etwas von Eugen Roth

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  • mottlau1
    Forum-Teilnehmer
    • 11.02.2008
    • 1720

    #1

    etwas von Eugen Roth

    Eugen Roth - Der Kenner:

    Ein Mensch sitzt stolz, programmbewehrt,
    In einem besseren Konzert,
    Fühlt sich als Kenner überlegen –
    Die anderen sind nichts dagegen.
    Musik in den Gehörgang rinnt,
    Der Mensch lauscht kühn verklärt und sinnt.
    Kaum daß den ersten Satz sie enden,
    Rauscht er schon rasend mit den Händen
    Und spricht vernehmliche und kluge
    Gedanken über eine Fuge
    Und seufzt dann, vor Begeisterung schwach:
    »Nein, wirklich himmlisch, dieser Bach!«
    Sein Nachbar aber grinst abscheulich:
    »Sie haben das Programm von neulich!«
    Und sieh, woran er gar nicht dachte:
    Man spielt heut abend Bruckners Achte.
    Und jäh, wie Simson seine Kraft,
    Verliert der Mensch die Kennerschaft.

    Jutta
    Es kann keiner gerecht sein, der nicht menschlich ist.
    (Maurice Cove de Murville) Französischer Politiker
  • ada.gleisner
    Forum-Teilnehmer
    • 17.02.2008
    • 882

    #2
    AW: etwas von Eugen Roth

    Guten Abend Jutta,
    ich liebe Eugen Roth, schon allein sein Versmaß läßt mich lächeln. Und hier schreibt er über den Herrn Piepmeier, der so tut, als wäre er total informiert, ohne zu wissen worüber er redet. Abendlich Grüße von Ada und ein wunderschönes Weihnachtsfest
    Was ist Geld? Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt. (H. Heine)

    Kommentar

    • waldkind
      Forum-Teilnehmer
      • 06.10.2008
      • 2366

      #3
      AW: etwas von Eugen Roth

      Danke Jutta, sehr schön! Liebe Grüße vom waldkind.
      Fichten, Birken, Linden, Ellern sind die Bäume unserer Vorfahren. Auch Heide und Kiefer mögen die Landschaften geprägt haben.

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