Die Tür bleibt....

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  • jonny810
    Forum-Teilnehmer
    • 10.02.2008
    • 2423

    #1

    Die Tür bleibt....

    Die Tür bleibt für dich offen.
    v. Erhart Karl Joniszus
    November 2015


    Mein liebes Kind, ich wünsche dir,
    ein sorgenfreies Leben.
    Ich lass dich los und glaube mir,
    du wirst uns sicher fehlen.

    Gehe du den Pfad der Redlichkeit,
    erreich’ durch Mut und Stärke -
    deinen Platz in dieser wilden Zeit,
    erhalte deine Werte.

    Sie geben sich als Freunde aus,
    und nicht als Übeltäter.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus,
    das merkt man oft erst später.

    Bist du erst auf der schiefen Bahn,
    da geht es ungebremst nach unten,
    und eh’ man sich versehen kann
    sind die guten Vorsätze verschwunden.

    Die besten Freunde deines Lebens,
    die findest du im Elternhaus.
    Da draußen suchst du oft vergebens,
    brauchst du mal Hilfe, komm nach Haus.
    Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
    "Nec Temere - Nec Timide"
    Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ
  • vklatt
    Forum-Teilnehmer
    • 28.03.2009
    • 1521

    #2
    AW: Die Tür bleibt....

    Lieber Erhart,

    so ist es! Wir haben unseren Kindern auch gesagt, daß sie nie wieder Menschen finden werden

    die es so gut mit ihnen meinen, wie ihre Eltern.

    Natürlich haben wir ihnen auch gesagt, daß die Tür ihres Elternhauses immer für sie offen ist.

    Das ist doch das Normale.

    Dein schönes, treffendes kleine Gedicht ist gut geeignet den Kindern oder Heranwachsenden zum Lesen zu geben.


    Viele Grüße Vera
    Was ist ein wahres Geheimnis?
    Etwas, das für jeden offen da liegt-
    und der eine erkennt es, der andere jedoch nicht.

    Lao-tse

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    • Navona
      Forum-Teilnehmer
      • 30.09.2013
      • 153

      #3
      AW: Die Tür bleibt....

      Hallo Erhart,

      Mit Wohlwollen habe ich deine Zeilen gelesen. Danke!

      Viele Gruesse

      Ulrike

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      • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
        Forum-Teilnehmer
        • 13.02.2008
        • 3493

        #4
        AW: Die Tür bleibt....

        Lieber Erhart ! Danke, dass Du es so gefuehlt und dann mit uns geteilt hast. So ist es im Leben. Manchmal bleiben die 'Voeglein' viel zu lange im Nest, oder sie fliegen zu frueh davon. Und manchmal bringen sie sogar ihre Jungen mit sich. Diese Anhaenglichkeit findet man nicht nur in der Menschenwelt, Tiere haben sie auch.
        Aus meinem 'Nest' sind die Bewohner schon lange davon geflogen, aber sie haben, genau wie die Tiere, ihre eigene
        'Art' nicht vergessen. Wieder "steht da eine Tuer auf" und dieses Mal fuer das altgewordene Muttertier.
        Wuerde diese dauernde Sorge und woechentliche 'Treu-geoeffnete-Tuer' kaum annehmen koennen, wenn sie nicht nur von der Sorge getrieben, 'offen' steht, sondern auch von der Liebe.
        Viele von Euch haben es selbst erlebt, wenn sich kleine Aermchen ausstrecken und sich ganz fest anklammern und ein aufgeregtes "Omi, Omi" ertoent, wenn man an der Haustuer erscheint. Ja Erhart, da fuehlt man 'die geoeffnete Tuer'. Liebe Gruesse von der Feli

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        • jonny810
          Forum-Teilnehmer
          • 10.02.2008
          • 2423

          #5
          AW: Die Tür bleibt....

          Hallo und einen guten Morgen an Euch "drei Damen von der Tankstelle",

          und natürlich auch an alle Menschen die diese, oder ähnliche Situationen kennen.

          Eure Beträge beflügeln mich, immer wieder einmal ein paar mich bewegende Gedanken

          auf diese Art zu formulieren und zu los zu werden.

          Ich wünsche Allen einen schönen Tag.
          Es grüßt herzlich, Erhart vom Schüsseldamm.
          "Nec Temere - Nec Timide"
          Eine Freundschaft ist das, was man aus ihr macht. EKJ

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          • Martschinke
            Forum-Teilnehmer
            • 07.03.2008
            • 404

            #6
            AW: Die Tür bleibt....

