten Friedhoefe viel zu verdanken haben..
      Schoene Gruesse
      Regina

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      • joachimalfred
        Forum-Teilnehmer
        • 11.02.2008
        • 222

        #33
        AW: Friedhof Heubude

        Liebe Heubuder im Dzg.-Forum,

        seit Ende des letzten Jahres 2009 beschäftigen sich einige ehemaligen Heubuder im Dzg.-Forum mit dem ehemaligen Heubuder Friedhof,
        und den zum Jahresende 2009 von der Stadt Danzig dort aufgestellte Gedenkstein.
        Inzwischen hat Regina mit der Direktorin und der Lehrerin des Gymnasiums Nr. 10 in Heubude Gespräche geführt, und darüber auch im Dzg.-Forum berichtet hat.
        Zwischenzeitlich ist es etwas stiller um den Gedenkstein geworden, ganz vergessen ist er aber noch nicht.
        Beim 2. Welttreffen der Danziger, den 22.05.2010 waren Regina und ich nach Heubude gefahren und haben uns den Gedenkstein angesehen.
        Es ist ein sehr schöner, dunkler Marmorstein mit polnischer und deutscher Inschrift.
        Der Gedenkstein steht gut platziert an der ehemaligen Friedhofsecke und ist von der Straße aus gut zu sehen.
        Um den Stein herum ist das Unkraut und sonstiger Unrat entfernt worden.
        Ein geplantes Treffen mit der Lehrerin und den Schülern des Heubuder Schule Nr. 10 kam wegen der Pfingstfeiertage leider nicht so kurzfristig zu standen, schade.

        Nachdem ich mir nun vor Ort ein besseres Bild über den Gedenkstein und sein Umfeld gemacht habe, könnte ich mir gut vorstellen, Initiativen die den Gedenkstein bettreffen durch finanzielle Spenden zu unterstützen.
        Für Regina, die hier oft Blumen hingetragen und Unrat entfernt hat, ist diese Arbeit jetzt schon körperlich nicht zu schaffen.
        Diese Arbeiten, und neue Initiativen könnten nur von der Schule, mit der Lehrerin und den Schülern ausgehen.
        Hierzu könnten gehören:
        Pflege des Umfeldes am Gedenkstein u. Blumenschmuck.

        Weiter könnte ich mir in späterer Zeit eine Umzäunung des Gedenksteines gut vorstellen.
        Viele Heubuder haben sich im Dzg.-Forum schon sehr positiv über den Gedenkstein geäußert, und waren auch bereit, einen finanziellen Beitrag zu leisten.

        In einem meiner letzten Beiträge zum Friedhofprojekt am 28.12.09 schrieb ich u.a.:

        …. habe ich schon mit Regina gesprochen in welcher Form, natürlich und selbstverständlich nur mit Geld, oder eventuell auch mit Arbeitsleistungen am Objekt vor Ort, wir alte ehemalige Heubuder uns an dieser Aktion beteiligen können, ja eigentlich müssen…...
        …….Ich glaube mehr können wir im Moment noch nicht tun, nur auf die lange Bank sollten wir das Projekt auch nicht schieben……..

        Wenn vom Forum eine Zustimmung erfolgt, bin ich gerne bereit ein Anderkonto "Danzig-Heubude Aktion Friedhof" hier in Lübeck bei der Sparkasse durch einen Anwalt eröffnen zu lassen.

        Diesen Voraschlag möchte ich Euch liebe, Heubuder im Dzg.-Forum heute noch einmal gerne unterbreiten.
        Auf Eure Meinung bin ich sehr gespannt und erhoffe von Euch auch eine positive Stellungnahme.
        Es ist nach meinem Kenntnistand bisher der einzige Ort in Heubude wo an die ehemaligen deutschen Bewohner erinnert wird. Das sollten wir dankbar unterstützen und pflegen.

