Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

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  • Ryan1980
    Forum-Teilnehmer
    • 11.09.2017
    • 50

    #31
    AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

    Wie weit sich der Nordhafen in Richtung Stogi/Heubude drängt erkennt man sehr gut auf folgendem mit Kameradrone gedrehten Video von vor paar Monaten.
    Heute vor einer Woche war ich selber zum ersten Mal seit guten 12 Jahren im Seebad Stogi und fand es etwas traurig wie stark der Strand jetzt schon optisch vom Hafen dominiert wird.

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    • Ulrich 31
      Forum-Teilnehmer
      • 04.11.2011
      • 8576

      #32
      AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

      Hallo Marcel (zu #31),

      schön, dass Du geantwortet hast. Deine traurige Sicht auf den heutigen Strand von Heubude wegen des dicht daneben liegenden Nordhafens teile ich allerdings nicht. Dieser Strand, den ich selbst als Kind und Jugendlicher für viele Jahre erleben konnte und den ich selbst auch vor wenigen Jahren besucht habe, hat auch heute noch seine besonderen Reize in der großen Weite, die sich vom Nordhafen in östlicher Richtung erstreckt. Das zeigt nicht nur das von Dir gepostete Video von 2023 mit dem fast menschenleeren Strand, sondern das lassen auch die folgenden beiden Videos von 2023 und 2022 mit vielen und sehr vielen sommerlichen Besuchern erkennen:

      - Video 1 von 2023, mit Drohne aufgenommen, Dauer 1:56': https://www.youtube.com/watch?v=yq_W4ZkebKw.
      - Video 2 von 2022, Dauer 12:51': https://www.youtube.com/watch?v=vQqquuHCnjA.

      Beim Anblick der Besucher in Video 2 habe ich nicht den Eindruck, dass sie traurig sind. Und das, was jetzt zur Aufwertung des Heubuder Strandes geplant ist, wird sicher zusätzlich dazu beitragen, dass seine Besucher auch zufrieden sein können.

      Viele Grüße
      Ulrich

      - - - Aktualisiert - - -

      Sorry für die falsche Anrede. Richtig: Hallo Marek.

      Kommentar

      • Ulrich 31
        Forum-Teilnehmer
        • 04.11.2011
        • 8576

        #33
        AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

        Heute berichtet gdansk.pl zum Strand von Heubude dies:

        https://www-gdansk-pl.translate.goog..._x_tr_pto=wapp (deutsch).

        In der verlinkten deutschen Übersetzung heißt es u.a. wörtlich (Zitat): "Moderne Lösungen von Architekten werden Stogi [Heubude] zu einem echten 'Juwel' unter den Danziger Badegebieten machen."

        Ulrich

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        • JuHo54
          Forum-Teilnehmer
          • 11.12.2008
          • 2378

          #34
          AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

          Hallo Ulrich,
          Sieht ja ganz gefällig aus, aber wird sicher noch eine zeit dauern bis es umgesetzt ist...
          Liebe Grüße
          Jutta
          Jeder Tag ist ein kleines Leben für sich.

          Artur Schopenhauer* 1788 Danzig

          Kommentar

          • Ulrich 31
            Forum-Teilnehmer
            • 04.11.2011
            • 8576

            #35
            AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

            Zu #33 und #34:

            Ja, liebe Jutta, die Umsetzung wird wohl noch 5 Jahre dauern.

            Dies ist dem als Link folgenden gdansk.pl-Artikel von heute zu entnehmen mit seiner deutsch übersetzten Titelangabe "Innerhalb von 5 Jahren wird sich der Eingang zum Strand von Stogi komplett verändern. Ausschreibungsergebnisse. VISUALISIERUNGEN":

            https://www-gdansk-pl.translate.goog..._x_tr_pto=wapp (deutsch).

            Deshalb beantworte ich jetzt die fragende Titelangabe zu diesem Thread mit Ja!

            Schade, dass das unsere liebe Regina nicht mehr erleben kann.