            Hallo Felicity, es ist schon richtig, wenn Kinder noch sehr klein sind brauchen sie ein warmes Nest.
            Eltern freuen sich über ihre Nachkommen und sagen, unsere Kinder sind unsere Zukunft, sie
            werden gepflegt und gefördert bis sie ihr warmes Nest verlassen oder in das feindliche Leben
            hinaus müssen. Wenn ich die vielen jungen Menschen als Flüchtlinge hier in unserem Lande sehe,
            sie kommen von weit her und suchen nun bei uns Schutz, weil ihr zu Hause im eigenen Land zerstört
            wird. Hoffentlich erfahren sie bei uns in einem friedlichen Umfeld so viel Geborgenheit, dass sie auch
            einmal mit humanen Absichten in ihr Land zurück können und es neu aufbauen werden. Es darf doch
            nicht immer so weiter gehen, was einige fleißige Menschen aufbauen, machen andere immer wieder
            kaputt oder ermächtigen sich ihrer Habe. Gerade wir Danziger hatten es an unserem eigenen Leibe zu
            spüren bekommen, was es heißt von der eigenen Scholle verjagt zu werden und einen neuen Anfang
            mit einem Nichts wieder von vorne anfangen zu müssen.

            Viele schöne Grüße
            kurt m

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            • Mandey +08.03.22
              Forum-Teilnehmer
              • 08.02.2009
              • 540

              #7
              AW: Die Tür bleibt....

              du schreibst Gerade wir Danziger hatten es an unserem eigenen Leibe zu
              spüren bekommen, was es heißt von der eigenen Scholle verjagt zu werden und einen neuen Anfang
              mit einem Nichts wieder von vorne anfangen zu müssen.
              Hallo Hurt Martschinke,
              deine Worte in Gottes Ohr aber ,die Vertriebene von einst ob West oder Ostpreußen kannst du mit den heutigen weglaufenden aus dem eignen Land nicht vergleichen, ich bin davon überzeugt wenn unser zu Hause nur zerbomt worden wäre, dann wären die meiste Menschen nicht geflohen sondern hätten Ihre Heimat wieder aufgebaut, 1945 hatten viele Gejagte Menschen das Gesangbuch oder die Bibel in der Hand, der Moderne Migrant dagegen kommt mit dem neusten Funktelefon in der Hand, welch ein Fortschritt.
              Gruß v.Heinz Mandey

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              • Stejuhn
                Forum-Teilnehmer
                • 09.08.2011
                • 1023

                #8
                AW: Die Tür bleibt....

                Lieber Ehrhart,

                mit Deinem Gedicht sagst Du all das was jedes Elternpaar seinem(n) Kind(ern) mit auf dem Weg geben sollte.
                Wichtig finde ich auf jeden Fall "....brauchst du mal Hilfe, komm nach Haus."

                Einen schönen 1.Advent wünscht Dir Sigrid
                Nirgendswo ist es schöner als zu Hause mit der ganzen Familie vereint zu sein.
                Stejuhn, Karschen, Hinzmann, Korthals, Kumke, Rudat, Nachtigall, von Wissotzki (Wishotzki), Oberdorf

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                • Martschinke
                  Forum-Teilnehmer
                  • 07.03.2008
                  • 404

                  #9
                  AW: Die Tür bleibt....

                  Hallo Mandey, in der Zeit vor 70 Jahren 1945 hat sich viel verändert. Damals gab es doch noch keine Händis.
                  Die Flucht der Weggelaufenen heute aus Syrien ist genauso mit lebensgefährlichen Schlauchbooten über das
                  Wasser verbunden, wie auch unsere Flucht aus dem Osten. Wir wissen nicht ob die Flüchtlinge von heute in
                  ihre Heimat zurückkehren können, aber falls nicht, müssen sie die Landes-Sprache lernen und das bedeutet
                  für sie eine längere Eingliederungszeit. Außerdem will ich mit meinem Schreiben nicht die Schicksale zwischen
                  uns Ostvertriebenen und den heutigen Flüchtigen aus Syrien gleichsetzen. Alle Menschen leben heute besser
                  als nach dem zweiten Weltkrieg und das wirkt sich auch auf die Flüchtlinge aus. Heute ist Deutschland ein
                  reiches Land und kann den Flüchtlingen im Gegensatz zu uns mehr helfen als uns geholfen wurde.

                  Einen schönen 1. Advent wünscht Dir kurt m.

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                  • Felicity, Ehrenmitglied +20.5.2024
                    Forum-Teilnehmer
                    • 13.02.2008
                    • 3493

                    #10
                    AW: Die Tür bleibt....

                    Wir Danziger Kinder sangen auch zur Advent Zeit immer wieder die Kinderlieder die uns unsere Eltern beigebracht hatten. Die wuerden auch 'jede Tuer oeffnen.' Koennt Ihr Euch noch entsinnen ? 'Leise rieselt der Schnee.... Kling Gloeckchen klingelingeling......Ihr Kinderlein kommet.......Oh Du liebes Jesulein.......' Liebe Adventsgruesse von Down Unde.

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