        Herzliche Grüße an alle ehemaligen Heubuder, ganz besonders von Regina.
        Herzliche Grüße

        vom Heubuder joachimalfred aus Lübeck an der Ostsee

        Kommentar

        • Rudolf
          Forum-Teilnehmer
          • 22.06.2008
          • 335

          #34
          AW: Friedhof Heubude

          Lieber Werner ,
          Deinem Vorschlag , durch Einschaltung eines Anwaltes bei einer Sparkasse/Bank ein Notaranderkonto einzurichten , kann ich nicht zustimmen . Abgesehen davon , daß allein durch die hierbei entstehenden Kosten einschließlich der Transfergebühren Spendengelder abfließen würden , ist auch zu berücksichtigen , daß es im Forum ( aber auch außerhalb des Forums ) nicht mehr viele ehemalige Heubuder gibt , die zu einer Spende bereit bzw. auch in der Lage sind und damit die Gesamtspendenhöhe sicher nicht hoch sein wird .
          Als ich vor einiger Zeit auf der Internetseite www.stogi.info.pl von der Initiative der Schüler des Gymnasiums Nr. 11 in der Stryjewskiego las , war ich sehr erfreut darüber . Leider konnte ich in diesem Jahre aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Danzig und damit auch nach Heubude fahren . Dies hole ich aber mit Bestimmtheit nach . Zuvor werde ich mich dann schriftlich an die Leitung des Gymnasiums wenden und darum bitten , der Leitung einen kurzen Besuch abzustatten und nach Möglichkeit auch mit einigen Schülern zusammenzutreffen , um ihnen persönlich zu danken . Selbstverständlich werde ich dabei auch einen mir möglichen Kostenbeitrag für die Pflege des Gedenksteins übergeben . Bis dahin werde ich versuchen , meine bescheidenen polnischen Sprachkenntnisse auch noch aufzubessern .
          Dir und allen anderen wünsche ich ein schönes Wochenende - Rudi

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          • magdzia
            Forum-Teilnehmer
            • 06.12.2009
            • 464

            #35
            AW: Friedhof Heubude

            Vor einigen Jahren wurde in Polen das Projekt "Ucznowie adoptują zabytki" ("Schüler adoptieren Denkmäler" in ganz Polen ins Leben gerufen. Schulen wurden aufgerufen in ihrer Nähe nach den Spuren der Vergangenheit zu suchen und diese zu pflegen. Es gibt inzwischen -zig Initiativen.

            Auf dieser Seite ist mitunter ein Beispiel aus Danzig, wo Schüler in Brösen nach den Spuren der Vergangenheit ihres Vorortes suchen.

            Ein anderes Beispiel aus Danzig:
            Das Gymnasium Nr. 29 hat z. B. den alten Friedhof auf dem "Galgenberg" "adoptiert". Die Schüler haben das Gelände und die Tafel gesäubert (einige mussten ausgegraben werden). Die Gräber wurden fotographiert und katalogisiert und werden seitdem von den Schülern gepflegt. Einmal in der Woche wird dieser Friedhof von den Schülern besucht.
            http://www.rzygacz.webd.pl/index.php?id=25,177,0,0,1,0

            Die Motivation der Schüler: Die wahre Geschichte ihrer Heimat kennenzulernen und das vorhandene Kulturgut und die Erinnerung daran zu erhalten. Heute ist es möglich und wird sogar erwünscht und gefördert.

            Die Zeiten haben sich geändert.

            Rudolf, wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, hätte ich mich wahnsinnig gefreut, wenn jemand gekommen wäre und sich persönlich bei mir bedankt hätte, dass ich die Gräber seiner Vorfahren/Angehörigen pflege. Ich denke, dass es heute nicht anders ist. Es ist eine großartige Geste und eine Anerkennung.

            Wobei ich nicht sagen will, dass sich die Schüler nicht über eine kleine Aufmerksamkeit freuen würden.

            Es handelt sich in Heubude um EIN Denkmal (also kein ganzer Friedhof), da dürfte die Pflege für die Schüler kein Problem sein. Ob immer Blumen vorhanden sein müssen, ist Ansichtssache.
            Wenn ich ein Friedhof besuche (oder eine Stätte, die mal ein Friedhof war), nehme ich immer Blumen mit. Auf dem Friedhof "Pere Lachaise" in Paris hätte ich es mir sparen können.