            Gute Grüße zum Wochenende
            Ulrich

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            • Wolfgang
              Forumbetreiber
              • 10.02.2008
              • 11623

              #36
              AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

              Schönen guten Abend,

              ich habe eine Ahnung wer freiwillig noch in Heubude an den Strand will. Gut, mag sein, dass es in Unkenntnis schönerer Strände noch Leute dahin zieht, aber als ich da in diesem Frühsommer war, fühlte ich mich an einem industriell verseuchten Badestrand. Richtung Danzig Smogwolken, außerdem der neue Hafen, stinkend, lärmend, jedwede Erholungsstimmung killend.

              Obwohl die Tote Weichsel ja auch ein Industriegewässer geworden ist -der Name trifft jetzt tatsächlich zu-, würde ich es trotzdem vorziehen irgendwo dort, also an dieser "Toten Weichsel" ein idyllisches Plätzchen zu suchen und ins Wasser zu springen. Aber in Heubude? Man kann gar nicht weit genug laufen um an wirklich sauberes Wasser zu kommen, denn spätestens in Westlich Neufähr ist Ende Fahnenstange.

              Schöne Grüße aus dem Werder
              Wolfgang
              Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
              Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
              Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

              Kommentar

              • jonny810
                Forum-Teilnehmer
                • 10.02.2008
                • 2423

                #37
                AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

                Ja Wolfgang, den Eindruck welchen Du im oberen Teil deines Beitrags beschreibst, kann ich voll bestätigen.

                Auf Heubude als "Badestrand" kann man getrost verzichten.

                Ich war vor Jahren erschrocken, als ich die vielen Krähne sah und den damit verbundenen Lärm erlebte.

                Dort gab es einmal ein schönes "Strand-Caffee" in welchem man für ein Dittchen noch eine Kugel Eis bekam.

                "Es war einmal" so fangen alle Märchen an.

                Allen-einen schönen Rest-Sonntag.

                - - - Aktualisiert - - -

                Lieber Belcanto,

                in Beitrag #26 schreibst Du. Und wenn man etwas innehält, kann man seine Geschichten hören.

                Du mußt Dich dabei in der Adresse geirrt haben. Das kann nicht der Strand von Heubude gewesen sein. sorry
                Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
                "Nec Temere - Nec Timide"
                Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

                Kommentar

                • Gerhard Jeske
                  Forum-Teilnehmer
                  • 24.08.2014
                  • 737

                  #38
                  AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

                  Jonni 810, Ich schreibe hier, weil es unter privat nicht klappt: Nun, Herr Joniszus Sie fahren gleich schweres Geschütz auf, mit 94 Jahren und allerlei Arztbesuchen gelingt es mir nicht vordringlich das Forum aufzumachen. Vielleicht ist Ihnen entgangen, dass seit 30 Jahren die konservative Fotografie abhandengekommen ist. Digitale Fotogeräte haben dafür gesorgt, dass der Berufsstand der Fotografen sich erledigt ist. Hier, in Hamburg Lurup gibt es kein Fotogeschäft mehr.
                  Also lassen wir es dabei bleiben., ändern können wir es nicht. Grüße sendet Gerhard Jeske
                  nicht klappt.