            Viele Grüße
            Magdalena
            Angeh

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            • grabschau, + 06.11.2012
              Forum-Teilnehmer
              • 10.02.2008
              • 496

              #36
              AW: Friedhof Heubude

              Es handelt sich in Heubude um EIN Denkmal (also kein ganzer Friedhof), da dürfte die Pflege für die Schüler kein Problem sein. Ob immer Blumen vorhanden sein müssen, ist Ansichtssache.
              Wenn ich ein Friedhof besuche (oder eine Stätte, die mal ein Friedhof war), nehme ich immer Blumen mit. Auf dem Friedhof "Pere Lachaise" in Paris hätte ich es mir sparen können.

              Viele Grüße
              Magdalena https://www.danzig.de/images/misc/paperclip.png

              héhého, dort werde ich mal begraben Magdalena, dann wird doch nicht mit einem Blümchen gespart hoffe ich ;-))) LG Sigi

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              • Regina, +19.11.2023
                Forum-Teilnehmer
                • 15.02.2008
                • 235

                #37
                AW: Friedhof Heubude

                Auf dem Friedhof in Heubude gibt es kein Grab mehr, keine Platte, kein Kulturhaben. Da ist nur eine grosse Wueste.Es geht nicht um den Blumenstrauss hin und wieder an dem EINZIGEN
                Denkmal, sondern die Schueler wollen den ganzen Friedhof pflegen, den Weg durch den Friedhof, der ganz verwachsen ist, wieder herstellen, Straeucher pflanzen usw.Die ganze Sache tut mir jetzt schon weh.
                Regina

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                • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
                  Forum-Teilnehmer
                  • 01.01.2009
                  • 1434

                  #38
                  AW: Friedhof Heubude

                  Guten Abend Joachimalfred,
                  ich bin immer noch dabei.
                  Gruß
                  Rainer
                  "In einem freien Staat kann jederman denken,
                  was er will, und sagen, was er denkt"
                  (Spinoza)

                  Kommentar

                  • magdzia
                    Forum-Teilnehmer
                    • 06.12.2009
                    • 464

                    #39
                    AW: Friedhof Heubude

                    Hallo Regina,

                    ja, deine Ausführung kann ich bestätigen. Ich habe nachgelesen, dass es nicht um Pflege geht sondern, dass die Schüler/Schule seit der Errichtung des Gedenksteines im Dezember 2009 Spendengelder sammeln um ihr weiteres Vorhaben dort umzusetzen. Das Geländer soll umzäunt und mit Blumen bepflanzt werden, denn es handelt sich immer noch um einen Friedhof, wo die Gebeine der Verstorbenen noch ruhen.

                    Solch ein Engagement sollte man auf jeden Fall unterstützen, denn es garantiert den Fortbestand dieser Gedenkstätte.

                    Viele Grüße
                    Magdalena

                    Kommentar

                    • Rudolf
                      Forum-Teilnehmer
                      • 22.06.2008
                      • 335

                      #40
                      AW: Friedhof Heubude

                      Ein freundliches Hallo an alle an dieser Thematik interessierten Teilnehmer ,
                      irgendwie fühle ich mich mißverstanden . Meine Auffassung habe ich in meinem gestrigen Beitrag zum Ausdruck gebracht .
                      Ich finde , daß im Falle eines Notaranderkonto´s der Aufwand ( Anwalt , Bank , Transfergebühren ) nicht im Verhältnis zum Nutzen steht , wenn man die von mir genannten Gründe in Betracht zieht .
                      Regina schrieb in ihrem Beitrag vom 22.12 2009 , daß es sich bei diesem Thema um 2 Teile handelt : den Teil , den die Schüler aus Mitteln ihrer Spardosen selbst übernehmen und den anderen Teil , bei dem es sich um die Errichtung einer kommunalen Grünanlage durch einen Fachbetrieb auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs handelt .
                      Der erste Teil ist für mich maßgebend für eine Spende an die Schule bzw. die Schüler ; die Errichtung einer Grün- bzw. Parkanlage durch einen Fachbetrieb auf dem Friedhofsgelände , welches seit Jahrzehnten ein mehr als trauriges Bild bietet , ist nach meiner Auffassung allein eine Aufgabe der Kommune , wenn sie an einer Veränderung des desolaten Zustands interessiert ist .
                      Auf jeden Fall werde ich so verfahren , wie ich es in meinem gestrigen Beitrag beschrieb und ich freue mich heute schon auf den Besuch der Schule , in der ich von 1940 bis 1944 Schüler war und hoffentlich mit den Schülern zusammentreffe , die den Gedenkstein und das nahe Umfeld pflegen .
                      Noch einen schönen Sonntag wünscht Euch der Heubuder Rudi