                  - - - Aktualisiert - - -

                  Gerhard Jeske . 22547 Hamburg. Franzosenkoppel 32. copyright bei Gerhard Jeske
                  Strand Besuch Juli 1944 in Danzig Heubude
                  Im August wünschte ich endlich nach Heubude zum Strand zu fahren. An der Mottlau und Ostsee aufgewachsen, war es für mich und alle anderen Danziger Bowkes natürlich , zwischen den Wolken, dem Strand, an der See und den harzigen Kiefernwäldern zu leben. Unerwartet erfüllte sich mein Wunsch. Den Anstoß dazu gab die Frau aus dem rußigen und von Bomben zerstörten Ruhrgebiet. Die evakuierte Frau lebte, nebenan in einer Laube, mit ihren drei Kindern, zwei Mädchen und einem Jungen. Sie vermissten das Kohlenrevier nicht, im Gegenteil, mit allen Sinnen genossen sie hier die vielseitige Natur. Fast jeden Tag fuhren sie in der Straßenbahn nach Heubude am Strand zu baden und sich zu sonnen. An einem Sonntag, gegen neun Uhr klopfte sie bei uns an die Haustür. Mutter Jeske öffnete die Tür und erfreut lud sie die Frau zum Frühstück ein. Bestimmt hatten sie schon vorher miteinander plachandert. (gesprochen) Durch diese Gespräche war unsere Familie genau unterrichtet wie gewaltig die Zerstörungen der Städte im Ruhrpott waren und wie zehntausende Bewohner durch die Bombenangriffe getötet wurden. Die Frau wollte nicht frühstücken, sie fragte ob ich mit ihnen zur See fahren möchte. Ich hatte zugehört und antwortete sofort. „Das trifft gut zusammen ," heute wollte ich auch hinfahren. " Schnell stopfte ich ein Handtuch und die Badehose in den Rucksack, meine Mutter steckte eine doppelte Stulle hinein und freudig erregt nahmen wir den Weg bis zum Langgarten unter die Füße. Die Straßenbahn Linie >4 < war uns wohlbekannt, unverwüstlich und unermüdlich karrten die Loren die Ausflügler zum Strand. An der Haltestelle warteten nur einige Fahrgäste, das war günstig, es gab kein Gedränge, schnell besetzten wir an der linken Seite die Fensterplätze. Von hier aus konnten wir später über die Tote Weichsel zum Hafen blicken. Der Schaffner bimmelte ab und die Lor ( Straßenbahn) fuhr los. Die Fahrt mit der Straßenbahn war die zwei Dittchen wert, für zwanzig Pfennige fuhren wir an einem interessanten Panorama vorbei. von der hohen Breitenbachbrücke sahen wir über die Tote Weichsel zur Stadt. Die Werftkräne wetteiferten in der Höhe mit den Kirchtürmen. Längst hatte die neue Technik andere Maßstäbe gesetzt; und dann kam der Wald vor der Küste. Fichten., Erlen, Eschen und Haselnuss trieben ihre Wurzeln in den Sand und ins Schwemmland, so wurde die Marsch und der Sand befestigt und nutzbar gemacht. Die Haltestelle lag direkt vor den Dünen. Die Kinder schubsten und drängelten zur Tür, hopsten hinaus und liefen den Sandweg hoch, bis sie den festen Holz-Pfad durch die Düne erreicht hatten. Dort setzten sie sich hin und zogen die Schuhe und Strümpfe aus. Hier warteten die Kinder aufgeregt auf ihre Mutter. Ich ging langsam weiter. Meine nackten Füße quetschten den feinen Sand zur Seite, das Rauschen des Wellenschlags streichelte meine Ohren. Ich atmete tief durch und viele Erinnerungen tauchten auf, Ich roch, schmeckte und fühlte die salzige Seeluft und sah den weichen Sand, das Meer und die weite See bis zum Horizont.
                  Dann erstarrte ich. Stacheldraht umklammerte die Dünen, der biss sich darin fest, Spanische Reiter stellten sich feindlich den Menschen entgegen. Ein Soldat stand rechts in der Düne im holzgestützten Schützengraben, er stand dort nicht barfuß im Sand, sondern in Kommissstiefeln, den Stahl - Helm auf dem Kopf und das trotz der Hitze und weit und breit kein Feind in Sicht. Oder erwartete das Militär eine Invasion? .Ein dumpfer Donner flog mit dem Wind gegen meine Brust. Aus der See bäumte sich eine Wasserfontäne hoch, ein Flugzeug, die Ju 52, mit dem großen Magnetring unter dem Rumpf, hatte die Mine, durch den Kontakt, gesprengt.
                  Ich stand vor einer Mulde im Sand, die Kinder hopsten hinein, „ Hier bleiben wir“ bestimmte der älteste Knabe. Er fühlte sich schon verantwortlich für die Familie, denn sein Vater war Monate lang nicht von der Front aus Russland auf Urlaub gekommen. Niemand wusste, ob er noch lebte. Aber daran dachten sie jetzt nicht. Urlaub an der See verleben, das hatten sie sich schon vorher gewünscht. Nun war es soweit. Ich stand aufrecht vor der Kule, sah wie die Kinder sich auszogen und schnell in die Badehosen schlüpften. Die Mutter zog aus der Tasche eine Flasche und fingerte die Becher heraus. „Erst hinsetzen, dann wird getrunken, sonst verplempert ihr den süßen Johannisbeeren-Saft“ Die Mädchen setzten sich artig auf den Sand, der Älteste hockte sich auf die Kante und beobachtete den Strand. Plötzlich riss er den Arm hoch und zeigte mit der Hand zur See. Ich hatte das Flugzeug längst beobachtet, jetzt da es sich der Küste näherte konnten wir sehen, dass es einen schlauchartigen Ballon an einem langen Seil hinter sich herzog. Zwei Vorpostenboote schossen aus ihren Geschützen gegen den Ballon, die unscharfen Granaten detonierten knallhart, um den Ballon herum plusterten sich kleine, weiße Sprengwolken auf. So konnten die Kanoniere feststellen, wie gut sie schon in der Trefferquote lagen. Ich hatte genug beobachtet. Der Krieg rückte uns auf die Pelle. „ Setz dich hin, hier ist noch etwas Saft“, sagte die Frau, aber ich war in einer anderen Welt angekommen, diese hier hatten wir verloren, aber das wusste die Frau noch nicht, Die Frau sah mich erstaunt an. „Was ist mit Dir los? Gefällt es Dir nicht bei uns?“ Sie konnte mich nicht verstehen, zu grausam war das, was ich fühlte. Ich nahm meinen Rucksack von der Sandkannte herunter. Wortlos drehte ich mich um und schritt zum Holzsteg hin, der zwischen den Dünen zur Straße führte. Vom linken Rand der Düne zielte der Lauf eines Maschinengewehrs auf den Strand. Das kleine Kaliber wird die Russen auch nicht aufhalten können „ dachte ich. Auf der anderen Seite wartete die Straßenbahn an der Halteschleife. Als der Fahrer sie abklingelte, blieb ich stehen, ich sah sie abfahren, nicht mal halbesetzt waren die zwei Wagons, statt am Strand sich zu sonnen, schufteten die Frauen im aufgezwungenen Kriegsdienst und viele Jugendliche lebten, oft weit weg von zu Hause, in einem KLV – Lager. Ich sah noch einmal zurück. Wenn wir früher mit der Lor hier angekommen waren, dann hörten wir das Rauschen der Föhren, das sich vermengte mit der Brandung an der Küste, nun verstummten die Natur Klänge in mir.
                  Wie ein giftiger Pilzkopf hob sich der schwarze Stahlhelm vom hellen, gelben Sand ab. Das Bild wirkte wie ein Signal. Meine Düne, der Strand war das Schussfeld geworden und auf der See wurde das Kriegsspiel geübt. Es war das letzte Mal, dass ich Heubude erlebte. Meine Ahnung betrog mich nicht. Erst viele Jahre später besuchte ich den Maler Alexander Bukowski in Warschau. Als ich hörte, wie spottbillig ein Flug nach Gdansk angeboten wurde, lud ich ihn und seine schwedische Freundin ein, mit mir dorthin zu fliegen. Es war ein windiger, etwas grauer Spätsommertag, als wir mit der Straßenbahn nach Heubude fuhren. Ein mulmiges Gefühl beschlich mich. Vor der Düne hatte sich kaum etwas verändert. Der Holzsteg zwischen den Dünen war wieder angelegt worden. Wir schritten darüber und nach wenigen Metern öffnete sich die Lücke, der Strand wurde sichtbar, weißer Wellenschaum stürzte auf den See Sand, es war beinahe wie ehedem. Ich fotografierte die anrollenden Wellen, den weißen Gischt der sich über dem Strand ausbreitete. Das Bild änderte sich nach den nächsten Schritten. Überall lagen verkohlte Holzstücke im Sand herum, Eine alte Gasmaske hatte ein Besucher auf einen Pfahl gesteckt, manchmal fanden die Leute noch Knochen von ertrunkenen Menschen. Das war der Strand, den ich vorausgesehen hatte, das war nicht mein Strand, er wurde ein großer Friedhof. Die Wellen spülten nicht nur Bernstein auf den Sand, die Strandläufer suchten auch goldene Ringe und andere Wertsachen und wühlten danach in den faulenden herum. Alexander drehte sich um und zeigte in Richtung Straßenbahn“ Mir gefällt es hier auch nicht. Lass uns gehen.“ Ich folgte ihnen. Den Stacheldraht gab es nicht mehr, der Strand und die Dünen waren geblieben und mit ihnen meine Erinnerung an schöne Ferientage, die hier im Juli 1944 vor dem Stacheldraht endeten. Gerhard .jeske co