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                      • Wolfgang
                        Forumbetreiber
                        • 10.02.2008
                        • 11623

                        #41
                        AW: Friedhof Heubude

                        Schönen guten Abend,

                        der Gedanke, die Schüler finanziell zu unterstützen ist grandios. Ich bin mir sicher: sie brauchen jeden Zloty und wenn sie durch Spenden unterstützt werden, ist das nicht nur eine Anerkennung ihrer Arbeit sondern es wird dadurch auch gezeigt, dass es noch Brücken aus der Vergangenheit ins Heute gibt.

                        Zeigte sich unter den alten Danzigern niemand mehr an einer Pflege interessiert, würde das Vergangene, würde der ehemalige Friedhof endgültig historisiert. Er glitte ab in die absolute Vergangenheit zu der es keinen heutigen Bezug mehr gibt. Das Erkennen des auch jetzt noch fassbaren, des sicht- und erlebbaren Bezuges zwischen dem Gestern und dem Heute wäre für die Schüler stark erschwert.

                        Zusätzlich wäre aber auch noch zu prüfen, ob und wie die Schule darin unterstützt werden könnte, bei den Schülern das Interesse am alten Heubude zu wecken bzw. zu vertiefen. Natürlich müsste daran auch die Schule interessiert sein. Die Frage ist nun, ob und wie evtl. vorhandene Unterrichtsmaterialien zur Geschichte Heubudes ergänzt bzw. erweitert werden können. Ich denke da an Fotos, Bilder, Dokumente, Bücher oder Anderes mit lokalem Bezug zu Heubude.

                        Was die finanzielle Unterstützung anbetrifft: Selbst wenn wir in unseren Reihen die Reklametrommeln noch so heftig schlagen, wird wahrscheinlich doch nur ein relativ bescheidener (eher symbolischer) Spendenbeitrag zusammenkommen. Ein Notaranderkonto wird da nicht nötig sein. Ich denke, das absolute Vertrauen ist da wenn sich nur jemand bereit erklärt als "Spendensammler" zu fungieren.

                        Ich bin bereit, eine kleine Spende zu überweisen... - die Frage ist jetzt nur wohin. Und ich könnte evtl. auch noch die eine oder andere Vorkriegs-Ansichtskarte zur Verfügung stellen.
                        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

                        Kommentar

                        • Hans-Joerg +, Ehrenmitglied
                          Forum-Teilnehmer
                          • 10.02.2008
                          • 5206

                          #42
                          AW: Friedhof Heubude

                          Hallo
                          Die ganze Sache scheint doch " etwas " kompliziert zu sein......
                          Wenn es eine klares Konto ( auf dem kurzen Wege) geben würde..... dann käme auch von mir eine Spende.

                          Viele Grüße
                          Hans-Jörg

                          Kommentar

                          • Rahmenbauer14, + 1.11.2021
                            Forum-Teilnehmer
                            • 01.01.2009
                            • 1434

                            #43
                            AW: Friedhof Heubude

                            Diesen Gedenkstein haben wir, Regina, meine Frau und ich im August 2010 besucht. [ATTACH=CONFIG]7020[/ATTACH]
                            "In einem freien Staat kann jederman denken,
                            was er will, und sagen, was er denkt"
                            (Spinoza)

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