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                  • Lavendelgirl
                    Forum-Teilnehmer
                    • 11.01.2015
                    • 4014

                    #39
                    AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

                    Hallo Herr Jeske,

                    obwohl ich mit einigen Beiträgen, welche Sie hier gepostet haben, nicht konform gehe,
                    hat mir dieser Beitrag schon bewegt und nachdenklich gemacht!
                    Mögen wir zukünftig davon verschont bleiben, gleiches erleben zu müssen!

                    Bleiben Sie gesund Herr Jeske!

                    Frank
                    Ein kleines Dankeschön für eine gegebene Antwort sollte doch für jeden machbar sein.

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                    • Ulrich 31
                      Forum-Teilnehmer
                      • 04.11.2011
                      • 8576

                      #40
                      AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

                      An die hier Lesenden.

                      Ich übergehe den Copyright-Bericht von Herrn Jeske in #38, der dem Heubuder Strand von 1944 und in einem ungenannten späteren Jahr, vermutlich kurz nach 1945, gilt, aber nicht dem heutigen Strand von Heubude und seiner Zukunft.

                      Stattdessen wende ich mich an Wolfgang und Erhart mit ihren kritischen Beiträgen #36 und #37.

                      Lieber Wolfgang und lieber Erhart,

                      schaut Euch bitte meinen Beitrag #32 an, mit dem ich auf Mareks gleiche Kritik in #31 wie Eure geantwortet habe. Ich hoffe sehr, dass Ihr in gut 5 Jahren die hier berichtete Veränderung des heutigen Strandes von Heubude prüfen und dann vielleicht feststellen könnt, dass durch diese Veränderung dieser Strand auch für Euch wieder erlebenswert geworden ist. Ich selbst werde diese Erfahrung leider nicht mehr machen können.

                      Beste Grüße
                      Ulrich

                      Kommentar

                      • Wolfgang
                        Forumbetreiber
                        • 10.02.2008
                        • 11623

                        #41
                        AW: Ist der heutige Strand von Heubude (Stogi) zu retten?

                        Schönen guten Abend,
                        lieber Ulrich,

                        was mag man mit ein paar wenigen Millionen Zloty ausrichten? Kosmetik? In den Ausbau des Hafens, in die Umweltverschmutzung, in Lärm, Gestank, werden hunderte Millionen von Zloty investiert, mit Hilfe der EU, und da sollen die kosmetischen Zloty etwas ausrichten können?

                        Dein Optimismus in Ehren, aber Fakt ist Fakt, und Fakt ist eben, dass das neue Hafengebiet nie und nimmer rückgebaut sondern erweitert wird. Fakt ist auch, dass umweltschädliche Emissionen zunehmen werden. Der Strand mag noch so schön aussehen, die Alkohol-Tankstellen und Frittenbuden modernisiert werden, aber der Hafen macht alles kaputt. Und wenn ich Richtung Danzig schaue, dann bin ich restlos bedient.

                        Das Seebad Heubude war einmal, jetzt wird aus dem kläglichen Überrest versucht, eine Geldmaschine zu machen. Nö, da ist es zwischen Brösen und Zoppot (und darüber hinaus) und auch östlich von Östlich Neufähr sehr viel schöner.

                        Ein Problem ist, dass für die Stadt Danzig - was infrastrukturelle Fördermaßnahmen betrifft - alles was östlich der Raffinerie liegt, Niemandsland ist. Denn da, bei Bohnsack beginnend, wird's tatsächlich schön.

                        Schöne Grüße aus dem Werder
                        Wolfgang
                        Das ist die höchste aller Gaben: Geborgen sein und eine Heimat haben (Carl Lange)
                        Wolfgang Naujocks: Zertifizierter Führer und Volontär in der Gedenkstätte/Museum "Deutsches Konzentrationslager Stutthof" in Sztutowo
                        Certyfikowany przewodnik i wolontariusz po muzeum "Muzeum Stutthof w Sztutowie - Niemiecki nazistowski obóz koncentracyjny i zagłady"

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